Festhalten am Scheitern

Dienstag, 03. August 2010

Tja, was soll man dazu noch sagen. Eigentlich ist alles gesagt. Es will nur partout nicht gehört oder verstanden werden. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Sagen Sie doch mal…

Sonntag, 01. August 2010

... Herr Sauerland, für wie blöd halten Sie den deutschen Durchschnittsbürger eigentlich?

Sie wollen nicht zurücktreten, weil Sie nur als OB an die Akten kommen, die für die Aufklärung notwendig sind? Habe ich Sie da richtig verstanden?

Momang… Sie behaupten doch, von den Warnungen und Bedenken im Vorfeld nichts gewußt zu haben. Da aber einer der größten Gegenbeweise für diese Behauptung inzwischen schon lange im Web kursiert und somit theoretisch jeder Grundschüler darauf Zugriff hat, läßt dies nur zwei Schlüsse zu:

1. Sie wußten es sehr wohl. Dann besteht aber wohl kaum Hoffnung, daß ausgerechnet Sie zur Aufklärung der Vorgänge beitragen werden.
2. Sie haben dieses Dokument tatsächlich nie gelesen. Was aber befürchten ließe, daß sie auch andere für die Aufklärung relevante Dokumente gar nicht erst kennen und ihren Stab nicht im Griff haben

So oder so dürfte Ihre Mithilfe bei den Ermittlungen inzwischen völlig überflüssig geworden sein. Es gibt ohnehin kein Dokument, an das die Staatsanwaltschaft nicht auch ohne Ihre Hilfe drankäme. Noch dazu ist die Stadt Duisburg dank der Beharrlichkeit, mit der Sie an Ihrem Sessel kleben, de facto mittlerweile handlungsunfähig. Nicht einmal die Tatsache, daß inzwischen selbst der Bundespräsident Ihnen einen Rücktritt nahelegt, scheint Sie zu interessieren. Einen OB hat Duisburg im Grunde jedoch nicht mehr, denn ein Bürgermeister, der sich auf einer offiziellen Trauerfeier wegen des Zorns der Bürger nicht blicken lassen kann, ist keiner mehr.

Sie sind nicht mehr tragbar, und Sie sind auch keine Hilfe bei der Aufklärung. Sie haben schon in Ihrer allerersten Stellungnahme nach dem Unglück die Schuld am Tod den Opfern selbst in die Schuhe geschoben und sich bis heute nicht für diese Behauptung entschuldigt. Sie haben es bisher nicht einmal auf die Reihe bekommen, den Opfern und Angehörigen Seelsorger ihrer eigenen Stadt an die Seite zu stellen. Das mußten Köln, Düsseldorf, Essen und private Organisationen übernehmen. Gibt es ein größeres Armutszeugnis für einen Möchtegern-Noch-Oberbürgermeister?

Vielsagend auch die Tatsache, daß Sie sich komischerweise nur wenige Stunden nach ihrer obigen Rücktrittsweigerung stattdessen mit einer Abwahl einverstanden erklärt haben, obwohl Sie doch angeblich so wild darauf sind, den Zugriff auf die Akten zu behalten. Über Ihre Pensionsansprüche nach einem Rücktritt verglichen mit denen nach. einer Abwahl reden wir also mal lieber nicht. Das hat der Bund der Steuerzahler schon übernommen. Und mehr muß wohl auch gar nicht gesagt werden.

Nachtrag zur Schuldebatte

Dienstag, 27. Juli 2010

Wer die elitären “Bildungsbürgertumeltern” dafür verantwortlich machen will, daß Migranten und Kinder aus armen Haushalten weniger oft Abitur machen, dem sei dieser Artikel über die Vorgehensweise der Arbeitsagentur ans Herz gelegt:

Zitat:
“Wie weit dürfen Jobcenter gehen? Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen kontrollieren sie die Zeugnisse von Schülern mit Hartz-IV-Eltern - und drohen mit Sanktionen, teils ohne Rechtsgrundlage. 16-Jährige fühlen sich bedrängt, eine Ausbildung zu beginnen. Dabei wollen sie weiter zur Schule gehen.”

