Ein Schulaufsatz, den jeder gelesen haben sollte
Mittwoch, 01. September 2010
Rhys Morgan hat eine sehr eindringliche, anschauliche und ausführliche Erläuterung verfaßt, warum sogenannte Alternative Heilmethoden problematisch und zum Teil auch gefährlich sind. Und so ganz nebenbei räumt er auch noch mit dem Mythos auf, der da lautet ”Wer heilt, hat recht”.
Das unterschreibe ich sofort.
Montag, 30. August 2010
Und zwar diese Liste von Frau Brüllen. Eins zu eins, komplett.
Festhalten am Scheitern
Dienstag, 03. August 2010
Tja, was soll man dazu noch sagen. Eigentlich ist alles gesagt. Es will nur partout nicht gehört oder verstanden werden. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
Mein Name steht schon darunter.
Montag, 26. Juli 2010
Die folgende, hervorragende Petition findet sich seit heute auf dem Server des deutschen Bundestages:
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Text der Petition
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Homöopathie aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen wird. Die Streichung soll so lange fortbestehen, bis eine Wirksamkeit dieser pseudowissenschaftlichen Methode nachgewiesen wird.
Begründung
Es gibt bisher keine nachgewiesene Wirkung von homöopathischen Medikamenten; es gibt keinen medizinischen Nutzen. Durch eine bevorzugte Erstbehandlung mit homöopathischen Mitteln kommt es zu Krankheitsverläufen, die anschließend mit einem erhöhten Aufwand an wissenschaftlicher Medizinversorgung ausgeglichen werden müssen. Die Kostenübernahme verursacht überflüssige Ausgaben, die gespart werden können.
Sämtliche Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen haben ein Anrecht, dass die gezahlten Beiträge effizient und wirkungsvoll eingesetzt werden. Die Kostenübernahme spiegelt dagegen eine von den Krankenkassen anerkannte medizinische Wirksamkeit vor, da sie diese auch bezahlen. Dies wurde bisher aber noch nie nachgewiesen.
Die Homöopathie ist in vielen Ländern u.a. aufgrund aufgeführter Begründungen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen worden.
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(via http://blog.esowatch.com/?p=1861)
Ich hoffe, es finden sich zahlreiche Mitzeichner für diese Petition. Nicht nur, um den Kassensolidargemeinschaften viel rausgeschmissenes Geld zu ersparen, sondern auch, um Homöopathieanhängern deutlich zu machen, daß diese Art der “Behandlung” bestenfalls Augenwischerei und schlimmstenfalls der Grund für irreparable gesundheitliche Schädigungen ist. Nämlich dann, wenn der Placebo-Effekt der Homöopathie eben nicht mehr ausreicht, um den Patienten zu helfen, die Wartezeit bis zur Selbstheilung zu überbrücken. Wenn nämlich eine Heilung ohne erprobte und allgemein anerkannte Methoden gar nicht zu erwarten ist.
Tasaarvo - zur Kehrseite der finnischen Medaille.
Donnerstag, 22. Juli 2010
“Dass man schwache Schüler niemals bloßstellen darf, geht finnischen Lehrkräften im Laufe ihrer Ausbildung sozusagen in Fleisch und Blut über. Anders zu sein ist erlaubt. Aber nur, wenn ja, wenn anders eben schwächer bedeutet. Dass ein Kind, das immer wieder Stunden bei der Speziallehrerin braucht, deswegen gehänselt würde, habe ich nie gehört. Heißt anders aber in irgendeinem Sinne stärker, fähiger als die anderen, dann gelten andere Regeln. Es gibt zwei Gebiete, auf denen man besser sein darf als die anderen: Musik und Sport. Mobbing riskiert aber in einer durchschnittlichen finnischen Schule, wer in den eigentlichen Lernfächern glänzt, und dagegen scheint kein Kraut der Psychologen und Kuratoren gewachsen zu sein. Wer deutlich besser ist als andere, sollte sich eigentlich schämen, es gehört sich nicht das ist die Botschaft, die schon aus vielen mehr oder minder subtilen Signalen hervorgeht, erst recht aber aus Lehrerbosheiten wie Was glaubst du eigentlich, was du bist?
(...)
Tasaarvo heißt für viele nicht einfach Gleichheit der Chancen. Ihnen schwebt vielmehr Gleichheit der Resultate vor. Als am 13.5.2002 die frischen Ergebnisse der alljährlichen Schulevaluation publiziert wurden und sich ein erhebliches Gefälle zwischen Schulen innerhalb je ein und derselben Region herausstellte (der durchschnittliche Punktwert der Schüler lag in manchen Schulen bei 40, in anderen bei 85; die Skala lief bis 100), erklärte Jukka Sarjala, damals noch Leiter des Zentralamtes für Unterrichtswesen, dies stehe geradezu im Widerspruch zum finnischen Grundgesetz! Es würde den hier gesetzten Rahmen sprengen, die Hintergründe einer derartigen Abstrusität aufzuhellen. Fest steht nur: Der oberste Chef des Schulwesens freute sich nicht darüber, dass es manchen Schulen gelungen war, Spitzenleistungen hervorzubringen. Er fand es vielmehr skandalös, dass sie so viel besser waren als manche andere.
(...)
