“Lieber” Kollege,
nein, wenn du hier morgens ins Großraumbüro kommst, stehenbleibst und Dich stumm umguckst, ob auch ja alle gemerkt haben, daß du jetzt da bist, fühle ich mich absolut nicht bemüßigt, dich zu begrüßen. Ob du anwesend bist oder in China ein Sack Reis umkippt, kommt für mich auf eins raus. Wenn du einen Morgengruß hören willst, dann grüße gefälligst selbst zuerst, wie es bei halbwegs zivilisierten Menschen üblich ist, wenn sie einen Raum betreten, in dem sich bereits jemand befindet.
Und erwarte bitte auch keine Mitleidslawine, wenn du dich nach deinem “großen Auftritt” demonstrativ leidend gibst, hustest, schniefst (pfui Deibel!), jammerst und stöhnst und immer wieder Andeutungen in den Raum blökst, wie schlimm es doch um dich steht. Entweder kannst Du arbeiten - dann hör mit dem Gejammer auf. Oder du bist zu krank dafür - dann bleib gefälligst zu Hause. Ich werde jedenfalls garantiert nicht fragen, wie es dir geht. Und offenbar auch kein anderer Kollege. Ist das noch immer nicht durchgedrungen?
Wenn du mich das nächste Mal ansprichst, um mich etwas zu fragen, dann sprich gefälligst auch weiter, sobald ich meine Aufmerksamkeit signalisiert habe. Aber spar dir deine pathetischen, minutenlangen und völlig überflüssigen Kunstpausen. Du bist hier nicht das Zentrum der Aufmerksamkeit. Wenn von dir sonst nix mehr kommt, schalte ich ab und arbeite einfach weiter. Aus die Maus! Mich flüsternd anzureden und dann zufrieden zu gackern, wenn man dich konsterniert anguckt, kannst du dir ebenfalls sparen. Solche kindischen Spielchen erhöhen weder die Spannung noch meine Neugier. Daß ich inzwischen jedesmal vorgebe, dich nicht gehört zu haben, und demonstrativ in Richtung Kaffeeküche verschwinde, dürfte dir ja kaum entgangen sein.
Und wenn ich dir eine Mail mit einem Auftrag oder einem Termin weiterleite, dann sieh gefälligst selber zu, wie du das in deinen Arbeitsablauf integrierst. Wie schief gewickelt muß man bitte sein, um dann von mir zu verlangen, ich müsse dich kurz vorher nochmal dran erinnern - und am besten auch an die Erinnerung nochmal erinnern, oder was? Das ist dann verdammt nochmal deine Verantwortung, nicht mehr meine. Ich bin nicht dein Kindermädchen! In diesem Sinne wäre es nett, wenn du das mal in den Griff kriegen könntest, damit nicht der Nächste in der Bereitschaftsliste immer den von dir vergessenen Krempel mit abarbeiten muß! Ach ja, à propos “Krempel”: Ein Schreibtisch sollte eigentlich auch für deine Ordner, Papiere, Taschen, Flaschen, Teller und Tassen ausreichen. Es muß nicht auch noch die Platte und der Stuhl des Server-Arbeitsplatzes sein. Das sitzt nämlich regelmäßig jemand. Schon gemerkt?
Deine beknackte Witze so oft zu recyceln, bis alle nur noch genervt mit den Augen rollen, ist übrigens noch etwas, das du dir mal langsam abgewöhnen könntest. Ebenso wie das Geschmatze und Geschmadder, mit dem du dir nach jedem Essen die Reste aus den Zähnen schlabberst. Ist ja widerlich! Und da wir gerade beim Thema Essen bzw. widerlich sind: Dreckiges Geschirr kann man spülen, stell dir vor!
Herrje, freue ich mich auf die neue Sitzordnung im neuen Gebäude!
Ja, ich weiß.
Meine Blogeinträge sind nicht lieb. Nicht opportun. Nicht zuckerglasiert. Nicht gerüscht & mit Spitze verziert. Nicht politisch korrekt. Nicht nach dem Mund geredet.
Genau dafür blogge ich.
Wer Zuckerguß von mir will, soll halt bitte nur noch meine Themenblogs lesen, von Nähmaschine bis Aquarium. Da ganz oben. Tschüß.