Ja, am System muß sich was ändern. Aber das Schulsystem scheint mir da doch eher weniger betroffen. Denn das, was da oben beschrieben wird, kann auch keine Gesamtschule vom Kindergarten bis zum Doktortitel richten. Ebensowenig wie eine Gesamtschule die Vorurteile gegenüber Ausländern aus so manchem Lehrerkopf rausbekommen wird. Die da über die weiterführende Schule entscheiden dürfen, ohne sich abstimmen oder gar rechtfertigen zu müssen.

Mein Name steht schon darunter.

Montag, 26. Juli 2010

Die folgende, hervorragende Petition findet sich seit heute auf dem Server des deutschen Bundestages:

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Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Homöopathie aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen wird. Die Streichung soll so lange fortbestehen, bis eine Wirksamkeit dieser pseudowissenschaftlichen Methode nachgewiesen wird.

Begründung

Es gibt bisher keine nachgewiesene Wirkung von homöopathischen Medikamenten; es gibt keinen medizinischen Nutzen. Durch eine bevorzugte Erstbehandlung mit homöopathischen Mitteln kommt es zu Krankheitsverläufen, die anschließend mit einem erhöhten Aufwand an wissenschaftlicher Medizinversorgung ausgeglichen werden müssen. Die Kostenübernahme verursacht überflüssige Ausgaben, die gespart werden können.

Sämtliche Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen haben ein Anrecht, dass die gezahlten Beiträge effizient und wirkungsvoll eingesetzt werden. Die Kostenübernahme spiegelt dagegen eine von den Krankenkassen anerkannte medizinische Wirksamkeit vor, da sie diese auch bezahlen. Dies wurde bisher aber noch nie nachgewiesen.

Die Homöopathie ist in vielen Ländern – u.a. aufgrund aufgeführter Begründungen – aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen worden.
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(via http://blog.esowatch.com/?p=1861)

Ich hoffe, es finden sich zahlreiche Mitzeichner für diese Petition. Nicht nur, um den Kassensolidargemeinschaften viel rausgeschmissenes Geld zu ersparen, sondern auch, um Homöopathieanhängern deutlich zu machen, daß diese Art der “Behandlung” bestenfalls Augenwischerei und schlimmstenfalls der Grund für irreparable gesundheitliche Schädigungen ist. Nämlich dann, wenn der Placebo-Effekt der Homöopathie eben nicht mehr ausreicht, um den Patienten zu helfen, die Wartezeit bis zur Selbstheilung zu überbrücken. Wenn nämlich eine Heilung ohne erprobte und allgemein anerkannte Methoden gar nicht zu erwarten ist.

Tasaarvo - zur Kehrseite der finnischen Medaille.

