Fragezeichen
Ich hatte ja in den letzten elfeinhalb Jahren schon einige ulkige Suchanfragen in meiner Blogstatistik.
Aber diese hier schießt den Vogel nun wirklich ab:
Leibesvisitation in Cordhosen
...wide-wide wie sie uns gefällt
Die Kommunen, die nun statt für die Vorschulkinder für deren Geschwisterkinder Kindergartenbeiträge kassieren, berufen sich wohl durch die Bank auf ihre Satzungen, die da sagen, es dürfe jeweils nur ein Kind beitragsfrei sein.
Ähm… Hallo? Die Vorschulkinder im letzten Kindergartenjahr, für die NRW jetzt die Beitragsfreiheit beschlossen hat, sind de facto doch gar nicht beitragsfrei! Das Geld kommt nur ab sofort vom Land, statt von den Eltern. Zahlt das Land NRW womöglich mit Monopoly-Geld? Ich denke mal, eher nicht.
Die Satzung möchte ich jedenfalls mal sehen, die es vorschreibt, daß das Geld von den Eltern zu kommen hat und Beiträge, die vom Land übernommen werden, nicht als solche zählen. Würden die Kommunen auch dann bei den Geschwisterkindern kassieren, wenn statt der Eltern die Oma die Beiträge fürs erste Kind übernimmt?
GEO Magazin auf dünnem Eis
Immer wieder lustig finde ich es, wenn Wissenschaftlern unterstellt wird, sie “wollten” diese oder jene angebliche Erkenntnis “nicht wahr haben”. Oft beobachtet, wenn man überzeugte Homöopathieanhänger darauf hinweist, daß es seit 200 Jahren nie gelungen ist, die Wirksamkeit von Homöopathie (oder auch anderen pseudomedizinischen Verfahren und Anwendungen) nach international anerkannten Standards zu beweisen. (=Doppelblindstudie mit ausreichender Länge und Umfang) Hingegen ist es der Wissenschaft inzwischen schon längst gelungen zu beweisen, daß Homöopathie nichts weiter ist als ein Placebo. (Und ja, den Placeboeffekt gibt es auch bei Kindern und Tieren.) Das wiederum wollen die Homöopathen nicht wahr haben. Klingt komisch, ist aber so.
Nicht mehr lustig finde ich es allerdings, wenn eine bisher namhafte Zeitschrift einen Artikel zum Thema “Alternative Heilmethoden” veröffentlicht, dessen Autorin sich zwar Wissenschaftsjournalistin nennt, aber offensichtlich von Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Nicht nur werden in diesem Artikel unwirksame oder fragwürdige Therapiemethoden angepriesen, sondern es werden konkret bestimmte Ärzte in ein schlechtes Licht gerückt und nachweislich Unwahrheiten über sie verbreitet.
Noch viel weniger lustig ist es aber, wenn die Redaktion der betreffenden Zeitschrift derart plump und dreist auf fundierte Kritik (siehe auch hier) am mißlungenen Artikel reagiert - und dann irgendwann nur noch schweigt.
Daß man mal einen Bock schießt, kann auch einer Wissenschaftsredaktion oder von mir aus der wie auch immer besetzten “Fact-Checker-Unit” passieren. Keine Frage. Aber dann nicht einmal dazu zu stehen und die Sache angesichts der erdrückenden Beweislast mal fix geradezurücken, ist geradezu kindisch. Stattdessen sitzt man die Angelegenheit einfach aus und hofft, daß die Mehrheit der Kunden nichts mitbekommt.
Was für ein Armutszeugnis.
Bundesfreiwilligendienst
Im Hintergrund lief auf WDR 2 gerade ein Bericht über eine Schule für Körperbehinderte, die nicht genügend Freiwillige findet, um die bisherigen Zivis zu ersetzen. Es hat wohl niemand so recht Lust darauf, schwere Teenager durch die Gegend zu hieven. Vor allem die gesuchten Männer für diesen Job machen sich rar. Als Konsequenz fordert irgendwer im Umfeld dieser Schule (ich habe nicht so genau mitbekommen, wer exakt) mal wieder ein soziales Pflichtjahr.
