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“Hauptsache gesund!”

Meine Tochter hat einen Erbfehler. Der sich mit zunehmendem Alter mehr und mehr manifestiert.

Sie hat von meinem Mann das Einkaufs-Gen mitbekommen!  *AAAARGH* (Womit bewiesen wäre, daß es sich zweifelsfrei um einen auto- oder vielleicht gar gonosomal-dominanten Erbgang handelt. Für Tobias besteht also noch Hoffnung - er hat sein einziges X-Chromosom ja von mir, nicht von Marc. *feix*)

Die Symptomatik bei dieser speziellen Mutation sieht aus wie folgt: Alle Regale in allen Geschäften - egal ob sie etwas Benötigtes enthalten oder nicht - müssen genauestens auf ihren Inhalt und der wiederum auf seine spezifischen Merkmale untersucht werden. Jedes Produkt wird entnommen, gedreht, gewendet, betrachtet, in der Hand gewogen, mit den anderen verglichen und ggf. irgendwo wieder abgestellt. Oder auch mit Vehemenz gegen jeden Versuch verteidigt, es wieder an seinen Ursprungsort zurückzulegen.

Irgendwann am Ende des Anfangs unserer Beziehung habe ich meinen Mann gebeten, den Großteil der Einkäufe zu tätigen, während ich das Putzen übernahm. Damit war ich nämlich meist nach zwei bis drei Stunden fertig, während Marc noch immer durch die Gänge von WalMart & Co strich, auf der Suche nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Wurde er endlich fündig, klingelte bei mir schon wieder der Wecker für einen neuen Arbeitstag. (OK, fast. Aber weit davon entfernt war’s nicht.) Ja, ich gebe es offen zu: Es macht mich irre, mit meinem Mann zusammen einkaufen zu gehen; ich meide solche Gelegenheiten wie der Teufel das Weihwasser. Bei mir selbst geht Einkaufen nach dem Motto: Einkaufzettel her, abarbeiten, zahlen, raus aus dem Laden und ab nach Hause. Hat sich bisher sehr bewährt - auch für all die Resteinkäufe, die ich eben doch noch selbst erledigen muß, z.B. um Frischwaren zu besorgen.

Doch nun werde ich mit dem obigen Problem bereits in der zweiten Generation konfrontiert - und da gibt’s kein Ausweichen mehr. Denn ich kann meinem Kleinkind ja schlecht sagen, es möge die Einkäufe doch bitte ohne mich erledigen und dann die Straßenbahn nach Hause nehmen. Aber warten wir mal noch ein paar Jährchen ab. Dann muß ich nicht mal mehr für Frischwaren in den Supermarkt. Ich werde eben nur wieder lange auf ihre Ankunft in unserem Kühlschrank warten müssen. *g*

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