Manche Dinge sollten einfach nicht passieren
Sonntag, 11. Juli 2010
Carola ist eine der ersten Bloggerinnen, die mir vor mehr als zehn Jahren im Web (und inzwischen auch schon mehrfach im Real Life) begegnet sind. Sie wohnte bis vor ca. 3(?) Jahren in einem kleinen gemieteten Häuschen in Düsseldorf und kaufte dann mit ihrem Mann eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Seitdem wurde ihr Kind geboren und gleichzeitig hatten die beiden es fast geschafft, aus ihrem neuen Domizil mit viel Hirnschmalz, handfester Arbeit, Zeit, Liebe zum Detail und nicht zuletzt Geld eine einzigartige Bleibe zu machen. Noch nie ist mir jemand untergekommen, der so viel Liebe in die Gestaltung einer Wohnung gesteckt hat und trotz all dieser Arbeit und noch obendrein einem Kleinkind so viel Zeit und immer ein offenes Ohr für andere hat.
Die fast fertige Wohnung von Carola und ihrem Mann ist am Donnerstag letzter Woche bei einem Brand zerstört worden. Die beiden kamen mit ihrer Tochter noch im letzten Moment raus. Alles, wofür sie jahrelang gespart und gearbeitet hatten, ist mit einem Schlag kaputt. Als ich las, daß diesen dreien so etwas Fürchterliches widerfahren ist, war ich völlig fassungslos.
Eine Übergangswohnung für Carola, Oliver und ihre Tochter ist seit gestern zum Glück gefunden, aber der finanzielle Schaden ist immens. Die Brandursache ist nicht klar; ein technischer Defekt war es wohl nicht. Das Feuer brach im Dachstuhl aus, und somit ist eigenes Verschulden der Familie ziemlich ausgeschlossen. Dennoch zickt, wenn ich das in Carolas Kommentaren richtig verstanden habe, bereits jetzt die Versicherung.
EDIT (aus den Kommentaren übernommen):
Die Spendenwebsite für Carola mit Spendenkonto ist jetzt online:
http://abgebrannt-wir-helfen.de
Bitte sagt es weiter!! Auf der Site sind auch Buttons zum ins Blog Einbinden. (Spendenkonto hat den Vorteil, dass es als Schenkung läuft und damit steuerlich günstiger für Carola + Familie ist.)
PS: Zwei Drei weitere Blogger haben inzwischen ebenfalls hierüber geschrieben. Auch das ist eine Hilfe, selbst wenn Ihr selber momentan vielleicht finanziell etwas klamm seid. Vielen Dank!
RSS die 2.
Offenbar muß man die Master-Weblog-Variable im Feed für jeden Parameter neu definieren, damit manche Reader tatsächlich alle Blogeinträge ins korrekte Blog verlinken. Google-Reader oder Netvibes zum Beispiel. Aber auch die haben es jetzt endlich kapiert, wie meine Testaccounts mir zeigen.
Bei Bloglines bin ich mir nicht sicher; keine Ahnung, wie man den Feed dort aktualisiert bzw. wann er sich von alleine auf den neuesten Stand bringt. Generell scheint gerade dieser Reader aber Änderungen am Feed nur für die Blogeinträge zu berücksichtigen, die nach der Feedänderung geschrieben wurden. Erkennbar ist das für mich daran, daß ich vor einiger Zeit mal den Zusatz “Neu im Blog” aus dem Feed geworfen habe. Alle Einträge, die älter sind als diese Änderung, haben jenen Zusatz bei Bloglines aber noch immer im Header stehen. Nicht jedoch in Klipfolio, IE, Firefox, Google oder Netvibes. Das ist nun allerdings wirklich nicht mehr mein Problem.
Edit: Bloglines funktioniert aber zumindest insofern, als man unten im Eintrag “Link” anklicken kann, statt der Überschrift. Dann landet man auch im richtigen Blog.
RSS- oder Feedreaderproblem?
Samstag, 03. Juli 2010
Vor einigen Tagen fiel mir auf, daß mein RSS-Feed die Zuordnung der Einträge zu den einzelnen Blogs nicht korrekt durchgeführt hat. Alle Einträge des neuen Näh-Blogs wurden so verlinkt, als seien sie Bestandteil des Hauptblogs. Wer draufklickte, landete also im falschen Blog. Somit waren die Einträge zwar lesbar, aber es funktionierten dann zum Beispiel die “Weiter"- und Zurücklinks auf die anderen Beiträge nicht, das Layout paßte nicht so ganz zum Eintrag, etc.