Donnerstag, 22. Juli 2010

“Dass man schwache Schüler niemals bloßstellen darf, geht finnischen Lehrkräften im Laufe ihrer Ausbildung sozusagen in Fleisch und Blut über. „Anders“ zu sein ist erlaubt. Aber nur, wenn – ja, wenn „anders“ eben schwächer bedeutet. Dass ein Kind, das immer wieder Stunden bei der Speziallehrerin braucht, deswegen gehänselt würde, habe ich nie gehört. Heißt „anders“ aber in irgendeinem Sinne stärker, fähiger als die anderen, dann gelten andere Regeln. Es gibt zwei Gebiete, auf denen man besser sein darf als die anderen: Musik und Sport. Mobbing riskiert aber in einer durchschnittlichen finnischen Schule, wer in den eigentlichen Lernfächern glänzt, und dagegen scheint kein Kraut der Psychologen und Kuratoren gewachsen zu sein. Wer deutlich besser ist als andere, sollte sich eigentlich schämen, es gehört sich nicht – das ist die Botschaft, die schon aus vielen mehr oder minder subtilen Signalen hervorgeht, erst recht aber aus Lehrerbosheiten wie „Was glaubst du eigentlich, was du bist?
(...)
Tasaarvo heißt für viele nicht einfach Gleichheit der Chancen. Ihnen schwebt vielmehr Gleichheit der Resultate vor. Als am 13.5.2002 die frischen Ergebnisse der alljährlichen Schulevaluation publiziert wurden und sich ein erhebliches Gefälle zwischen Schulen innerhalb je ein und derselben Region herausstellte (der durchschnittliche Punktwert der Schüler lag in manchen Schulen bei 40, in anderen bei 85; die Skala lief bis 100), erklärte Jukka Sarjala, damals noch Leiter des Zentralamtes für Unterrichtswesen, dies stehe geradezu im Widerspruch zum finnischen Grundgesetz! Es würde den hier gesetzten Rahmen sprengen, die Hintergründe einer derartigen Abstrusität aufzuhellen. Fest steht nur: Der oberste Chef des Schulwesens freute sich nicht darüber, dass es manchen Schulen gelungen war, Spitzenleistungen hervorzubringen. Er fand es vielmehr skandalös, dass sie so viel besser waren als manche andere.
(...)
Dass die Vernachlässigung begabter Schüler Verschwendung gesellschaftlicher Ressourcen bedeutet, liegt auf der Hand. Für Politiker sollte das ein Argument sein. Es gibt aber noch ein ganz anderes, und das sollte eigentlich jedem Pädagogen das Gewissen rühren: Es ist die Situation, zu der die Schule ein unterfordertes Kind verdammt. Die Vorkämpfer der integrierten Gesamtschule behaupten unverdrossen, dass ein guter Lehrer in binnendifferenziertem Unterricht allen gerecht wird und dass die Lehrkraft eben versagt hat, wo dies nicht gelingt. Und durchaus üblich ist es in deutschen Schulen (wie auch in finnischen), in der Stunde Aufgaben unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades zu stellen. Da dividieren dann z. B. die Arbeitsgruppen, in denen die „Zweierschüler“ sitzen, mit gemischten Brüchen, während sich die Schwächeren mit Aufgaben vom Typ „3/4 : 1/4“ abmühen. Und dagegen ist ja auch nichts einzuwenden. Nur: Das ist die schiere Karikatur einer „Binnendifferenzierung“ im eigentlichen Sinne des Wortes, einer also, die wirklich den Bedürfnissen unterschiedlich begabter Kinder gerecht würde. Ich mache mich z.B. anheischig, lernstarke Schüler im Rahmen eines auf ihre intellektuellen Ressourcen zugeschnittenen Unterrichts dazu anzuleiten, selber herauszufinden, wie man mit Brüchen dividiert, statt es ihnen zu erklären. Das kostet Zeit. Die hätte ich aber, weil diese Kinder hinterher viel weniger Zeit zum Üben brauchen als die Schwächeren. Jedoch: Weder ich noch irgendjemand anders kann innerhalb einer unausgelesenen Gruppe den Schwachen den Weg erklären und zugleich den Starken die Möglichkeit lassen, ihn selber zu finden. Jede Schule, die vorzugsweise oder ausschließlich die Bedürfnisse der Schwachen und des Mittelfeldes im Auge hat, tut den Begabteren Unrecht. Sie enthält ihnen de facto die Möglichkeit vor, ihr Potential zu entwickeln und so voranzuschreiten, wie sie es eigentlich könnten. Und sie bestraft sie mit doppelter Langeweile, wenn sie das trotzdem auch nur halbwegs schaffen, sei es auf eigene Faust oder dank elterlicher Unterstützung.

Quelle: http://www.finland.de/dfgnrw/dfg043a-pisa11.htm

Hamburg

Montag, 19. Juli 2010

Ich gebe - falls das überhaupt noch nötig ist - ganz offen zu, daß mich der Ausgang des Volksentscheids in Hamburg mit Genugtuung erfüllt. Die Reaktionen der Linksgerichteten zeigt mir hingegen nur eins: Sie haben nicht mal ansatzweise kapiert, warum die Eltern so entschieden haben, wie sie entschieden haben. Gut, ein Teil wird einfach froh gewesen sein, dem Senat eins auszuwischen, unabhängig von den Inhalten des Volksentscheids. Der größte Teil jedoch dürfte aufgrund eigener Erfahrungen mit seinen eigenen Kindern und aus seiner eigenen Kindheit gehandelt und abgestimmt haben. Eine Entscheidung gegen längeres gemeinsames Lernen ist in erster Linie die Entscheidung für das eigene Kind, nicht gegen die anderen. Den Eltern jedoch umgehend die niedrigstmöglichen Beweggründe inklusive Rassismus und asozialem Denken vorzuwerfen, wird den Graben auf dem Bildungssektor nur noch weiter vertiefen. Stattdessen wäre es angebracht, sich auch mit den Sorgen und Wünschen dieser Eltern mal gründlicher zu befassen und sie ernst zu nehmen, statt sie mit sozialromantisch eingefärbten Ideologien beiseite zu wischen und zu verurteilen.

