Neues Micro gegen Handy-Geschrei

Nette Erfindung, das.  Allerdings stellt sich mir die Frage, wie lange es dauern wird, bis jeder Schreihals gemerkt hat, daß sein Gesprächspartner ihn nun auch ohne Gebrüll versteht. Da die Wirkung des Micros schließlich nicht vom Sprecher selbst wahrgenommen wird, halte ich es für wahrscheinlich, daß sich zumindest in absehbarer Zeit leider nicht viel ändern wird und immer noch an jeder zweiten Ecke ein brüllender Wichtigtuer herumsteht.

Wenn dann jetzt noch bitte jemand die Pieptöne der Tastatur gesetzlich verbieten würde…


TiVo

Dieses Gerät könnte auch mir gefallen.


Da war doch noch was…?

Wie “vergeßlich” kann man eigentlich sein? Noch dazu zu zweit? Oder sollte es sich um einen Fall von Alzheimer in jungen Jahren handeln?

“zunächst seine Frau mitsamt Gepäck ausgeladen”. Nette Formulierung. Vermutlich war das Gepäck noch mit mehr Intelligenz gesegnet als beide Eltern zusammengenommen.


Scylla und Charybdis

Diese Kinder wären für mich gestorben. Da kann ein Heim auch nicht schlimmer sein—wenn überhaupt.

Die Sommerhitze scheint den Leuten nicht gut zu bekommen. Vor zwei Wochen erzählte mir ein guter Freund die Geschichte einer Elfjährigen, die er buchstäblich mitten in der Nacht am Dresdener Zwinger auf dem Parkplatz aufgelesen und zur Polizei gebracht hat. Wie sich später herausstellte, hatte die Mutter das Mädchen zwei Tage zuvor(!) dort stehen lassen mit der Bitte, “mal kurz zu warten”. Sie hatte sich aus der Gemeinde abgemeldet, das Mädchen aus der Schule genommen und war nach Angaben der Gemeinde… ins Ausland gezogen, ohne die Kleine mitzunehmen!

Der Hammer an der Geschichte war aber der diensthabende Polizist, der das Mädchen nachts entgegennahm. Da die Kleine behauptete, sie sei schon 16 (haha…), drückte der “Freund und Helfer” ihr einen Zettel mit der Adresse eines Frauenhauses in die Hand und ließ sie wieder gehen.

Kurz und gut, letztendlich hat unser Freund sie erneut aufgesammelt (Frauenhaus öffnete nicht) und dafür gesorgt, daß die Kleine erst einmal für eine Nacht mit zu ihm und anschließend ins SOS-Kinderdorf in Zwickau kam. Weiß der Himmel, was mit dem Mädchen sonst geschehen wäre.

Manche Leute sollte man wirklich… Mensch, da packt mich so die Wut!


Wohnt hier jemand

in München, Köln, Berlin, Hamburg, Wiesbaden oder Darmstadt? Und hat sich schon darüber geärgert, daß er den Paketboten der Post ständig verpaßt? Dann könnte folgende Packstation-News der Post AG interessant sein:

Nach dem erfolgreichen Verlauf des Pilotbetriebs in Dortmund, Mainz, Frankfurt am Main, Offenbach und Bad Vilbel wird PACKSTATION ausgeweitet: Ab Frühjahr 2004 wird der Service in Städten wie München, Köln, Berlin, Hamburg, Wiesbaden und Darmstadt zur Verfügung stehen!

Nennen Sie uns Ihre Standort-Tipps für die neuen Städte und die bestehende Stadt Mainz und gewinnen Sie einen von unseren Super-Preisen!

Was mir “meine” Packstation hier in Dortmund schon an Rennerei und Streß erspart hat, kann ich gar nicht ausrechnen. Lohnt sich wirklich, nur mal so als Tip! grin


Ganz Ihrer Meinung, Frau Giese

Sitten und Unsitten bei der Kleiderwahl

(via Sabine)

Nachtrag:
Oha, der Artikel hat bei Sabine ja eine nette Diskussion losgetreten… Hier also nochmal mein dortiger Kommentar zum Thema:

Ich hatte den Artikel eigentlich nicht als Angriff gegen Menschen mit Übergewicht, Behinderungen usw. verstanden, die es wagen, generell Haut zu zeigen. Sondern als Hinweis, daß es die Kombination aus Mensch und Kleidung macht, die entscheidend ist. Nicht der Mensch oder die Kleidung alleine. Oder, anders ausgedrückt, als Kommentar über Menschen, die sich eben _nicht_ zu kleiden wissen. Inlusive derer, die eigentlich eine gute Figur haben, diese aber durch die Kleider- und Accessoireauswahl verhunzen. Auch von denen gibt es mehr als genug.

Hüfthosen und bauchfreie Tops sind dabei das, was mir am meisten auffällt. Es gibt wirklich nur seeeeeeeeeehr wenige Mädels, die Hüfthosen vorteilhaft kleiden—nämlich die, die absolut Null Speck auf den Hüften haben. Und wer hat da keinen? Die meisten sehen darin einfach nur aus wie eine geplatzte Wurst, wie Andrea letztens so schön sagte—und finden sich auch noch cool so!

