Blumen
Ab und zu muß ich ja doch meinen Widerwillen überwinden und mir mal ein paar Klamotten kaufen gehen. Das geschah z.B. letzte Woche. Und wie könnte es auch anders sein - bei Peek & Cloppenburg passierte das, was lt. Google wohl bundesweit immer wieder passiert und auch mir wieder sauer aufstieß: Die Verkäuferinnen gingen bei Augenkontakt auf Tauchstation und ließen sich erst dann wieder blicken, als es darum ging, ihre kleinen Aufkleber auf die Preisetiketten der ausgewählten Ware zu pappen und sich so ihre Provision an einem Einkauf zu sichern, zu dem sie nix, null und nochmal nix beigetragen hatten.
Doch damit nicht genug: Als ich die Verkäuferin, die meine Auswahl an sich nehmen wollte, darauf aufmerksam machte, daß ich das in dieser Form nicht in Ordnung finde, wurde sie auch noch schnippisch. Vermutlich hielt sie es für den Gipfel aller Dienstleistungen, daß sie mir die Klamotten drei Meter weit bis zur Kasse trägt, wenn ich gar keine Hilfe mehr benötige.
Mittlerweile ist mir das dort schon so oft passiert, daß das Maß nun endlich voll war. Diesmal habe ich auf dem Weg zur Kasse also nicht nur die Provisionsaufkleber wieder von den Etiketten geknibbelt*, sondern ich habe über die P&C-Webseite auch eine Beschwerde an das Unternehmen geschickt. Und dann verschwand der Vorfall eigentlich auch schon so langsam irgendwo zwischen den Knoten meiner Hirnwindungen.
Bis gerade eben. Da kam ich nämlich nach Hause und fand eine Benachrichtigung von Fleurop an meiner Tür vor, man habe einen Blumenstrauß für mich bei Familie XY abgegeben. Also ab zu Familie XY und den Strauß abgeholt. Mit lauter Fragezeichen in den Augen. Von wem soll der sein? Und warum? Denn Geburtstag habe ich noch lange nicht. Also rein ins Wasser mit den Blumen, und dann mal nach dem Absender geschaut: An dem Strauß hing ein Brief der P&C-Geschäftsleitung mit der Bitte um Entschuldigung sowie einem beigelegten Geschenkgutschein über 50 Euro.

Donnerwetter!
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* Das mache ich seit Jahren jedesmal, wenn die Verkäufer mir erst permanent ausweichen und sich dann beim “Zurkassetragen” auf mich stürzen. Bemerkt hat’s noch keine(r).
Aschenbrödel, die faule Socke!
“Mama? Warum sagen die Leute eigentlich, daß die Tauben Aschenbrödel geholfen haben? ‘Helfen’ heißt doch, daß der andere selber auch was macht. Und nicht einfach zum Spielen wegläuft. Oder?”
Wo sie recht hat… *g*
Triominos
Tobias und ich spielen Triominos. Ganz zu Anfang versuchen wir uns zu erinnern, wieviele Steine jeder erhält, wenn man nur zu zweit spielt. Es sind neun, statt der üblichen sieben, wenn wir zu dritt spielen.
Tobias: “Das sind zwei mehr als sieben.”
Ich: “Stimmt. Dann nimm dir mal deine neun Steine.”
Tobias greift zu. “Drei. Drei. Und nochmal drei. Jetzt habe ich neun. Fertig!”
Wie gesagt: Von mir haben sie das Mathe-Gen sicher nicht. ^^
Schwimmen lernen
steht ab Montag auf dem Programm:

Inzwischen hat auch Tobias das Mindestalter erreicht, und so können beide Kinder buchstäblich in einem Aufwasch teilnehmen.
For Strong Women
A strong woman is a woman who is straining
A strong woman is a woman standing
on tiptoe and lifting a barbell
while trying to sing Boris Godunov.
A strong woman is a woman at work
cleaning out the cesspool of the ages,
and while she shovels, she talks about
how she doesnt mind crying, it opens
the ducts of the eyes, and throwing up
develops the stomach muscles, and
she goes on shoveling with tears in her nose.
