Bouillabaisse

Das Anfänger-Aquarienblog

Da waren’s nur noch zwei

Freitag, 30. Juli 2010

Da sich die Garnelenpopulation inzwischen mehr als erwartet vermehrt hat und schon wieder eine ganze Reihe von Weibchen Laichansatz zeigen, habe ich beschlossen, die Garnelen vom Nanobecken ins 54er zu den Feuertetras umzusiedeln. Zwanzig Garnelen habe ich bereits erwischt und umgesetzt. Sie sind schon wieder knallrot und weiden zufrieden die Mooskugeln ab. Mindestens drei weitere größere Exemplare sind noch im Nanobecken, aber die Zeit reicht heute nicht mehr aus, um sie ebenfalls noch ans 54er zu gewöhnen. Das mache ich wenn möglich morgen. Dann warte ich erstmal ab, bis die Minis in ein paar Wochen groß genug zum Fangen sind. Mal sehen, wieviele das nun werden. Die Babys sind ja derart klein, daß man sie momentan noch kaum von größeren Sandkörnern unterscheiden kann. Auf jeden Fall muß ich aber zusehen, daß ich sie noch vor der Geschlechtsreife erwische, sonst geht das Spielchen endlos weiter.

Das Nanobecken wird danach aufgegeben. Es ist zwar hübsch anzusehen, aber auf die Dauer dann doch nicht mein Ding.

 

Nachwuchs

Samstag, 26. Juni 2010

Ziemlich genau sechs Wochen nach dem Einsetzen der Elterntiere haben die Garnelen im Nanobecken Nachwuchs bekommen. Ich sehe einzelne Babys und eine “trächtige” Garnele, die aussieht, als würde ihr dunkler Bauch bald platzen.

Leider sind die Kleinen so winzig - ich tippe auf ca 2 bis 3 Millimeter -, daß ich sie nicht fotografieren kann. Wären sie nicht bereits so rot wie die Elterntiere, hätte ich sie vermutlich noch lange nicht entdeckt. Genausowenig kann ich abschätzen, um wieviele Tiere es sich genau handelt. (Je nachdem wieviele es sind, werden in ein paar Wochen einige Tiere ins 54er Becken umziehen.) Aber das wird sich wohl zeigen, wenn sie größer geworden sind.

Jedenfalls freue ich mich. Den Garnelen scheint es also gut zu gehen. grin

 

Caridina cf. cantonensis

Dienstag, 11. Mai 2010

Da sind sie, direkt aus dem Garnelenhaus:

Caridina cf. cantonensis

Caridina cf. cantonensis

Caridina cf. cantonensis

Wie klein diese Tierchen noch sind, erkennt man an dem groben Kies, auf dem sie sitzen. Das ist nämlich eigentlich feiner Sand von unter 1mm Körnung. Kaum hatte ich die Garnelen nach der Eingewöhnungszeit ins Nanobecken entlassen, verschwanden sie auch schon zwischen den Pflanzen und ich bekam nur noch einzelne Exemplare der 10er-Gruppe zu sehen. Ich bin gespannt, ob sie sich auf die Dauer wohlfühlen und vielleicht sogar vermehren werden.

 

Nitritpeak

Freitag, 07. Mai 2010

Nach einem mäßigen Nitritanstieg im neuen Nanobecken ist der Gehalt nun wieder gesunken und der Peak (<= hier mal eine sehr gute Erklärung, was ein Nitritpeak überhaupt ist und wie er zustande kommt)

scheint hinter mir zu liegen. Das ging wirklich sehr viel schneller als gedacht. Vielleicht hat die Tatsache geholfen, daß ein guter Teil der Pflanzen aus dem großen Becken stammt. Vielleicht auch das leichte Anfüttern mit Staubfutter. Vielleicht lag es auch an den Turmdeckelschnecken. Oder auch an allem zusammen.

Die beiden Rotschwanzkärpflinge werde ich nach längerem Überlegen im großen Becken und somit in Ruhe lassen. Sie sind jetzt ein Jahr alt, haben also ca. die Hälfte ihrer Lebenszeit hinter sich, und scheinen sich im 240er ganz wohl zu fühlen. Da ich durch ihr unverhofftes Auftauchen ohnehin schon eine Fischart mehr im Becken habe als ursprünglich vorgesehen, erspare ich ihnen den Streß des Umsetzens ins Nanobecken & retour, nur um Junge zu bekommen. Wenn sie sich irgendwann noch im großen Becken vermehren, dann soll es mir recht sein und ich werde schon einen Abnehmer für die Kleinen finden - aber ich lege es nicht mehr auf Nachwuchs an. So interessant der Vorgang auch sein mag - es wäre Quatsch.

