Tja.

Passiert ist passiert. Hoffen wir, daß wir wenigstens einen neuen Innenminister bekommen. hmmm


Ein Tag kann eine Perle sein

Bei einigen Blogs kristallisiert sich relativ rasch heraus, daß man ihre Autoren unbedingt irgendwann gerne live treffen möchte. Leider läßt sich das nicht immer bewerkstelligen. Manchmal stellt sich auch beim Treffen heraus, daß “es nicht paßt”. Und dann gibt es Begegnungen, da paßt von Anfang an einfach alles.

In den vergangenen drei Tagen durfte ich Lars Fischer, den Autor des Fischblog, näher kennenlernen. Lars Fischer schreibt üblicherweise über diverse Themen aus der Wissenschaft, die ich faszinierend und sehr informativ finde, zu denen ich aber in den seltensten Fällen auch nur annähernd intelligente Kommentare beitragen könnte. Doch alleine schon seine Schreibweise machte mich mehr als neugierig auf den Menschen dahinter. Ich wurde nicht enttäuscht.

Lieber Lars, das Wochenende war einfach toll! Ich danke Dir!


Alltag mit blinden Eltern

“Heiko Kunert ist blind. Und er ist Presse- und Öffentlichkeitsarbeiter. Wie geht das? Er berichtet ... über seine blinde PR-Welt: eine Welt voller Kuriositäten, Überraschungen und dem ganz normalen Alltag in Hamburg.”

Als Heiko mich um einen Gastbeitrag für sein Blog “Blind PR” bat, sagte ich spontan zu, stellte aber schnell fest, daß es doch schwieriger war als gedacht, den geplanten Text zu verfassen. Einige Aspekte mußte ich zwangsläufig unberücksichtigt lassen. Nichtsdestotrotz hat es großen Spaß gemacht und ich bedanke mich herzlich bei Heiko für sein Interesse und die Veröffentlichung. Über Feedback bei Heiko würde ich mich ebenfalls sehr freuen.


Ja, ich weiß,

ich schreibe hier zur Zeit nicht viel. Das liegt daran, daß einfach zu viel zu schnell passiert. Die Kinder entwickeln sich (unter anderem kann Saskia jetzt Schleifen binden), die Pflanzen ebenfalls (erste Chili-Ernte liegt hinter uns, die erste Physalis-Ernte vor uns, die Tamarillos werden mit Spannung erwartet), ich entdecke neue Menschen, neue Blogs und lerne zu “alten” geschätzten Blogs die dahinterstehenden Menschen kennen. Noch dazu bin ich das erste Mal um einen Gastbeitrag für ein anderes Blog gebeten worden, und an jenem Beitrag formuliere ich nun doch schon länger (und übrigens gerne), als zuvor gedacht.

Neuzugänge, sehr empfehlenswert:



Blind-PR:
“Heiko Kunert ist blind. Und er ist Presse- und Öffentlichkeitsarbeiter. Wie geht das? Er berichtet hier über seine blinde PR-Welt: eine Welt voller Kuriositäten, Überraschungen und dem ganz normalen Alltag in Hamburg.”


Augenschmaus:
“Die Welt mit den Augen sehen - Ein kleiner Einblick in mein ‘taubes’ Leben”


Not Quite Like Beethoven:
“ist wie Beethoven - nämlich ertaubt und öfters am daran verzweifeln.
Warum Nicht ganz wie Beethoven, kannst Du im ersten Post nachlesen.
Ein Blog über Unhörbares, Unerhörtes und Nicht-Gehörtes.”


Streikpause

Eigentlich wäre morgen der “Schnuppertag” für Tobias in der Kindertagesstätte. Da diese Woche aber gestreikt wird und er nächsten Donnerstag schon den ersten Tag hingeht, wird das mit dem Schnuppern wohl nicht mehr klappen. Aber immerhin klappt die Betreuung, denn in den Ferien ist offenbar Streikpause angesagt. Klar, sonst könnten die Erzieher ja selber nicht in den Urlaub fahren. *g*


Haustiere

Inzwischen haben wir die ersten Fische im Aquarium und somit die ersten Haustiere meines Lebens im Haus. Neben allem Bangen, ob man denn auch alles richtig macht, freue ich mich über das schöne Becken mit seinen Bewohnern, Pflanzen, Wurzelholz und Steinen. Ich könnte da stundenlang zuschauen.

Was ich auch besonders schätze, ist die Tatsache, daß man ein gut laufendes Aquarium auch mal für zwei Wochen sich selbst überlassen kann, ohne daß es den Tieren dadurch an etwas fehlt. Das ist nämlich ein - wenn nicht gar der -  Faktor, der mich davon abhalten würde, mir z.B. eine Katze oder gar einen Hund zuzulegen. Ich mag Tiere (OK, Katzen wesentlich mehr als Hunde, ich geb’s zu), aber ich möchte mich von ihnen nicht derart einschränken lassen, daß ich bereits bei jedem längeren Ausflug das Tier mitnehmen bzw. überlegen muß, wer es versorgen kann. Und das womöglich jahrzehntelang.


Piep!

