Na endlich!

Am Samstag können wir den Anfang Januar bestellten Kinderwagen abholen. Einen Teutonia Primus 05 mit fester Tragetasche, allerdings nicht so hell wie dieser hier, sondern im Design 2250 (siehe den dazugehörigen Sportwagenaufsatz) und mit etwas anderen Rädern:

Teutonia Primus 05  Rad Nr. 41 Sportwagenaufsatz

Eigentlich wollten wir den Wagen bis April im Laden lassen und erst dann abholen. Aber nachdem der kleine Sohn unserer Trauzeugen fünf Wochen zu früh auf die Welt kam, möchten wir nun doch lieber auf Nummer Sicher gehen.


Burgwochenende

Tja, nun weiß ich, woran ich bin. 40 Minuten (für unsere Verhältnisse ein kurzes Telefonat) Alberei, “Was gibt’s Neues” und der Plan, gemeinsam den Cirque du Soleil zu besuchen, sobald F. beruflich wieder mehr Luft hat. Also vermutlich im September in Zürich. OK, dann müssen und sollen manche Dinge eben nicht ausgesprochen werden. Ich hatte ihm per Mail gesagt, daß ich für ihn da bin, wann immer er mich braucht, und bin dann zur Tagesordnung übergegangen. Wir werden sehen, was geschieht. Grundsätzlich hoffe ich nur, daß er mit dieser Sache klarkommt, egal wie er es anstellt. Und daß er seine Freunde nicht mehr unterschätzt.

Ich danke Euch allen da draußen und um mich herum für all die Mails, Gästebucheinträge und anderen aufmunternden Kommentare. Alle seid Ihr der Ansicht, F. hätte seine Worte wohl gar nicht so gemeint. Vermutlich habt Ihr recht und ich sehe nur mal wieder den Wald vor lauter Bäumen nicht. Vielleicht mag es dem einen oder anderen auch merkwürdig erscheinen, daß mich die Sache so aus der Bahn geworfen hat. Aber einen Freund wie F. findet man wirklich nicht alle Tage, er ist wirklich etwas Besonderes und wir hängen sehr aneinander. Ist auch schwierig, wenn beide in ihrer eigenen Verzweiflung feststecken, noch Rücksicht auf die Gefühle des jeweils anderen zu nehmen. Auf jeden Fall bin ich in der einfacheren Situation, soviel ist klar.

Themenwechsel: Ansonsten bin ich fleißig dabei, Flash zu lernen. Leider ist das nicht immer ganz so einfach wie ich mir den Lernprozeß vorgestellt hatte. Vor allem dann, wenn, wie im Mai geschehen, eine Schulung bei Macromedia damit endet, daß der Dozent nichts geregelt bekommt, die Schüler anfleht “Warum geht das denn nicht, helfen Sie mir doch mal!” (sic) und dann noch eine halbe Stunde überzieht, weil er unbedingt noch etwas zeigen möchte, das er bei Licht betrachtet auch noch nicht beherrscht. Es war zum Heulen! Himmel, das war die Firma, die das Programm entwickelt hat! Da lerne ich ja als Autodidakt dreimal schneller, kein Witz! Nun ja, jedenfalls bin ich für Freitag und Samstag schon in Köln für den nächsten Kurs angemeldet. Should be fun.

Ach ja, auf der Suche nach Tanzpartnern bin ich seit einer Woche übrigens auch. OK, ein einziger würde auch schon reichen. Die Anzeige beim ADTV hat auch schon erste Früchte getragen. Vier, um genau zu sein. Hey, das ist mir noch nie passiert: Ich kann unter 4 Männern gleichzeitig auswählen! LOL! Aber welchen nehme ich denn nun? Den 47-Jährigen vielleicht, der mir versichtert, daß er sich trotz seines hohen Alters nur selten in seiner Wohnung verläuft? Humor hat er jedenfalls. Demnächst mehr zu diesem Thema. :o)

Übrigens gibt es auch endlich ein neues Foto von mir:

Calypso, Juni 2001

Das war am letzten Wochenende, und der Grund, warum ich so sehr grinse, liegt darin, daß vor unserem Tisch ein als Ritter verkleideter Wirt sein Schwert schwang und uns erläuterte, wie man ein Rittermahl zu sich zu nehmen habe.

“Hochwohllöblich’ Gäst’: Es hat geschmacket—eßt!” Das muß der Vorkoster von sich geben, so er denn 5 Minuten nach dem Verzehr noch unter den Lebenden weilt…

Zum Rausche!


Auszeit genommen

Ja, es war ein richtig schönes Wochenende. Nein, das mit P. meine ich nicht (ROTFL! Sogar ganz bestimmt nicht!), sondern das mit M. von Freitag bis gestern in München. Um halb eins heute morgen war ich wieder zu Hause und muß immer noch lächeln, wenn ich an die letzten paar Tage denke.