Wie dem auch sei: Ich habe es also mal gewagt und beim Garnelenhaus 10 Crystal Red (Red Bee / Caridina cf. cantonensis) bestellt, die nun Anfang/Mitte nächster Woche hier ankommen sollten. Nix mit K-irgendwas, übrigens. Ich möchte möglichst intensiv rot gefärbte Tiere haben, also K-Null. Finde ich viel hübscher. Vom Zuchtaufwand mal abgesehen, verstehe ich gar nicht,  warum die weißen K10 als so viel wertvoller betrachtet werden. Nennt mich Banausin, aber ich finde sie rein optisch ziemlich fade. Gerne hätte ich blaue Tigergarnelen und rote Red Bee halb und halb gemischt, aber als völlige Garnelenanfängerin lasse ich das wohl besser. Besser für die Tiere, besser für den Geldbeutel. Vielleicht später mal, wenn ich mich mit diesen Tieren besser auskenne. (Ein ganz großes Lob geht übrigens an die Besitzer des “Garnelenhaus” da oben in der Nähe von Hamburg, die mir vor dem Kauf eine Anfrage zu den Haltungsbedingungen ihrer wunderschönen Kardinalsgarnelen sehr freundlich und klar beantwortet haben. Sie rieten mir aufgrund meiner Wasserwerte sogar von einem Kauf dieser doch recht teuren Garnelen ab - was wohl nur Händler tun, denen ihre Tiere wichtig sind.)

Die Leuchtstoffröhre des Nanobeckens war übrigens doch keine mit G23, sondern eine mit 2G7er Sockel. Ich habe das Original von SuperFish also vor ein paar Tagen ersetzt durch eine stinknormale Philips PL-S Pro 11W/840 4p, weiß, mit 11 Watt und einer Farbtemperatur von 4000 Kelvin. (Nach meiner Recherche deuten bei Philips die beiden Ziffen nach der 8 die Kelvin-Zahl an. Man muß nur zwei Nullen hintendranhängen. 840 steht also für 4000K, 830 für 3000 Kelvin, 827 für 2700 Kelvin und so weiter.) Das sieht schon gleich viel besser aus. Allerdings ist die Philips-Röhre ca. zwei Zentimeter länger als das Original von SuperFish. Zum Einbau war daher eine minimale Umbaumaßnahme erforderlich; nämlich ein Versetzen der kleinen Metallklemme, die die Röhre und den umgebenden Kunststoff auf Abstand hält. War aber zum Glück problemlos möglich. Unter dem blauen Licht der Originallampe hatten einige der Pflanzen im obersten Bereich schon ganz merkwürdige Farbschattierungen angenommen, daher bin ich froh, daß das Licht nun endlich geändert ist.

A propos “Pflanzen”: Das Pfennigkraut gedeiht gerade im Nanobecken ganz ausgezeichnet. Ich hatte probehalber ein paar fingerlange Triebe eingepflanzt, und nach einer Woche gucken nun schon die ersten Spitzen oben aus dem Wasser heraus. Das Zeug wächst und wächst und wächst…. Unglaublich! Im großen Becken geht es zwar auch flott, aber doch nicht ganz so schnell voran. Ich führe das vor allem darauf zurück, daß das Becken höher ist und somit nicht mehr ganz so viel Licht bei den Trieben unten ankommt. Soll mir aber auch recht sein.

Tja, nun bin ich mal gespannt. Und ich sehe es schon kommen: Fall die Garnelen sich bei mir vermehren sollten, kommt noch ein (Standard)Becken ins Haus. *g*

 

Das Nanobecken

Montag, 27. April 2009

Maße:
30x30x30cm (27 Liter)

Technik:
Kompaktleuchtstoffröhre: Dennerle Nano Amazon Day, 11W
Beleuchtet von 14:00 bis 22:00 Uhr
Filter: Aqua-flow 1 Innenfilter (Aktivkohlekern ausgetauscht gegen Filterwatte)
Heizstab: Keiner

Wasser:
Süßwasser
KH: 7
GH: 8
PH: 7
Temperatur: 24 - 25°C

Bodengrund:
ca 8 kg BTR Aquariensand, ungewaschen
Körnung: 0 - 1 mm

Bepflanzung:
Vallisnerien (Vallisneria spiralis)
Grüne Haarnixe (Cabomba caroliniana)
Nadelsimse (Eleocharis acicularis)
Kurzstängeliger Wasserfreund (Corymbosa compact)
Kriechende Binse (Juncus repens)
Pfennigkraut (Lysimachia nummularia)
1 Stein mit Teichlebermoos (Riccia fluitanis)

Besatz:
10 Caridina cf. cantonensis
Turmdeckelschnecken

Nanobecken

Nanobecken

Caridina cf. cantonensis

Caridina cf. cantonensis

Caridina cf. cantonensis

 
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