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Rabenmutter

Es nahen für viele die Schulabschlüsse, es naht für viele der Kindergartenstart, und es häufen sich die Threads in Elternforen, in denen es darum geht, wie viele Trän(ch)en fließen, weil die Kinder so schnell groß werden.

Das sind die Momente, in denen ich mich fühle wie eine Rabenmutter. Denn obwohl ich mich wundere, wie schnell die Zeit vergeht, und obwohl ich an jeder Entwicklungsphase hauptsächlich Freude habe, trauere ich keiner Minute hinterher. Meine Kinder lernen laufen, sprechen und ihre Tage langsam ohne mich zu gestalten. Und ich finde das schön. Ich finde Babys niedlich (OK, nicht alle… Noch so ein Punkt auf der Liste der Rabenmuttermerkmale…) und ich habe gerne mal eins auf dem Arm und spiele mit ihm. Aber ich bin froh, daß meine beiden keine Babys mehr sind und mir inzwischen z.B. erklären können, warum sie weinen und was sie wollen. Ich freue mich, daß die zwei nächstes Jahr alt genug für den Skikindergarten sind, so daß auch ich mal wieder die Pisten hinunterfegen kann.

Es gelingt mir nicht, wehmütig zu werden - und manchmal frage ich mich, ob ich meine Kinder eigentlich so liebe, wie “man” sollte. 

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