Geburtstagskind

Saskia Fünf Jahre bist Du jetzt alt, meine Süße. Im Kindergarten kannst Du schon mit den Vorschulkindern mithalten, liest und schreibst einfache Wörter, malst und bastelst gerne und scheinst generell nach dem Motto des Gedichtes “Fragt, fragt, fragt, bis man Euch gesagt…” zu leben. Du hilfst Deinem kleinen Bruder beim Toilettengang oder holst ihm Wasser zu trinken, wenn ich gerade nicht greifbar bin, und beschützt alle kleinen Tiere, die Dir irgendwie in Gefahr scheinen. Du magst gerne irrwitzige Geschichten wie z.B. “Karlsson vom Dach” oder das “Sams”, lernst Lieder und Gedichte im Nu auswendig und liebst es neuerdings, geknuddelt zu werden. Blumen findest Du wunderschön, und wehe, ich schneide im Garten eine ab. ^^ Du findest leicht Kontakt zu anderen und bist beliebt in Deiner Kindergartengruppe, bist aber - wie ich - doch eher eine Einzelgängerin. Du freust Dich auf die Schule nächstes Jahr und hast Dir sogar schon eine (ein paar viele… *g*) Schultüte ausgesucht, die Papa Dir dafür basteln soll.


Ich hab’ Dich lieb, mein kleines Jordgubb, und ich freue mich darauf, Dir weiter beim Großwerden zuzuschauen und zu helfen. grin


Das Eulennest

Sehr sehenswert. Eine Eule zieht ihre Jungen groß: Livestream


Manomama!

Jammern kann jeder. Über die schlechte Wirtschaftslage, die sinkenden Löhne, die miesen Manager, die schlechte Warenqualität… Und dann gibt’s da ab und zu kleine Lichtfunken in der Düsternis. Gedankenblitze mitten in der Resignation. Licht am Ende des Tunnels.

Manomama ist eins dieser Lichter. Zumindest hoffe ich das. Denn dieses Konzept dürfte nicht nur einmalig, sondern auch uneingeschränkt unterstützenswert sein. Manomama ist Kleidung aus unserem Land zu fairen Löhnen, Preisen und Arbeitsbedingungen. Aus umweltfreundlichen Bio-Materialien und ohne teuer bezahlten Marketing-Schnickes. Manomama ist Online-Shopping mit Real-Life-Beratung, wenn gewünscht. Manomama ist Kleidung nach Ideen der Kunden. Oder nach Ideen der Firma - wie es dem Kunden gerade paßt.


Am 10. April geht’s los. Und ich wünsche von hier aus schon mal viel Glück und Erfolg! grin


In eigener Sache

Falls hier ab und zu mal für ein paar Stunden die Kommentare abgeschaltet sind, liegt das übrigens nur am jeweils jüngsten Kommentarspam-Angriff. Bitte dann einfach später nochmal versuchen. grin


Nächstes Jahr? Pustekuchen.

Ein Eindruck, der sich bei mir immer wiederholt, ist der, daß es unsinnig bzw. sogar kontraproduktiv ist, einem Kind etwas aufzudrängen, für das es einfach noch nicht reif genug ist. Seien es nun Bücher & Geschichten, Wissen, Spielzeug oder was auch immer. Unsere Kinder haben z. B. vergangenes Jahr ein Spiel geschenkt bekommen, mit dem sie damals noch nicht sonderlich viel anfangen konnten. Es war zu groß, zu unhandlich, zu zeitintensiv und die Regeln ihnen noch nicht ganz verständlich. “Ach, dann spielen sie es eben nächstes Jahr”, hieß es daher nach zwei vergeblichen Versuchen, die beiden Lütten dafür zu begeistern.

Schön dahingesagt. Funktioniert aber nicht. Denn die beiden haben zwar vielleicht das Spiel damals nicht verstanden, aber sie können sich noch sehr gut daran erinnern, daß es ihnen keinen Spaß gebracht hat. Daß das am mangelnden Verständnis lag, wissen sie natürlich nicht. Sie assoziieren dieses Spiel seither schlicht mit Langeweile und Konfusion; der Frust hat es ihnen erstmal gründlich verleidet. Und so kommt es, daß jenes Spiel eben auch in diesem und mit Pech noch in den Folgejahren abgelehnt wird, bis es dann irgendwann altersmäßig nicht mehr paßt. (Zitat: “Nein Mama, das find’ ich dooooof!”) “Gut gemeint” war auch hier wieder das Gegenteil von “gut gemacht”.