Ihr lieben Telekomiker,
wenn Ihr mich anruft und unmittelbar auf meine Namensnennung fragt, ob ich Frau [Namensnennung] sei, dann fängt das Gespräch ja schon gut an. Noch besser wird es, wenn anschließend gefragt wird, ob ich die Nummer [meine Telefonnummer] habe. Hallo? Ihr habt mich gerade angerufen. Unter genau dieser Nummer. Die Ihr sicherlich aus Eurer Kundenkartei geholt habt, oder nicht? Aber wie dem auch sei: Ab diesem Zeitpunkt bin ich a-tens schon etwas genervt, weil ich abends um halb sechs andere Sachen zu tun habe, als offensichtliche Antworten auf schwachsinnige Fragen zu geben, und b-tens fühle ich mich ob des Schwachsinns dieser Fragen auch marginal veräppelt.
Aber man soll Euch ja nicht unterschätzen. Ihr habt meinen ungehaltenen Tonfall nach der dritten Frage nach meinen Vertragsdaten tatsächlich bemerkt und Euch vorwurfsvoll gewundert, warum ich denn so unfreundlich sei. Meine Antwort, daß bei Anrufen durch die Telekom eigentlich immer entweder Fehlinformationen durch die Leitung kommen oder mir etwas Unerwünschtes aufgeschwatzt werden soll, gefiel Euch nicht. Nein, Ihr wolltet mir nichts aufschwatzen - wie konnte ich nur so voreilig und ungerecht sein! Ihr wolltet mich nur fragen…
... ob Ihr meine Kundendaten weiterhin für Werbezwecke an Dritte weiterreichen dürft und ob ich weiterhin Informationen über Eure Neuigkeiten per Telefon, SMS und Mail erhalten will.
Moment! Was heißt hier bitte “weiterhin!”??? Das wollte ich noch nie!
- “Ja aber dann erfahren Sie doch gar nichts mehr über uns!”
- “Was ich über Sie erfahren will, kann ich mir raussuchen, wenn ich es brauchen sollte. Ansonsten reicht es mir, rechtzeitig zu wissen, wieviel Geld Sie von meinem Konto abzubuchen gedenken. Die Rechnungen reichen mir also vollkommen.”
- “Ja wenn Ihnen selbst das schon zu viel ist, dann sollten Sie Ihr Telefon besser gleich abmelden!” (sic!)
Kein Problem. Keine Stunde später ging der Umstellunsantrag an einen regionalen Provider raus. In ca. 8 Wochen seid Ihr mich los. War es das, was Ihr wolltet? Dann herzlichen Glückwunsch.
Fukushunami II
Auch sehr lustig: Der momentane Hilfs-Aktionismus. Da wird z. B. irgendwo für zwei sogenannte Shelter Boxes gesammelt. Diese Container enthalten Überlebenswichtiges für je 10 Leute. Feine Sache.
Aber ich fürchte, der Initiator dieser Aktion wird sich diese Dinger höchstens in den eigenen deutschen Garten stellen können. Denn es scheint nicht in die Köpfe einiger Leute zu wollen, daß Japans Straßen nach Erdbeben + Tsunami für den Transport solcher Dinge momentan schlicht nicht geeignet sind und daß nicht mal der Sprit für solche Transporte an den betroffenen Orten zur Verfügung steht. (Der kann nämlich auch nicht transportiert werden.)
Aber wehe, man weist darauf ganz sachlich hin. Da fliegt einem in blinder Empörung ob der vermeintlich mangelnden Würdigung der Hilfsbereitschaft gleich mal ein gepflegtes Ad Hominem um die Ohren. Mann, Mann, Mann
Angesichts solcher Reaktionen fragt man sich doch wirklich, ob effizient geholfen oder nur das eigene Gewissen beruhigt werden soll. Frei nach dem Motto “Mir doch egal, ob das bedarfsorientiert ist - Hauptsache, ich hab’ irgendwas getan.”
Kopf => Tisch.
Ökostrom
Aus aktuellem Anlaß:
=> http://www.geo.de/GEO/technik/58226.html
Und zu dieser unsäglichen Panikmache in Deutschland sei noch Folgendes als Lektüre ans Herz gelegt:
http://www.tabibito.de/japan_blog/blogs/index.php/2011/03/17/sanriku_kanta_erdbeben_update_viii
Ach übrigens: Nein, diejenigen, die am lautesten und häufigsten Betroffenheit bekunden, sind nicht die besseren Menschen. Und diejenigen, die etwas nüchterner an die Situation rangehen, sind keine Inkarnation des Leibhaftigen und auch nicht von der Atomindustrie gekauft. Nur mal so als Denkanstoß. Meine Güte!
Frühstück
“Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages”...