Eigentlich habe ich das inzwischen korrigiert, und wenn ich mir meinen RSS-Feed anschaue, so scheint auch alles in Ordnung zu sein. Die Aquarien-Beiträge werden der Bouillabaisse, die Kindereinträge dem Kinderzimmer und die Näh-Einträge dem FeinStoff zugeordnet. Dennoch sehe ich Besucher in meiner Sitestatistik, die ganz offensichtlich immer noch den falschen Link geliefert bekommen.
Ich frage mich, warum? Müssen die den Feed alle aus dem Reader schmeißen und neu abonnieren?
Ich werd’s ja nie kapieren.
Freitag, 02. Juli 2010
Wie man sich bei 37°C im Schatten zum Public Viewing begeben und >2 Stunden lang in der noch viel heißeren prallen Sonne herumstehen kann, um ausgerechnet ein Fußballspiel zu sehen. (Das man sich ja übrigens auch in Ruhe oder im Rahmen einer kleinen Grillparty zu Hause im kühlen Wohnzimmer anschauen könnte.) Da muß man doch mit dem Klammerbeutel gepudert sein!
Letzte Woche sind hier in Dortmund über 50 Leute mit einem Hitzekollaps zusammengebrochen, weil sie nicht genug getrunken hatten. Und das wiederum war den Veranstaltern geschuldet, die keinerlei Sonnenschutz aufgestellt haben, jeden Besucher erst nach einer Leibesvisitation und Kontrolle sämtlicher Taschen und Tüten auf (oder auch nur über!) den Platz lassen, das Mitbringen von eigenen Getränken nicht gestatten und dann absolute Wucherpreise für ihr eigenes Zeug verlangen. Das alleine wäre für mich schon Grund genug, solche Veranstaltungen zu meiden wie die Pest.
Daß nun am morgigen Tag gratis Mineralwasser zur Verfügung gestellt wird, ist ja wohl das Mindeste, das man verlangen kann. Eine Frechheit finde ich jedoch, das wie in dem Artikel so darzustellen, als sei diese Maßnahme ein weiß Gott wie großes Entgegenkommen gegenüber den Besuchern - und dann auch noch die Chuzpe zu haben, an deren Eigenverantwortung zu appellieren, während den Zuschauern jede noch so kleine eigene Getränkepackung am Eingang weggenommen wird. Ein Konzert hier in Dortmund wurde wegen der Hitze konsequenterweise abgesagt, weil man den Besuchern nicht genug Schatten spenden kann. Aber den Reibach beim Public Viewing will man sich nur ja nicht entgehen lassen, oder wie?
Generell bin ich froh, wenn dieser ganze Mist vorbei ist. Momentan muß man Umwege von einem halben Kilometer und mehr in Kauf nehmen, um vom Parkhaus in bestimmte Geschäfte zu gelangen. Weil man selbst mit einer Mini-Nagelfeile in der Handtasche noch als potentieller Meuchelmörder abgestempelt und nicht über den Platz gelassen wird. Hallo??? Geht’s noch??? Bei der Hitze und mit zwei kleinen Kindern im Schlepptau ist das alles andere als witzig! Mal ganz ehrlich: Wegen so einem Sch… vier Wochen lang sämtliche Passanten der Innenstadt zu tyrannisieren - ob sie nun an Fußball interessiert sind oder nicht - ist völlig unverhältnismäßig und eine absolute Unverschämtheit. Veranstaltet euren Quatsch doch auf ‘ner Industriebrache, verdammich, davon haben wir ja weiß Gott genug!
“Die entfremdete Republik”
Montag, 28. Juni 2010
Seit einigen Jahren zitiere und verweise ich nur noch selten auf den ”Spiegel”. Die Artikel der Onlineausgabe sind zunehmend populistisch geworden und zu schlampig in die Tastatur gehämmert: Logik-, Rechtschreib- und Grammatikfehler sind Legion geworden.
Um so erfrischender und vor allen Dingen inhaltlich genau treffend finde ich diese Ausnahme.
