De mortuis…

Saskia und Tobias wissen schon lange, daß ihre Oma nicht Opas erste Frau ist und daß ich eigentlich “aus dem Bauch einer anderen Frau” kam. Dem meiner ersten Mutter nämlich. Daß die irgendwann gestorben ist und Opa wieder geheiratet hat - die Oma nämlich -, haben sie bisher am Rande zur Kenntnis genommen; weiter interessiert hat es sie jedoch nicht.

Inzwischen mehren sich die Fragen nach der “toten Oma”. Warum ist sie gestorben? (Krebs) Wie alt war ich damals? (13) Wie war das für mich?

Die letzte dieser Fragen ist die, über die ich stolper(t)e. Ich habe meiner Mutter bis heute noch keine Träne hinterhergeweint. Ihr Tod hat Unsicherheit für mich bedeutet, aber auch eine Befreiung. Wir kamen so überhaupt gar nicht miteinander klar. Eine Mutter, die ihre eigene Einstellung zum Kind so treffend mit dem Satz zusammenfaßt: “Wenn ich noch ein anderes Kind hätte, das ordentlicher ist als du, dann hätte ich das viel lieber als dich.” - eine solche Mutter hält man sich zur eigenen emotionalen Sicherheit lieber schon als Kind vom Leib. Aber wie erklärt man das zwei Kindern von 5 und 6 Jahren, für die der Tod eines Elternteils nach eigener Aussage das Schlimmste ist, das sie sich vorstellen können?

Ich habe mich für Offenheit entschieden. Den Kindern erklärt, daß auch Eltern und Kinder sich eben nicht immer lieben und man das auch nicht erzwingen kann. Mag sein, daß es den einen oder anderen schockiert, aber ich halte das immer noch für gesünder als das übliche “Es ist doch aber schließlich die Mutter!” Das hat für mich was von emotionaler Erpressung. Als ob Mutter-Sein automatisch jede seelische Grausamkeit wieder gutmachen würde, nur weil man auch mal irgendwann die Windeln des Kindes gewechselt hat.

Oft genug hat das Umfeld auch nur die charmante, elegante Frau kennengelernt, nicht aber die erdrückende Mutter und ihr Verhalten gegenüber Abhängigen, wenn niemand dabei ist: Drohungen, Geliebtes zu zerstören, wenn das Kind nicht spurt. Erpressung mit Krokodilstränen. Schläge für Versehen. Tagelanges Schweigen als Strafe für beschädigtes Spielzeug. Strafen für nie begangene Taten. Und nie auch nur ein einziges Wort der Entschuldigung. Ich war ihr nie gut genug. Wer bekommt das schon mit? Am Ende macht das Kind sich dann noch Vorwürfe und glaubt, mit ihm würde etwas nicht stimmen, weil es diese angeblich doch so tolle Mutter nicht lieben kann.

Dieser gesellschaftliche Druck, diese Erwartung des Umfeldes, daß am Ende gefälligst immer ein wohlwollendes Fazit zugunsten der Mutter zu stehen hat, ist in meinen Augen zerstörerisch. Und deshalb fange ich lieber gar nicht erst damit an.


Was ist nur los?

Vor einigen Tagen trieb schon das Keilfleckbarben-Weibchen tot an der Wasseroberfläche. Und nun hat’s das Gurami-Männchen dahingerafft. Es war zwar schon ab und zu mal ein wenig merkwürdig drauf (d.h. es schwamm ein wenig schräg und zuckte von Zeit zu Zeit etwas seltsam), aber damit hätte ich nun doch nicht gerechnet.
hmmm
Alles andere Getier ist putzmunter, daher will ich jetzt auch nicht einfach irgendwelche Mittelchen ins Aquarium kippen. Bleibt wohl nur Abwarten übrig.

Somit sind im 240er nun noch 9 Keilfleckbarben, 12 Rote Neons, zwischen 17 und 20 Feuersalmlern (da meine ich schon wieder ein Jungtier gesehen zu haben), ein blaues Guramiweibchen und eine unbestimmte Anzahl Red Crystal Garnelen. Viel weniger sollte es bitte nicht werden…


Frohes Neues allerseits!


Jawollja! ^^

Janeway


Jahresrückblick 2011

Na denn, probieren wir’s doch auch mal:

Zugenommen oder abgenommen?
Keine Ahnung. Eine Waage haben wir nicht und an der Kleidung merke ich keinen Unterschied.

Haare länger oder kürzer?
Länger

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gleich geblieben

Mehr bewegt oder weniger?
Mehr

Der hirnrissigste Plan?
Die Winterreifen evtl. noch eine Saison lang zu fahren.

