Stoffmarktbesuch

Dienstag, 07. September 2010

Der Besuch des Oberhausener Stoffmarktes am Samstag war nicht nur stofftechnisch erfolgreich und mit Ruth außerdem wie immer lustig, sondern auch ein Lehrbeispiel dessen, was mit Kindern so alles schiefgehen kann. *g*

Logisch, daß es Tobias und Saskia von vornherein langweilig war. Einkaufen mit den Großen - wie öde. ;o) Zwar gab es hier und da hübsche Dinge zu entdecken, die auch das Interesse der Kinder weckten, aber im großen und ganzen zählten nur der in Aussicht gestellte Spielplatz sowie alles Eßbare.

So fing der Besuch denn auch erstmal mit dem Kauf von zwei Bratwürstchen an. Was die Würstchenverkäufer dazu bewogen hat, meinen Kindern noch während des Bezahlvorgangs je einen Keks in die Hand zu drücken und ihnen - von mir nur am Rande wahrgenommen - anschließend eine Schüssel mit diversem Süßkram vor die Nase zu stellen, entzieht sich meiner Kenntnis. Es sollte sich jedoch herausstellen, daß genau diese Aktion ausschlaggebend für den Verlauf des Nachmittags werden würde. Denn nachdem die Bratwurst vertilgt war, beobachtete ich plötzlich aus dem Augenwinkel, wie Saskia etwas verschlang, das nach einem gefüllten Schokoladenei aussah und vorher in blaues Stanniolpapier eingewickelt gewesen war. Sie hatte es wohl ohne mich zu fragen aus der Süßkramschüssel am Bratwurststand mitgehen lassen und ebenso heimlich zu vertilgen versucht.

Nun war der Brocken aber wohl etwas zu groß für den Mund meiner Tochter - und diese fing daraufhin mit vollem Mund prompt an zu weinen. “Nun gut”, dachte ich mir nicht ohne Unmut, “das hat sie sich selber eingebrockt, also soll sie es auch selber auslöffeln.” Saskia bekam also Anweisung, das Schoko-Ei bitte manierlich zu kauen und runterzuschlucken. Anschließend bekam sie ihre Sigg-Flasche mit Wasser zum Nachspülen. Und heulte immer noch. Und heulte, und heulte. Und spuckte immer wieder auf den Boden. Und heulte weiter.

Nach einiger Zeit und einem Blick in Saskias Mund wurde mir klar, daß dieses Schoko-Ei mit irgendetwas gefüllt gewesen sein mußte, auf das Saskia allergisch reagierte. Zunge und Zahnfleisch waren rot und das Zahnfleisch zusätzlich geschwollen. Inzwischen klagte sie auch über Magenschmerzen. Und klagte, und klagte. Kleine Ablenkungsmanöver halfen nicht. Ein Stück trockenes Brötchen half nicht. Auch nicht der Kauf eines hübschen Gürtels, den sie sich selber aussuchen durfte. Was aber half, war wohl die spontane Entleerung des Mageninhaltes direkt vor einem der Stoffstände. ^^ Zitat: “Jetzt isses wieder gut, Mama.” Oooookayyyyyy…

Nachdem ich mir flugs in einem Blumenladen einen Eimer voll Wasser (plus Erdklumpen und Pflanzenresten *g*) besorgt und einen Großteil des Erbrochenen damit an den nächsten Baum gespült hatte (daß dann ein Wasserrinnsal wieder zum Stand zurückfloß, verschweige ich an dieser Stelle *hust*) konnte der Stoffbummel und -kauf dann doch noch erfolgreich beendet werden.

Aber eins steht fest: Der Besuch des Stoffmarktes in Dortmund am 2. Oktober findet ohne Kinder statt. Zumindest mal ohne meine. Weiß ja nicht, was Ruth so plant. *g* Obwohl ich davon ausgehe, daß meine Tochter inzwischen ein- für allemal begriffen hat, daß und warum sie mich fragen soll, bevor sie sich irgendwo irgendetwas zu essen nimmt. Das nennt man wohl “Schule des Lebens”. ^^

Ein Schulaufsatz, den jeder gelesen haben sollte

Mittwoch, 01. September 2010

Rhys Morgan hat eine sehr eindringliche, anschauliche und ausführliche Erläuterung verfaßt, warum sogenannte Alternative Heilmethoden problematisch und zum Teil auch gefährlich sind. Und so ganz nebenbei räumt er auch noch mit dem Mythos auf, der da lautet ”Wer heilt, hat recht”.

Was für ein Fortschritt


Die deutschen Bischöfe haben sich also geeinigt. Auf 1. keinen Opferfonds, 2. keine externen Berater und 3. Anzeige beim Staatsanwalt nur dann, wenn das Opfer zustimmt.

Na herzlichen Glückwunsch. Dann lehnen wir uns doch jetzt mal gemütlich zurück und gucken, was die Kombination von 2. und 3. so mit sich bringt an subtilem Druck, doch nur ja auf eine Anzeige zu verzichten, weil man doch sicher der Gemeinde nicht schaden möchte.