MSK-Petition vorerst abgelehnt
Die Petition wird vom Ausschuß und den sog. Sachverständigen nicht befürwortet. Mit der Begründung - kurz gefaßt -, daß Heilpraktiker ja ohnehin gesetzlich verpflichtet seien, an einen Arzt weiterzuüberweisen, wenn sie an ihre Grenzen stoßen.
Es scheint nicht angekommen zu sein, daß genau da der Hase im Pfeffer liegt. Daß manche Kinder selbst dann noch mit Glaubuli vollgestopft werden wenn sie bei einer Mittelohrentzündung vor Schmerzen wimmern, ihnen schon der Eiter aus den Ohren quillt und so mancher Heilpraktiker dies den Eltern gütig lächelnd als heilsame Erstverschlimmerung verkauft. Weil er seinen eigenen Mißerfolg entweder tatsächlich nicht registriert oder sich schlicht nicht eingestehen will, daß seine Methoden nutzlos sind.
Ich überlege, ob ich die 6-Wochen-Frist nutze, gegen den bisherigen Bescheid Einspruch zu erheben.
“FeinStoff” - ein Nähblog
Sonntag, 27. Juni 2010
Wie bereits in einem Nachtrag angekündigt, erhalten die Näh-Einträge hiermit ein eigenes Blog:
Die bisherigen Einträge habe ich samt der Kommentare ebenfalls dorthin verschoben. Neue Näh-Einträge erscheinen zwar nur noch “drüben”, werden aber auch hier in den RSS-Feed aufgenommen.
Taschengeld
Samstag, 26. Juni 2010
Da Saskia immer mehr Spaß an den Grundrechenarten findet und auch meistens korrekt rechnet, haben wir heute auf Marcs Anregung hin beschlossen, unserer Tochter ab sofort pro Woche 2,50 Euro Taschengeld zu geben.
Wie sich das für ein wohlhabendes *g* Kind gehört, hat sie nun natürlich auch ein nagelneues Portemonnaie, gerade eben genäht nach einem Schnittmuster frei aus dem Lameng.
Material: Baumwollcord mit einem Reststreifen eines geblümten Kinderwagenbettbezuges. Gefüttert ist das Portemonnaie mit elfenbeinfarbenem, festem Baumwollstoff. Der Reißverschluß stammt von einem alten Sofakissenbezug.
Neu gelernt: Reißverschlüsse einnähen. Bei einem Projekt von gerade mal Handtellergröße eine ziemliche Friemelarbeit, muß ich sagen. ^^
Nachtrag: Nachdem die Bloggerin von ”Feines Stöffchen” mir auf Anfrage mitteilte, daß sie kein Problem mit meiner Namenswahl hat, ist nun auch ein Namensband für meine “Kreationen” entstanden:
Und damit die Stammleser hier nicht mehr von völlig unerwartetem Handarbeitscontent verwirrt und vergrault werden, wird es demnächst auch ein entsprechendes Näh-Blog geben. Analog zum Kinderzimmer und dem Aquarium. Aber heute nicht mehr.
Von Blog zu Blog…
Mittwoch, 23. Juni 2010
... ein Gruß ins schöne Münsterland!
Der Nachmittag mit Euch war klasse! (Und der Stoff- und Schnittmustertausch natürlich auch.
)
Erkenntnis des Tages: ”Man kann nie genug Stoffe haben und hat immer zu wenig Geld.” *g*
Liebe Frau Kraft,
Donnerstag, 17. Juni 2010
langsam kann ich Ihr Gefasel nicht mehr hören, daß die CDU angeblich abgewählt worden sei, am 9. Mai in NRW. Ich weiß aber ganz sicher eins: Die SPD ist jedenfalls nicht gewählt worden. Herzlichen Glückwunsch und willkommen in der Realität. Darf ich Sie ein wenig herumführen?
