Auf der Suche nach der verlorenen Identität
Es ist schon mehr als gruselig, wenn man in einer Gruppe von Müttern gerade frisch aufgeschlagen ist und dann bei der Vorstellungsrunde nur zu hören bekommt: “Ich bin Timmis Mutter”, “Ich bin die Mama von Verena” oder “Ich gehöre zu dem kleinen blonden Jungen da drüben”
Fein, wenn man die Kinder den Eltern und die Eltern den Kindern zuordnen kann. Aber eigentlich wüßte ich doch schon ganz gerne, wie die Mamas und Papas denn selber heißen.
Gleiches gilt in abgeschwächter Form für all die Muttis, die in Foren gleich nach der Geburt ihren Avatar gegen ein Bild ihres Kindes austauschen. Ich meine, hey, es ist doch nicht das Kind, das dort postet!?
Bei allem Stolz auf meinen Sprößling bin ich doch immer noch ich selber! Neun Monate lang fungiere ich als wandelnde Intensivstation für mein Kind - da ist es doch um so schöner, wenn am Ende des Entwicklungsprozesses zwei getrennte Individuen stehen. Oder gibt man mit der Geburt des Kindes gleich auch die eigene Identität an der Garderobe ab und definiert sich ab sofort nur noch über seinen Nachwuchs? Gilt das als Inbegriff der Elternliebe? Altruismus bis zur Selbstaufgabe?
Dann bin ich wohl eine Rabenmutter. Ich heiße Ute Gerhardt. Und mein Avatar bleibt wie er ist.
Himmel hilf, es gibt sie noch!
Die kleinen naiven Weibchen nämlich, die ihre Hauptaufgabe darin sehen, den Tag irgendwie totzuschlagen und im eigenen Pool
Saft zu schmoren, bis ihr Herr, Gebieter, Held und Retter nach Hause kommt. Wobei in einigen Fällen zu befürchten steht, daß letzteren dann sogar noch die Hausarbeit erwartet, weil man von einer Schwangeren ja nicht verlangen kann, daß sie auch noch anderes tut als es sich gut gehen zu lassen.
Hm.
Irgendwann bekam ich zu Weihnachten mal eine sehr hübsche Puppe geschenkt, die sogar sprechen konnte. Hinten in ihrem Rücken befanden sich kleine Plastikscheibchen, ähnlich wie Mini-Schallplatten, auf welchen vier oder fünf verschiedene Sätze abgespeichert waren. Mit den Augen klimpern konnte die Puppe auch. Und für fünf Minuten war sie sogar interessant. Danach habe ich mich wieder meiner Lego-Sammlung zugewandt. Vielleicht nicht so ästhetisch - aber dafür wenigstens vielseitig.
Reiches kleines Mädchen!
Hui, heute hat Saskia von ihrer Mama und dem Papa vier neue Bücher und eine CD geschenkt bekommen:
Die Kinderbibel sowie “Meine ersten Kinderlieder”, “Meine ersten Gutenachtgeschichten” und “Meine ersten Fingerspiele” - alle vom Ravensburger-Verlag. Die CD heißt “Anne Kaffeekanne”, mit 12 Liedern zum Singen, Spielen und Tanzen.
Wenn das so weitergeht, braucht Saskia bald ein Extraregal für ihre Bücher und Spielsachen, denn so klein sie auch ist, besitzt sie schon
- Spielzeug für die Badewanne
- ein Handpüppchen (das gleichzeitig als Körnerkissen fungieren kann)
- einen Holz-Greifring mit Glöckchen
- eine Geburts-/Taufkerze mit einem Spruch von Dietrich Bonhoeffer
- drei Spieluhren
- zwei Mobilees
- zwei Kinderwagen-Spielketten
- mehrere lose Rasselfiguren
- eine Spieldecke
- einen Spielebogen mit herunterhängendem Spielzeug
- eine Handgelenk-Rassel
- ein Schnuffeltuch-Bärchen
- ein Frotteebärchen, das sogar mit in die Wanne darf
- einen Kuscheldinosaurier
- und ein Boot aus Stoff zum Hinterherziehen, in dem quietschende und rasselnde Stoffiguren sitzen.
Ich kann schon wieder etwas Neues!
Der Unterarmstütz hat zwar schon zuvor ab und zu geklappt, aber nie lange genug, um Saskia bei einer solchen Übung zu fotografieren. Inzwischen hält sie aber schon recht lange durch:
Das mußte mal gesagt werden.
Wie oft habe ich mich hier im Blog schon über andere Leute aufgeregt. Die Telekomiker, GLS und auch über den einen oder anderen Arzt.