Bla, bla, bla. Gerade kam mir wieder mal so ein Traktätchen unter (Print, daher kein Link), in dem der Untergang des Abendlandes allgemein und der Leistungsfähigkeit insbesondere heraufbeschworen wurde, falls ein Kind morgens kein Frühstück zu sich nimmt. Mit einem warmen Getränk, versteht sich.
Sage wir mal so: Ich war, meine ich behaupten zu dürfen, beileibe keine schlechte Schülerin. Was aber ganz bestimmt nicht daran lag, daß meine Mutter mir bis zu ihrem Tod 1982 jeden Morgen ein Frühstück aufgezwungen hat. Die Sache mit dem warmen Getränk hat sie nach ausgiebigen Experimenten mit Früchtetee, Milch, Kakao, Karo-Kaffee etc. irgendwann aufgegeben und ich durfte Wasser oder Saft trinken. Aber eine Schnitte Brot mit irgendwas drauf stand in der Früh jeden Tag auf dem Tisch. Ob ich wollte oder nicht. In 98% aller Fälle wollte ich nicht. Das hatte nicht nur etwas mit “kein Hunger” zu tun. Es war ein regelrechter Widerwille, überhaupt irgendetwas in den Mund zu nehmen und runterzuschlucken. Es wäre mir auch egal gewesen, ob dort ein belegtes Brot, Torte oder eingelegter Hering stand.
Da Nichtaufessen aber Ärger, Druck & Zwang ergab, habe ich fast täglich mittendrin vorgetäuscht, auf die Toilette zu müssen (lang genug hingezogen hat sich das Drama ja…), habe den Mundinhalt in die Schüssel gespuckt, dann Toilettenpapier mitgenommen, das Brot clamheimlich stückweise darin eingewickelt und in die Hosentasche gesteckt. (Manchmal kann es halt auch von Vorteil sein, blinde Eltern zu haben. ^^) Kaum hatte ich dann das Haus verlassen, flogen die kleinen Päckchen in den nächsten erreichbaren Mülleimer. Auch mein Pausenbrot landete oft genug im Müll. Hätte ich es wieder mit nach Hause gebracht, wäre der Rechtfertigungszirkus logegegangen, warum, wieso und weshalb.
Nach 1982 hatte dieser Spuk dann zum Glück ein jähes Ende, und das ist tatsächlich etwas, für das ich meinem Vater und später meiner Stiefmutter heute noch dankbar bin. Ich hätte jederzeit frühstücken können - egal ob Brot, Müsli, Joghurt pur oder was auch immer - aber ich mußte nicht mehr. Und ich tat es auch nicht. In den allermeisten Fällen, so durfte ich mittlerweile selbst als Mutter feststellen, weiß ein Kind sehr gut, was es gerade braucht und verträgt. Oder eben auch nicht. Entsprechend wird es bei uns gehandhabt. Meine beiden können frühstücken, aber wer nicht will, der muß nicht. Tobias will eigentlich immer, Saskia ißt oft nur wenig oder eben auch mal gar nichts. Na und?
Mal ernsthaft, liebe Wissenschaftler: Wenn ein Kind (wie ich damals - und vor 08:30 Uhr auch heute noch!) beim bloßen Gedanken an etwas zu essen fast würgen muß und partout keinen Bissen herunterbekommt, dann möchte ich persönlich stark bezweifeln, daß es gesund sein kann, ihm auf Biegen und buchstäblich Brechen etwas auf- und in den Magen zu zwingen. So niedrig kann der Blutzuckerspiegel dann wohl gar nicht sein. Ist dieser toale Widerwille gegen Essen in der Früh von Gern-Frühstückern wirklich so schwer nachzuvollziehen?
Am anderen Ende der Broschüre wird übrigens der Tip gegeben, ein Kind nicht zum Aufessen zu zwingen, damit es sich ein Gespür für die Bedürfnisse seines Körpers bewahrt. => Ach was? Echt jetzt!? ^^
Facebook reloaded
Im wahrsten Sinne des Wortes.
Vor einem Jahr fand ich im Web eine Anleitung, wie man seinen Facebook-Account nicht nur deaktivieren, sondern komplett löschen lassen kann. Und heute morgen dachte ich mir, ich könnte ja mal ausprobieren, ob er wirklichwirklich weg ist.
Pustekuchen. Der Facebook-Account ist noch immer da. Mit Minimal-Infos. Aber eben noch da.
Nun gut. Wie heißt es doch so schön: “If you can’t beat them, join them.” Wenn er da schon rumfliegt, dann werde ich ihn nun tatsächlich mal für meine Zwecke nutzen. Mir kam da nämlich auf Twitter gerade eine Idee. Und für deren Umsetzung könnte Facebook gerade das Richtige sein.
