Clear Skies
Daß ich gerne an Webseiten herumbastle, ist wohl zur Genüge bekannt. Daß die Astronomie ein weiteres meiner Hobbies ist, ich der Vereinigung der Sternfreunde angehöre und in meiner Zeit in Essen drei Jahre lang mitgeholfen habe, den sogenannten ATT zu organisieren, vermutlich eher weniger. Mit dem aktiven Sterne-Beobachten ist das mit zwei Kindern im Haus ja so eine Sache - die Nächte, in denen man wach ist, gehen leider für Füttern, Wickeln und Trösten drauf. Die anderen Nächte ist man nicht mehr zu opfern bereit, zumal man mit zunehmender Lichtverschmutzung immer weiter raus aufs Land fahren muß, um gescheite Sicht zu haben. Mein Engagement in diesem Bereich beschränkt sich also seit einer ganzen Weile leider nur noch aufs Lesen.
Da 2009 jedoch das internationale Jahr der Astronomie ist, werde ich das zum Anlaß nehmen, hier wenigstens den einen oder anderen interessanten Link zu posten. Fangen wir doch heute mal mit “Clear Skies” an, einem noch verhältnismäßig jungen Blog der Kosmologs. Gewissermaßen als Gruß von Amateurastronom zu Amateurastronom.
Mulmig
Irgendetwas ist merkwürdig, verschoben, nicht in Ordnung. Seit zwei Tagen habe ich im übertragenen Sinn eine Bleikugel im Magen. Keine Ahnung, warum. Es ist eigentlich nichts passiert. Es geht alles seinen Gang. Und trotzdem ist mir, als sei eben doch etwas passiert, und zwar nichts Gutes.
Das klingt ziemlich durchgeknallt, ich weiß. Versteht trotzdem irgendjemand, was ich sagen möchte?
Kleine Kafkaesque
Die Kinderbetreuung von Saskia und Tobias wird finanziell von der Stadt nicht unerheblich bezuschußt. Mittlerweile in einem Umfang, den wir uns nie hätten träumen lassen. Aber fangen wir mit der Geschichte besser ganz von vorne an:
Nach drei Jahren Elternzeit fing ich im Februar 2008 wieder an zu arbeiten. Tobias und Saskia wurden bei einer Tagesmutter untergebracht. Zunächst für eine zweiwöchige Probezeit mit halber Stundenzahl. Dies wurde von der Stadtkasse entsprechend berechnet. Als allerdings dann die Betreuung auf die volle Stundenzahl ausgedehnt wurde, bekamen wir mit der neuen Rechnung als Erstes eine Mahnung über den Vollzeitbetrag - für die Probezeit! Dies konnte geklärt werden, die Zahlungen liefen normal weiter.
Im August 2008 kam Saskia von der Tagesmutter in den Kindergarten. Unerfahren wie wir waren, wußten Marc und ich zunächst nicht, daß Betreuungskosten ab dann nur noch für ein Kind berechnet werden. In diesem Fall für Saskia als das “teurere” Kind. Irgendwann im November bekamen wir allerdings wieder eine Mahnung für ich weiß nicht mehr welche angeblich nicht geleisteten Zahlungen, die allerdings sehr wohl von uns überwiesen worden waren. Mein Mailverkehr zur Klärung dieser Angelegenheit endete mit der Erkenntnis seitens der Stadtkasse, daß wir nicht nur keine Mahnung zu bekommen hatten, sondern generell schon zu viel Geld überwiesen hatten - nämlich für beide Kinder, statt nur für Saskia. Man hatte da wohl etwas mit den Kassenzeichen durcheinandergebracht. Es folgte also ein Schreiben, daß wir in den kommenden Monaten bitte unsere Zahlungen erst einmal einstellen sollten, bis unser Guthaben bei der Stadt aufgebraucht sei. Die Kinder wurden auf ein gemeinsames Kassenzeichen eingetragen.
Gesagt - getan, der Dauerauftrag wurde von uns auf Eis gelegt, mit der Absicht, ihn wiederaufzunehmen, sobald die Differenz Null erreicht. Das wäre im Februar gewesen.
