Vermißtenanzeige
Die Frage wolle ich schon lange mal stellen: Was ist eigentlich aus Ingrid von ingisworld.de geworden? Irgendwann war sie einfach weg. Schade eigentlich.
Britta Koch von kochs-web.de ist auch verschwunden. Auch schade. Genau wie ich hat sie gerne getanzt.
Was mich daran erinnert, daß am Montag der nächste Kurs losgeht. So langsam muß ich mich dann mal um einen festen “eigenen” Tanzpartner für die nächste Zukunft kümmern. Club geht nämlich leider nicht ohne. Jedenfalls nicht auf die Dauer. Fragt sich nur: Woher nehmen und nicht stehlen?
Heute mal ketzerisch
Wenn man von einer Mutter liest, daß sie ein schwerkrankes und behindertes Kind zu Hause betreut, tut einem das in der Seele weh, weil man ahnt, wie schwer und wie aufreibend das sein muß.
Wenn man allerdings über einen Zeitraum von vier Jahren (so lange lese ich schon mit) niemals auch nur ein einziges Sterbenswörtchen dieser Mutter über ihre beiden anderen Kinder liest, dann macht man sich schon so seine Gedanken. Sie berichtet ausschließlich über das behinderte Kind und dessen Nöte, Fort- und Rückschritte. Noch nie habe ich einen Beitrag von ihr über die zwei anderen Kinder gelesen. Geburtstage, Einschulungen, Weihnachtsfeiern, Freizeitaktivitäten - all das scheint gar nicht stattzufinden bzw. für sie gar nicht erwähnenswert zu sein. OK, diese zwei Kinder machen der Mutter im Verhältnis offenbar keine Sorgen, ist mir schon klar. Aber es ist auch keine Freude, keine Anteilnahme an ihrer Entwicklung und ihren Fortschritten zu erkennen. Eine Homepage, und zwar eine reichlich umfangreiche, hat nur das behinderte Kind. Die beiden anderen wurden zwar mit je einer einzelnen Unterseite bedacht. Es gibt sie dort quasi nur als “Geschwister von XY”.
So langsam frage ich mich, ob die beiden mir nicht fast noch mehr leid tun müßten als das eigentliche Sorgenkind.
Anstiftung zum Gattenmord?
Titel einer wiederholt bei mir eintreffenden Spam-Mail:
Vielleicht sollte ich Udo fragen, ob er notfalls meine Verteidigung übernehmen kann. *g*
Trari, trara, die Post ist da weit weg!
Seit vor einigen Jahren unsere kleine Postfiliale um die Ecke einem Schönheitssalon weichen mußte, sind die Anwohner unseres Viertels gezwungen, ca. 2 Kilometer weiter in einen Schreibwarenladen auszuweichen, wenn sie ihre Briefe, Päckchen und sonstiges verschicken möchten.
Im Prinzip kein Problem. Wenn ich aber für jede unverhofft benötigte Briefmarke zwei Kinder einsammeln, anziehen (besonders lustig im Winter) und im Schneckentempo mit ihnen zur Post laufen muß (meine normale Laufgeschwindigkeit beträgt eigentlich 8 km/h), dann nervt das doch irgendwann beträchtlich.
Wie so oft hält das Web jedoch inzwischen Abhilfe parat, wie mir gerade auffiel. Stampit heißt die Software, mit der ich meine Briefe ab sofort per PC adressieren und auch direkt frankieren kann. Sogar Serienbriefe in Fensterumschlägen, wenn nötig. Und wenn es sein muß, auch mitten in der Nacht. Centgenau. Nix mehr mit “na, dann muß ich eben drei 55er nehmen…” Auch keine 0,01 € Wechselgeldbriefmarken mehr vom Automaten.
Nun fehlt eigentlich nur noch, daß man die so frankierten Postsendungen auch direkt ins CD-Laufwerk stecken und… Aber das wäre dann wohl doch etwas viel verlangt. *g* Macht aber nichts - den alten Briefkasten von damals gibt es ja schließlich noch, und regelmäßig geleert wird er auch.
Nem geschenkten Gaul Oder: Gut gemeint vs. gut gemacht
Sind die Kinder noch klein, wird man als Eltern zu allen Festlichkeiten wie Geburtstagen und Weihnachten gefragt, welche Kleidung denn gerade gebraucht wird.
Ehrlich gesagt wundert mich das. Denn egal, welche Antwort man dem Fragenden gibt - es kommt immer anders als man denkt / möchte / es brauchen kann. Und damit meine ich nur am Rande, daß man die dritte Winterjacke geschenkt bekommt, weil sie mir im Geschäft so gut gefiel, obwohl das Kind tatsächlich Pullover oder Strumpfhosen gebrauchen könnte. Ebensowenig möchte ich von den Hosen berichten, die für jungentauglich befunden werden, weil sie doch immerhin dunkelbraun sind. Trotz der unübersehbaren Blumenapplikation am Bein. Kein Drama. Kann man immerhin anziehen. Aber…
Nehmen wir z. B. die Geburt eines Kindes. Kinder, so kann man allerorten kostenlos nachlesen, werden im allgemeinen mit einer Länge zwischen 50 und 60 cm geboren und wachsen zumindest zu Anfang bekanntermaßen rapide. Das heißt also, daß man mit Kleidungsgröße 62 als Geburtsgeschenk nicht allzu falsch liegen kann, denn es wird in der Tat nur wenige Wochen dauern, bis das Baby dort tatsächlich hineinpaßt. (Kinderkleidungsgrößen sind in Deutschland nämlich identisch mit der Kindeslänge in Zentimetern.)
