Alaaf, Helau und Allez-Hopp!
Daß Pakete beim Nachbarn abgegeben werden, ist ja nichts Ungewöhnliches.
Daß man mal eine Benachrichtigung über ein nicht zustellbares Paket im Briefkasten hat, kann ebenfalls vorkommen.
Warum allerdings DPD ein Paket beim Nachbarn abgibt und noch einen Zettel mit dem Hinweis hinterläßt, eben dieses selbige Paket würde am folgenden Tag zwischen 9 und 11 Uhr nochmals zugestellt werden, ist mir ein Rätsel. Es hat jedenfalls eine gute halbe Stunde sowie einen gescheiterten Umleitungsversuch und zwei fruchtlose Telefonate gedauert, bis ich zufällig herausfand, daß das Paket in meinen Händen mit dem vermeintlichen zweiten Paket identisch war.
Liebe DPD-Mitarbeiter: Ich weiß ja, daß die Karnevalssaison schon angefangen hat. Aber wir Westfalen sind für solche Scherze vor Weiberfastnacht doch eher weniger zu haben.
Tücken der Technik
Meine .htaccess tut nicht das, was sie soll, mein Mailprogramm (oder der SMTP-Server?) spinnt, und bei SMS weiß ich nie, ob sie nicht im Nirvana landen, oder erst Jahre später ankommen - oder was auch immer.
Es soll ja Leute geben, bei denen Unausgeglichenheit dazu führt, daß Gegenstände plötzlich ein Eigenleben entwickeln. Bei mir scheint sich das auf Elektronisches zu beschränken.
Mal eben schnell. Umsonst.
Das volle Spektrum des menschlichen Irrsinns offenbart sich einem leider (oder gottseidank) erst mit den Jahren, nach und nach. Eine Facette lernte ich vor drei Wochen kennen, als mir auf dem Weg zur Arbeit ein bei ca. 6°C Außentemperatur nur mit Sportschuhen, Boxershorts und Badekappe(!) bekleideter Jogger über den Weg lief.
Eine weitere Facette ist wohl die Frage, die mir hier von Unbekannt eben in den Mail-Eingang purzelt. Ich soll “mal eben schnell” und natürlich kostenlos etwas machen, das mich die Abende von Wochen kosten würde. Ich habe das dann mal per Mail geklärt. Hoffe ich.
Overkill
Herrje, ich höre ja oft und gerne Radio, aber die aktuelle Rosenstolz-Welle geht mir ganz gewaltig auf die Nerven. Ich kann diesen Singsang echt nicht mehr hören!
Sag’ ich doch
Gestern mittag rief unsere bisherige Tagesmutter bei Marc auf dem Handy an und teilte ihm mit, daß sie noch bis Mittwoch nächster Woche ausfällt. (Und ich wette abermals: Dabei wird es nicht bleiben.)
Ein paar Stunden später hatte ich eine fette Mandelentzündung und 38,9°C Fieber. Wenn ich zynisch wäre, würde ich sagen: “Endlich, hier ist meine Notbremse.” Inzwischen, nach 12 Stunden Schlaf, ist zumindest das Fieber aber auf 37,5 runter. Außerdem wollen wir heute abend noch mit einem befreundeten Paar in ein Konzert. Und das lasse ich mir nach dieser besch…enen Woche garantiert nicht auch noch verderben.
Und was die Kinderbetreuung bzw. deren Ausfall angeht: Von mir aus. Das ficht mich nicht mehr an. Die neue Tagesmutter hat gestern zusammen mit ihrem Sohn im Sturm Tobias’ Herz erobert und war auch schon vom Jugendamt vorgewarnt, daß sie evtl. schon ab Montag als Ersatz einspringen muß. Das sollte also das geringste Problem sein.
Nägel mit Köpfen
Als unsere Tagesmutter erfuhr, daß ich mich beim Jugendamt umgehend nach Backups und Alternativen erkundigt habe, rief sie prompt hier an und meinte bissig und in weinerlicher Märtyrerpose, dann nehme sie Tobias eben trotz Krankenschein. Das allerdings habe ich nun wiederum unter Hinweis auf versicherungstechnische Unklarheiten abgelehnt.