Ich kann die Gedankengänge der Hamburger Eltern gut verstehen. Sie mach(t)en sich Sorgen, daß die leistungswilligen und -fähigen Kinder als Hilfslehrer mißbraucht worden wären (Modebegriff “soziales Lernen” - und das dann auch noch zwei Jahre länger als bisher). Daß sie mit den Schwächeren Stoff hätten durchkauen müssen, den sie selbst längst beherrschen. Und somit daran gehindert worden wären, sich selbst etwas Neues nach ihren eigenen Fähigkeiten zu erarbeiten. Sie machen sich Sorgen, daß auf dem Rücken ihrer Kinder Grabenkämpfe der Bildungs- und Sozialpolitik ausgetragen werden, deren Konsequenzen noch gar nicht absehbar sind. Sie machen sich Sorgen, daß der gesunde Menschenverstand ignoriert wird, der einem sagt, daß eine Kette immer nur so stark ist wie ihr schwächstes Glied. Spielt jemand von den Grünen oder gar der SPD ”Das Schwarze Auge”? Wie lautet dort die Regel für die Reisegeschwindigkeit einer Gruppe? Die Gruppe kann immer nur so schnell voran kommen, wie ihr langsamstes Mitglied. Warum wohl? Aha.

Das hat auch nichts mit Rücksichtslosigkeit zu tun. Rücksichtslos wäre, wenn die besseren Schüler absichtlich den Unterricht stören, damit die schwächeren noch weniger mitbekommen. Es ist nur dummerweise meist genau umgekehrt. Rücksichtslos wäre es aber auch, wenn ein System umgesetzt würde, welches den Leistungsfähigeren real existierende Chancen nimmt, nur um anderen eine Chance zu geben, deren Existenz noch gar nicht erwiesen ist. Noch dazu, obwohl es auch anders ginge - wenn man denn wollte. Aber das würde ja Geld kosten.

Besitzstandswahrung? Ja, natürlich. Oder läßt irgendeiner der geneigten Leser dieses Blogs sperrangelweit seine Haustür offen stehen, wenn er morgens zur Arbeit fährt, und gibt seinen Hausrat zur Selbstbedienung frei? Nicht? Wie asozial, elitär und ungerecht, wo doch so viele Leute nur so wenig besitzen! </ironie>

Ja, ich kann die Sorgen dieser ach so elitären, asozialen, egoistischen, faschistischen, rechtsradikalen, rassistischen (habe ich was vergessen? War keine Absicht, man verliert nur so leicht den Überblick, bei dieser bewundernswerten Vielfalt der Vorwürfe) Eltern verstehen. Denn ich bin eins der Kinder, die die Berechtigung dieser Sorgen am eigenen Leib erlebt haben. Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß die Sache mit dem längeren gemeinsamen Lernen für die (geistig) stärkeren Schüler in vielerlei Hinsicht eine Qual sein kann. Ich persönlich war bei einer ganzen Reihe von Mitschülern froh, daß ich ihnen und ihren Fäusten und Füßen nach vier Jahren nicht mehr begegnen mußte und endlich!!! einen völlig anderen Schulweg hatte als sie. Noch zwei Jahre mehr und ich weiß nicht, ob ich nicht doch an der Grundschule zerbrochen wäre. Diese Schüler - die schlechtesten der Klasse - wollten schon von der ersten Klasse an weder von mir noch von den Lehrern etwas lernen. Für sie war meine Leistung und mein Leistungwille nur ein rotes Tuch, das ihnen ihre eigenen Schwächen vor Augen führte. Im Leben würde ich nicht riskieren, meine eigenen Kinder Derartigem auszusetzen!