Man könnte ja auch mal drüber nachdenken, diese Berufe durch gute Bezahlung attraktiver zu machen. Das hätte dann noch den weiteren Vorteil, daß auch mehr Leute von der Pike auf lernen, was wie zu tun ist, am Ende bei der Stange bleiben und vielleicht mal über Jahre hinweg echte Kompetenz erlangen. Statt nach ein paar Monaten wieder von der Bildfläche zu verschwinden, so daß der nächste Laie zack-zack angelernt werden muß.
Aber ich verstehe natürlich vollkommen, daß es einfacher und billiger ist, potenzielle Freiwillige mit ihrem sozialen Gewissen zu erpressen und so zu tun, als täte man ihnen noch einen Gefallen, wenn sie sich ohne gescheites Vortraining für ‘nen Appel und ‘n Ei den Rücken ruinieren dürfen.
Mann, Mann, Mann…
Da hat’s nicht mal zum Traum gereicht.
Vorab: Fußball an sich als Sportart interessiert mich noch weniger als null. Ein Spiel (Männer, zweite Liga) habe ich in den vergangenen zwei Jahren mal im Stadion abgesessen, aber nochmal muß ich das nicht haben. Ich weiß nicht mal mehr 100%ig, wie der Gegner hieß; ich finde solche Veranstaltungen einfach nur todöde und kann auch das Gepöbel, Gegröle und Geschrei dabei nicht ab. War schon immer so, ist so und wird wohl auch so bleiben. Macht ja auch nix; zwingt mich ja keiner.
Und nun die Frauenfußball-WM. Ich kann mir nicht helfen, aber selbst für mich als vollkommen Desinteressierte klingt die Berichterstattung in den Medien nach gekünstelter Begeisterung. Nach Toll-Reden um der Political Correctness wegen. Man will sich ja nicht nachsagen lassen, die Frauen-WM durch unterlassene Berichterstattung abgewertet zu haben, also heuchelt man mal eine Runde Euphorie - so kommt es mir jedenfalls vor. Die Stimme der Medien hat jedenfalls was von einem gemieteten Alleinunterhalter, der Stimmung in eine Party bringen muß, zu der schon im Vorfeld niemand so wirklich hingehen wollte.
Wahrscheinlich liegt es daran, daß der Frauenfußball außerhalb der WM in den Medien konsequent untergebuttert wird, so daß sich gar keine “Geschichte” entwickeln kann. Liveberichterstattung aus der Frauen-Bundesliga gibt es doch, wenn man ehrlich ist, so gut wie nie, lieber WDR 2, liebe ARD & Co. Man kennt daher die Gesichter nicht, man kennt die Vereine nicht, man kennt die Positionen nicht - alles nicht zu vergleichen mit den Mythen und Frotzeleien, die sich um Schalke, BVB und Co. ranken. Aber zur WM soll dann plötzlich die nötige Stimmung da sein? Wie soll das denn bitte funktionieren?
Vielleicht liegt es aber auch daran, daß zumindest ich in ganz Dortmund noch kein einziges(!) Auto mit Fähnchen gesichtet habe, nur eine winzige, versteckte Auswahl an Fanartikeln im Supermarkt zu finden ist und die Fußballsammelbilder in der aktuellen WWF-Sammelbilderwelle völlig untergehen. Offenbar schätzt der Einzelhandel den Bedarf an solchen Artikeln diesmal als gen Null tendierend ein. (Warum wohl?) Vergleichen wir das mal im Geiste mit der Schwemme an schwarz-rot-gold-Krempel, an dem man zur Männer-WM 2010 ums Verrecken nicht vorbeikam. An jedem zweiten Auto, an jedem vierten Haus eine Fahne. Jede Party mit Deutschlandfahnen-Pappgeschirr. Fußballbildchen der Nationalmannschaften wurden schon Monate vorher und noch Wochen nach Ende der WM gesammelt wie wild. Und diesmal? Ein verschämt in die Ecke gerückter Grabbeltisch mit ein paar Deutschlandfarben-Girlanden. Das war’s.
Wahrscheinlich liegt es an allem zusammen und die Auswirkungen der oben genannten Faktoren verstärken sich gegenseitig. Folglich kann man jetzt aber eben nicht mal eben schnell für drei Wochen Begeisterung anknipsen wie eine Stehlampe. Sie wird nämlich in dem Umfang, den Ihr vorgaukelt, schlicht nicht gelebt, liebe Medien.
Hokuspokus auf dem Vormarsch
“Esoteriker unterwandern die deutschen Hochschulen. Der Unterschied zwischen Wissenschaft und Unsinn verwischt. (...)
