Kindergartenkram
Die Leiterin von Saskias bisherigem Kindergarten hat morgen ihren letzten Tag. Unter dem Siegel der Verschwiegenheit *hust* hat sie das meinem Mann schon vor zwei Wochen erzählt und auch gleich mit Märtyrermiene verkündet, sie wolle keinen großen Abschied, keine Blumen, kein sonstwas, sondern einfach still und leise gehen.
Sicher. Was wohl auch der Grund ist, warum am Montag ein zwei DIN-A4-Seiten langer Abschiedssermon in den Fächern der Eltern lag, komplett mit Privatadresse und Unterschrift, Bibel- und Gesangbuchzitaten über Glaube, Liebe und Hoffnung, der zur Zeit obligatorischen und allgegenwärtigen Obama-Referenz und allem nur denkbaren Pi-Pa-Po. Marc hat sich eins gegrinst und läßt jetzt mal die anderen Elternratsmitglieder in Aktion treten. Offiziell wurde er ja explizit um einen stillen bzw. gar keinen Abschied gebeten. Bitte. Kein Problem.
Die Nachfolgerin dürfte lustige Arbeitsbedingungen vorfinden. Zwei Kindergruppen, vier Erzieherinnen, ein uneiniges Team - und nur eine halbe Stelle, um all das in Schach zu halten. Im Zuge der Sparmaßnahmen muß die Dame nun nämlich zwei Kindergärten gleichzeitig leiten. Was unter anderem bedeutet, daß zumindest in Saskias bisherigem Kindergarten auch noch eine Erzieherin flachfällt, denn als solche hat die morgen scheidende Leiterin ja auch noch fungiert.
Should be fun. Aber bis zu Saskias Ausstieg im Juli sind es ja nur noch drei Monate. Und davon verbringen wir zwei Wochen an der Nordsee.
Danke! :-)
Vielen lieben Dank für all Eure Glückwünsche in den Kommentaren gestern; über die ich mich sehr gefreut habe!
Auch sonst haben viele on- und offline versucht mich zu kontaktieren, aber da ich am frühen Abend schon mit meinem Mann und meinen Eltern in mein Lieblingsrestaurant gefahren bin, komme ich erst heute dazu, all das durchzusehen. Einen Anruf aus Bulgarien kann ich noch gar nicht zuordnen. War das zufällig einer von Euch Mitlesern? (Ich stehe doch aber gar nicht im Telefonbuch? *grübel*)
Es war ein schöner (und leckerer!) Abend in sehr lieber Gesellschaft.
Ich freue mich schon auf das Wiedersehen nächste Woche und bin gespannt, was es zwischenzeitlich noch an Neuigkeiten gibt…
Mal eine Frage an die Erfahreneren:
Kann das für ein Kind mit dem Erlernen eines Instruments klappen, wenn die Eltern dabei - vom “Fahrdienst” mal abgesehen - null Unterstützung bieten können?
(Weil sie erstens keine Noten lesen können und überhaupt und generell so musikalisch sind wie zwei rostige Blecheimer.)
Dialog aus Absurdistan
- “Ach, ich wußte ja gar nicht, daß du Dies-Das-Jenes kannst-machst-kennst!?”
- “Kein Wunder. Du fragst mich nichts und redest ständig nur über dich selbst.”
OK, den zweiten Teil des Dialoges habe ich mir dann doch geschenkt und mir meinen Teil nur gedacht. Bringt ja eh nix. Aber aus Unterhaltungen mit solchen Leuten geht man raus wie aus einem Kinofilm. Die Ohren zugedröhnt, eventuell sogar informiert und/oder amüsiert - aber irgendwie auch halb in Trance. Und vor allem müde.
Webfundstück
“Science flies you to the moon, religion into buildings.”
Kindergeburtstag
Der Kindergeburtstag am Dienstag war eigentlich ziemlich entspannt. Erstens, weil Saskias Patin (= von Beruf Kindergärtnerin) angeboten hatte, bei der Betreuung und Beschäftigung von Saskia und ihren vier Gästen mitzuhelfen. Quasi eine Profi-Animateurin - wer kann da schon nein sagen? ;-) Nochmal vielen Dank für Deine ganze Hilfe, liebe Ruth! :-)
Zweitens, weil schönes Wetter, ein Garten und ein Sandkasten jegliche Betreuung immer wieder überflüssig bzw. sehr einfach machten. Drittens, weil das Gästegemisch gelungen war und alle Kinder prima miteinander klarkamen. :-)
Für die nächste Feier merke ich mir jedenfalls nur eins vor: Der Kuchen wird definitiv gekauft! *g*
Entwicklungsgespräch
Saskia ist nach dem Bericht der Erzieherinnen weit für ihr Alter. Sprachlich und feinmotorisch ist sie auf dem Stand der Vorschulkinder. Sie weiß viel, ist kreativ, freundlich, wißbegierig und denkt erstaunlich vorausschauend. Ihre Körperspannung beim Turnen ist prima und sie kann schon länger eine richtige Rolle vorwärts. Sie konzentriert sich gut und hält sich gut an Regeln, hat allerdings auch einen Hang dazu, andere herumzukommandieren. (Ja, kennen wir. *g*)
Und sie wirkt wohl generell zu erwachsen. Nicht wirklich wie eine Vierjährige. Ist mir auch schon aufgefallen. Und nun?
Lernprozeß
Heute morgen im Maileingang:
“I apologize for choosing lunch time for this meeting, but it wasn`t possible to find another slot in all calendars.”
Vier Stunden später:
“As most of you aren`t available today, I`m rescheduling.”
Na bitte. Geht doch.
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