Auf der Suche nach dem verlorenen i

Muttern kündigt an, daß sie jetzt die Schwimmsachen für den folgenden Tag aus dem Schrank holen möchte. Handtücher, Badeschuhe, Bikini, Spielzeug etc. Die Tochter nickt und spielt weiter. Als Muttern fertig ist mit den Vorbereitungen, hat die Tochter die Faust voller Magnetbuchstaben und sucht ein I. Und dann noch eins. Und dann ein N. Und ehe Muttern sich versieht, steht das Wort “BIKINI” an der Magnettafel. :-)


Nebenbei bemerkt

Tochter, im Restaurant: “Da ist es aber gut, daß wir noch nie einen Dieb getroffen haben!”
Mutter, verwirrt: “Ja, das ist wirklich gut. Hattest du denn irgendwo einen Dieb erwartet?”
Tochter, lakonisch: “Nö. Wollte ich nur mal so gesagt haben.”

cool smile


Den Bach runter.

In den letzten Tagen konnte ich nicht umhin, mich mit dem Thema Bachblüten zu beschäftigen. Und immer wieder stehe ich konsterniert vor der Tatsache, daß manche Menschen, die ich ansonsten als durchaus intelligent und aufgeklärt bezeichnen würde, tatsächlich glauben, man müsse sich nur eine Ampulle Bachblütenessenz in die Hosentasche schieben, damit sie wirkt. Gegen was auch immer, denn die Art und Weise, wie Herr Dr. Bach - Gott hab ihn selig - willkürlich

intuitiv die Pflanzen in seiner Umgebung zu Heilpflanzen für dies und jenes seelische Zipperlein erhoben hat, ist ja schon mal das erste Manko dieses Konzepts, aber darauf kommt’s eigentlich schon fast nicht mehr an. (Interessant auch, daß noch immer ausschließlich die damals vor der Haustür des Doc verfügbare Flora verwendet wird. Wundersamerweise fand er dort alles, was ein Mensch je brauchen könnte. So ein Zufall aber auch. Da wachsen bitte wieviel Prozent der weltweit verfügbaren Pflanzen?)

Aber mal von Anfang an. Gehen wir mal davon aus, Herr Dr. Bach hätte tatsächlich durch höhere Eingebung, zuviel Weihrauch oder was auch immer erkannt, welche Pflanzen gegen welche “Mißstände” der Seele gut sind. Diese Pflanzen werden dann also bei Sonnenlicht eine Weile eingeweicht (manche auch auf dem Herd erhitzt), um die “Schwingungen” der Pflanzen auf das Wasser zu übertragen. Wohlgemerkt: Keine Chemikalien. Schwingungen! Die noch nie jemand gemessen hat. Schon gar nicht Dr. Bach. Aber egal: Das Wasser wird nun 1:1 mit Alkohol verdünnt und anschließend im Verhältnis 1:240 wieder mit Wasser verdünnt. Und wenn man davon dann ein kleines Fläschchen mit sich herumträgt, dann übertragen sich die Schwingungen dieser verschwindend geringen Restmenge des “Urextrakts” auf den Körper und wirken auch gleich noch an der richtigen Stelle. Durch Glas, Jeans und Speck hindurch. Donnerwetter. Das ist bemerkenswert. Könnte glatt die Bestrahlungstherapie bei Krebserkrankungen revolutionieren, wenn man dieser “Schwingung” endlich mal auf die Schliche käme. Und ganz nebenbei könnte man vielleicht auch noch die Energieversorgung des gesamten Planeten sicherstellen. Dr. Bach war wirklich ein Genie.

Allerdings traue ich mich nun kaum noch in die freie Natur. Wenn ein Hauch von Nichts von “Walnut” (a.k.a. “Talisman”) in der Hosentasche schon Angstzustände beseitigt - was passiert dann erst, wenn ich mich den Schwingungen eines ganzen Walnußbaumes live und in Farbe aussetze? Möglicherweise noch mit einem großen Flecken Ackersenf in der Umgebung. Werde ich narkotisiert? Falle ich gar tot um?

Jetzt habe ich Angst. Und dagegen kaufe ich mir im Zweifelsfall doch lieber ein echtes “Wässerle”. Prost.



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