Dass die Vernachlässigung begabter Schüler Verschwendung gesellschaftlicher Ressourcen bedeutet, liegt auf der Hand. Für Politiker sollte das ein Argument sein. Es gibt aber noch ein ganz anderes, und das sollte eigentlich jedem Pädagogen das Gewissen rühren: Es ist die Situation, zu der die Schule ein unterfordertes Kind verdammt. Die Vorkämpfer der integrierten Gesamtschule behaupten unverdrossen, dass ein guter Lehrer in binnendifferenziertem Unterricht allen gerecht wird und dass die Lehrkraft eben versagt hat, wo dies nicht gelingt. Und durchaus üblich ist es in deutschen Schulen (wie auch in finnischen), in der Stunde Aufgaben unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades zu stellen. Da dividieren dann z. B. die Arbeitsgruppen, in denen die Zweierschüler sitzen, mit gemischten Brüchen, während sich die Schwächeren mit Aufgaben vom Typ 3/4 : 1/4 abmühen. Und dagegen ist ja auch nichts einzuwenden. Nur: Das ist die schiere Karikatur einer Binnendifferenzierung im eigentlichen Sinne des Wortes, einer also, die wirklich den Bedürfnissen unterschiedlich begabter Kinder gerecht würde. Ich mache mich z.B. anheischig, lernstarke Schüler im Rahmen eines auf ihre intellektuellen Ressourcen zugeschnittenen Unterrichts dazu anzuleiten, selber herauszufinden, wie man mit Brüchen dividiert, statt es ihnen zu erklären. Das kostet Zeit. Die hätte ich aber, weil diese Kinder hinterher viel weniger Zeit zum Üben brauchen als die Schwächeren. Jedoch: Weder ich noch irgendjemand anders kann innerhalb einer unausgelesenen Gruppe den Schwachen den Weg erklären und zugleich den Starken die Möglichkeit lassen, ihn selber zu finden. Jede Schule, die vorzugsweise oder ausschließlich die Bedürfnisse der Schwachen und des Mittelfeldes im Auge hat, tut den Begabteren Unrecht. Sie enthält ihnen de facto die Möglichkeit vor, ihr Potential zu entwickeln und so voranzuschreiten, wie sie es eigentlich könnten. Und sie bestraft sie mit doppelter Langeweile, wenn sie das trotzdem auch nur halbwegs schaffen, sei es auf eigene Faust oder dank elterlicher Unterstützung.
Quelle: http://www.finland.de/dfgnrw/dfg043a-pisa11.htm
“Die entfremdete Republik”
Montag, 28. Juni 2010
Seit einigen Jahren zitiere und verweise ich nur noch selten auf den ”Spiegel”. Die Artikel der Onlineausgabe sind zunehmend populistisch geworden und zu schlampig in die Tastatur gehämmert: Logik-, Rechtschreib- und Grammatikfehler sind Legion geworden.
Um so erfrischender und vor allen Dingen inhaltlich genau treffend finde ich diese Ausnahme.
Mutterwitz
Donnerstag, 27. Mai 2010
”Als Mutter weiß ich, dass die Beziehung von Eltern zu ihren Kindern keine rationale ist. Aber zumindest ein paar Fragen lassen sich nach rationalen Aspekten entscheiden - und für informierte Entscheidungen will ich mit diesem Blog Hilfe leisten.”
Ein neues Blog bei den ScienceBlogs
Enten-Watchblog
Dienstag, 04. Mai 2010
Ein Web-Fundstück: http://stadtente.blogspot.com/
”Dies ist ein Ententagebuch. Nicht mehr und nicht weniger. Hier geht es um eine Wildente, die sich zum Brüten einen Blumenkasten auf dem Balkon einer Berliner Homeoffice-Autorin auserkor. Das hat sie nun davon: Neben freundlicher Ansprache, gemeinsamer Krähenabwehr und regelmäßiger Toastbrotversorgung wird nun ihr Intimleben in aller Welt verbreitet. Ob das gut oder schlecht ist, wird sich noch herausstellen.”
Monster Engine
Mittwoch, 07. April 2010
Bei aller Liebe zu meinen Kindern, und bei aller Bewunderung für ihre Kreativität, muß ich doch zugeben, daß ich mich von ihren Portraits in den allermeisten Fällen eher nicht geschmeichelt fühle. *g* Offenbar geht das auch anderen Eltern so, denn vor ca. 11 Jahren hat Dave Devries das “Monster Engine"-Projekt gestartet, bei dem Kinderzeichnungen in “echte” Gemälde umgesetzt werden. Das Ergebnis ist gleichzeitig faszinierend, lustig und verstörend. Aber seht am besten selbst!
(Link via @astrodicticum)
Das Eulennest
Sonntag, 28. März 2010
Sehr sehenswert. Eine Eule zieht ihre Jungen groß: Livestream
Danke.
Donnerstag, 25. Februar 2010
Zwei Menschen haben den Sachverhalt zur “Causa Hegemann” auf den Punkt gebracht:
=> Frau Heidenreich
=> Herr Theisohn.
Dafür einfach mal ein Danke!
Hängengeblieben
Sonntag, 21. Februar 2010
Und zwar in diesem Blog: ”Twisted Bacteria”
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