Desgleichen mit einem Spielzeug, das es in unterschiedlichen Varianten und Schwierigkeitsgraden gab. Unsere Tochter hatte eine recht einfache, bunte Version bei Freunden gesehen, eine Menge Spaß damit gehabt und sich gewünscht. Geschenkt bekam sie letztendlich quasi die High-Tech-Ausgabe mit Schnickes und zig Variationsmöglichkeiten, die allerdings teilweise echt millimetergenaues Abzirkeln des Aufbaus erfordern. Und leider auch nicht bunt ist. Super geeignet für Kinder, die ein paar Jahre älter sind als Saskia. Aber leider ganz und gar nicht das, womit sie zuvor so viel Spaß gehabt hatte.  Es war ungefähr, als hätte man einem absoluten Fotografie-Anfänger, der erste Schritte mit einer Kleinbildkamera machen wollte, statt ebendieser gleich eine hochkomplizierte Spiegelreflexkamera mit 35 Objektiven und Filtern in die Hand gedrückt.

Seitdem wird ein anderes Spielzeug zweckentfremdet, um die Funktion des ursprünglich gewünschten zu erfüllen. Die High-Tech-Version kommt kaum in Betrieb, und wenn, dann muß ein Erwachsener helfen, sonst ist Frust ohne Ende angesagt, weil nichts so recht klappen will oder bei einer falschen Bewegung die ganze Konstruktion zusammenfällt. Auch dieses Spielzeug wird wohl dauerhaft auf der Ignorierliste der Kinder bleiben. Hätte man es ein paar Jahre später geschenkt, hätte es ein Hit werden können.

Schade eigentlich.


Tischmusik

Als Frühstücksmusik erklingen Barockkonzerte auf Panflöte gespielt. Das Fräulein Tochter lauscht eine Weile, schaut mich dann keck an und reimt:

Eins, zwei, drei -
Popmusik herbei!

Banausenbande! ^^


Bitte RT

Des öfteren findet man auf Twitter auch Stellengesuche oder -anzeigen wie zum Beispiel diese hier:
image

“Bitte RT” steht wie immer für “bitte schickt diese Anzeige auf Twitter weiter”. Mache ich doch gerne. Nur dummerweise kann ich dann fast sicher sein, daß nicht die Urheberin der Stellenanzeige die Antworten bekommt, sondern ich.

Daher zwei Bitten an die Twitterer:

1. Wenn Ihr auf solche Anzeigen antworten möchtet, achtet doch bitte auf den Urheber - nicht auf den Re-Tweeter. Der hat damit in den allermeisten Fällen überhaupt nix zu tun. Und wenn man zigmal mit Antworten auf Re-Tweets bombardiert wird, die eigentlich an jemand ganz anderen gehen müßten, dann vergeht einem irgendwann selbst die Lust, solche Anfragen überhaupt weiterzuleiten.
Stellt Euch vor, Ihr gebt einem Freund einen Zeitungsausschnitt mit einer Stellenanzeige und dieser Freund reicht seine Bewerbung anschließend bei Euch ein. Na? Aha.

2. Wenn Ihr solche Anzeigen selber weitertwittert, dann achtet doch bitte darauf, daß der Text der Anzeige nicht entstellt oder durch die begrenzte Zeichenzahl verstümmelt wird. Ein “RT @TwittererAB: RT @TwittererBC: RT @TwittererCD: RT @TwittererDE:  RT @TwittererXY: RT @TwittererYZ: RT @SueWestCom: Dringend! Befr Büro-” nützt überhaupt niemandem mehr etwas.

Dann doch lieber die ganzen RTs weglassen und nur den Ursprungstext mit Hinweis auf den Autor twittern.

Bitte!? Danke. grin


Speziell

Wenn ich jetzt erzähle, daß Marc mit meinen Eltern ins Theater gegangen ist, während ich in seiner Wohnung auf unsere Kinder aufgepaßt habe, dann klingt das vermutlich ziemlich ungewöhnlich für zwei getrennt Lebende. Schade eigentlich. :-)


Wahl getroffen

Mir kommt es ja eigentlich so vor, als sei Saskia erst gestern geboren worden. Fakt ist aber, daß wir uns bereits seit längerem mit der Schulwahl befassen müssen und nun eine Wahl getroffen haben. Im September gehen die Anmeldungsschreiben der Stadt an die Eltern der Schulkinder 2011 raus, und im Spätherbst ist dann die sogenannte Einschulungswoche, wo auch die Kinder vorab schon mal unter die Lupe genommen werden.

Das sind also noch ca. 6 Monate. Nicht viel, wenn man bedenkt, daß die ersten drei Monate dieses Jahres im Grunde auch schon wieder vorbei sind…

So langsam muß ich mich dann wohl mal nach Empfehlungen für gute Schulranzen umhören. Lt. einer befreundeten Grundschullehrerin ist Ostern 2011 für den Kauf schon zu spät. Man sollte bis Weihnachten des Vorjahres zugeschlagen haben, sonst sind die besten Modelle wohl schon weg. Gut zu wissen. Ich hätte sonst erst ein paar Wochen vor der Einschulung angefangen zu suchen. *g* Scout kenne ich ja so gerade noch, aber der Rest ist für mich ein Haufen böhmischer Dörfer. Welche sind leicht und gleichzeitig stabil, möglichst noch mit zweitem Innenfach und außen einer Tasche für die Trinkflasche? Schlabberige Rucksack-Tornister ohne stabile “Wände” scheinen wohl weniger geeignet, Schulbücher und -hefte über längere Zeit unbeschadet zu transportieren.