Medizin & Forschung:
“Am anfälligsten für die Unterwanderung durch Esoteriker sind ausgerechnet die Universitäten. Das Internetprojekt esowatch.com zählt deutschlandweit 17 Hochschulen mit pseudowissenschaftlichen Lehr- und Forschungsangeboten. Besonders deutlich zu beobachten ist der Einzug des Hokuspokus in der Medizin.”
“Dabei ist kaum eine Alternativmedizin so krachend gescheitert wie die Homöopathie. Patientenstudien kommen zu dem Schluss, dass diese über den Placeboeffekt hinaus völlig wirkungslos ist. Heilsam ist allenfalls das ausführliche Gespräch zwischen Arzt und Patient aber das hat weniger mit Homöopathie zu tun als mit Psychologie.
Trotzdem drücken private Geldgeber die spekulative Lehre ins Medizincurriculum nicht nur an der Viadrina. Die Karl-und-Veronika-Carstens-Stiftung unterstützt seit einem Jahr medizinische Fakultäten, die die Homöopathie als Wahlpflichtfach anbieten, und vermittelt Dozenten. An der Berliner Charité sponsert sie einen Stiftungslehrstuhl.”
Wenn nicht dummerweise auch immer wieder kranke Kinder von diesem Quatsch und den damit zusammenhängenden Fehlentscheidungen unmittelbar betroffen wären, würde ich ja einfach sagen: Darwin wird’s schon regeln… So aber geht mir der Hut hoch!
Aus- und Weiterbildung:
“Das Land Nordrhein-Westfalen etwa bezuschusst Fortbildungen im pseudopsychologischen Familienaufstellen zu 50 Prozent aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Die Bundesagentur für Arbeit unterstützt mit Bildungsgutscheinen Erwerbslose, die sich zum Astrologen weiterbilden möchten. Ein Problem sieht die Bundesagentur darin nicht: Die Astrologie sei »sicher keine wissenschaftlich anerkannte« Disziplin, erklärt ein Sprecher, aber eine, für die es einen Arbeitsmarkt gebe. Im Klartext: In den Amtsstuben glaubt man nicht unbedingt an die Sternendeuterei, aber solange es genug andere tun, ist sie förderwürdig.”
Heißt, Leuten nachweislich Blödsinn zu erzählen und sie damit abzuzocken, wird auch noch vom Staat gefördert. Na herzlichen Glückwunsch.
Schulen:
“So würden Kinder mit frühen intellektuellen Interessen nach Waldorf-Lesart oft vorschnell als entwicklungsgestört etikettiert. Dass nicht das Kind gestört ist, sondern einfach das Menschenbild der Anthroposophen, ist für die Eltern auf den ersten Blick kaum erkennbar.”
Rudi Steiner, den Egomanen mit seiner Rassenlehre vom minderwertigen Schwarzen, habe ich eh gefressen wie ein Pfund Schmierseife. Davon ab sind seine verqueren Ansichten, in welchem Alter ein Kind was können darf und was nicht, eine Schande für jede Institution, die sich Lehre und Lehren auf die Fahne geschrieben hat.
In Kassel wollte die Universität das Treiben des Anthroposophen-Professors nach sechs Jahren eigentlich unterbinden: Die Evaluation habe gezeigt, so Hochschulpräsident Rolf-Dieter Postlep, dass die biologisch-dynamische Landwirtschaft nur begrenzt mit universitären Forschungsstandards zu vereinbaren sei. Vernichtender kann ein Urteil kaum ausfallen. Bloß hatten in der Zwischenzeit viele Studenten Gefallen an der Zauberlehre gefunden und zu Protestzügen aufgerufen. Die Universität scheute den Konflikt, man einigte sich:
Konfliktscheu scheint mir hier den Kern der Sache zu treffen. Man könnte auch von des Kaisers neuen Kleidern sprechen. Statt klare Grenzen zu setzen und einen großen Kehraus zu veranstalten, lassen sie sich sich völlig verunsichert unter dem Deckmäntelchen der Toleranz und Weltoffenheit auf allen möglichen Blödsinn ein. Beängstigend!
