Angelo Branduardi
Back to the future
Meine Herren, wer hätte vor 20 Jahren gedacht, daß die USA einmal so viel mit der damaligen Sovietunion gemeinsam haben könnten und sich der selben Methoden bedienen würden. Der gute alte George (Santayana, nicht Bush…) hatte schon recht: “Those who forget the past will be forced to relive it.”
Ein Sack Reis in China
Der alte Mann spielt in der Tat keine große Rolle mehr in Deutschland. Vor einer Weile lief eine große, deutschlandweite Umfrage, deren Ergebnis hier zu finden ist. Die Antworten zum Thema Kirche waren jedenfalls sehr bezeichnend—diese Institution rutscht hierzulande wirklich langsam in die Bedeutungslosigkeit ab (S. 23 ff.). Ich müßte lügen, wenn ich behaupten wollte, daß mich das wundert.
Ehrlich gesagt hat mich die gestrige Verkündung des Papstes weder überrascht noch geschockt. Consider the source, dachte ich mir nur… Ob der Papst etwas daherschwafelt oder ob in China ein Sack Reis umfällt, kommt für mich schon lange auf eins raus.
Bedenklich ist die Sache vielleicht in den Ländern, wo Papst und Kirche noch eine größere Rolle spielen. Allerdings ist davon auszugehen, daß dort ohnehin schon keine große Toleranz gegenüber gleichgeschlechtlichen Partnerschaften herrscht.
Möhrensuppe
500g Möhren
1 EL Sesamöl
1 EL Sonnenblumenöl
1 Tasse Sesamkörner
1 Töpfchen Crème Fraîche mit Knoblauch und Kräutern (125 g)
3 TL Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
1 gehäufter Eßlöffel eingelegter “Sushi-Ingwer”
Etwas Koriander
1 Bund Petersilie (gehackt)
Die Möhren schrubben und in kleine Würfel schneiden. Im Sesam- und Sonnenblumenöl andünsten, dann mit 0,75 l Wasser ablöschen. Brühwürfel dazu und 15 Minuten kochen lassen. Anschließend den Ingwer hinzugeben und alles pürieren. (Dabei dürfen ruhig noch kleine Möhrenstückchen übrigbleiben.) Crème Fraîche hinzufügen, gehackte Petersilie einstreuen, Sesam in wenig Öl leicht rösten, ebenfalls unterrühren. Mit Koriander, Salz und viel Pfeffer abschmecken—fertig. Guten Appetit!
“Komm ins Abenteuerland…
... der Eintritt kostet den Verstand”
Das stimmt vermutlich. *g* Aber jedenfalls kostet er mich und Marc in diesem Fall kein Geld: 16. November, Westfalenhalle, “Pur”-Konzert mit Backstage-Paß sowie anschließender Party. Courtesy of my employer, für die Mitarbeit an einem ganz bestimmten Projekt. Warum ausgerechnet Pur? Naja, wer kennt sie nicht, die Werbespots…?
Ein Mensch
Ein Mensch hört staunend und empört,
dass er, als Unmensch, alle stört.
Er nämlich bildet selbst sich ein,
Der angenehmste Mensch zu sein.
Ein Beispiel macht Euch solches klar:
Der Schnarcher selbst schläft wunderbar.
.....
Ein Mensch, vom Alltag schier bezwungen,
Hat sich zur Freiheit durchgerungen
Und gibt sich heilig das Versprechen,
Wohin er will, jetzt aufzubrechen.
Er sitzt noch heut zuhause still:
Er weiß ja nicht, wohin er will !
.....
(Eugen Roth)
So ein Zirkus! ;-)
Roncalli war klasse! Vor allem gefällt mir dort, daß außer Pferden keine Tiere auftreten (uups, OK, ein Kaninchen war noch da…), sondern der Rest aus Artistik und Komik besteht. Eingesperrte und dressierte Wildtiere sind nämlich absolut nicht mein Ding.
Die Clowns-Nummern waren der Brüller! Für eine Nummer haben sie sogar Marc in die Manege gezogen. Er mußte an einem Tisch Platz nehmen, bekam eine bettlakengroße Serviette umgebunden, einen wagenradgroßen Teller, ein eimergroßes Glas und eine armlange Gabel verpaßt. Ob er Durst habe? Marc verneinte. Darauf der Clown: “Doch, Sie haben Durst! Sonst funktioniert die ganze Nummer nicht!” *ggg*
Der “Kellner-Clown” schüttete also in das Glas frisch und munter eine komplette Flasche Rotwein und warf die Glasflasche gleich noch hinterher. Wie eine Flaschenpost im Eimer sah das aus! *LOL* Dann wollte einer der Clowns sich mit Marc anlegen (als Teil der Nummer natürlich), ergriff aber schleunigst die Flucht, als Marc aufstand und ihn um eineinhalb Köpfe überragte bzw. doppelt so breit war.
Zum guten Schluß wurden Marc und ich noch zum Abschiedswalzer in die Manege gebeten. Ich erwischte den geflüchteten Clown, Marc eine der Artistinnen. Und beide hatten wir einen Heidenspaß gestern abend.
Weinprobe
War schön gestern, bei der Frau von Marcs Kollegen! Sie hat 3 Weiß- und 4 Rotweine ausgesucht, um sie uns vorzustellen. Darunter eine köstliche Spätlese, die wir für unser Hochzeitsmenü ins Auge gefaßt haben. Falls wir nicht doch noch etwas finden, das noch besser zum Dessert paßt. Und falls bis Dezember noch ein paar Flaschen übrig sind. *g*
Jetzt wird noch ein bißchen gelesen und ferngesehen, und heute abend geht’s dann auf zu Roncalli. King Micky meinte gestern am Telefon zu mir, Roncalli stünde für Ron Call I => I Call Ron—also für Scientology-Zugehörigkeit. Ich weiß nicht… Man kann die Dinge auch überinterpretieren.
Geschmacklos
Aber von der bornierten, selbstgerechten Geschmacklosigkeit dieser Aktion einmal abgesehen: Hat Bush eigentlich Kinder? Mir war doch so? Nicht, daß ich an sein Vatergefühl appellieren wollte. Es sind vielmehr die Leibwächter der Familie, die jetzt lieber auf Zack bleiben sollten… Von den US-Soldaten im Irak mal ganz abgesehen.
Es scheint den USA wohl nicht ganz klar zu sein, daß sie weit davon entfernt sind, durch eine öffentliche Leichenausstellung—ausgerechnet in einem muslimischen Land—von weiteren Anschlägen gegen die Besatzer abzuschrecken. Ganz im Gegenteil. Da kommt noch was nach, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Was für ein Haufen Idioten!
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