Pölsterchen, die an sich unerheblich sind und die in einer normalen Hose keinem Menschen auffallen würden, werden durch eine Hüfthose noch zehnfach betont und liegen bestens sichtbar wie ein Schwimmring auf dem Gürtel. Dann noch ein bauchfreies Top drüber, und fertig ist die Lachnummer. Ich frage mich immer wieder, warum um Himmels Willen diese Frauen auf Biegen und Brechen jeden Modetrend mitmachen müssen???

Bei manchen Männern graust es mich übrigens auch. Sollte ich vielleicht erwähnen, bevor es hier Mißverständnisse gibt. Z. B. der Möchtegern-Adonis in Jeans und schmuddeligem Netzhemd, dessen Hosenbund ob des Bierbauchs schon dort hängt, wo bei anderen die Kniestrümpfe anfangen und der aus dem Mund nach Zigaretten und abgestandenem Bier stinkt. Soll er von mir aus, geht mich nichts an. Aber wenn ich dann merke, daß gerade dieser Mann mich lüstern-dümmlich anstiert und sich offenbar für Gottes Geschenk an die Menschheit hält - sorry, dann kann ich nur noch müde lächeln. Und mich wegdrehen. Damit muß er sich dann aber bitte eben abfinden.

Einen übergewichtigen Menschen mit größenmäßig passender Kleidung finde ich z.B. wesentlich schöner und ästhetischer als einen Menschen mit nur leichten Pölsterchen, der aber so enges Zeugs trägt, daß es an allen Ecken hervorquillt. Meinen diese Leute, wenn sie sich in zu enge Klamotten schmeißen, würde ihre Figur dadurch automatisch auf die Wunschgröße komprimiert??? Oder auch Frauen mit Pfannkuchen an Make-Up im Gesicht—grauenhaft! Oder auch Leute, die mit offenem Mund Kaugummi schmatzen, wie ein wiederkäuendes Rindvieh—das sieht doch wohl mehr als gräßlich aus!

Was mich persönlich daran irritiert ist nicht nur der unnötig unvorteilhafte Anblick, sondern vielmehr die Erkenntnis, daß diese Menschen ihren Körper eigentlich nicht wirklich kennen und schätzen.

Ein String z.B. käme für mich persönlich auch nicht in Frage. Ebensowenig wie bunt lackierte Fingernägel oder transparente Oberteile. Sieht einfach nuttig aus an mir, ganz unabhängig von der Figurfrage. Auch darum ging es in dem Artikel ja.


Da bleibt nur…

... zu gratulieren, Herr Pauly! grin


Star Wars Kid

Gibt’s hier irgendjemanden, der noch nicht irgendwann einmal davon geträumt hat, mit irgendeiner tollen Tat die Mitmenschen zu beeindrucken? Und der dankbar ist, daß wohl nie jemand von diesen Träumen erfährt?

Ein 15jähriger in Kanada träumte davon, ein Jedi zu sein—und filmte sich selbst beim Kampf mit dem Lichtschwert. Dummerweise geriet sein Videoband in die falschen Hände und kursierte anschließend in vielfältigen Varianten digitalisiert im Internet. Noch dümmererweise war die äußere Erscheinung von Gyhslain, dem 15jährigen, von der eines sehnigen, fitten Jedi meilenweit entfernt. Sein Traum wurde zum Albtraum und der Junge zum Gespött des WWW.

Den Rest der Story findet man hier; sie zieht sich von April bis Juli 2003 und endet mit einer Spendenaktion für den Jungen.

Gibt es eigentlich noch andere Fälle, wo die User des WWW eine Art Wiedergutmachung starten für den Schaden, den andere User (und vielleicht auch sie selbst) angerichtet haben? Und gibt es überhaupt eine Wiedergutmachung dafür, wenn ein Mensch grundlos mit seinen Sehnsüchten gedemütigt wird?

Bloß gut, daß meine persönlichen Filme nur in meinen persönlichen Hirn ablaufen…

(gefunden bei spiegel.de)


Back to the future

Meine Herren, wer hätte vor 20 Jahren gedacht, daß die USA einmal so viel mit der damaligen Sovietunion gemeinsam haben könnten und sich der selben Methoden bedienen würden. Der gute alte George (Santayana, nicht Bush…) hatte schon recht: “Those who forget the past will be forced to relive it.”


Ein Sack Reis in China

Der alte Mann spielt in der Tat keine große Rolle mehr in Deutschland. Vor einer Weile lief eine große, deutschlandweite Umfrage, deren Ergebnis hier zu finden ist. Die Antworten zum Thema Kirche waren jedenfalls sehr bezeichnend—diese Institution rutscht hierzulande wirklich langsam in die Bedeutungslosigkeit ab (S. 23 ff.). Ich müßte lügen, wenn ich behaupten wollte, daß mich das wundert.

Ehrlich gesagt hat mich die gestrige Verkündung des Papstes weder überrascht noch geschockt. Consider the source, dachte ich mir nur… Ob der Papst etwas daherschwafelt oder ob in China ein Sack Reis umfällt, kommt für mich schon lange auf eins raus.

Bedenklich ist die Sache vielleicht in den Ländern, wo Papst und Kirche noch eine größere Rolle spielen. Allerdings ist davon auszugehen, daß dort ohnehin schon keine große Toleranz gegenüber gleichgeschlechtlichen Partnerschaften herrscht.



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