Tischmusik
Mittwoch, 17. März 2010
Als Frühstücksmusik erklingen Barockkonzerte auf Panflöte gespielt. Das Fräulein Tochter lauscht eine Weile, schaut mich dann keck an und reimt:
”Eins, zwei, drei -
Popmusik herbei!”
Banausenbande! ^^
Bitte RT
Montag, 15. März 2010
Des öfteren findet man auf Twitter auch Stellengesuche oder -anzeigen wie zum Beispiel diese hier:
“Bitte RT” steht wie immer für “bitte schickt diese Anzeige auf Twitter weiter”. Mache ich doch gerne. Nur dummerweise kann ich dann fast sicher sein, daß nicht die Urheberin der Stellenanzeige die Antworten bekommt, sondern ich.
Daher zwei Bitten an die Twitterer:
1. Wenn Ihr auf solche Anzeigen antworten möchtet, achtet doch bitte auf den Urheber - nicht auf den Re-Tweeter. Der hat damit in den allermeisten Fällen überhaupt nix zu tun. Und wenn man zigmal mit Antworten auf Re-Tweets bombardiert wird, die eigentlich an jemand ganz anderen gehen müßten, dann vergeht einem irgendwann selbst die Lust, solche Anfragen überhaupt weiterzuleiten.
Stellt Euch vor, Ihr gebt einem Freund einen Zeitungsausschnitt mit einer Stellenanzeige und dieser Freund reicht seine Bewerbung anschließend bei Euch ein. Na? Aha.
2. Wenn Ihr solche Anzeigen selber weitertwittert, dann achtet doch bitte darauf, daß der Text der Anzeige nicht entstellt oder durch die begrenzte Zeichenzahl verstümmelt wird. Ein ”RT @TwittererAB: RT @TwittererBC: RT @TwittererCD: RT @TwittererDE: RT @TwittererXY: RT @TwittererYZ: RT @SueWestCom: Dringend! Befr Büro-” nützt überhaupt niemandem mehr etwas.
Dann doch lieber die ganzen RTs weglassen und nur den Ursprungstext mit Hinweis auf den Autor twittern.
Bitte!? Danke.
Speziell
Sonntag, 14. März 2010
Wenn ich jetzt erzähle, daß Marc mit meinen Eltern ins Theater gegangen ist, während ich in seiner Wohnung auf unsere Kinder aufgepaßt habe, dann klingt das vermutlich ziemlich ungewöhnlich für zwei getrennt Lebende. Schade eigentlich. :-)
Wahl getroffen
Freitag, 12. März 2010
Mir kommt es ja eigentlich so vor, als sei Saskia erst gestern geboren worden. Fakt ist aber, daß wir uns bereits seit längerem mit der Schulwahl befassen müssen und es nun wohl diese hier werden wird. Im September gehen die Anmeldungsschreiben der Stadt an die Eltern der Schulkinder 2011 raus, und im Spätherbst ist dann die sogenannte Einschulungswoche, wo auch die Kinder vorab schon mal unter die Lupe genommen werden.
Das sind also noch ca. 6 Monate. Nicht viel, wenn man bedenkt, daß die ersten drei Monate dieses Jahres im Grunde auch schon wieder vorbei sind…
So langsam muß ich mich dann wohl mal nach Empfehlungen für gute Schulranzen umhören. Lt. einer befreundeten Grundschullehrerin ist Ostern 2011 für den Kauf schon zu spät. Man sollte bis Weihnachten des Vorjahres zugeschlagen haben, sonst sind die besten Modelle wohl schon weg. Gut zu wissen. Ich hätte sonst erst ein paar Wochen vor der Einschulung angefangen zu suchen. *g* Scout kenne ich ja so gerade noch, aber der Rest ist für mich ein Haufen böhmischer Dörfer. Welche sind leicht und gleichzeitig stabil, möglichst noch mit zweitem Innenfach und außen einer Tasche für die Trinkflasche? Schlabberige Rucksack-Tornister ohne stabile “Wände” scheinen wohl weniger geeignet, Schulbücher und -hefte über längere Zeit unbeschadet zu transportieren.
