7 Todsünden nach der Geburt
Nein, damit sind nicht die Sünden der Eltern bei der Säuglingspflege oder -ernährung gemeint. Auch nicht die moralischen Fallstricke, die sich einem neuen Erdenbürger von Geburt an regelmig 䟼ber den Lebensweg spannen. Sondern die Fettnäpfchen, in die merkbefreite
wohlmeinende Verwandte und Freunde regelmig hineintappen, sobald einem Elternpaar ein neues Menschenkind beschert wurde:
Ceci nest pas une fille.
Unser ungeborener Sohn hat sich heute geoutet. Und damit das Gefühl bestätigt, das ich von Anfang an hatte. :o)
Krümelchen
... hat schon dieses Mobile, dem ich heute in der Stadt nicht widerstehen konnte:
Die kleinen Käfer sind aus Stoff, mit Magneten an den Schnüren befestigt und können abgezupft werden, damit das Baby damit spielen kann. Richtig niedlich! Probehalber hängt das Mobile bei uns an der Flurlampe - Saskia war schon ganz begeistert und wollte natürlich gleich zugreifen. *grins* Daher werden wir das Mobile wohl schnell wieder verschwinden lassen müssen, bis es seinen eigentlichen Bestimmungsort im elterlichen Schlafzimmer einnehmen kann. Dort wird nämlich Krümelchens Bett stehen, bis Krümelchen durchschläft und zu Saskia umziehen kann.
Eine Spieluhr haben wir ja schon länger. Das heißt, eigentlich erst mal nur das Spielwerk, mit Schuberts Wiegenlied. Die bekommt unser Nachwuchs schon durch die Bauchdecke zu hören. :o) Nun fehlt noch ein hübsches Kuscheltier, in das ich das Spielwerk einarbeiten kann. Denn die handelsüblichen Spieluhren spielen entweder genau die Lieder, die Saskia schon hat (und unser Krümelchen soll ja etwas Eigenes haben), oder aber “La-Le-Lu” bzw. Brahms Wiegenlied. Beide Melodien mag ich überhaupt nicht. Findet man dann endlich mal eine Spieluhr, die z. B. die Sandmännchenmelodie spielt, oder evtl. auch “Schlaf, Kindlein, schlaf”, ist garantiert die Kuschelfigur nicht sonderlich hübsch.
Aber bis Krümelchen auf der Welt ist, wird die Spieluhr komplett sein.
Übrigens: Saskias zwei obere mittlere Schneidezähne sind nun auch da. Wir wissen bloß nicht so genau, seit wann. Sie lt uns ja nie f?hlen - und nachschauen kann man auch nur, wenn man sie hochhebt und gleichzeitig zum Lachen bringt. ;o)
Hinweis in eigener Sache
Saskias Webseite ist ja nun auch über die Grenzen der Familie hinaus bekannt und wird offenbar auch von Fremden rege besucht. Aus gegebenem Anlaß möchte ich daher eine Sache ein- für allemal klarstellen:
Es kann mehrere Gründe geben, warum hier eine Zeitlang mal keine neuen Enträge stehen:
1. Es gibt schlichtweg keine Neuigkeiten, die diese Bezeichnung verdienen würden.
2. Es gibt Neuigkeiten, die zu umständlich zu erzählen wären.
3. Es gibt Neuigkeiten, die nur uns als Eltern etwas angehen.
4. Es gibt Neuigkeiten, aber wir haben keine Zeit, hier etwas zu schreiben.
5. Es gibt Neuigkeiten, aber wir haben keine Lust, hier etwas zu schreiben.
Welcher dieser fünf Punkte auch immer jeweils der Fall sein mag: Weder wollen noch werden wir als Eltern über jeden Rülpser von Saskia Bericht erstatten.
Ende der Durchsage.
Seit der Inquisition nix dazugelernt
Die Ausstrahlung von “Popetown” soll verboten werden.
Eine Dastellung des fernsehenden Jesus vor einem leeren Kreuz hatte Proteste ausgelöst.
(...)
Auch wenn “Popetown” als satirische Unterhaltung angesehen werden könnte, verstoße die Ausstrahlung gegen das Toleranzgebot und die zum Schutz der verfassungsmäßigen Ordnung und des Sittengesetzes erlassenen Gesetze, betonte der Anwalt. Die Kunstfreiheit sei im Grundgesetz zwar gewährleistet, jedoch nicht schrankenlos.”
Dazu sag’ ich nur:
Bin gespannt, ob die Verantwortlichen vielleicht demnächst auf die Idee kommen, auch dieses Gemälde von Max Ernst verbieten zu lassen. Würde ja zu ihren üblichen totalitären Ambitionen passen. Und da wundern die sich noch über die Kirchenaustrittsraten in Deutschland. *vogelzeig*
Feier-Tage
Der April scheint bei uns der Feiermonat schlechthin zu sein. Am Geburtstag ihrer Mutter kam Saskia so z. B. in den “Genuß”, beim Sushi-Japaner den grünen Meerrettich (Wasabi) zu probieren. Einmal kurz den Finger in Papas Wasabiklchen gestipst und ab in den Mund damit. Saskias Miene nach zu schlie?en, war es wohl kein so tolles Geschmackserlebnis. *grins* Opa fand’s besonders lustig, hatte er doch versehentlich selbst schon einmal einen ganzen Klumpen Wasabi pur gegessen.
Morgen hat Saskia zum zweiten Mal in ihrem Leben einen Babysitter (naja, genaugenommen sind es vier: Oma & Opa aus Soest und deren Besuch: Mamas Patentante - also Opas Schwester - plus der dazugehörige Onkel). Bei so vielen lieben Bewachern kann ja eigentlich gar nichts passieren, während Marc und ich uns mit Ruth, André und Annett im Theater vergnügen. Diesen Besuch in der “Rocky Horror Show” hatten wir den dreien nämlich schon letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt. ![]()
Samstag geht’s dann gleich weiter: Yvonne und Simone sind abends bei uns zu Gast. Und an einem der Ostertage findet dann noch ein Besuch in Soest bei Oma & Opa / Großtante & Großonkel statt.
Wie man sieht, ist bei Familie Gerhardt ordentlich viel los - neue Einträge sind daher für die nächsten Tage nicht zu erwarten.
So fängt’s an.
Man zielt mit dem Autoschlüssel auf die Haustür, drückt den Knopf für die Zentralverriegelung und wundert sich, warum die Tür sich dennoch nicht öffnet.
Aua…
Mit Brille wär’ das nicht passiert!
Geburtstagsfotos
Leider haben wir insgesamt recht wenig echte “Geburtstagsfotos”. Aber diesen vier hier sieht man wohl schon an, daß Saskia an ihrem Ehrentag viel Spaß gehabt hat. :o)

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