Buuh!

In den letzten drei Wochen habe ich mit zwei Geisterbahnbewohnern das Haus geteilt. Wann immer ich mich in einen Raum begab, konnte ich sicher sein, daß einer von ihnen mir aus irgendeiner Ecke entgegensprang und “BUUUUH!” schrie. Mehrere Hinweise, daß dies nun doch langsam aber sicher an Komik eingebüßt hätte, verhallten ungehört. Aufs Neue sprang meine Tochter heute mit dem gefühlt zweitausendsechshundertachtunddreißigsten BUUH! durch den Türrahmen, als ich das Bad betrat.

Kruzifix nochmal, nun ist es aber gut! Ich halte entnervt eine Predigt, daß die Kinder sich dieses Buh-Geschrei doch bitte endlich wieder abgewöhnen sollen, weil der Bogen nun wirklich längst überspannt ist, und trete den Weg ins Erdgeschoss an. Nach ca. einer halben Stunde kommen die Kinder wieder zum Vorschein und setzen sich zum Basteln und Malen an den großen Tisch.

Und was mache ich? Wie ferngesteuert laufe ich ohne zu überlegen aus der Küche ins Eßzimmer, zupfe meine Tochter am Pferdeschwanz und sage ganz automatisch…

“BUUH!”

Oh Hilfe… So fängt’s an! Den Blick von den Kindern werde ich so schnell nicht vergessen! Verhaltensforscher bitte zu mir! ROTFL!


Nacherzählung in Bildern

Weihnachtsmarkt in Soest
Weihnachtsmarkt in Soest

Herbst!
Herbst! grin

Bastelzeit
Bastelzeit. Giacomettis “Piazza” läßt grüßen.


Sportart gesucht

Eigentlich fände ich es ja schön, wenn Saskia und Tobias auch Spaß am Sport finden würden. Saskia habe ich mehr oder weniger versprochen, daß sie ab Sommer reiten lernen darf, wenn sich hier eine bezahlbare Möglichkeit in der Umgebung findet. Tobias hingegen zeigt von sich aus an gar nichts Interesse. Schon gar nicht an Pferden. (Eher an Traktoren. *g*)

Nun hat mir die Mutter seines besten Freundes erzählt, daß eben dieser beste Freund demnächst im örtlichen Verein Fußball spielen wird. Und ich muß gestehen: Das würde mir für Tobias sehr widerstreben. An allen Ecken hört und liest man, daß die Eltern gerade bei Fußball fast mehr in den Verein mit eingeplant werden als die Kinder, und daß mindestens(!) jedes 2. Wochenende für irgendwelche Pflichtveranstaltungen draufgeht. Da ist unter der Woche bis zu dreimal Training und an den Wochenenden zu den unmöglichsten Zeiten dann Spiele und Turniere, zu denen man die Kinder kutschieren muß. Dazu dann Versammlungen und Feste, zu denen man kommen und etwas mitbringen muß, obwohl man selbst überhaupt nichts mit der ganzen Chose am Hut hat. Und tut man es nicht, wird das Kind gemobbt.

Ganz ehrlich: Dazu bin ich nicht bereit. Erstens finde ich Fußball tödlich öde. Auch und gerade live auf dem Platz. Zweitens bin ich nach einer Arbeitswoche einfach alle und brauche das Wochenende nicht nur für Einkäufe und sonstige Aktionen rund ums Haus und Garten, sonden auch für mich selbst. Ich habe schlicht keine Lust, meine Freizeit (und unfairerweise auch die des Geschwisterkindes) derart intensiv dem Sport eines der Kinder zu opfern, womöglich über Jahre hinweg und noch dazu für einen Sport, dem ich weniger als nichts abgewinnen kann - egal, wer mitspielt. Ab und zu wäre es ja OK, aber bitte nicht jedes 2. oder gar jedes Wochenende. Und ich habe auch absolut keine Lust auf Vereinsmeierei, wo man alle Naselang fürs Kuchenbacken, Trikotwaschen, Fahrgemeinschaften oder sonstwas verplant wird. Eine solche Sportart kann Tobias gerne ausüben, wenn er selbständig mit dem Bus von A nach B kommt und selber Ofen, Waschmaschine, Trockner und Bügeleisen bedienen kann. Vorher nicht.