Quelle: http://www.zeit.de/zeit-wissen/2011/04/Dossier-Esoterik-Esoterisierung
Des Kaisers böse Kleider
Vielleicht fällt es (mir) auf Twitter nur mehr auf als in Blogs oder der Realität meinem physischen Umfeld, weil Tweets quasi Schlag auf Schlag ins Blickfeld des Users geschoben werden. Vielleicht ist es aber auch wirklich ein neuer Trend. Kleine Unstimmigkeiten und Imperfektionen zu einer Krise oder gar einer Verschwörung hochzustilisieren, nämlich. Innerhalb von nur ca. einer Woche sind mir da gleich drei mal mehr, mal weniger eklatante Fälle untergekommen.
1. In Frankfurt erschießt - in einem Jobcenter - eine Polizistin eine Frau, als diese ihrerseits mit einem Messer auf einen Polizisten losgeht. Die Meldung lief gerade durch die Ticker, da kam schon der Kommentar, das sei ja wohl ein gezieltes Programm der Regierung gegen Arme und Arbeitslose. Die Polizistin hätte sicherlich absichtlich so gezielt auf die Frau geschossen.
2. Eine Ministerin plädiert bei den betroffenen Eltern dafür, hörgeschädigten Kindern in aussichtsreichen Fällen Cochlea-Implantate zu ermöglichen, betont aber auch, daß sie damit keinesfalls die Gebärdensprache herabwürdigen möchte. Sie bekommt (von einer Gehörlosen) gleich zweifach eins aufs Dach. Erstens, weil die Ministerin in einer früheren Rede vergessen bzw. unterlassen hatte, auf die Gebärdensprache einzugehen, und zweitens, weil die Tatsache, daß sie sie nun berücksichtigt hat, doch nur ein Zeichen sei, daß sie die Gehörlosen auf ihre Seite ziehen wolle. Und überhaupt würden die ganzen Infos, die über Cochlea-Implantate kursieren, ja sowieso von der falschen Seite bezahlt. Tenor: Verschwörung der Cochlea-Lobbyisten und -Profiteure gegen die Gehörlosenkultur. Das ganze Traktat gegen die Ministerin wird dann auch noch reißerisch “Brandbrief” genannt.
3. Eine Userin aus Süddeutschland erwähnt beiläufig, daß sie am betreffenden Tag in zwei Geschäften keinen Zucker mehr kaufen konnte. Sogleich kommt ein Kommentar, der Zucker würde ganz bestimmt (von wem eigentlich?) absichtlich so verknappt.
Erschreckend finde ich in diesem Zusammenhang nicht nur, wie schnell manche bereit sind, hinter jeder Ungereimtheit gleich die allerschlimmstmögliche Absicht zu vermuten und dies auch direkt hyperventilierend kundzutun. (Frei nach dem Motto: “Lieber einen Unschuldigen mehr verhaften als einen Schuldigen laufen lassen!” Und oft genug, ohne überhaupt mehr als nur die Schlagzeile und den Teaser einer Nachricht zu kennen.) Mindestens ebenso erschreckt mich, wieviele andere unkritisch auf diesen Zug aufspringen und unreflektiert-aufgeregt mitwettern, wie böse doch die Industrie, die Regierung, die Gesellschaft sei.
Es gibt Dinge, die aufgezeigt und verbessert gehören, kein Zweifel. Kein Staat ist perfekt. Weil auch kein Mensch perfekt ist. Aber von Pinochets Chile sind wir wohl weit entfernt und die oben erwähnten Beispiele sind meiner Ansicht nach schlicht absurd.
Dennoch wird man schon fast zum Mittäter erklärt, wenn man nicht bereit ist, diesen Alarmismus zu teilen und weiterzuverbreiten. Ich vermute, daß dies einer der Gründe ist, weshalb viele schnell mit dem Kopf nicken und eifrig betonen, sie hätten es ja auch schon immer gewußt und unsere Gesellschaft stünde kurz vor dem Untergang. Ein anderer Grund ist vermutlich der, nicht als unsensibel oder uninformiert dastehen zu wollen. Doch das Schlimmste ist: Die Mitempörer glauben den ganzen Quatsch am Ende anscheinend tatsächlich auch noch selbst.