Es braucht ein Dorf, ein Kind zu erziehen…
Nicht im Kindergarten diesmal. Sondern im Supermarkt. Eine Mutter erlaubt ihrem schätzungsweise 10 Jahre alten Kind, mit dem Einkaufswagen durch die Gegend zu kurven. Feine Sache. Dabei rammt das Mädchen mir den Wagen aber in der Kassenschlange mehrfach ans Bein. Entschuldigung? Fehlanzeige. Das Kind scheint gar nicht wahrzunehmen, daß ich ein Mensch bin, der evtl. Schmerzen haben könnte. Die Mutter sucht völlig unbeteiligt im Zigarettenregal herum. Ich spreche das Kind in freundlichem aber bestimmten Ton an, die Rammerei sein zu lassen und bitte seinen Wagen wegzudrehen. Da(!) wird dann plötzlich die Mutter aufmerksam! Und ranzt mich an - man ahnt es schon - ich hätte mich doch gefälligst an sie zu wenden, wenn es mit dem Kind ein Problem gäbe. Ohne aber im Nachgang in irgendeiner Form auf das tatsächliche Geschehen einzugehen. Lerneffekt fürs Kind: Null.
——————-
Noch eine Kassenszene, ein paar Tage zuvor. Ich warte gerade auf die Anzeige der Gesamtsumme, um zu bezahlen. Diesmal kommt aus dem Warengang ein Vater mit seinem Sohn, der vielleicht 7 oder 8 Jahre alt ist. Der Vater will noch eben schnell was holen und weist seinen Sohn an, er solle schon mal die Dose Limo bezahlen, die dieser sich kaufen möchte. Der Junge stellt sich aber mitnichten hinten an, sondern geht an der kleinen Schlange vor bis zur Spitze und streckt dem Kassierer zwischen mir und dem nachfolgenden Kunden stumm die Dose entgegen. Keine Reaktion seitens des Kassierers. Dieser nennt mir den zu zahlenden Betrag, kassiert, gibt Wechselgeld heraus und fängt an, beim nächsten Kunden abzukassieren. Der Junge streckt dem Kassierer abermals stumm seine Dose entgegen.
Ich schaue mir den Jungen an und dann den Vater, der sich von hinten wieder nähert. Irgendetwas sagt mir, daß dieser Junge wohl nicht allzuoft vorgelebt bekommt, wie man so etwas höflich regelt. Ich sage dem Kleinen, der eigentlich einen eher schüchternen und unsicheren Eindruck macht, also ganz freundlich, daß man sich normalerweise hinten anstellt. Oder aber man die Leute in der Schlange erst fragen muß, ob sie einem den Vortritt lassen. Daraufhin spielt der Vater regelrecht das HB-Männchen. Puterrot im Gesicht schreit(!) er den Kassierer an, warum der Junge nicht bezahlen darf. Anschließend mich, nur er habe das Recht, mit seinem Sohn zu reden(!) und ihn zu erziehen. Er hebt drohend seine Faust. Der Kassierer steht auf. Der Vater brüllt inzwischen regelrecht. Ich solle mich da raushalten oder gefälligst mit ihm, dem Vater, reden, er würde dann schon klären, was zu klären sei. Ja, ich kann mir denken, wie er sich diesen “Dialog” vorstellt…
Erstaunlicherweise sind es immer die Eltern, die selber nichts vom Verhalten ihrer Kinder mitbekommen (haben wollen), die da glauben, ihr Kind sei verbal unantastbar. Es sind immer die mit eigenen rohen Umgansformen, die der Ansicht sind, man dürfe ihre Kinder nicht direkt auf ihr Fehlverhalten ansprechen. Spricht man aber tatsächlich stattdessen mit den Eltern, kann man sicher sein, daß jedes Gespräch sowieso mit einem “Was mein Kind macht, geht Sie gar nichts an, halten Sie sich da raus!” abgewürgt wird.
Bis dann der Nachwuchs irgendwann mal alt genug ist, verklagt zu werden. Oder aus der Lehre fliegt, weil er meint, sich von niemandem etwas sagen lassen zu müssen und sich gegen Kritik mit Fäusten verteidigen zu dürfen. Herzlichen Glückwunsch.
Einmal Realitätscheck bitte!
Geschätzte Leser- und vor allem Elternschaft,
heute hätte ich eine Frage aus der Rubrik “Was hättet Ihr getan?” - mein Blog wartet gespannt auf Eure Kommentare!