Sind wieder da. Und jetzt hätte ich gerne erstmal drei Wochen Urlaub, bitte. *g*

Mal ernsthaft: Es war insofern schön, als wir viel Spaß mit unseren Freunden hatten, viel Neues gesehen und erlebt haben, jederzeit gut essen konnten und auch den Kindern an der Nordsee viel geboten wurde. Aber wenn ich ehrlich bin, fand ich die zwei Wochen alles andere als erholsam und bin froh, wenn die Wäsche wieder gewaschen und gebügelt im Schrank liegt, wir morgen gemütlich mit meinen Eltern grillen können und am Montag der Alltag wieder anfängt. Momentan bin ich einfach nur müde und fertig.


Knapp die Hälfte

Die Zugriffszahlen des Rückspiegel/Zickenterror sind um 50% gesunken, seit die alte Subdomain nicht mehr zum Blog führt. Gut so. Relevant sind ohnehin nur die Besucher, von denen man auch ab und an mal eine wie auch immer geartete Rückmeldung erhält. Deren Anzahl ist interessanterweise mehr oder weniger gleich geblieben.

Über meinen Namen werde ich hier inzwischen nicht mehr gefunden. Noch besser.

Und auch sonst räume ich auf. Vor allem im Bereich “Kommunikation”. Ich bin mittlerweile ganz gut darin, mich damit abzufinden, wenn es eben einfach partout nicht funktioniert. Sei es, daß der jeweils andere nicht kann, sei es, daß er nicht will, oder sei es, daß man eben einfach nicht auf der selben Wellenlänge funkt. Noch vor ein paar Monaten hätte ich es nach dem Prinzip “viel hilft viel” probiert und immer wieder nachgehakt, immer wieder den “Fehler” bei mir gesucht, wenn das, was ich zu sagen und zu fragen habe, aus welchem Grund auch immer permanent irgendwo im Nirvana versickert. Große Zeitabstände zwischen Aussage/Frage und Antwort stören mich dabei weniger. Such is life. Aber an Parallelmonologen, bei denen die Antworten höchstens technisch noch als solche betrachtet werden können, habe ich schlicht kein Interesse mehr. Inzwischen (haha!) bin ich arrogant genug für die Erkenntnis, daß der Verlust in solchen Fällen nicht nur auf meiner Seite liegt. Und lasse es im Zweifelsfall einfach sein. Und soll ich Euch was verraten? Es geht mir saugut dabei.

In diesem Sinne: Ich wünsch’ Euch da draußen weiterhin eine schöne Woche!


Es gibt Dinge,

bei denen weiß man einfach, daß sie letztlich ausgehen werden, wie das Hornberger Schießen. Und irgendwann ist man dann an dem Punkt angelangt, wo man nicht einmal mehr enttäuscht ist, sondern sich nur noch entspannt grinsend zurücklehnt, die Arme locker vor der Brust verschränkt und sich fragt, ob das Gegenüber tatsächlich selber noch an seine salbungsvollen leeren Versprechungen glaubt. raspberry


Mütter 2.0

Erstaunlicherweise höre ich immer wieder von so vielen von ihnen, daß es sich ja überhaupt nicht lohnt, als Mutter arbeiten zu gehen, weil ja die Tagesmutter so teuer ist, daß die Kosten den ganzen Verdienst auffressen würden.

Dieser Glaube basiert fast immer auf der Annahme, daß man sich eine Tagesmutter nur über eine private Anzeige suchen kann. Und das ist der Punkt, der mich erstaunt. Wie kommt es eigentlich, daß diese Damen Zeit haben, in so vielen Mütterforen ihren Läster- und Stichelsenf abzusondern, gleichzeitig aber bei ihren ausgedehnten Surftouren nie über die Information stolpern, daß man Tagesmütter in fast allen größeren Städten und Landkreisen über das Jugendamt nicht nur findet, sondern sogar zu einem sehr großen Teil bezuschußt bekommt?

Nein, Jugendamt ist nicht automatisch und ausschließlich gleichbedeutend mit “Kinder wegnehmen” oder “Versagen bei sozial schwierigen Fällen”. Jugendamt bedeutet auch Service.
Im Gegensatz zu vielen privat gesuchten Tagesmüttern sind die Tagesmütter, die das Jugendamt vermittelt

- entsprechend aus- und immer wieder weitergebildet,
- versichert,
- überprüft (inklusive poliz. Führungszeugnis von allen Haushaltsmitgliedern über 18 Jahre),
- haben mindestens einen Kurs zu Erster Hilfe am Baby und Kleinkind absolviert
- und die Ferienvertretung wird nicht nur ebenfalls rasch vermittelt, sondern ist auch noch in den Kosten inklusive.

Übrigens zahlt man zumindest hier bei uns nur für ein Kind, wenn man die Betreuung über das Jugendamt organisiert. Für alle weiteren Kinder fallen die Betreuungskosten dann weg.

Merke also:  Wenn ich vollzeit arbeite, dann eben nicht, weil wir “wohl dicke Geld haben müssen”, sondern weil ich das Internet außer zum Lästern auch ab und zu für die Informationssuche nutze. Es soll manchmal ungemein helfen, sich nicht nur auf Gerüchte und Nachgeplappertes zu verlassen.



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