Kurz und gut, ich suche für Tobias einen Sport, bei dem nicht automatisch auch der Rest der Familie bis zur Halskrause mit drinhängt und der sich ungefähr auf einmal Training pro Woche beschränkt. Es soll eine nette, regelmäßige Möglichkeit zum Auspowern und Kennenlernen anderer Kinder sein, aber nicht die Freizeit der ganzen Familie vereinnahmen. Gibt’s sowas? Oder kann ich die Suche gleich ganz aufgeben?


Armer Vater *g*

Das Wochenende bei Marc haben die Kinder für ihren ersten gemeinschaftlichem Streich genutzt: Warten, bis Vatern gemütlich auf der Toilette sitzt und dann an der Haustür klingeln, als käme unerwarteter Besuch.

Soviel zum Thema “Schwächen ausloten und ausnutzen”. Hihi!  LOL


“Hauptsache gesund!”

Meine Tochter hat einen Erbfehler. Der sich mit zunehmendem Alter mehr und mehr manifestiert.

Sie hat von meinem Mann das Einkaufs-Gen mitbekommen!  *AAAARGH* (Womit bewiesen wäre, daß es sich zweifelsfrei um einen auto- oder vielleicht gar gonosomal-dominanten Erbgang handelt. Für Tobias besteht also noch Hoffnung - er hat sein einziges X-Chromosom ja von mir, nicht von Marc. *feix*)

Die Symptomatik bei dieser speziellen Mutation sieht aus wie folgt: Alle Regale in allen Geschäften - egal ob sie etwas Benötigtes enthalten oder nicht - müssen genauestens auf ihren Inhalt und der wiederum auf seine spezifischen Merkmale untersucht werden. Jedes Produkt wird entnommen, gedreht, gewendet, betrachtet, in der Hand gewogen, mit den anderen verglichen und ggf. irgendwo wieder abgestellt. Oder auch mit Vehemenz gegen jeden Versuch verteidigt, es wieder an seinen Ursprungsort zurückzulegen.

Irgendwann am Ende des Anfangs unserer Beziehung habe ich meinen Mann gebeten, den Großteil der Einkäufe zu tätigen, während ich das Putzen übernahm. Damit war ich nämlich meist nach zwei bis drei Stunden fertig, während Marc noch immer durch die Gänge von WalMart & Co strich, auf der Suche nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Wurde er endlich fündig, klingelte bei mir schon wieder der Wecker für einen neuen Arbeitstag. (OK, fast. Aber weit davon entfernt war’s nicht.) Ja, ich gebe es offen zu: Es macht mich irre, mit meinem Mann zusammen einkaufen zu gehen; ich meide solche Gelegenheiten wie der Teufel das Weihwasser. Bei mir selbst geht Einkaufen nach dem Motto: Einkaufzettel her, abarbeiten, zahlen, raus aus dem Laden und ab nach Hause. Hat sich bisher sehr bewährt - auch für all die Resteinkäufe, die ich eben doch noch selbst erledigen muß, z.B. um Frischwaren zu besorgen.

Doch nun werde ich mit dem obigen Problem bereits in der zweiten Generation konfrontiert - und da gibt’s kein Ausweichen mehr. Denn ich kann meinem Kleinkind ja schlecht sagen, es möge die Einkäufe doch bitte ohne mich erledigen und dann die Straßenbahn nach Hause nehmen. Aber warten wir mal noch ein paar Jährchen ab. Dann muß ich nicht mal mehr für Frischwaren in den Supermarkt. Ich werde eben nur wieder lange auf ihre Ankunft in unserem Kühlschrank warten müssen. *g*


Weihnachtsbilanz

2 glückliche Kinder
5 glückliche Erwachsene
2 leckere Festessen
1 Wohnungs-/Haussuche

Oh Tannenbaum…
“Oh Tannenbaum…” Diesmal war er etwas kahl. Nachdem Saskia 2005 einige unserer schönsten Kugeln zertrümmert hatte, haben wir 2006 und dieses Jahr nur wenige (und nur die preiswerten *g*) Kugeln aufgehängt und den Rest des Schmucks mit unzerbrechlichem Material bestritten.