Im Dezember wechselten wir Tobias’ Tagesmutter. Der alte Vertrag wurde gekündigt, zeitgleich ein neuer, identischer, mit der neuen Tagesmutter abgeschlossen, beginnend im Januar. Theoretisch hätte sich an den Forderungen der Stadt absolut nichts ändern dürfen.
Vor ca. 10 Tagen erreichte uns eine Zahlungsaufforderung der Stadt Dortmund, in der die Beträge für die Betreuung plötzlich erhöht und auf Tobias’ Namen abgerechnet wurden, mit einem ganz neuen Kassenzeichen. Gleichzeitig wurden wir aufgefordert, die fünf oder sechs angeblich noch ausstehenden Kindergartenbeiträge für Saskia nachzuzahlen. Mit dem alten Kassenzeichen. Wir verstanden überhaupt nichts mehr. Bevor wir jedoch überhaupt alle Unterlagen auswerten, die bisher erfolgten Zahlungen zusammenrechnen und mit dem noch vorhandenen Überschuß verrechnen konnten…
... überwies uns die Stadt Dortmund diese Woche 2.000,- wegen in der Vergangenheit zuviel geleisteter Zahlungen. Das sind mehr oder weniger die kompletten Betreuungskosten für beide Kinder seit August. Die ja aber ohnehin schon erstattet worden waren, indem wir im November gebeten wurden, den Dauerauftrag auf Eis zu legen!
Auf Marcs nun komplett verwirrte Rückfrage wurde ihm telefonisch von der Mitarbeiterin mitgeteilt, sie wisse auch nicht, warum das passiert sei. Aber da solle er am besten gar nichts unternehmen.
Damit wir uns nicht falsch verstehen: Wir werden das Geld natürlich auf Aufforderung umgehend zurückzahlen. Da wir allerdings der Stadt kein Geld schulden und eine Klärung der Angelegenheit zudem gescheitert ist (Zitat: “Freuen Sie sich doch einfach!”), warten wir lieber die explizite Aufforderung ab. Denn wenn wir nun hingehen und von uns aus 2.000 Euro überweisen, wird das Chaos garantiert noch schlimmer. Und ehrlich gesagt sind wir beide mittlerweile zu dem Schluß gekommen, daß es nach dermaßen viel Hickhack nicht länger unsere Aufgabe sein kann, immer und immer wieder die Fehler der Stadtkasse auszugleichen oder deren chaotische Buchführung überhaupt auch nur ansatzweise zu durchschauen.
“Freuen Sie sich doch einfach”? Machen wir. Bis zur bald erfolgenden Rückforderung, nehme ich an. Längstens aber bis zu Tobias’ Kindergarteneintritt im Sommer. Ich mag mir nur mit Grausen ausmalen, was für einen Schwachsinn die Stadtkasse dann wieder verzapfen wird. Aber bis dahin kassieren eben wir die Zinsen, nicht die Stadt. Bei der es mich langsam nicht mehr wundert, daß sie nicht genug Geld hat.
... da waren es schon acht. Pardon: Neun.
So, der Geburtstag ist um eine Woche vor- und das Restaurant festgelegt, und siehe da: Wir werden mindestens schon sieben acht Erwachsene und ein Kindergartenkind sein.
Wie hieß nochmal der Typ aus dem Fernsehen, der immer mit bayerisch rollendem R “Ich frrrreu’ mich!” grinste?
Physalis und Chilis: Update
Es grünt!
Die Chilis und die Physalispflanzen, die wir vor knapp zwei Wochen ausgesät haben, strecken ihre Köpfchen Keimblätter aus der Erde. Gestern war noch nichts zu sehen; heute sind die Keimlinge schon ca. zwei Zentimeter hoch. Saskia ist begeistert, daß aus den komischen weißlichen Krümeln, die in den Samentütchen waren, mit etwas Wasser und Erde tatsächlich Pflanzen werden:

Physalis-Keimling, 12 Tage nach der Aussaat

Chili-Keimling, 12 Tage nach der Aussaat
Wer die noch folgende Photostrecke später einmal von Anfang an durchsehen möchte, kann sich in Zukunft die extra eingerichtete Rubrik dazu hier anschauen. Ich werde versuchen, vierzehntägige Updates zu posten, aber wenn sich etwas Interessantes tut, wie z.B. die erste Blüte oder ähnliches, kommt natürlich etwas eher ein neues Foto.