A strong woman is a woman in whose head
a voice is repeating, I told you so,
ugly, bad girl, bitch, nag, shrill, witch,
ballbuster, nobody will ever love you back,
why arent you feminine, why arent
you soft, why arent you quiet, why arent you dead?
A strong woman is a woman determined
to do something others are determined
not be done. She is pushing up on the bottom
of a lead coffin lid. She is trying to raise
a manhole cover with her head, she is trying
to butt her way through a steel wall.
Her head hurts. People waiting for the hole
to be made say, hurry, youre so strong.
A strong woman is a woman bleeding
inside. A strong woman is a woman making
herself strong every morning while her teeth
loosen and her back throbs. Every baby,
a tooth, midwives used to say, and now
every battle a scar.
A strong woman
is a mass of scar tissue that aches
when it rains and wounds that bleed
when you bump them and memories that get up
in the night and pace in boots to and fro.
A strong woman is a woman who craves love
like oxygen or she turns blue choking.
A strong woman is a woman who loves
strongly and weeps strongly and is strongly
terrified and has strong needs. A strong woman is strong
in words, in action, in connection, in feeling;
she is not strong as a stone but as a wolf
suckling her young. Strength is not in her, but she
enacts it as the wind fills a sail.
What comforts her is others loving
her equally for the strength and for the weakness
from which it issues, lightning from a cloud.
Lightning stuns. In rain, the clouds disperse.
Only water of connection remains,
flowing through us. Strong is what we make
each other. Until we are all strong together,
a strong woman is a woman strongly afraid.
(Marge Piercy) via Patricial Tallman
Mission accomplished
Ein Kaufhaus am Samstagmorgen. Kinderabteilung. Ich suche nach Unterbekleidung für Saskia, während sich aus dem Seitengang ein junges Paar mit einem Baby von ca. einem viertel Jahr nähert. Das Kind weint unaufhörlich. Wenn es meins wäre, würde ich sagen, es hat Schmerzen. Ich drehe mich um und stelle fest: Dieses Kind hat höchstwahrscheinlich Schmerzen. Es sitzt mit dem Gesicht voran in einer Tragehilfe vor dem Bauch des Vaters und das rechte Bein liegt innerhalb der Tragehilfe mit dem Schienbein auf, so daß der Unterschenkel horizontal herausragt und das gesamte Kind ganz schief in der Gegend hängt. Die Mutter hat nun gemerkt, daß irgendetwas nicht stimmt und macht sich an den Schulterriemen der Tragehilfe zu schaffen, während ihr Mann das Baby mal hierhin und mal dahin ruckelt. Das Kind schreit weiter.
Als absehbar ist, daß sich seltsamerweise keiner von beiden mal das Baby an sich anschaut, spreche ich das Paar an.
“Entschuldigung, aber ich glaube, Ihrem Kind tut was weh. Gucken Sie doch mal, das rechte Beinchen…”
Die Mutter packt das Bein und versucht es in die richtige Stellung zu bugsieren. Das Kind schreit weiter, in einer nun noch schrilleren Tonlage. Die Mutter öffnet den Latz der Tragehilfe, der Vater hebt das Baby hoch. Es hört auf zu schreien. Sie setzen es wieder hinein, in die gleiche Position wie zuvor, nur daß das Bein ein klein wenig besser positioniert ist. Das Kind schreit erneut. Die Eltern gucken ratlos. Ich erwähne ganz vorsichtig: “Wissen Sie, Kinderärzte empfehlen eigentlich, daß die Kinder mit dem Gesicht zum Bauch der Eltern gucken, damit das Hüftgelenk nicht deformiert und bei Jungen der Hodensack nicht gequetscht wird. Ist auch besser für den Rücken vom Kind. Schauen Sie mal, sehen Sie, wie der Latz hier unten geschnitten ist? Zu Ihrem Bauch hin schmaler als der Teil, der nach vorne zeigt.”
Erneut ein ratloser Blick: “Meinen Sie?”