Frechverlag - der Name ist Programm
Als das Internet außerhalb der Forschungslabore und der Militärbasen auch für die normale Bevölkerung zugänglich wurde, entstand rasch eine Plattform, auf der jeder Autor - ob gut, ob schlecht - seine Texte der Welt zum Lesen geben konnte. So manchem Verlag war das ein Dorn im Auge, fürchtete er doch, daß seine Produkte wegen der Kosten und der weniger leichten Zugänglichkeit ins Hintertreffen geraten könnten. Andere hingegen machten und machen sich immer noch das Web zunutze, um neue Autoren zu finden. Im Prinzip ist das eine feine Sache, wenn beide Seiten dabei auf ihre Kosten kommen.
Nun gibt es aber offensichtlich noch immer Verlage, die glauben, nur weil etwas im Internet steht, sei der Autor als Partner nicht ernst zu nehmen. Sie halten Webschreiber offenbar für Möchtegern-Autoren aus der zweiten Liga, die den Aufstieg zum Printmedium nicht geschafft haben und die sich daher vor Dankbarkeit regelrecht überschlagen, wenn ein Verlag sich dazu herabläßt, ihre Texte überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Der Frechverlag (Nomen est omen) scheint einer von ihnen zu sein. Er scheint es schon für ein großes Entgegenkommen zu halten, die Texte der angeworbenen Webautoren überhaupt unter deren eigenen Namen zu veröffentlichen. Bezahlung? Nö. Diese dummen, naiven Bastelmuttis - die sollen doch froh sein, wenn sie überhaupt einmal ihre fünf Minuten Ruhm irgendwo kriegen, näch?!
Was macht man da? Genau: Man lacht einmal kräftig und unterdrückt die plötzlichen Zuckungen im Mittelfinger. Aber lest selbst.
Karnickel schlachten und so
In mir brodelt es ja auch schon seit ein paar Tagen, wenn ich wieder und wieder über die leidige Debatte stolpere. Zum Thema “Kaninchen schlachten, wenn Kinder zusehen” nämlich. Wer sich auf einer weiterführenden Schule befindet (die Kinder waren ca. 11 Jahre alt!) und sich auf ein Projekt “Ernährung in der Steinzeit” einläßt, dem sollte mit einem winzigen Funken Verstand im Schädel klar sein, wie diese Ernährung wohl aussehen wird.
Dem ist auch mein Twitterkommentar zu verdanken, daß Kinder, die von ihren Eltern stets und ständig als hach! so sensibel bezeichnet werden, in den allermeisten Fällen nicht - wie man erwarten könnte - besonders empathisch sind. Sondern hoffnungslos überbehütet, ängstlich, verschreckt und weltfremd. Freundlich ausgedrückt. Wie Hunde auch, scheinen Kinder ganz prima die mentale Disposition ihrer Hauptbezugsperson widerzuspiegeln. Das kann und will ich den Kindern nicht vorwerfen. Aber es erschreckt mich doch manchmal erheblich. Zumal diese Überempfindlichkeit dann auch noch zur moralischen Meßlatte für den Rest der Bevölkerung hochstilisiert wird. Und da hört’s bei mir auf. Die Teilnahme war freiwillig(!), es wurde ein zuvor unbekanntes Tier geschlachtet, die Kinder wurden drei Tage lang darauf vorbereitet. Und hätte es sich um einen Fisch gehandelt - ich wette, es hätte kein solches Geschrei gegeben.
Den Rest meiner Ansicht zum Thema “Karnickelschlachtung” hat Ennomane ganz ausgezeichnet auf den Punkt gebracht. Auf jeden Fall diplomatischer als ich das je gekonnt hätte.
—-
Edit: Neuer Link zu anderem Artikel mit mehr Hintergrundinformationen
Fukushunami
Über die Lage in Japan kann man sich aufgrund der äh… interessanten Informationspolitik wohl kaum ein fundiertes Urteil bilden.
Die Lage in Deutschland hat jedoch ein Brite prima auf den Punkt gebracht:
The fear is unwarranted and damaging, and Chancellor Angela Merkel is pandering to it to secure her political future. (...) Judging by the near-panic with which Europe’s largest nation is responding to the Fukushima incident, one might assume that a toxic cloud had already arrived. (...) The Japanese, one could be forgiven for thinking, are facing their plight with a lot more stoicism than the Germans. (...)
A stronger leader would have told the nation to stop whining and get real,
(Quelle: SpOn)
Jodtabletten und Geigerzähler hamstern - geht’s noch??? Heiliger Strohsack, ich fass’ es nicht… Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!
Seite 1 von 14 Seiten 1 2 3 > Letzte »