Wenigstens wird die Schultüte unter Marcs Regie gebastelt. Wie ich ihn kenne, hält das Ding dann auch locker einem Raketenangriff stand. ^^


Medizinische Sicherheit für Kinder (MSK) - Petitionsentwurf

www.msk-petition.de
Die Petition wurde nun unter der Nummer 10684 eingereicht. Einige Sätze mußten leicht gekürzt werden, da eine geringfügig kleinere Anzahl von Zeichen zur Verfügung stand als der ursprüngliche Text benötigt hätte. Ich denke aber, die Kürzungen sind noch im vertretbaren Rahmen und ändern nichts an Inhalt, Umfang und Begründung der Petition.

Nochmals herzlichen Dank an Euch alle für Eure Mithilfe! grin Ich werde es natürlich umgehend bekanntgeben, sobald die Petition vom Ausschuß für die Mitzeichnung freigeschaltet ist.
——


Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass das Heilpraktikergesetz um folgenden Satz bzw. sinngemäß wie folgt ergänzt wird: “Die Erlaubnis nach § 1 berechtigt nicht zur Ausübung der Heilkunde an Schwangeren, Minderjährigen und Betreuten.”


Begründung:
Eine wachsende Anzahl von Eltern läßt ihre Kinder selbst bei anhaltenden starken Beschwerden von Laienmedizinern wie z. B. Heilpraktikern behandeln. Minderjährige, insbesondere Säuglinge und kleinere Kinder, sind dabei ihren Eltern und deren Entscheidungen ausgeliefert und haben selbst keine Möglichkeit, die Risiken einer Behandlung durch Laien abzuwägen oder eine solche abzulehnen.

Laienmediziner durchlaufen jedoch in Deutschland keine gesetzlich geregelte Ausbildung - eine Tatsache, die die Bundesärztekammer bereits mehrfach beanstandet hat. Die von Laienmedizinern absolvierten Tests unterliegen bzgl. Umfang, Themenauswahl u. Schwierigkeitsgrad zudem keinerlei Prüfungsordnung. Spezielle Krankheitslehre muss nicht explizit nachgewiesen werden. Der Wissensstand variiert also stark und kommt in keinem Fall einem vollständigen Medizinstudium auch nur annähernd nahe. Die Fähigkeit der Laienmediziner, Erkrankungen ebenso akkurat und rechtzeitig einzuschätzen und zu behandeln wie ein approbierter Arzt, ist also nicht gewährleistet. Nicht nur müssen Kinder daher oft unnötig lange unnötig heftige Schmerzen erleiden, sondern es besteht auch das Risiko, daß bei zu lange hinausgezögerter echter Behandlung ein Notfall eintritt, der im Extemfall lebensbedrohlich ist und/oder langfristige Beeinträchtigungen des Kindes nach sich zieht. Darüber hinaus werden Laienmediziner in Schadensfällen auch als Laien zur Verantwortung gezogen. Das heißt, sie haften für Fehler bei weitem nicht im selben Umfang wie ein Arzt. Ihnen die medizinische Behandlung von Kindern in der Entwicklung anzuvertrauen, ist schon aus diesen Gründen guten Gewissens nicht vertretbar.

Erschwerend kommt hinzu, daß viele alternative Behandlungsmethoden auf wissenschaftlich unhaltbaren Aussagen fußen, die oft mit irrationaler Ablehnung klassischer, bewährter Methoden einhergehen. Insbesondere Antibiotika, Impfungen oder Chemotherapien werden hier häufig prinzipiell und kategorisch abgelehnt. Stattdessen werden Methoden und Mittel eingesetzt, deren Wirkung bei wissenschaftlicher Überprüfung bestenfalls auf einen Plazeboeffekt zurückzuführen ist oder die für eine Heilung nicht ausreichend sind. Des weiteren sind aktuellen Studien zufolge alternative Diagnoseverfahren nicht besser als der Zufall. Das Risiko von Fehldiagnosen, falschen Behandlungsempfehlungen und Nicht-Erfassen des Schweregrades einer Krankheit ist also erheblich.

All dies ist weder mit dem Recht des Kindes auf die durch die UN-Charta zugesicherte optimale medizinische Versorgung, noch mit dem Recht auf Schutz vor körperlicher und seelischer Gewalt zu vereinbaren. Es muß daher das Recht des Kindes Vorrang haben, von Anfang an mit angemessenen und ausreichenden Mitteln und Methoden behandelt zu werden, deren Wirkung nach wissenschaftlich gesicherten Standards erforscht worden ist. Aufgrunddessen sollte die Behandlung von Schwangeren, Minderjährigen und Betreuten grundsätzlich nur zugelassenen Ärzten gestattet sein.
——————

Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an Lars Fischer und Marcus Anhäuser, die beim allerersten Textentwurf so engagiert mitgeholfen haben.



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