Wer jetzt meint, das sei die Schuld der unfähigen Lehrer, der irrt sich. Wir hatten mehrere Fach- und einen Klassenlehrer (Helmut Wittig - ein großartiger Mensch und Pädagoge!), die sich damals (1975-1979) schon sehr viel Mühe gaben, selbst den Schwächsten geduldig alles wieder und wieder zu erklären. Gleichzeitig waren sie bemüht, meine Langeweile durch Sonderaufgaben abzufangen. Wir waren übrigens seinerzeit alle(!) noch Schüler ohne Migrationshintergrund. Es ist also nicht am Lehrer gescheitert. Auch nicht am Schulsystem und erst recht nicht an den bösen angeblichen Rassisten, sondern schlicht daran, daß eine ganze Reihe von Schülern schon von Anfang an im Elternhaus vermittelt bekommt, daß Leistungswille nichts Erstrebenswertes ist und die Guten im Grunde die Bösen, zumindest aber die Dümmeren sind. Bei genauerer Betrachtung also genau die selbe Einstellung, die die Linksgerichteten gegen das sog. Bildungsbürgertum hegen. Ich gehe daher so weit zu behaupten, daß diese Einstellung durch viele Reaktionen auf die Abstimmung von gestern noch verschärft wird. Warum sollten schwache Schüler von guten lernen wollen, wenn sie mitbekommen, daß Ehrgeiz und Wissenshunger als asoziales, elitäres Strebertum abgestempelt werden?

Bleibt nur zu hoffen, daß die neue Regierung in NRW die Zeichen der Zeit noch rechtzeitig erkennt. Denn auch wenn ich ihr höchstens zweieinhalb Jahre gebe, ist der Schaden, der in dieser Zeitspanne auf dem Bildungssektor angerichtet werden kann, enorm. Hamburg hat’s gerade noch rechtzeitig verhindert. Hier bin ich leider etwas weniger optimistisch.

Liebe SPD und liebe Grüne:

Sonntag, 18. Juli 2010

Hamburg ist überall. Auch in NRW.

http://blog.zeit.de/schulblog/2010/07/18/hamburger-schulreform-primarschule-gescheitert-vernunft-hat-gesiegt/

Es gibt tatsächlich Unternehmen…

Freitag, 16. Juli 2010

... die ihren Mitarbeitern nach Massenentlassungen im Jahrestakt, Lohnkürzungen, Bonusstreichung, Vergünstigungsstreichung, Schulungsstreichung, Dienstreiseverbot und derlei mehr an den Kopf werfen, sie sollen doch gefälligst mit dem Gejammer aufhören. Der Vorstandsvorsitzende wolle das nicht mehr hören.

Es gibt Unternehmen, die auf massive, gehäufte Beschwerden in Mitarbeiterumfragen einen Propaganda-Newsletter mit der Information verschicken, die Mitarbeiter würden ja doch nur alles falsch verstehen.

Es gibt Unternehmen, die von der neu aufgebauten Konkurrenz behaupten, sie würde ja sowieso bald wieder pleite gehen, weil man selbst ja die größeren Aufträge habe.

Es gibt Unternehmen, die verkünden, die zu anderen Unternehmen abgewanderten Kollegen seien kein Verlust für die Firma und würden ja eh bald wieder arbeitslos.

Es gibt Unternehmen, die den verbliebenen Mitarbeitern wörtlich freistellen, doch einfach zu gehen, wenn ihnen etwas nicht paßt.

Das sind dann die Unternehmen, denen Bildschirm und Tastatur um die Ohren fliegen sollten, sobald sie es wagen, die Wörter “Ethics” und “Loyalty” damit zu schreiben.

Nur noch 6 Wochen


Dann gibt’s wieder Lebkuchen, Dominosteine, Spekulatius…

Freut Ihr Euch schon? ^^

Manche Dinge sollten einfach nicht passieren

Sonntag, 11. Juli 2010

Carola ist eine der ersten Bloggerinnen, die mir vor mehr als zehn Jahren im Web (und inzwischen auch schon mehrfach im Real Life) begegnet sind. Sie wohnte bis vor ca. 3(?) Jahren in einem kleinen gemieteten Häuschen in Düsseldorf und kaufte dann mit ihrem Mann eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Seitdem wurde ihr Kind geboren und gleichzeitig hatten die beiden es fast geschafft, aus ihrem neuen Domizil mit viel Hirnschmalz, handfester Arbeit, Zeit, Liebe zum Detail und nicht zuletzt Geld eine einzigartige Bleibe zu machen. Noch nie ist mir jemand untergekommen, der so viel Liebe in die Gestaltung einer Wohnung gesteckt hat und trotz all dieser Arbeit und noch obendrein einem Kleinkind so viel Zeit und immer ein offenes Ohr für andere hat.