Mann, Mann, Mann…

Neues Verkehrsschild

Das unterschreibe ich sofort.

Montag, 30. August 2010

Und zwar diese Liste von Frau Brüllen. Eins zu eins, komplett.

Armer Vater. *g*


Das Wochenende bei Marc haben die Kinder für ihren ersten gemeinschaftlichem Streich genutzt: Warten, bis Vatern gemütlich auf der Toilette sitzt und dann an der Haustür klingeln, als käme unerwarteter Besuch.

Soviel zum Thema “Schwächen ausloten und ausnutzen”. Hihi!  LOL 

Sponsorenlauf

Sonntag, 29. August 2010

Ich muß ja zu meiner Schande gestehen, daß ich als bekennende Sportignorantin erst durch den neunjährigen Sohn meiner Tagesmutter das erste Mal überhaupt mit sog. “Sponsorenläufen” konfrontiert wurde. Sein Handballverein hat einen solchen veranstaltet, und ich sollte für den guten Zweck spenden. Naja, gut, der Junge ist ein sehr Netter, die Eltern auch - also habe ich einfach mal meinen Fritz-Wilhelm unter das Papier gesetzt, daß der Junge für seinen Lauf soundsoviel Euro von mir bekommt. Der Betrag kam mir allerdings recht niedrig vor, aber nun gut.

Nach der Veranstaltung bekam ich dann die Quittung für meine Dummheit: Soundsoviel Euro sollten für jede Runde bezahlt werden - nicht für den Lauf insgesamt. Und dieser Betrag wurde vom Sportverein festgelegt, nicht vom Spender! Das geht dann ja doch unter Umständen ganz schön ins Geld. Und ich frage mich ehrlich gesagt, was das soll?

Ganz davon abgesehen, daß die Kinder offenbar untereinander vergleichen, wer wieviele Sponsoren “rekrutiert” hat und mit wievielen Runden also wieviel Geld “verdient”, vergeht mir persönlich auf diese Weise die Lust aufs Spenden. Ich gehöre wahrscheinlich eher nicht zu den Ärmsten der Bevölkerung, aber auch ich muß mit meinem Geld haushalten. Da ist es für micht nicht einzusehen, warum ich für Spendenzwecke quasi einen Blankoscheck ausstellen soll.

Ich fürchte, bei der nächsten Veranstaltung dieser Art (vermutlich werden es nach Saskias Einschulung nächstes Jahr noch mehr werden), bekommt der jeweilige Kandidat von mir einen Pauschal- bzw. Höchstbetrag, dessen Höhe selbstverständlich ich festlege. Und wer das nicht in Ordnung findet, bekommt eben gar nichts.

Neuzugang in der Blogroll


Neonatalie berichtet über ihre Arbeit mit den Kleinsten im Krankenhaus.

Ferien auf dem Bauernhof

Freitag, 27. August 2010

Dieses Jahr ging es mit Saskia und Tobias auf einen Bauernhof in der Nähe von Schmallenberg im Sauerland. Mit dem Wetter hatten wir an den meisten Tagen ja leider etwas Pech, aber es gab so viel zu tun und zu sehen, daß das nun auch wieder nicht so schlimm war. Von Trampolin im Bauerngarten über Kaninchen, Tret-Trecker und Pferde bis hin zum Indoorspielplatz für den schlimmsten Regentag war alles Notwendige vorhanden, um sich die Zeit zu vertreiben. Wir durften beim Melken zusehen, ein paar Runden reiten, haben uns angeschaut, wie Butter und Buttermilch hergestellt werden und konnten die Bauersfamilie über die Besonderheiten eines Bio-Hofes ausfragen. Sehr interessant!

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Tobias hat gleich am ersten Tag sein liebstes Teil auf diesem Hof entdeckt

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Saskia war eher für die lebenden Attraktionen zu haben.

Höhepunkt war sicherlich die Geburt eines Kälbchens, der wir Gäste beiwohnen durften:
(Achtung, nicht alle Bilder sind etwas für Zartbesaitete.)

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Es geht los; die Vorderhufe des Kälbchens gucken schon hervor

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An den Beinchen wird ein Seil befestigt…

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... und bei jeder Wehe wird vorsichtig gezogen und nachgeholfen.

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Das Köpfchen ist nun auch draußen.

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Und dann ist es geschafft. Zwanzig Minuten nach dem Erscheinen der Vorderhufe ist das Kälbchen auf der Welt. Wir Gäste dürfen es taufen, und so heißt es von Stund an Susi.

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Susi wird vorsichtig gesäubert und von dem Seil befreit.