Ich versuche es mit einem Vergleich und sage freundlich: “Nun ja, stellen Sie sich mal vor, Sie müßten 10 Kilometer auf einem Fahrrad fahren, wo Ihnen jemand die Spitze des Sattels nach hinten gedreht hat und den breiten Teil nach vorne?”
In den Augen des Vaters leuchtet die Erkenntnis auf wie eine Supernova. Der Latz wird wieder geöffnet, das Kind herumgedreht - und schon lehnt es sich mit dem Kopf an die Brust des Vaters und ist still. Das Bein hat an der schmalen Stelle der Tragehilfe nun genügend Raum, um in normaler “Anhockstellung” herauszuschauen. Auch die Mutter guckt erleichtert. Ich wünsche den beiden noch ein schönes Wochenende und suche weiter nach Unterbekleidung.
Manchmal ist Einmischen doch nicht verkehrt…
Aha-Effekt:

(via Facebook)
Unverhofft
Es kommt dann doch etwas überraschend, wenn die Tochter mit 6 Jahren anfängt, ihre höchst eigene Urlaubsplanung vorzulegen. ^^ Als ich sie vorhin von der Reitstunde abholte, präsentierte sie mir einen Zettel und stellte mich vor vollendete Tatsachen. Sie will im Sommer mit ihren Reitfreundinnen und den Reitlehrerinnen für eine Woche an die Nordsee. Auf den “Paten”-Reiterhof. (Logisch, wohin auch sonst. ;o) )
OK. Weder Vatern noch Muttern haben was dagegen. Soll sie mal machen.
Buuh!
In den letzten drei Wochen habe ich mit zwei Geisterbahnbewohnern das Haus geteilt. Wann immer ich mich in einen Raum begab, konnte ich sicher sein, daß einer von ihnen mir aus irgendeiner Ecke entgegensprang und “BUUUUH!” schrie. Mehrere Hinweise, daß dies nun doch langsam aber sicher an Komik eingebüßt hätte, verhallten ungehört. Aufs Neue sprang meine Tochter heute mit dem gefühlt zweitausendsechshundertachtunddreißigsten BUUH! durch den Türrahmen, als ich das Bad betrat.
Kruzifix nochmal, nun ist es aber gut! Ich halte entnervt eine Predigt, daß die Kinder sich dieses Buh-Geschrei doch bitte endlich wieder abgewöhnen sollen, weil der Bogen nun wirklich längst überspannt ist, und trete den Weg ins Erdgeschoss an. Nach ca. einer halben Stunde kommen die Kinder wieder zum Vorschein und setzen sich zum Basteln und Malen an den großen Tisch.
Und was mache ich? Wie ferngesteuert laufe ich ohne zu überlegen aus der Küche ins Eßzimmer, zupfe meine Tochter am Pferdeschwanz und sage ganz automatisch…
“BUUH!”
Oh Hilfe… So fängt’s an! Den Blick von den Kindern werde ich so schnell nicht vergessen! Verhaltensforscher bitte zu mir! ROTFL!
Der Erzbischof von Granada
... erklärt die Vergewaltigung von Frauen, die abgetrieben haben, für legitim:
“(...) Pero matar a un niño indefenso, ¡y que lo haga su propia madre! Eso le da a los varones la licencia absoluta, sin límites, de abusar del cuerpo de la mujer, porque la tragedia se la traga ella, y se la traga como si fuera un derecho:”
“(...) Aber ein wehrloses Kind zu töten, und dann hat es auch noch seine eigene Mutter getan! Dies gibt den Männern die absolute, uneingeschränkte Erlaubnis, den Körper der Frau zu mißbrauchen, denn sie hat sich schuldig gemacht, als ob dies ein Recht sei.”
Originaltext => hier
Es ist nicht zu fassen, mit was dieser Verein davonkommt, ohne daß jemals irgendeiner von ihnen von irgendeinem Richter zur Rechenschaft gezogen werden kann. Solche Typen werden dann auch noch von ihrem Chef gedeckt, der Homo-Ehen zur Bedrohung für die Menschheit erklärt und Holocaustleugner öffentlich rehabilitiert.
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