Die teuerste Anschaffung?
Die neuen Winterreifen. *g*

Das leckerste Essen?
Der Erdbeerkuchen. ^^

Das beeindruckendste Buch?
Blood and Soil: A World History of Genocide and Extermination from Sparta to Darfur Letztes Jahr angefangen, Anfang 2011 zuende gelesen.

Der ergreifendste Film?
Das müßten die Schlümpfe oder Winnie Puuh gewesen sein. In anderen war ich nicht drin. ^^

Die beste CD?
Da ich nur noch einzelne Lieder kaufe und seit Jahren schon keine ganze CD mehr: Keine.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Arbeiten & den Kindern

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Den Kindern

Vorherrschendes Gefühl 2011?
Ausgeglichenheit.

2011 Zum ersten Mal getan?
- (M)ein Kind zur Einschulung begleitet.
- Eine Petition beim Bundestag eingereicht.

2011 nach langer Zeit wieder getan?
Die Hecke geschnitten. *g*

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Der vergurkte Schnitt beim Friseur im Februar, der Kauf der neuen Autoreifen, das Heckmeck mit der Steuererklärung. Nix Gravierendes also.

Die Erkenntnis des Jahres?
Der Widerstand gegen unangebrachte Vorrechte der Kirche wächst langsam aber stetig.

2011 war mit 1 Wort…?
Gut.

2012 wird…?
Ein Schaltjahr.

Vorsätze?
Keine. Die fasse ich, wenn’s nötig ist. Nicht, wenn der Kalender ausläuft.


Konzertbesuch

- “Und, Süße, hat es dir ein bißchen gefallen?”
- “Nicht nur ein bißchen! Ganz doll sogar!”

So sprach die Tochter auf der Heimfahrt. Sie haben aber auch ein wirklich schönes Programm auf die Beine gestellt und dargeboten, die Swingin’ Voices.
grin

Und außerdem kennt Saskia nun meinen ehemaligen Klassenlehrer aus der Grundschule. Der mich nach über 30 Jahren sogar noch wiedererkannt hat. Ich war reichlich platt; das war ein sehr schöner Abschluß des ohnehin schon tollen Abends.


Fragezeichen

Ich hatte ja in den letzten elfeinhalb Jahren schon einige ulkige Suchanfragen in meiner Blogstatistik.
Aber diese hier schießt den Vogel nun wirklich ab:

Leibesvisitation in Cordhosen

question


Gerade noch die Kurve gekriegt

Papa fragt Tobias, der mit seinem gestern abend frisch angezogenen Schlafanzug auf dem Weg Richtung Wäschetonne ist:
“Tobias, warum willst du jetzt schon den Schlafanzug in die Wäsche schmeissen? Den hast du erst einmal angehabt.”
Tobias nach langem Überlegen: “Ich hab die letzte Nacht etwas geschwitzt.”
Papa: “Na, dann mußt du dann auch jetzt unter die Dusche!”
Tobias: “Ups, ich hab dich reingelegt!” Dreht sich um und verschwindet wieder mit seinem Schlafanzug.
. .
(Bevor sich jemand wundert: Normalerweise wandern Kinderschlafanzüge hier nach zweimaligem Tragen in die Wäschetonne. ;o) )


Männer und Gebrauchsanleitungen…^^

Männer und Gebrauchsanleitungen…


Weihnachtsnachlese

Heute ist natürlich der Tag, an dem alle neuen Spielzeuge und Spiele ausgiebig ausprobiert und bespielt werden. Tobias baut gerade bei Marc seine drei Star Wars Lego-Bausätze zusammen (Gruß & grins @ Frau Brüllen), während Saskia sich an “Rush Hour” versucht. Und das ist, wie ich inzwischen festgestellt habe, ein Spiel mit absolutem Suchtfaktor. :o)

Rush Hour - Hauptverkehrszeiten im Straßenverkehr - das pure Chaos!

Sie stecken im Verkehrsstau zusammen mit 4 LKWs und 11 anderen Autos.
Können Sie Ihr Fahrzeug so durch die Rush Hour manövrieren, dass Sie den Weg zur Ausfahrt finden?
Lösen Sie die Verkehrsprobleme und lotsen Sie Ihr Auto aus dem Verkehrsstau.

Saskia ist jetzt bei Level 12 ... äh 13; ich durfte bisher nur einmal helfen und ein Level selbst ausprobieren. (Ha, wartet nur, wenn die Lütte heute abend im Bett ist! Dann bin ich aber dran! *g*)



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