Nun meinen allerdings viele Schenkenden, besonders vorausschauend sein zu müssen, weil sie schon mitbekommen haben, daß frischgebackene Eltern eben gerade wegen der oben genannten Gründe viel in den Größen 50 bis 62 geschenkt bekommen und ab Größe 68 alles selber kaufen müssen. Folglich werden als besonders originelles Geschenk Kleidungsstücke in Größe > 62/68 besorgt.
Diese Sache hat nur leider einen Haken: Bis ein Kind in Größe 74 paßt, kann - je nach Kind - gut und gerne mehr als ein halbes Jahr vergehen. Wachstumskurven verlaufen nämlich mitnichten linear. Im Prinzip kein Problem, denn Kleidung verdirbt ja nicht. Nur: Dummerweise wird von den vorausschauenden Schenkern dabei aber allzu häufig der Jahreszeitenwechsel übersehen. Was zur Folge hat, daß das im Oktober geborene Kind vermutlich erst im Juli oder August in den tollen Schneeanzug paßt, den die wohlmeinenden Verwandten der Familie zur Geburt zukommen ließen.
Zu den diversen Geburtstagen geht es dann mit ähnlicher Logik weiter. Die nun schon etwas versierteren Eltern werden gefragt, was das Geburtstagskind denn aktuell gerade gebrauchen kann. Jede konkrete Antwort wird jedoch ignoriert und die Eltern beschenkt mit Kinderkleidung in der nächsten oder gar übernächsten Größe. Mit dem Argument, daß das Kind dann länger etwas davon hätte, weil es ja noch hineinwachsen kann. Blöd für die Eltern, die natürlich dachten, man würde die konkreten Wünsche erhören, und die deshalb selbst erst einmal davon abgesehen haben, in der tatsächlich benötigten Größe neue Kleidung zu besorgen.
“Kann man ja umkrempeln, könnte man nun einwenden. Ja. Die Hosenbeine schon. Das ändert aber nichts an der Tatsache, daß das Kleinkind seine Reinwachs-Hose beim Krabbeln schlichtweg hinter sich auf dem Boden liegen läßt, weil es in den Bund noch lange nicht hineinpassen wird. Außerdem sammelt sich in umgekrempelten Hosenbeinen und Pulloverärmeln Staub und Sand - und der Stoff wird am Knick überstrapaziert. Das sieht dann ziemlich besch…eiden aus, wenn man die Hose wieder auf ihre eigentliche Größe verlängert. Bis sie endlich paßt, ist sie also im Grunde schon hin. Darüberhinaus ist Stehen- und Laufenlernen sowie Klettern in ständig rutschender Schlabberkleidung geradezu gefährlich, weil das Kind die Stolperfalle quasi permanent am Körper trägt. Ganz davon abgesehen, daß die schönen dicken Winterhosen zum Reinwachsen dem Kind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder mal erst im Mai oder Juni richtig passen werden. Oh ja, das Kind hat lange was davon Nur wohl fühlt es sich ganz sicher nicht.
Fazit: Bitte, liebe Schenker, wenn Ihr schon die Eltern eines Kindes fragt, in welcher Größe aktuell Kleidung gebraucht wird, dann schenkt doch auch bitte genau diese Größe. Oder schaut Euch wenigstens die Wachstumskurven der WHO an, um abschätzen zu können, welche Größe dem betreffenden Kind zu welcher Jahreszeit passen wird.
Alles andere ist doppelt rausgeschmissenes Geld, denn die geschenkte Kleidung kann nur wenig bis gar nicht getragen werden und die beschenkten Eltern müssen dann doch selber kaufen, was tatsächlich benötigt wird. Gut gemeint und gut gemacht sind nämlich leider auch hier zwei verschiedene paar Schuhe. Wortwörtlich.
Mama. Papapa. Da!!!
Tobias fängt an zu plappern und mit ausgestrecktem Zeigefinger zu deuten.
Provokal
Unsere Tochter ist mit ihren zweieinhalb Jahren zweifelsfrei bereits das musikalischste Mitglied unserer Familie. Daher bin ich heute das Wagnis eingegangen, sie zu einem Konzert des Dortmunder Chores Provokal mitzunehmen. Deren Projekt war diesmal ein Benefizkonzert zur Unterstützung von Kindergärten im Armenviertel Katutura von Windhoek. Auf dem Programm standen diverse Klänge aus Afrika - sehr melodisch, sehr lebendig, sehr mitreißend!
Fazit: Tolle Musik, ein fröhliches Kind und die Erfahrung, daß Zweieinhalbjährige z. T. konzerttauglicher sind als manche älteren Kinder. Saskia hat keinen Mucks von sich gegeben, hingerissen zugehört und mitgeklatscht, wann immer dies erlaubt war.
Allerdings muß ich zugeben, daß wir dann doch in der Pause gegangen sind. Eine Stunde reichte meines Erachtens für einen ersten Konzertbesuch, bevor dem Kind die Freude vor Übermüdung doch noch vergällt wird.
Genau durchschaut
Kind: Ich mal was für die Omi!
Mutter: Ja, das ist ja schön. Aber wir wollten doch eigentlich aufräumen?
Kind: Nee. Du willst.
*BONK*
Heute vor einem Jahr
Herzlichen Glückwunsch zum 1. Geburtstag, mein kleiner Schatz! ![]()
Nun haben wir also offiziell kein Baby mehr im Haus, sondern zwei Kleinkinder. Und ein brandneues Schaukelpferd. ![]()
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