Nach einer gründlichen Aussprache, in deren Verlauf sich die Gute in einen Haufen Widersprüche verwickelte und mir indirekt unterstellt hat, wir würden uns nicht ausreichend um Tobias kümmern, denn er sei ja so “in sich gekehrt” (??? => Siehe hier. Oder => hier.), werde ich heute nachmittag eine andere Tagesmutter kennenlernen, die Tobias ab Januar betreuen könnte. (Und noch dazu quasi “um die Ecke” wohnt.)
Das ganze Herumgeeiere nützt ja nichts, da muß man schnellstmöglich die Fronten klären. Es ist ja auch nicht so, als ginge es nur um krankheitsbedingte Ausfälle, sondern da werden Geburtstage der eigenen Kinder, Behördengänge, erkrankte Schwiegermütter und sonstwas als Gründe hergenommen, uns kurz vor knapp eine Absage zu servieren. Ich als “normaler” Arbeitnehmer muß für solche Angelegenheiten einen Teil vom normalen Urlaub opfern. Dann soll sie das bitte auch tun - und nicht erwarten, daß ich die Hälfte meines eigenen dafür draufgehen lasse, während sie ihren Urlaub komplett fürs Camping nutzen kann - was ich ja zusätzlich noch abdecken muß. Wenn andere Eltern sich das bieten lassen, fein. Marc und ich sind dazu nicht mehr bereit.
Die Krönung war noch der Vorschlag, ich könnte mich doch selber krankschreiben lassen, damit ich meinen Urlaub nicht opfern muß. Was mich zu der Annahme bringt, daß sie wohl einen Arzt kennt, bei dem solche Gefälligkeiten zum Standardprogramm gehören? Interessant… Paßt auch gut zu dem Vorschlag vor einiger Zeit, wir könnten unserer Haftpflichtversicherung ja sagen, Marc oder ich hätten die Brille ihrer Tochter zerbrochen, statt Saskia - für deren Unfug in diesem Alter noch keine Versicherung aufkommt. Zitat: “Haben wir auch schon mal so gemacht.” Ah ja…
Eventuell beginnt die neue Betreuung sogar schon am Montag, denn trotz aller gegenteiligen Beteuerungen bin ich davon überzeugt, daß wir am Sonntagabend oder Montagmorgen einen Anruf unserer bisherigen Tagesmutter erhalten werden, daß sie noch länger ausfällt. Wenn sie allerdings glaubt, uns damit eins auswischen zu können, hat sie sich geirrt.
Rohr frei
Der Klempner war für den prompten Service erstaunlich preiswert: 82,- , und zwischen Anruf und Ankunft verging keine Stunde. Ein anderes Unternehmen bot den selben Service für über 300,- an. Schon klar. *an die Stirn tipp*
Erwähnte ich übrigens schon, daß uns dann beim Abendessen ein Anruf der Tagesmutter ereilte, daß sie morgen früh mal wieder zum Arzt muß? Das war dann einer der Momente, in denen ich merke, daß meine ruhige Fassade trotz aller guten Vorsätze und Maßnahmen der letzten Wochen doch noch reichlich instabil ist.
Nun reicht es.
Sobald ich Saskia nachher aus dem Kindergarten abgeholt habe, werde ich den 24-Stunden-Sanitärdienst rufen und diesem Elend ein Ende bereiten. Die “normalen” Klempnereien der Umgebung können frühestens übermorgen jemanden vorbeischicken, und außerdem sehe ich es gar nicht ein, einen Urlaubstag mit Warten auf Godot
irgendwelche Handwerker draufgehen zu lassen. Ganz davon abgesehen, daß ich auch gerne wieder länger als 3 Minuten lang duschen möchte.
War ja klar.
Am Abend meines ersten Urlaubstages haben alle drei Abflüsse im Badezimmer beschlossen, mal eben komplett zu verstopfen. Gleichzeitig. Einzig die Toilette ist noch normal benutzbar, und so versuche ich seit heute morgen, mechanisch und chemisch für freie Rohre zu sorgen.
Dieses Jahr sind bisher alle Urlaubstage für irgendwelchen zu erledigenden Mist draufgegangen oder waren durch die Krankheit diverser Familienmitglieder ruiniert, inklusive des Kurztrips nach Edinburgh. Ich bin also gespannt, was der Rest der Woche noch zu bieten haben wird. Na wenigstens war ich gestern schon beim Augenarzt und beim Optiker. Zumindest da kann mir nichts mehr dazwischenkommen.
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