Meeressäuger-Sprachtest
Nun haben auch wir sie erhalten: Die Vorwarnung, daß Saskia demnächst den Delfin-Test absolvieren muß. Ich bin gespannt. Nicht nur, weil das Verfahren an sich umstritten ist. Die Lütte quatscht, was Aussprache, Wortschatz und Grammatik angeht, locker so manches Vorschulkind in Grund und Boden. Bei fremden Erwachsenen kann es aber durchaus vorkommen, daß sie komplett verstummt und einige Zeit braucht, bis sie auftaut. Ich kann also nur hoffen, daß letztendlich die Einschätzung der Erzieherinnen im Kindergarten ausschlaggebend sein wird - denn die ist schon jetzt einhellig. Sonst hätte Saskia schließlich auch gar nicht erst die Erlaubnis bekommen, am Englischunterricht teilzunehmen.
Hahnebüchen fand ich den Hinweis, daß für jedes förderungsbedürftige Kind ein Betrag von sage und schreibe 340 Euro pro Jahr(!) an den Kindergarten gezahlt wird, damit dem Kind geholfen werden kann. Für weniger als einen Euro pro Tag? Bitte wie soll denn dieses Konzept aufgehen?
Hausaufgabe
“Imagine meeting your CEO in an elevator, and he asks you in what way you’re adding value to the company.”
Vorbereiten bis morgen früh. Zwei Minuten Zeit, keine Powerpoint-Slides, kein Flipchart, kein nichts.
Doch, ja, ich glaube, das kriege ich hin. *grins*
Fünf
Das W-LAN im Hotel funktioniert zu später Stunde nun doch und mein Countdown setzt sich direkt fort. Von 14 Eingeladenen zu meinem 40. Geburtstag sind bisher noch fünf geblieben. Und es sind noch 87 Tage übrig… Der Kloß in meinem Hals wird von Mal zu Mal immer dicker. Es war klar, daß ein paar Absagen kommen würden. Aber 64% - Tendenz steigend?
Ich kann die Feier, so wie ich sie am liebsten haben wollte, jetzt nur noch um maximal eine Woche vorverlegen und das Beste hoffen - oder sie komplett vergessen.
Schlapunzel schreibt:
“Die Liebe zu einem Kind ist das großartigste, was ich je in meinem Leben erlebt habe ! Nichts, aber auch gar nichts, was vorher war, kommt da ran.”
Da hat sie recht.
Und eins der irrwitzigsten Gefühle, die ich jemals hatte, war dasjenige, als mir nach der Abschlußuntersuchung mein erstes Kind in die Arme gedrückt und ich nach Hause entlassen wurde. Ich stand da, schaute mir das winzige Persönchen in meiner Armbeuge an und dachte nur noch: “Die geben mir dieses hilflose kleine Bündel Mensch einfach so mit und vertrauen mir, daß ich alles halbwegs richtig mache? Die Kleine darf ich jetzt einfach so mit nach Hause nehmen?”
Das war der erste Moment, an denen mir so richtig klar wurde, was es eigentlich bedeutet, ein Kind nicht nur zu bekommen, sondern zu “haben”. Es gab seitdem noch eine ganze Reihe ähnlicher Momente, aber diesen allerersten werde ich sicher nie vergessen.
Vom Schlechten des Guten
Das Gute an einem Energiesparhaus ist, daß man so schnell nicht merkt, wenn die Heizung ausfällt.
Das Schlechte an einem Energiesparhaus ist, daß man so schnell nicht merkt, wenn die Heizung ausfällt.
War ja klar, daß das einen Tag vor unseren Dienstreisen passieren muß, und noch dazu am Wochenende.
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