Karnickel schlachten und so
In mir brodelt es ja auch schon seit ein paar Tagen, wenn ich wieder und wieder über die leidige Debatte stolpere. Zum Thema “Kaninchen schlachten, wenn Kinder zusehen” nämlich. Wer sich auf einer weiterführenden Schule befindet (die Kinder waren ca. 11 Jahre alt!) und sich auf ein Projekt “Ernährung in der Steinzeit” einläßt, dem sollte mit einem winzigen Funken Verstand im Schädel klar sein, wie diese Ernährung wohl aussehen wird.
Dem ist auch mein Twitterkommentar zu verdanken, daß Kinder, die von ihren Eltern stets und ständig als hach! so sensibel bezeichnet werden, in den allermeisten Fällen nicht - wie man erwarten könnte - besonders empathisch sind. Sondern hoffnungslos überbehütet, ängstlich, verschreckt und weltfremd. Freundlich ausgedrückt. Wie Hunde auch, scheinen Kinder ganz prima die mentale Disposition ihrer Hauptbezugsperson widerzuspiegeln. Das kann und will ich den Kindern nicht vorwerfen. Aber es erschreckt mich doch manchmal erheblich. Zumal diese Überempfindlichkeit dann auch noch zur moralischen Meßlatte für den Rest der Bevölkerung hochstilisiert wird. Und da hört’s bei mir auf. Die Teilnahme war freiwillig(!), es wurde ein zuvor unbekanntes Tier geschlachtet, die Kinder wurden drei Tage lang darauf vorbereitet. Und hätte es sich um einen Fisch gehandelt - ich wette, es hätte kein solches Geschrei gegeben.
Den Rest meiner Ansicht zum Thema “Karnickelschlachtung” hat Ennomane ganz ausgezeichnet auf den Punkt gebracht. Auf jeden Fall diplomatischer als ich das je gekonnt hätte.
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Edit: Neuer Link zu anderem Artikel mit mehr Hintergrundinformationen
Fukushunami
Über die Lage in Japan kann man sich aufgrund der äh… interessanten Informationspolitik wohl kaum ein fundiertes Urteil bilden.
Die Lage in Deutschland hat jedoch ein Brite prima auf den Punkt gebracht:
The fear is unwarranted and damaging, and Chancellor Angela Merkel is pandering to it to secure her political future. (...) Judging by the near-panic with which Europe’s largest nation is responding to the Fukushima incident, one might assume that a toxic cloud had already arrived. (...) The Japanese, one could be forgiven for thinking, are facing their plight with a lot more stoicism than the Germans. (...)
A stronger leader would have told the nation to stop whining and get real,
(Quelle: SpOn)
Jodtabletten und Geigerzähler hamstern - geht’s noch??? Heiliger Strohsack, ich fass’ es nicht… Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!
Perfekt durchdacht
Vielleicht muß ich mal was klarstellen. Die Paranoia einiger Kollegen
liefert einen schönen Vorwand für Schikane aller Art
besteht ja nicht ohne Grund. Und die Sicherheit der Belegschaft liegt dem Unternehmen doch sehr am Herzen. Unter anderem haben wir dieser Tatsache ein neues Sicherheitssystem zu verdanken:
Bis ich in mein Büro gelange muß ich… *zähl*... vier elektronische Schranken überwinden. Dafür halte ich meine Zugangskarte vor ein Lesegerät, das daraufhin die Türverriegelung aufhebt. Will ich wieder nach draußen, kann ich von innen einen Taster betätigen und danach ebenfalls die Tür aufdrücken. Eins sollte man jedoch tunlichst vermeiden: Die noch vorhandenen Türklinken zu benutzen. Dies hat nämlich einen schrill und laut piependen Alarm zur Folge. Es piept und piept und piept. Schrill. Und laut. Wie gesagt. Bis der
automatisch
von mir alarmierte Sicherheitsdienst ihn wieder ausschaltet.
Richtig gelesen: Wenn ich einen Alarm auslöse, muß ich wie ein braver Einbrecher/Spion selber zum Sicherheitsdienst dackeln und Bescheid sagen, daß ich einen Alarm ausgelöst habe. Sonst merkt das womöglich stundenlang kein Mensch. Das nenne ich Technik, die begeistert. ^^
57 Prozent
In Worten: Siebenundfünfzig.
Siebenundfünfzig Prozent aller Mütter unter 25 in Deutschland hatten im Jahr 2009 lediglich einen Haupt- oder Realschulabschluß ohne Berufsausbildung. Oder sogar weder Ausbildung noch Schulabschluß. Sie gelten somit nach internationalen Standards als gering gebildet.
(Quelle: Focus)
Mal ganz abgesehen davon, wie diese Frauen im Hinblick auf die spätere Rente dastehen werden, frage ich mich nach den Gründen. Was ist Folge, was ist Ursache? Haben sie Kinder bekommen, weil sie vor Schule und Arbeitsleben flüchten wollten? Oder kamen die Kinder ungeplant und haben die weitere Ausbildung verhindert? Waren das alles gar noch Teenagermütter? (“Unter 25” bietet ja viel Spielraum, was die fruchtbaren Jahre einer Frau angeht.) Was ist schiefgelaufen?
