Hemdblusenjacke. Oder so.
26.07.2010
Ein Problem in unserem Großraumbüro nervt mich, seit ich dort sitze: Es ist zu kalt. Egal wie groß draußen die Hitze auch sein mag, drinnen gefriert man im Laufe des Tages zu einem Eiszapfen. Da ich aber keine Lust habe, ständig in meiner Jacke herumzusitzen (mein Kollege hat mir sogar schon eine von diesen Ikea-Fleecedecken geschenkt. *g*), habe ich in den letzten drei Tagen eine Bluse aus dunkelblauem Feincord genäht, die ich an kälteren Tagen als lockeres Oberteil einzeln tragen kann, die aber aufgeknöpft auch als “Überzieher” über T-Shirt oder Bluse taugt, wenn es draußen eigentlich warm ist:

Im Original ist dieser Schnitt ein Hemd und sollte auch aus Hemdstoff genäht werden. Ich habe anderes Material benutzt, eine Größe weiter als normal zugeschnitten (also 40/42) und den Schnitt unten etwas verkürzt, denn fast knielang hätte das Ganze dann doch etwas seltsam ausgesehen. Ebenfalls geändert ist der Kragen. Im Original besteht er aus Kragenteil und Steg. Da ich aber befürchtete, die Naht, die dadurch normalerweise entsteht, würde den Kragen zu dick und zu steif machen, habe ich Letzteren in einem Stück zugeschnitten und ihn stattdessen an der entsprechenden Stelle nur noch einmal zusätzlich abgesteppt. Hat wunderbar geklappt. Der Blouson insgesamt ist griffig, aber dennoch anschmiegsam - auch der Kragen.
Es ist ja schon schön, wenn man seine Kinder in Selbstgenähtem herumspringen sieht. Aber selbst das erste Mal selbst in ein “eigenes” Stück zu schlüpfen, ist doch noch einmal ein tolles Gefühl. ![]()
Schnitt: Nr. 128 aus Burda 7/2010
Material: Baumwollfeincord, dunkelblau. Aufbügelmotiv (warum das jetzt hier rosa schimmert, entzieht sich meiner Kenntnis. Eigentlich ist es farblos.)