Tobias
Tobias’ Lieblingsgeschenk war die Papptrommel mit den Holzklötzen. Die flogen erst einmal in hohem Bogen in den Christbaum - offenbar war der unserem Sohn nicht bunt genug. *g*

Saskia
Saskia wurde heuer wie ein typisches Mädchen beschenkt. Mit Schmuck, Puppen, Puppenkleidern, Mini-Geschirr und einem Puppenherd. Naja, Autos hat sie ja auch wirklich genug. :o) Einen Teil ihrer Geschenke mußten wir bis zum ersten Weihnachtstag verschwinden lassen - es war einfach des Guten zu viel, was die Verwandtschaft unseren Kindern zukommen ließ.

Flipperfußball
Liebe Tanja, ich glaube, unsere Männer müssen Tobias mal die Regeln dieses Fußballspiels beibringen. Das heißt, falls sie ihn jemals wieder vom Spielfeld herunterbekommen. Marc hatte an Heiligabend jedenfalls keine Chance, sein eigenes Geschenk auszuprobieren. *LOL*

Und ja, wir werden tatsächlich schnellstmöglich umziehen, wie wir am Tag vor Heiligabend aufgrund einiger unerfreulicher Vorkommnisse beschlossen haben. Die erste Wohnung wird morgen besichtigt; eigentlich suchen wir aber ein Haus, haben auch schon ein paar auf der Merkliste und um entsprechende Informationen gebeten. Eine ganz bestimmte Maisonette-Wohnung in einem der Dortmunder Villenviertel gefällt mir auch sehr gut, aber unser Favorit ist derzeit ein Haus in Schwerte. Mal sehen, ob es dabei bleibt. Die nächsten paar Monate werden also spannend werden, wie man sieht. grin


Wieder da!

Schön war unser Urlaub in Neßmersiel. grin Die Fotos sind noch auf Marcs Laptop - ungesichtet, versteht sich.

Das Wetter war durchwachsen, aber wir haben dennoch immer etwas zum Spielen, Besuchen und Besichtigen gefunden. Beide Kinder haben wieder Entwicklungssprünge hinter sich. So schläft z. B. Saskia seit dem Urlaub nicht mehr im Gitter- sondern in einem normalen Kinderbett. Auch hat sie mich zum ersten Mal mit ihren Sprüchen so richtig in Verlegenheit gebracht:

Mutter und Tochter sind zusammen unterwegs auf einem Feldweg. Eine in Regenmantel und Gummistiefel verpackte Person kommt uns entgegen.
Saskia: “Hallo, Kind!”
Mutter: “Nein, Saskia, das ist kein Kind, das ist ein Mann.”
Saskia mustert den uns Entgegenkommenden von oben bis unten und gibt dann lautstark ihre Erkenntnis kund: “Das ist ein kleiner Mann!”

Autsch… *g*

Tobias macht übrigens erste Stehversuche. Jetzt wird es nur langsam Zeit, daß wir die Party für seinen ersten Geburtstag planen. Und am Mittwoch habe ich ein erstes Gespräch mit meinem Chef über den Wiedereinstieg im Januar 2008. grin


Hinterrücks

Es gibt mehrere perfide Arten, seinem Partner in den Rücken zu fallen. Eine davon besteht darin, dem jüngsten Kinde ein elektronisches Dudelspielzeug zu schenken. *AAARGH*

Da ist es mir tatsächlich fast lieber, wenn Tobias unermüdlich mit dem großen Lego-Elefanten Hockey spielt und dieser dabei gut vernehmlich über das Parkett poltert. hmmm

Unsere armen Nachbarn…


Es ist vollbracht

Mutter mit den Täuflingen

Saskias Torte

Tobias' Torte


Morgen, Kinder, wird’s was geben. :-)

Taufe



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