Folgendes Szenario: Zu Kindergartenschluß holt Ihr zwei Kinder ab und wollt das Gebäude gerade verlassen - relativ eilig, da Ihr rasch wieder ins Firmennetzwerk und weiterarbeiten müßt. Im Vorraum zum Ausgang ist noch eine Mutter, die gerade einen Kindersitz vom Boden aufklaubt und Euch dann zur Tür folgt. Ihr ca. 5jähriger Sohn guckt erst zu, aber als er Euch kommen sieht, stellt er sich mit ausgebreiteten Armen und Beinen in die geöffnete Tür und läßt weder Euch noch Eure Kinder passieren. Nicht etwa keck grinsend oder gar lachend, sondern schweigend, mit fast schon feindseliger Miene. Er schaut Euch nicht einmal an.
Ihr habt dieses Verhalten des Jungen schon häufiger gegenüber anderen beobachtet und bittet den Jungen freundlich aber bestimmt Platz zu machen. Keine Reaktion. Ihr wartet 3 Sekunden und fordert den Jungen noch deutlicher (und nun doch etwas ungehalten) auf, die Tür frei zu machen, mit einem Hinweis darauf, daß Ihr das nicht mehr sonderlich lustig findet. Daraufhin gibt der Junge widerwillig und immer noch schweigend die Tür frei. Aber nur so knapp, daß Ihr Euch gerade mit Mühe und Not vorbeiquetschen könnt, wenn Ihr den Jungen nicht umrempeln wollt.
Preisfrage: Was wäre Eure Reaktion an Stelle der Mutter des Jungen an beliebiger Stelle dieses Schauspiels? Ich löse das Rätsel gerne auf, sobald ich hier ein paar Eurer Kommentare gesammelt habe.
———————
Nachtrag, 8.12.:
Lustich - die Geschichte geht sogar noch weiter. Die Mutter sprach mich heute im Kindergarten an, wenn ich ein Problem mit ihrem Sohn hätte, solle ich sie doch direkt ansprechen. Angeblich hätte sie ja gar nicht bemerkt, was ihr Sohn da machte. Ach? Auf gerade mal knapp 2 Meter Entfernung? Gegen diese Behauptung spricht, daß sie ihn ja durch ihr abschließendes “Mach dir nichts draus” noch quasi in seinem Verhalten bestärkt hat. Sie dann auch noch anzusprechen, daß ich das Verhalten ihres Sohnes fragwürdig finde, erschien mir daher logischerweise wenig erfolgversprechend. Da eignet sich mein Blog wohl besser, um meiner Verwunderung Ausdruck zu verleihen.
Nein, das Problem habe tatsächlich nicht ich. Übrigens auch nicht damit, daß der Link zu diesem Eintrag offenbar umgehend an die Mutter weitergegeben wurde. Ich stehe zu dem, was ich schreibe. Weitergegeben von wem? Och, lassen wir das doch mal dahingestellt sein. Das eigentlich Interessante ist ja, daß es aus irgendeinem Grund nicht viel Phantasie brauchte, um herauszufinden, um welchen Jungen es sich gehandelt haben mußte. ^^
Englisch auf Teufel komm raus
So, ich mache mich jetzt mal wieder unbeliebt. Ich werde jetzt nämlich schriftlich hier niederlegen, wie genervt ich von Twitterern bin, die sich urplötzlich einbilden, selbst den belanglosesten Quatsch in einer Fremdsprache durch die Gegend tröten zu müssen, die sie offensichtlich nicht mal halbwegs korrekt beherrschen. Damit meine ich jetzt keine Twitterer, die sich trotz gewisser Schwierigkeiten tatsächlich mit ausländischen Followern unterhalten oder die interessante fremdsprachliche Tweets ab und zu auch mal unters deutsche Volk bringen. Ich meine diejenigen, die sich aus welchem Grund auch immer einen internationalen, kosmopolitischen Anstrich geben möchten, selbst die deutschsprachigen Leser auf Englisch anquatschen und gar nicht mitkriegen, daß ihre Follower kein Wort mehr verstehen. Aber nicht, weil es um deren eigene Fremdsprachenkenntnisse so schlecht bestellt wäre, sondern weil das Kauderwelsch in den Tweets schlicht keinen Sinn ergibt und sich den Followern beim Lesen die Fußnägel hochrollen.
Herrje nochmal, muß das sein?
So, das mußte mal raus!
Seite 1 von 3 Seiten 1 2 3 >