Ich glaube, M. hat sich extra wegen der Geschichte mit P. extra Mühe gegeben, mir das Wochenende so schön wie möglich zu machen, und das ist ihm auch voll gelungen. Dabei war es gar nicht mal so sehr mit Aktivitäten und Plänen vollgepackt. Wir haben gequatscht, für eine Mini-Party am Samstag mexikanisch gekocht, gelesen, Musik gehört… und dabei oft auch einfach geschwiegen, ohne daß es eine unangenehme Stille geworden wäre.

Wer ist M.? Das wüßte ich auch manchmal gerne genauer, aber hier hatte ich ja schon einmal aufgeschrieben, was mir bei dem Gedanken an M. so alles durch den Kopf geht. Ich kann’s nur noch einmal bestätigen. :o)

Lieber “M.”, ich weiß nicht, ob Du je über dieses Tagebuch im Net stolpern wirst, aber ich {{knuddel Dich}} hier trotzdem einfach mal. :o) Paß bitte auf Dich auf und hab’ vielen lieben Dank für die letzten drei Tage und für Deine Freundschaft!


Gaudeamus Igitur!

So, seit gestern bin ich wieder Studentin. Meine Immatrikulationsbescheinigung von der Fernuni Hagen lag im Postkasten. Tja, da bin ich aber mal gespannt, was jetzt so alles auf mich zukommt.

Es waren überhaupt zwei recht interessante Tage… Erstaunlich, wie sehr einen doch manchmal Entwicklungen überraschen, die einen eigentlich gar nicht mehr überraschen dürften, wenn man besser auf sein Gefühl gehört hätte. Zwei Menschen leben fast 5 Jahre als Paar zusammen, und dann findet der eine heraus, daß er den anderen eigentlich nie wie einen Partner geliebt hat, sondern nur freundschaftlich. Und jetzt die Trennung. Irgendwie hatte ich’s gespürt, daß bei den beiden etwas “fehlt”, mir aber eingeredet, ich würde mir das nur einbilden. Offenbar stimmte es aber wohl doch.

Was dabei wohl in dem Partner vorgeht, der so vor den Kopf geschlagen wird? Ich wünschte ich wüßte es, hätte irgendetwas tröstendes, hilfreiches sagen können. Aber diese Art von Verletzung muß wohl selbst heilen, da kann ein Außenstehender nicht viel machen, schätze ich. Sie war so ruhig—hätte ich gar nicht gedacht. Was mich allerdings auch nachdenklich gemacht hat, ist die Tatsache, daß ihr erster Gedanke nach eigener Auskunft war, sie könnte dann ja auch nach Brüssel gehen. Als was? Und ohne Französischkenntnisse? Womöglich noch eine Wohngemeinschaft mit mir eröffnen. Ähhh… Nö. Not really… Wobei sich mir mal wieder die Frage stellt, wie weit Freundschaft, sogar beste Freundschaft eigentlich gehen soll und muß? Klar, daß jemand, der in Schwierigkeiten ist, gerne auch mal eine Weile bei mir wohnen kann, hatten wir alles schon. Auch klar, daß ich jemanden, von dem ich weiß, daß es ihm mies geht, auch öfter anrufe und besuche als andere. Aber hat irgendjemand, auch die beste Freundin, das Recht von mir zu erwarten, daß ich mein eigenes Leben komplett umkrempele, meine Unabhängigkeit und meine Lebensgewohnheiten langfristig aufgebe? Ich will keine Wohngemeinschaft, um keinen Preis, das hatte ich als Studentin lange genug. Aber der Gedanke, daß das so sein könnte, ist ihr offenbar gar nicht erst gekommen.

Was läuft da schief? Wie kommt sie dazu, sich solche Dinge einfach so auszudenken und in Gedanken gewissermaßen über mich zu verfügen? Ist das ein “wenn du wirklich meine Freundin bist, dann tust Du das und das…”? Oder ist es für sie selbstverständlich, daß beste Freundinnen auch automatisch zusammen leben wollen? Bin ich mal wieder zu eigenbrötlerisch, wenn sich mir beim Thema “Wohngemeinschaft” automatisch die Nackenhaare sträuben? Oder war ihre Idee doch nur eine Art Panik-Reaktion, um das Loch zu füllen, das ihr Ex-Freund gerade gerissen hat?