Wenigstens wird die Schultüte unter Marcs Regie gebastelt. Wie ich ihn kenne, hält das Ding dann auch locker einem Raketenangriff stand. ^^
Medizinische Sicherheit für Kinder (MSK) - Petitionsentwurf
Dienstag, 02. März 2010
Die Petition wurde nun unter der Nummer 10684 eingereicht. Einige Sätze mußten leicht gekürzt werden, da eine geringfügig kleinere Anzahl von Zeichen zur Verfügung stand als der ursprüngliche Text benötigt hätte. Ich denke aber, die Kürzungen sind noch im vertretbaren Rahmen und ändern nichts an Inhalt, Umfang und Begründung der Petition.
Nochmals herzlichen Dank an Euch alle für Eure Mithilfe!
Ich werde es natürlich umgehend bekanntgeben, sobald die Petition vom Ausschuß für die Mitzeichnung freigeschaltet ist.
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Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass das Heilpraktikergesetz um folgenden Satz bzw. sinngemäß wie folgt ergänzt wird: “Die Erlaubnis nach § 1 berechtigt nicht zur Ausübung der Heilkunde an Schwangeren, Minderjährigen und Betreuten.
Begründung:
Eine wachsende Anzahl von Eltern läßt ihre Kinder selbst bei anhaltenden starken Beschwerden von Laienmedizinern wie z. B. Heilpraktikern behandeln. Minderjährige, insbesondere Säuglinge und kleinere Kinder, sind dabei ihren Eltern und deren Entscheidungen ausgeliefert und haben selbst keine Möglichkeit, die Risiken einer Behandlung durch Laien abzuwägen oder eine solche abzulehnen.
Laienmediziner durchlaufen jedoch in Deutschland keine gesetzlich geregelte Ausbildung - eine Tatsache, die die Bundesärztekammer bereits mehrfach beanstandet hat. Die von Laienmedizinern absolvierten Tests unterliegen bzgl. Umfang, Themenauswahl u. Schwierigkeitsgrad zudem keinerlei Prüfungsordnung. Spezielle Krankheitslehre muss nicht explizit nachgewiesen werden. Der Wissensstand variiert also stark und kommt in keinem Fall einem vollständigen Medizinstudium auch nur annähernd nahe. Die Fähigkeit der Laienmediziner, Erkrankungen ebenso akkurat und rechtzeitig einzuschätzen und zu behandeln wie ein approbierter Arzt, ist also nicht gewährleistet. Nicht nur müssen Kinder daher oft unnötig lange unnötig heftige Schmerzen erleiden, sondern es besteht auch das Risiko, daß bei zu lange hinausgezögerter echter Behandlung ein Notfall eintritt, der im Extemfall lebensbedrohlich ist und/oder langfristige Beeinträchtigungen des Kindes nach sich zieht. Darüber hinaus werden Laienmediziner in Schadensfällen auch als Laien zur Verantwortung gezogen. Das heißt, sie haften für Fehler bei weitem nicht im selben Umfang wie ein Arzt. Ihnen die medizinische Behandlung von Kindern in der Entwicklung anzuvertrauen, ist schon aus diesen Gründen guten Gewissens nicht vertretbar.
Erschwerend kommt hinzu, daß viele alternative Behandlungsmethoden auf wissenschaftlich unhaltbaren Aussagen fußen, die oft mit irrationaler Ablehnung klassischer, bewährter Methoden einhergehen. Insbesondere Antibiotika, Impfungen oder Chemotherapien werden hier häufig prinzipiell und kategorisch abgelehnt. Stattdessen werden Methoden und Mittel eingesetzt, deren Wirkung bei wissenschaftlicher Überprüfung bestenfalls auf einen Plazeboeffekt zurückzuführen ist oder die für eine Heilung nicht ausreichend sind. Des weiteren sind aktuellen Studien zufolge alternative Diagnoseverfahren nicht besser als der Zufall. Das Risiko von Fehldiagnosen, falschen Behandlungsempfehlungen und Nicht-Erfassen des Schweregrades einer Krankheit ist also erheblich.
All dies ist weder mit dem Recht des Kindes auf die durch die UN-Charta zugesicherte optimale medizinische Versorgung, noch mit dem Recht auf Schutz vor körperlicher und seelischer Gewalt zu vereinbaren. Es muß daher das Recht des Kindes Vorrang haben, von Anfang an mit angemessenen und ausreichenden Mitteln und Methoden behandelt zu werden, deren Wirkung nach wissenschaftlich gesicherten Standards erforscht worden ist. Aufgrunddessen sollte die Behandlung von Schwangeren, Minderjährigen und Betreuten grundsätzlich nur zugelassenen Ärzten gestattet sein.
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Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an Lars Fischer und Marcus Anhäuser, die beim allerersten Textentwurf so engagiert mitgeholfen haben.
