FeinStoff
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Nähen und so

20.06.2010

Fakt ist nun mal leider, daß so gut wie kein Hobby ohne Geldausgeben ausgelebt werden kann. Beim Nähen bzw. bei der Nähmaschine habe ich ja schon ein tolles Schnäppchen gemacht. Auch wenn sie keine Overlock- oder gar Stickmaschine ist, kann das kleine Ding doch verflixt viel. Meine Ambition ist es aber, daß das, was ich da fabriziere, auf die Dauer nicht nur Spaß machen, sondern sich auch halbwegs lohnen soll, weil ich Kleidungskäufe ergänzen und z.T. auch ersetzen möchte.

Da fängt’s aber bei den Schnittmustern schon an. Die kosten jeweils zwischen 5 und 10 Euro, je nachdem wie umfangreich das Modell ist. Damit waren die drei Schnitte, die ich bisher gekauft habe, für die einzelnen genähten Modelle bisher der größte Kostenfaktor. Dann kommt noch der Stoff dazu, den ich ja auch nicht immer passend und preiswert auf dem Wühltisch finden werde, Garne, Verzierungen, Knöpfe etc. Wenn man da nicht aufpaßt, ist man ratz-fatz weit über dem Preis eines Kleidungsstücks von der Stange. Klar, Schnittmuster sind mehrfach verwendbar. Aber wieviele Herbstmäntel oder Festkleider braucht ein Kind pro Jahr? Und will man wirklich jedes Jahr das selbe Modell wieder und wieder nähen? Wohl eher nicht. Falls man also nicht gerade Kinder in zig verschiedenen Größen wie die Orgelpfeifen einzukleiden hat (so à la Duggar-Family - Kind Nr. 19 ist dort gerade unterwegs ^^), geht das irgendwann ganz schön ins Geld.

Und wieder einmal war es Frau Brüllen, die mich auf die Lösung für dieses Dilemma brachte. Ich habe mir also heute ein Ottobre-Abonnement gegönnt; allerdings das kleine, nur für Kinderkleidung. Für den Preis von ca. 4 einzelnen Schnittmustern gibt es hier vier Ausgaben einer Zeitschrift, die jeweils zig verschiedene Schnitte und Anleitungen für Mädchen, Jungen und die entsprechende Jahreszeit enthält. In der Sommerausgabe 2010 z. B. war all dies vertreten. Damit kann man sein(e) Kind(er) locker für einen Sommer ausstatten, wenn man will. Wenn dann noch die Stoffe zwischen den Modellen geschickt kombiniert werden, geht der Preis für ein selbstgenähtes Stück schon um einiges runter. Ich habe ausgerechnet, daß ich z. B. für zwei Winterjacken aus gutem Material inklusive aller Zutaten jeweils ca. 20 Euro ausgeben müßte. Da kann man eigentlich nicht meckern. Oberteile, Hosen etc. braucht man sowieso immer mehrere pro Kind; da amortisiert sich die Zeitschrift dann noch schneller. Und wenn sich das Abo in einem Jahr doch nicht bewährt hat, dann wird es eben wieder abbestellt. Wenn ich mir aber die von Frau Brüllen genähten Sweater, Hosen etc. so ansehe, dann ist das eher unwahrscheinlich.

Tatsächlich genäht wurden heute übrigens nur zwei Kissenbezüge aus Fleece-Resten. Die kleinen Sofakissen, die hier eigentlich nur nutzlos herumfliegen, kaputte Reißverschlüsse haben und wegen ihrer Flecken nicht mal mehr Dekozwecke erfüllen, wandern jetzt nach und nach neu & bunt bezogen in die Kinderzimmer. Ein Foto dieses 30-Minuten-Werkes spare ich mir heute allerdings mal.



Hihi. ich habe übrigens kein ottobre Abo, sondern ab und zu landet beim Einkaufen eine im Wagen. Ich habe übrigens einige Leib- und Magenschnitte rausgefunden, die ich tatsächlich immer wieder nähe, weil sie mir gefallen, den Kindern auch, gut passen, ich den Dreh raus habe, was weiss ich.
Billiger als gekaufte Kleider sind die übrigens bei mir sicher nicht, aber den Spass ist es mir wert.

... meinte Frau Brüllen am 21.06.2010 | Direktlink

@Frau Brüllen: Im Handel habe ich die Ottobre bisher noch gar nicht gesehen, aber ein Abo ins Haus geliefert zu bekommen, ist natürlich auch sehr praktisch. wink

Jedenfalls werde ich die paar Jahre gnadenlos ausnutzen, in denen sich meine Kinder von mir noch benähen lassen, ohne zu murren. Bisher wissen sie noch nichts von ihrem “Glück” - sie sind nämlich mit Papa und den Großeltern im Urlaub. Die ersten Entsetzensschreie erwarte ich erst am Freitag. *g*

... meinte Ute am 21.06.2010 | Direktlink

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