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Anschließend darf die Mutterkuh ihr Kleines endlich beschnuppern. grin

Das Web ist nur so gut wie seine User

Montag, 23. August 2010

In einem öffentlich für alle einsehbaren Forum baut eine sehr wahrscheinlich kranke Userin ganz gewaltigen Mist. So gewaltig, daß eine Handvoll der dortigen User in einem separaten, geschützten Forum entsetzt ein paar Suchmaschinen anschmeißt, einen halben Abend lang recherchiert, die Ergebnisse miteinander kombiniert und anschließend umgehend den so gefundenen Ehemann der Userin kontaktiert. Der übrigens ziemlich froh zu sein scheint, daß ihm jemand Bescheid gegeben hat, bevor die Chose noch größere Kreise zieht. Alles eine Sache von wenigen Stunden nach Feierabend.

Die Admins auf der anderen Seite ließen sich nämlich zu keiner festen Aussage hinreißen, was sie unternehmen wollen und wann das ggf. geschehen wird. Bzw. ob überhaupt. Sie recherchieren ihrerseits angeblich tagelang intensivst - und wissen die Mailadresse immer noch nicht. Stattdessen wedeln sie erbost mit dem erhobenen Zeigefinger, vertreten die Ansicht, nur sie hätten den Mann kontaktieren dürfen, um die Familie zu schützen (WTF?), und .... fordern die unartigen Gemaßregelten zur braven Herausgabe der Mailadresse auf, die zu finden sie selber offensichtlich nicht imstande sind.

Nö. Erstens prinzipiell nicht, denn das würde ich an Stelle des Mannes auch nicht wollen.
Zweitens so erst recht nicht. Wer mich anblafft wie einen Hund, der gefälligst Frauchens Schlappen wieder rausrücken soll, der muß sich eben auf ein entsprechendes Echo gefaßt machen. Da kontaktiere ich lediglich den Gewünschten mit dem Hinweis, daß eine Anfrage von der anderen Seite besteht. Was der daraus macht, ist seine Sache.

Und wenn ich wieder einmal der Ansicht sein sollte, daß jemand schnellstmöglich(!) Hilfe benötigt, dann werde ich auch zu dem Zeitpunkt sicher niemanden um Erlaubnis bitten, die Informationen verwenden zu dürfen, die ich durch Auswertung öffentlich(!) zugänglicher Daten herausfinde. Das ist eine Sache, die ich unter solchen Umständen ganz alleine vor mir selbst zu verantworten habe, und vor niemandem sonst.

Die Infos stehen noch immer für alle sichtbar im ungeschützten virtuellen Raum. Und man ist offenbar der Ansicht, auch in Zukunft lohne sich ein geschützter Bereich für brisante Themen in jenem Forum nicht. So viel zum Schutz der Familie und der User.

OK. Beim nächsten derartigen Fall knallt es dort dann eben mal richtig. Das allerdings ist dann ganz sicher nicht meine Baustelle.

Kinderbilder mal anders

Montag, 09. August 2010

Saskia und Tobias, von Tieneke gemalt

Tieneke hat Saskia und Tobias gemalt - klasse! grin
Für Saskia hat wohl das Foto aus diesem Blogeintrag Pate gestanden. Bei Tobias werden Merkmale mehrerer Fotos super vereint.

Danke, Tieneke, die Bilder sind toll geworden! grin

Muß ich wohl doch bloggen

Mittwoch, 04. August 2010

Aus gegebenem Anlaß:

Nur weil ich ein (privates!) Blog habe und hier meine Meinung äußere, muß ich nicht jeden hier reinlassen und schon gar nicht jedem X-Beliebigen eine Diskussionsplattform bieten. Ebensowenig wie ich verpflichtet bin, die Zeugen Jehovas zum Diskutieren (oder gar für ihre Gottesdienste) in mein Haus zu lassen. Wäre für mich in beiden Fällen nur Zeitverschwendung. Manche Diskussionen sind fruchtbar und willkommen. Andere sind es 100%ig absehbar nicht. Und wer glaubt, daß ich nach einer glasklaren diesbezüglichen Ansage stattdessen per Mail diskutieren werde, befindet sich ganz entschieden auf dem Holzweg. Stichwort: Papierkorb. Ungelesen.

Alltag im Urlaub


Nein, ich blogge nicht darüber, daß der Kindergarten erst 10 Tage vor seinen Ferien mit der Info rausrückte, daß diesmal keine Notbetreuung stattfinden wird. (Und auch diese Info kam erst auf Nachfrage, versteht sich.) Ich blogge auch nicht darüber, daß zwei Kindergartenkinder in einem Großraumbüro zwar erheiternd sind (Frage an den etwas älteren Kollegen: “Bist Du ein Opa?” *g*), dennoch aber dem konzentrierten Arbeiten abträglich. Und ich blogge auch nicht darüber, daß ich eigentlich längst ein paar ganz speziell dekorierte Mützen genäht haben wollte und partout nicht dazu komme bzw. dann abends einfach zu müde bin.

Der IKEA-Besuch heute war recht ergiebig, der Urlaub auf dem Bauernhof steht vor der Tür, desgleichen der Schulranzenkauf für Saskia. Und dann ist da noch die Tatsache, daß die Lütte in zwei Wochen ein Vorschulkind ist. Wäre alles einen Eintrag wert, aber…

Aber irgendwann blogge ich wieder. Was auch immer. ^^

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