Kindesmissbrauch durch alternative Heilmethoden
Sonntag, 28. Februar 2010
Aus irgendeinem Grund bin ich auf Twitter in der vergangenen Woche zweimal mit irgendjemand mir Unbekanntem verwechselt worden, dessen Avatar wohl dem meinen ähnlich sieht und der zu allem Überfluß ausgerechnet ein großer Homöopathieanhänger ist. Als ich durch einen unmißverständlichen Tweet (hoffentlich!) ein für allemal klarstellte, daß ich mit diesem Hokuspokus auf keinen Fall in Verbindung gebracht werden will, hagelte es von einigen Seiten (natürlich) Kommentare, à la “Ja warum denn nicht und wieso denn bloß?”
Diese Diskussion könnte man endlos und immer wieder führen. Allerdings habe ich das nicht vor - das sage ich gleich vorweg. Fakt ist, daß ich bei einem Arzt, der mir allen Ernstes Homöopathika andrehen will, eines von zwei Dingen vermuten muß: Entweder, daß er mich nicht ernst nimmt. Oder aber, daß seine Kenntnisse nicht auf dem neusten Stand sind. So oder so hätte dieser Arzt mich das letzte Mal gesehen, und zwar von hinten.
Die Briten sind gerade dabei, homöopathische Medikamente aus der Liste der Arzneimittel zu streichen, deren Forschung über den National Health Service mitfinanziert wird. Grund dafür ist eine endlose Latte von Studien, die bewiesen haben, daß Homöopathika Plazebos sind - und sonst gar nichts. Ohne zu erwartenden Schaden sind sie bestenfalls dort einsetzbar, wo über kurz oder lang ohnehin eine Spontanheilung zu erwarten ist. Weitere Forschung in diese Richtung wurde abgelehnt; ein Teil der wortwörtlichen Begründung, zitiert aus dem oben verlinkten Dokument, lautet:
“I will just say it one more time because this is key and it is a question that we really have to have answered. There is a view out there, and I think it is the orthodox scientific opinion, (...) that if you look across all the systematic reviews of all the trials there is no good evidence that homeopathy works, and the view is further that there is no point doing any more randomised controlled trials or indeed any more systematic reviews. They have been done to death and the answer is negative. (...) We do not fund research into exploring whether the earth is flat. It is a settled view that it is not.” (Seite 126)
Der Hinweis auf die ach so große Kraft des Plazeboeffekts, die doch immerhin vielen Patienten zumindest subjektiv Besserung brachte, wurde gekontert mit dem Hinweis:
“(...) where would that end? You could send someone to an astrologer and there are doctors, believe me, I have met them, who believe in astrology and they would say, I think this works; try that, and that would have a placebo effect as well in many patients who also thought that the constellations when they were born impacted on their health or well-being now.” (Seite 125)
Tja, dem gäbe es wohl nicht mehr viel hinzuzufügen. Wäre da nicht die Tatsache, daß in Australien inzwischen ein Heipraktikerpärchen im Knast sitzt, weil es seinem - inzwischen toten - Baby echte, nachgewiesen und reproduzierbar effiziente medizinische Behandlung vorenthalten und es stattdessen über Wochen und Monate mit wirklungslosen Homöopathie-Zuckerkügelchen abgefüllt hat. Wenn ich sowas lese, bin ich schon wieder ganz oben auf der Palme. Und offenbar nicht nur ich selbst. Ich zitiere mal aus einem Eintrag bei EsoWatch, der mir zutiefst aus der Seele spricht:
“Was auch immer darunter verstanden wird, es entspricht auf keinen Fall den Tatsachen, sondern spiegelt den Wunsch nach unbegrenzter Machbarkeit ohne Risiko und Nachteile wieder. Um an dieser Illusion festzuhalten, klammert man sich an Anekdoten , die es zu Hauf gibt und die von uneingeschränkt positiven Erfahrungen sprechen. Damit der Traum nicht platzt, muss man dabei natürlich auf kausale Zusammenhänge und entsprechende Nachweise zwischen Ursache und Wirkung verzichten.”