Die fast fertige Wohnung von Carola und ihrem Mann ist am Donnerstag letzter Woche bei einem Brand zerstört worden. Die beiden kamen mit ihrer Tochter noch im letzten Moment raus. Alles, wofür sie jahrelang gespart und gearbeitet hatten, ist mit einem Schlag kaputt. Als ich las, daß diesen dreien so etwas Fürchterliches widerfahren ist, war ich völlig fassungslos.

Eine Übergangswohnung für Carola, Oliver und ihre Tochter ist seit gestern zum Glück gefunden, aber der finanzielle Schaden ist immens. Die Brandursache ist nicht klar; ein technischer Defekt war es wohl nicht. Das Feuer brach im Dachstuhl aus, und somit ist eigenes Verschulden der Familie ziemlich ausgeschlossen. Dennoch zickt, wenn ich das in Carolas Kommentaren richtig verstanden habe, bereits jetzt die Versicherung.

EDIT (aus den Kommentaren übernommen):
Die Spendenwebsite für Carola mit Spendenkonto ist jetzt online:

http://abgebrannt-wir-helfen.de

Bitte sagt es weiter!! Auf der Site sind auch Buttons zum ins Blog Einbinden. (Spendenkonto hat den Vorteil, dass es als Schenkung läuft und damit steuerlich günstiger für Carola + Familie ist.)

PS: Zwei Drei weitere Blogger haben inzwischen ebenfalls hierüber geschrieben. Auch das ist eine Hilfe, selbst wenn Ihr selber momentan vielleicht finanziell etwas klamm seid. Vielen Dank!

RSS die 2.


Offenbar muß man die Master-Weblog-Variable im Feed für jeden Parameter neu definieren, damit manche Reader tatsächlich alle Blogeinträge ins korrekte Blog verlinken. Google-Reader oder Netvibes zum Beispiel. Aber auch die haben es jetzt endlich kapiert, wie meine Testaccounts mir zeigen.

Bei Bloglines bin ich mir nicht sicher; keine Ahnung, wie man den Feed dort aktualisiert bzw. wann er sich von alleine auf den neuesten Stand bringt. Generell scheint gerade dieser Reader aber Änderungen am Feed nur für die Blogeinträge zu berücksichtigen, die nach der Feedänderung geschrieben wurden. Erkennbar ist das für mich daran, daß ich vor einiger Zeit mal den Zusatz “Neu im Blog” aus dem Feed geworfen habe. Alle Einträge, die älter sind als diese Änderung, haben jenen Zusatz bei Bloglines aber noch immer im Header stehen. Nicht jedoch in Klipfolio, IE, Firefox, Google oder Netvibes. Das ist nun allerdings wirklich nicht mehr mein Problem.

Edit: Bloglines funktioniert aber zumindest insofern, als man unten im Eintrag “Link” anklicken kann, statt der Überschrift. Dann landet man auch im richtigen Blog.

RSS- oder Feedreaderproblem?

Samstag, 03. Juli 2010

Vor einigen Tagen fiel mir auf, daß mein RSS-Feed die Zuordnung der Einträge zu den einzelnen Blogs nicht korrekt durchgeführt hat. Alle Einträge des neuen Näh-Blogs wurden so verlinkt, als seien sie Bestandteil des Hauptblogs. Wer draufklickte, landete also im falschen Blog. Somit waren die Einträge zwar lesbar, aber es funktionierten dann zum Beispiel die “Weiter"- und Zurücklinks auf die anderen Beiträge nicht, das Layout paßte nicht so ganz zum Eintrag, etc.

Eigentlich habe ich das inzwischen korrigiert, und wenn ich mir meinen RSS-Feed anschaue, so scheint auch alles in Ordnung zu sein. Die Aquarien-Beiträge werden der Bouillabaisse, die Kindereinträge dem Kinderzimmer und die Näh-Einträge dem FeinStoff zugeordnet. Dennoch sehe ich Besucher in meiner Sitestatistik, die ganz offensichtlich immer noch den falschen Link geliefert bekommen.

Ich frage mich, warum? Müssen die den Feed alle aus dem Reader schmeißen und neu abonnieren?

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