Geschmäcker sind verschieden…
Es war mal wieder ein Zahnarzt-Checkup für Saskia, Tobias und mich fällig. Nach dem erfolgreichen (= nix gefunden) Besuch schlendere ich mit den Kindern noch eine Runde über den Weihnachtsmarkt, kaufe jedem ein kleines kuscheliges Felltier, spendiere Waffeln, gebackenen Käse, etc. Das volle Programm eben. Auf dem Nachhauseweg frage ich: “Na, hat’s euch Spaß gemacht?” Antwortet die Tochter: “Ja, besonders beim Zahnarzt!”
Ist wohl langsam an der Zeit, den guten Mann hier mal zu verlinken.
Tobias hätte da übrigens wohl auch gerne seinen Geburtstag gefeiert und war ganz enttäuscht, als er erfuhr, daß das nicht geht. (Ich weiß auch nicht, wieviele der Eingeladenen dann wohl zugesagt hätten, daher war der Bauernhof letztendlich evtl. doch die bessere Wahl. *g*)
Auf den Hund gekommen
Nacherzählung in Bildern
Imagine
Stellt euch vor, ihr seid arbeitslos und versucht euch mit Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten. Stellt euch vor, euer Freundeskreis ist nach und nach zerbröselt, die Familie nach und nach verstorben. Stellt euch vor, ihr kommt eines Tages nach Hause, und findet zu allem Überfluß noch eine leergeräumte Wohnung vor. Die Wohnung, in der ihr 20 Jahre lang gewohnt habt. Die Einrichtung im Pfandhaus, das Haustier im Tierheim, das Schloß ausgewechselt. Mitten in Berlin.
Ein schlecht geschriebener Roman?
Seit gestern gibt es auf Creezys Blog oben rechts einen Spendenbutton für diejenigen, die helfen möchten und können. Das Geld geht auf ein Konto des Freundes, bei dem Creezy gerade untergekommen ist. Warum diese Lösung? Weil Creezys eigenes Konto inzwischen gepfändet ist.
Keine Angst, Creezy ist “echt”. Und hat Hilfe verdient, denn wann immer Not am Mann ist, war sie bisher die Erste, die sich selbst engagiert hat.
Mitmachbuch
Bei Frau Kuschelpädagogik wurde vor einiger Zeit das Kunst-Mitmachbuch für Kinder empfohlen.
Ich geb’s ja zu: Anfangs war ich nicht ganz so angetan. Die Beschreibung im Web klang eher nach reinem “Nachäffen” und Abmalen der Bilder, wobei die Rezensionen aber prima ausfielen. Kurz und gut, ich habe das Buch neulich - nach einigen skeptischen Wochen - dann doch von der Merkliste in den Einkaufskorb geschoben, bestellt - und bin begeistert.
Über jeden Künstler und seine Bilder, Skulpturen etc. wird ein wenig erzählt, dann wird anhand eines für diesen Künstler typischen Werkes erklärt, wie das Kind ähnliche Effekte selbst erzielen kann - auch mit eigenen Themen. Dabei ist afrikanische Kunst ebenso vertreten wie asiatische, amerikanische und europäische aus verschiedensten Epochen.
Einige Techniken kannte ich gar nicht, aber fast alle sind mit Materialien umsetzbar, die ohnehin immer irgendwo in der Bastelkiste oder im Küchenschrank zu finden sind. Bei uns stehen als Nächstes Figuren aus Pfeifenputzern und Alufolie auf dem Programm. Analog zu Giacomettis “Piazza”.
Elternsprechtag 1. Klasse
Alles im Lot, würde ich sagen. Saskias Sozialverhalten ist nach Aussage ihrer Klassenlehrerin sehr gut. Sie ist geduldig und hilfsbereit und gut in die Gruppe integriert. Was den Unterricht angeht: Sie arbeitet sorgfältig aber schnell und bekommt ab sofort Sonderaufgaben (darf u.a. schon jetzt Schreibschrift lernen) & einen größeren Zahlenbereich. Bestimmte Inhalte in Deutsch und Mathe darf sie ganz überspringen. Ich bin erleichtert und denke, das wird die Langeweile rausnehmen, über die Saskia in letzter Zeit etwas geklagt hatte.
Auf den Punkt gebracht
“Mama, ich kenn’ einen neuen Witz! Aber der ist ganz lang, deswegen erzähl’ ich dir am Besten nur das Ende.”
Was er dann auch tat. *g*
Le Père Noël, c’est moi!
Wenn Kinder ohne den Glauben an Weihnachtsmann und Co. aufwachsen, hat das eine nicht zu unterschätzende gute Seite: Man entgeht erstens der Gefahr, daß sie von anderen Kindern aufgeklärt werden und dann an der Eltern Glaubwürdigkeit zweifeln. Und man kann zweitens den Nachwuchs - ganz ohne ein Weltbild zu erschüttern oder unnötige Illusionen zu zerstören - auch mit der Tatsache vertraut machen, daß nicht alle Kinder an Weihnachten Geschenke bekommen. Weil manche Familien schlicht zu wenig Geld haben. Auch in unserem Land.
Und deswegen werde ich - wieder einmal, aber heuer erstmals zusammen mit meinen Kindern - bei http://www.kinder-armut.de die Patenschaft für die Weihnachtswünsche von ein oder zwei fremden Kindern übernehmen. Denn ich bin sicher, die Freude, daß man selbst helfen kann, ist mindestens so groß wie die des Glaubens an Weihnachtsmann & Co. Vor allem aber ist sie langlebiger.
Wohl bekomm’s.
Die Tochter nimmt neuerdings lieber meine Zahnpasta. Angeblich schmeckt die besser. Und nachdem ich heute mal spaßeshalber die ihre versucht habe, kann ich da nur zustimmen.
Auch gut. Solange die Tube nicht als Nachtisch betrachtet wird… ^^
Geschwisterliebe
Tobias versteht die Welt nicht mehr. Seit Saskia in der Schule ist, haben die beiden sich doch ziemlich “auseinanderentwickelt”. Hatten sie zuvor den selben Freundeskreis, das selbe Umfeld und zumindest noch eine Teilmenge gleicher Interessen, wissen sie inzwischen nicht mehr allzuviel miteinander anzufangen. Saskia als Schulkind hat einen ziemlichen “Sprung” gemacht. Tobias’ Spiele sind für sie “Babykram” oder “Jungenspiele”. Diesen Vorwurf bzw. Saskias generelles Desinteresse quittiert Sohnemann seinerseits mit einer Portion Wildheit und Trotz, die ich so an ihm bisher noch gar nicht kannte. Mir gegenüber ist alles im Lot, aber wehe, die beiden werden mehr als eine Stunde lang nur zu zweit aufeinander losgelassen…
Nun ja. Wenn alles paßt, geht Tobias ab August ja ebenfalls zur Schule. Der Rektorin hat er bei der Anmeldung jedenfalls schon mal einen Knopf an die Backe erzählt. *g* Viele von Saskias Hausaufgaben findet er heute schon spannend und käme vermutlich auch damit klar, und die ersten Wörter (drei bis vier Buchstaben) hat er auch schon entziffert. Mal gucken, ob sich das Verhältnis demnächst mal wieder bessert.
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