Darf ich Sie kurz daran erinnern, daß immer noch das absolute Wahlergebnis zählt, und nicht die Differenz zum Ergebnis der Wahl davor? Wenn ich richtig informiert bin, haben Sie und die CDU zwar gleich viele Sitze, aber die CDU hat immer noch ein paar Stimmen mehr bekommen als Sie. Was ganz konkret bedeutet: Es wollen trotz allem immer noch mehr Menschen von der CDU regiert werden als von Ihnen. Das Wahlergebnis insgesamt könnte man entweder so auslegen, daß die Bürger eine große Koalition begrüßen würden. Oder auch dahingehend, daß sie nicht wissen, ob sie den Regen oder die Traufe wählen sollen, weil sie eigentlich niemandem mehr eine effiziente Regierung zutrauen. Aber wohl immer noch eher der CDU als Ihnen. Ist das noch immer nicht durchgedrungen?
Sie jedenfalls kommen mir mit ihren Leuten derzeit vor wie ein Kind, das bei Räuber und Gendarm wider seinen Willen in der Räubertruppe gelandet ist und nun mangels Verbündeter droht, den anderen die Spielzeugpistolen kaputtzumachen. (”Aus der Opposition heraus regieren” - ah ja. Ich persönlich bin eher geneigt, das frei von der Leber weg als organisierte Quertreiberei zu bezeichnen.) Die Option, die Gruppen nochmal neu aufteilen zu lassen - sprich: Neuwahlen -, lehnen Sie auch ab. Sonst müßten Sie ja evtl. der Tatsache ins Auge sehen, daß man Sie nach dieser Trotz- und Bockaktion wieder nicht unter den Gendarmen haben will. Kein Wunder. Nach dem Koalitions- bzw. Nichtkoalitions-Heckmeck, das Sie mit den anderen Parteien veranstaltet haben, ist es wohl mehr als wahrscheinlich, daß Sie im nächsten Durchgang noch weniger Stimmen bekämen.
Könnten Sie sich bitte im Interesse der Bürger wenigstens kurz mal darauf besinnen, wer von wem und vor allem zu welchem Zweck überhaupt gewählt wurde? Für Kindergartenspielchen sicherlich nicht. Für uns Bürger wären Neuwahlen mittlerweile jedenfalls die fairste und effizienteste Lösung. Aber Sie geben ja lieber den Kohl und sitzen einfach alles aus. Na das nenne ich doch mal Engagement fürs Volk!
Mit freundlichen Grüßen,
Eine definitiv Ex-SPDwählerin
PS: Ist es Zufall, daß die Suche nach den Begriffen “Volksnähe” oder auch nur “Basisnähe” auf dem Server der SPD keine Treffer liefert? Ich mein’ ja nur… ^^
Melissen-Pesto
Samstag, 05. Juni 2010
Schon bei unserem Einzug hier vor gut zwei Jahren fiel uns ein dickes Büschel Zitronenmelisse auf, die am Gartenhaus wuchs. Bisher blieb diese Pflanze bis auf wenige Blättchen ungenutzt, aber dieses Jahr kam derart viel von dem Zeug aus dem Beet, daß ich mich nach einem Rezept umsah und auch schnell fündig wurde.
Nach der Ernte hatte ich ca. 200 g Zitronenmelissenblätter,
die dann gewaschen und mit ca. 200 ml Olivenöl, 200 g Parmesankäse, Pinienkernen nach Gutdünken, etwas Salz, etwas Zucker und drei schön reifen Erdbeeren zu einem Pesto püriert wurden.
Obenauf kam zum Abschluß noch etwas Öl, und demnächst kommt das Pesto zur Verfeinerung an Saucen, Salate und Fischgerichte.
Das Pesto schmeckt erstaunlicherweise nicht so intensiv nach Zitrone wie die Pflanze bei der Ernte noch duftet. Es hat vorrangig einen leicht herben Geschmack, zu dem der Parmesankäse prima paßt. Die Pinienkerne und in diesem Fall die zusätzlichen Erdbeeren runden das Ganze dann noch ab. Ich kann mir aber gut vorstellen, daß auch der in den Rezeptkommentaren empfohlene Zitronensaft darin gut schmeckt.
Vom Regen in die Traufe
Donnerstag, 03. Juni 2010
Nach Ursula von der Leyen, die mal eben nach Gutdünken die Grundrechte der Bürger beschneiden möchte, nun also Christian Wulff - ein Evangelikaler mit Missionarsambitionen, der die Besucher seiner Website so überaus zeitgemäß mit den Worten begrüßt:
”Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Internetnutzer, (...)”
Wenn das die beste Auswahl ist, die Deutschland zu bieten hat, dann gute Nacht um sechs.
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