(Anmerkung: Ja, das kommt mir bekannt vor. An dieser Stelle kommen dann unweigerlich Sprüche wie “Es gibt eben Dinge zwischen Himmel und Erde, die wir nicht erklären können”. Kopf => Tisch. Genau diese Einstellung ist es, mit der die Mitglieder mancher Sekten ihren Führern erlauben, sie widerspruchslos in den kollektiven Selbstmord zu treiben. Aber gut, das ist dann wohl auch eine Art der natürlichen Auslese… Weiter im Text aus EsoWatch:)
“Auch wenn der Glaube noch so stark ist, hat er keine Chance, die Realität dauerhaft zu umgehen, und damit kommt für jeden Anhänger der Tag, an dem er damit konfrontiert wird, dass es nicht so läuft, wie es laufen sollte. Das neue Problem, welches dann massiv auftaucht, bezieht sich immer auf das eigene Unvermögen, die Schuld, dass etwas nicht klappt, läge an einem selbst und niemals daran, dass andere etwas falsch machen oder dass man eben falschen Versprechungen auf den Leim gegangen ist.
(...)
Bei erwachsenen Menschen lässt es sich gerade noch verkraften, wenn sie dermaßen in die Scheiße langen und ihnen nicht mehr zu helfen ist. Was jedoch damit einhergeht, ist die Tatsache, dass entsprechende Leute ihre irrationalen Überzeugungen an ihren Kindern ausleben, und welche Konsequenzen dies für Kinder hat, ist nicht nur gemeingefährlich sondern kriminell und deswegen niemals tolerabel. Wer sich dagegen nicht aufbäumt, macht sich mitschuldig. Es wird höchste Zeit, dass unser Staat einschreitet und bei dem Thema sind wir alle gefordert dazu beizutragen, dass sich in der Hinsicht etwas tut.”
Was danach in jenem Artikel geschildert und zitiert wird, ist einfach nur noch erschütternd. Ich weiß gar nicht, wie ich die Haßkappe ob so viel Ignoranz und Verbohrtheit seitens dieser verantwortungslosen Eltern und “Ratgeber” jemals wieder vom Kopf bekommen soll!
Kinderrhetorik
Donnerstag, 25. Februar 2010
Kinder zu haben ist toll! Eröffnet einem ungeahnte Blickwinkel und Erkenntnisse.
Wenn meine Kinder z. B. mit berechtigter, nicht zu entkräftender, aber für sie natürlich ärgerlicher Kritik konfrontiert werden, inkantieren sie neuerdings folgenden Reim:
“Selber, selber, lachen alle Kälber.”
Motto: Soll doch gefälligst der Kritiker nachdenken, was er nun scheinbar wieder angestellt haben könnte. Aber nicht, weil es konkret etwas zu bemängeln gibt, sondern damit man sich selbst mit dem Ursprungsvorwurf nicht befassen muß. (Und ein klein wenig steckt auch ein “NANANANANA - I CAN’T HEAR YOU!” drin.)
Die Erwachsenenversion dieses Reims erweckt zwar auf den ersten Blick einen gehaltvolleren Eindruck, hat aber im Grunde genausowenig Inhalt:
“Die Kirche”, “die Bänker”, “die Politiker” - nichts als subsummierende Projektionsfläche der eigenen Abgründe!...
Selten so gelacht. *g*
(Quelle: Twitter. Was sonst? ^^)
Danke.
Zwei Menschen haben den Sachverhalt zur “Causa Hegemann” auf den Punkt gebracht:
=> Frau Heidenreich
=> Herr Theisohn.
Dafür einfach mal ein Danke!
Alles ist sicher.
Offenbar hat gestern abend in Köln eine Informationsveranstaltung für die Bürger stattgefunden, in deren Verlauf selbigen versichert wurde, alle U-Bahn-Tunnel und -Stationen seien selbstverständlich vollkommen sicher. (Info und Ausschnitt von WDR 2 Radio)
Da stellen sich mir doch zwei Fragen:
1. Wenn doch angeblich immer noch alles sicher ist und man einen beliebigen Prozentsatz der eingeplanten Metallteile einfach so mal eben weglassen kann - bitte wer hat da die ursprüngliche Kalkulation derart verbockt und was sind die Konsequenzen? (Ist ja schließlich auch ‘ne Kostenfrage.) Und vor allem: Warum fälscht man dann Protokolle?
2. Wenn eben nichts mehr sicher ist - und wer will da für die kommenden 50 Jahre schon seine Hand ins Feuer legen - warum belügt man dann derart die Bürger?
Aber schon klar: Alles ist sicher. Noch sicherer als die Renten.
Hängengeblieben
Sonntag, 21. Februar 2010
Und zwar in diesem Blog: ”Twisted Bacteria”
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