Was tut man, wenn man sich ärgert? Nun, man blogt natürlich. *g* Anschließend versucht man nach Möglichkeit eine Änderung herbeizuführen. Manchmal greift man dabei nochmals gründlich daneben. Manchmal allerdings landet man auch einen Volltreffer. Einer jener Volltreffer ist dieser Herr: Herr Dr. Gerhard Funke
Von allen Frauenärzten, die ich in Deutschland, England, Frankreich und Belgien jemals auf- und heimgesucht habe, ist er der erste, bei dem ich mich absolut ohne Wenn und Aber gut aufgehoben fühle. Sein Kenntnisstand ist state-of-the-art, seine Praxis gut ausgerüstet und organisiert, die Wartezeiten durchweg im akzeptablen Bereich und das Helfer-Team freundlich und offensichtlich gut ausgebildet. Er erklärt, was er tut, bevor er einen untersucht. Er macht klare, auch für Laien verständliche Ansagen, beschönigt nichts, dramatisiert nichts und behandelt seine Patienten nicht wie “Fälle”, sondern wie Menschen. Er erinnert sich an persönliche Infos, die andere Ärzte längst von einem Termin zum nächsten vergessen hätten. Er hört zu und belächelt seine Patienten nicht für ihre eigenen Aussagen und Erfahrungen. Man merkt ganz einfach, daß er Menschen mag und Anteil nimmt an dem, was mit ihnen passiert. Er hat entscheidend dazu beigetragen, daß Marc und ich meine Schwangerschaft richtig genießen konnten und hätte notfalls auch nach Feierabend und am Wochenende geholfen.
Dafür möchte ich an dieser Stelle einfach mal “Danke schön” sagen!
Was ich noch sagen wollte…
Schon beeindruckend, wenn man abends die knapp 100jährige alte Dame auf der Straße trifft, weil sie gerade ihre Blumenrabatten wässert.
Und dem fetten Taubenpärchen würde ich empfehlen, sich zum P0ppen einen stabileren Strauch oder Baum zu suchen. Sonst sehe ich schwarz für den Sommerflieder unserer Nachbarn. *g*
Ergebnis der U4
Saskia wiegt 5275 Gramm, hat einen Kopfumfang von 40 cm und ist 61 cm lang. (Wir haben hier zu Hause zwar 62 gemessen, aber darauf kommt’s ja nicht an). Alles ist in bester Ordnung und die Impfung hat sie auch überstanden. Zwar kam beim Pieksen mit der Spritze zunächst ein empörter Schmerzensschrei, dann aber hat Saskia sich schnell wieder trösten lassen. Nun ist sie etwas groggy und schläft in ihrem Zimmer.
Erdbeerzeit
Njam! Vier Kilo Erdbeeren habe ich heute gepflückt und mit Marc zusammen verdrückt. Mit den Erdbeeren beginnt für mich auch immer der Sommer. ![]()
Wer möchte das letzte Stück Torte?
T-Offline
Das hier geht mir ja runter wie Öl! Zwar hatte ich der Vertragsänderung rechtzeitig widersprochen, mich aber schwer über die Art und Weise geärgert, wie diese Änderung den Kunden hinterrücks untergeschoben wurde, versteckt in einer Werbemail.
Doch nun das Beste: In den AGB von T-Offline ist festgelegt, daß derartige Mitteilungen standardmäßig an das persönliche T-Online-Postfach des Kunden gemailt werden. Den Mail-Service von T-Online finde ich zwar *zensiert*, aber ab und an gucke ich eben zur Sicherheit doch mal rein. Auch mein Widerspruch gegen die neuen Vertragsbedingungen erfolgte natürlich über dieses Postfach, in direkter Antwort auf die Benachrichtigung selbst. Man sollte also wohl davon ausgehen dürfen, daß zumindest für meinen ISP meine Identität klar erkennbar und leicht zu überprüfen war.
Doch was liegt nun in meinem Briefkasten? Ein Wisch von T-Offline mit der Bestätigung, daß ich meinen Vertrag zu den alten Vertragsbedingungen behalten kann. Ich möge jedoch auf der Rückseite einen Fragebogen ausfüllen, da man mich nicht eindeutig identifizieren könne. Wohlgemerkt: Oben im Briefkopf ist sogar meine Kundennummer und mein Buchungskonto vermerkt!
Die Tatsache, daß sich in den vergangenen 18 Monaten erstens mein Nachname und dann auch noch meine Anschrift geändert hat, ist für T-Offline wohl zu viel des Guten. Mein Geld buchen sie aber weiterhin über die Telekom ab, da fragen sie nicht nach meiner Identität.
Was für ein Haufen von Schwachköpfen!
Besuch bei Dr. Sacher
So, unser Verdacht auf KISS ist durch eine Röntgenaufnahme bestätigt worden. Die Behandlung erfolgte gleich anschließend; Saskias Halswirbelsäule ist nun endlich “geradegerückt”.
Der heutige Besuch bei Dr. Sacher war mehr als interessant. Nach dem Röntgen hat er sich Saskia geschnappt, ihre Reflexe und Reaktionen auf diverse Lageveränderungen getestet und dann mit der Behandlung begonnen. Diese bestand aus Druck- und Zugimpulsen auf verschiedene Teile der Wirbelsäule. Erste Erfolge sind bereits jetzt, nach wenigen Stunden, sichtbar. Saskia biegt sich nicht mehr nach hinten durch, wenn man sie aufrecht auf dem Arm hält. Sie zappelt nicht mehr so wild, hält man sie in der Waagerechten. Legt man sie auf die linke Seite, bleibt sie auch so liegen, ohne sich direkt wieder auf den Rücken zu rollen. Und legt man sie auf den Bauch, bekommt sie beide Arme aus eigener Kraft nach vorne neben den Kopf. Vor der Behandlung blieb der linke immer neben ihrer Hüfte liegen. Respekt, Herr Dr. Sacher! Respekt!
Schauen wir mal, wie lange es nun noch dauert, bis der Kopf wieder symmetrisch ist.
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