Ich finde es immer noch und immer wieder verdammt schwierig, die Balance zwischen Hilfsbereitschaft und meiner Privatsphäre zu finden. Zu oft habe ich mir schon einreden lassen, daß ich diejenige bin, die alles falsch sieht und habe es hinterher bitter und wütend bereut, daß ich mich so manipulieren ließ. Vielleicht erscheine ich mittlerweile vielen viel härter als vorher, aber zumindest lasse ich mich von niemandem mehr herumschubsen und finde mein Leben wieder schön und gut für mich. Klar, daß da einige sauer oder zumindest verblüfft sind—weil es für sie selbst unbequemer geworden ist, seit ich mich nicht mehr ausnutzen lasse.

Naja, schauen wir erst mal, ob sich das Thema Wohngemeinschaft nicht ohnehin im Sande verläuft, wovon ich ja ausgehe. Wenn nicht, werde ich allerdings etwas sagen müssen, Hilfsbereitschaft hin oder her. Meinen “Eine-Frau-Haushalt” gebe ich nur für einen Partner oder für meine Eltern auf, und für sonst niemanden. Punkt.

Tja, Brüssel… Die Reaktionen sind ja doch ausgesprochen unterschiedlich. Freude, Neid, Gleichgültigkeit—OK, das verstehe ich ja alles noch irgendwie. Aber eines verstehe ich nicht: Warum aber mein ehemaliger Englischlehrer meint, seinen gesammelten Sarkasmus und Zynismus über mir ausgießen zu müssen, im Tenor, daß ich ja nun im Kinderschänderland bei einem Rüstungskonzern Karriere mache. (Knallkopf! Der soll sich erst mal unser aktuelles Produktprogramm ansehen, bevor er so einen antiquierten Tinnef von sich gibt!) Was sollte das? Und dann noch diese bestußte Bemerkung, er selber würde ja lieber im Land der ungebildeten aber unschuldigen Amis unterrichten. Nun, ich habe entsprechend zurückgeblafft und ihm gesagt, daß ich ihm, dem Steuerzahler, trotz oder gerade wegen meiner moralisch unverantwortbaren Tätigkeit zumindest nicht als Arbeitslose auf der Tasche liegen würde und mir auch erst noch überlegen müßte, ob es tatsächlich besser wäre, in einem Land Pauker zu werden, in dem Lehrer von ihren Schülern und Schüler von ihren Mitschülern regelmäßig erschossen werden. Bin mal gespannt, was ihm dazu einfällt.

Ich hasse es, wenn einer versucht, mir meine Errungenschaften mieszumachen und erst einmal alles Negative aufzählt, spottet, nur um sich selbst die eigene Kritikfähigkeit zu beweisen und zu zeigen, wie gut er doch informiert ist. Kann er von mir aus im stillen Kämmerlein oder im Kollegium machen, aber wenn er mir einen solchen Mist ins Gesicht sagt, muß er mit Gegenwehr rechnen.


Brüsselliese

Puh, endlich Wochenende! Heute ging es im Büro aber auch zu—am liebsten hätte ich acht Arme gehabt! Obwohl, wie ich mich so kenne, hätte ich die eh’ nur hoffnungslos verknotet. *g*

Jedenfalls kann ich heute abend endlich so lange wie ich möchte in meinem Buch schmökern. Isabel Allende, “Daughter of Fortune”. Einfach klasse in Handlung und Stil! Die Geschichte handelt vom Findelkind Eliza im Chile des späten 19. Jahrhunderts. Das Mädchen wächst dort bei einer angesehenen englischen Familie auf und verliebt sich mit 16 Jahren in einen Chilenen, der sie schwängert und dann nach Kalifornien reist, weil dort Gold entdeckt wurde. Er verspricht ihr zwar, zurückzukommen und sie zu heiraten, aber so lange will Eliza nicht warten. Mit der Hilfe eines chinesischen Arztes versteckt sie sich als blinder Passagier auf einem Dampfer und reist ihrem Geliebten nach. Weiter bin ich noch nicht gekommen. Leider… ;o) Die Story hört sich kitschig an, ist es aber absolut nicht. Auch die Lebensgeschichte des chinesischen Arztes wird in die Handlung mit eingewoben, so daß man eigentlich zwei Bücher auf einmal liest, deren Handlungen immer wieder auseinanderdriften und sich dann wieder treffen, wie die Schnüre eines Netzes. Wirklich super geschrieben.

Und zu guter Letzt… Es ist amtlich und meine Kollegen wissen auch endlich Bescheid: Im Herbst dieses Jahres werde ich nach Brüssel umziehen und dort eine neue Stelle antreten. Ich freue mich riesig! Wer weiß, vielleicht wird dann aus “Einblick - Ausblick” so eine Art “Belgisches Tagebuch”. So à la Thomas? *g*

So, und nun wird gefeiert! Ciao allerseits, und schönes Wochenende!



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