Bücherhörigkeit
Angeregt durch einen Facebook-Eintrag von Sören Schewe muß jetzt hier mal ein kleiner Eintrag über bücherhörige Eltern rein. Damit meine ich keine generellen Viel- und Gerneleser und -vorleser, sondern die Eltern, für die die alltäglichsten Sachen zum Problem zu werden scheinen, sobald die Kinder etwas darüber wissen wollen. Da liest man dann in Elternforen: “Meine Tochter ist vier Jahre alt und fragt mich neuerdings über den Tod aus! Hilfe! Kann mir jemand ein gutes Buch empfehlen?” Oder wahlweise auch “Mein Kind muß ins Krankenhaus / bekommt ein Geschwister / kommt in den Kindergarten / kriegt das erste Mal die Haare geschnitten / soll sich die Zähne putzen / ...” You name it. Und prompt muß für jeden quersitzenden
Fu
Pups - pardon - ein Buch her, statt einfach mal frei von der Leber weg zu erklären, was das Kind wissen will.
Ich lese ja gerne und kaufe meinen Kindern auch gerne schöne Bücher. Aber diesen Trend verstehe ich ganz und gar nicht. Spricht auch nicht gerade für das Selbstbewußtsein der Eltern. Klingt, als ob sie sich nicht zutrauen, ihren Kindern auf ernsthafte Themen mal eigene, selbst reflektierte gute Antworten zu geben.
Fassen wir mal zusammen:
- Die Bevölkerung gibt mit ihren Stimmzetteln die Entscheidungsgewalt an die Volksvertreter ab.
- Proteste gegen Projekte wie AKWs, Stuttgart21 etc. gehen aus wie das Hornberger Schießen.
- Volksentscheide sind nicht vorgesehen.
- Unsere Abgeordneten fühlen sich machtlos. “Volksvertreter von Bund, Land und Stadt sehen Bürger in der Verantwortung”
Ja nee, ist klar. Film = falsch & Kopf => Tisch.
Äh… Bitte wie meinen? ^^
Helikopter-Hyper-Eltern
DOK des Schweizer Fernsehens vom 10.01.2011
“Übereifrige Eltern - Verwöhnte Kids
Nie wurden Kinder so überbehütet, verhätschelt und verplant wie heute. Und natürlich wollen die Eltern damit nur das Beste für ihre Sprösslinge. Aber werden Kinder so wirklich optimal auf das Leben vorbereitet? Sind solche Kinder später eher konkurrenzfähig als andere? Oder schaffen die Eltern damit Probleme, mit denen die Kinder ihr Leben lang zu kämpfen haben? Sharon Bartlett and Maria LeRose gehen in diesem Film dem Phänomen der «Hyper-Eltern» auf den Grund und zeigt auf, wieso immer mehr Eltern glauben, dass ihre Kinder im Leben nur erfolgreich sein können, wenn sie ihnen alles ermöglichen.”
Es soll lt. Video wohl schon Eltern geben, die bei den Dekanen der Unis anrufen und das Entfernen “böser” Professoren verlangen - oder sich beim Chef ihrer Kinder in die Gehaltsverhandlungen einmischen. Weia…
(Für den Fall, daß das Video nicht lädt, hier der => Direktlink)
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Tja, plötzlich scheint das Video nur noch in der Schweiz verfügbar zu sein. Schade! Wer’s trotzdem probieren möchte, kann natürlich versuchen, die Seite über einen öffentlichen Schweizer Proxy zu erreichen:
http://tools.rosinstrument.com/proxy/
(Auf eigenes Risiko, versteht sich!)
Ja nee, ist klar…
Da gibt es tatsächlich einen Blogleser, der aus der reinen Existenz meines Blogs einen Anspruch auf meine Telefonnummer ableitet. Weil er diese Art zu kommunizieren bevorzugt.
Nun, ich nicht. Und daher werde ich die Telefonnummer auch nicht herausgeben. Genausowenig wie ich diesen Leser in mein Bettchen lassen muß, weil es sich da besser reden läßt.
Mein Blog ist sozusagen ein Fenster, durch das ich einen Blick auf einen Ausschnitt(!) meines Lebens gewähre. Es gibt kein Anrecht auf das volle Bild und erst recht kein Anrecht darauf, die Herausgabe des Schlüssels zu erzwingen und sich gegen meinen Willen in meinem Wohnzimmer breitzumachen.
Bei evtl. vorliegenden Rechtsverstößen oder ähnlichem reicht meine Mail- und meine Postadresse. Alles andere fällt unter die Rubriken ‘Selbstbestimmung’ und ‘Privatsphäre’. Punkt.
Nicht zu fassen, was manchen Leuten so einfällt…
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