Sportart gesucht
Eigentlich fände ich es ja schön, wenn Saskia und Tobias auch Spaß am Sport finden würden. Saskia habe ich mehr oder weniger versprochen, daß sie ab Sommer reiten lernen darf, wenn sich hier eine bezahlbare Möglichkeit in der Umgebung findet. Tobias hingegen zeigt von sich aus an gar nichts Interesse. Schon gar nicht an Pferden. (Eher an Traktoren. *g*)
Nun hat mir die Mutter seines besten Freundes erzählt, daß eben dieser beste Freund demnächst im örtlichen Verein Fußball spielen wird. Und ich muß gestehen: Das würde mir für Tobias sehr widerstreben. An allen Ecken hört und liest man, daß die Eltern gerade bei Fußball fast mehr in den Verein mit eingeplant werden als die Kinder, und daß mindestens(!) jedes 2. Wochenende für irgendwelche Pflichtveranstaltungen draufgeht. Da ist unter der Woche bis zu dreimal Training und an den Wochenenden zu den unmöglichsten Zeiten dann Spiele und Turniere, zu denen man die Kinder kutschieren muß. Dazu dann Versammlungen und Feste, zu denen man kommen und etwas mitbringen muß, obwohl man selbst überhaupt nichts mit der ganzen Chose am Hut hat. Und tut man es nicht, wird das Kind gemobbt.
Ganz ehrlich: Dazu bin ich nicht bereit. Erstens finde ich Fußball tödlich öde. Auch und gerade live auf dem Platz. Zweitens bin ich nach einer Arbeitswoche einfach alle und brauche das Wochenende nicht nur für Einkäufe und sonstige Aktionen rund ums Haus und Garten, sonden auch für mich selbst. Ich habe schlicht keine Lust, meine Freizeit (und unfairerweise auch die des Geschwisterkindes) derart intensiv dem Sport eines der Kinder zu opfern, womöglich über Jahre hinweg und noch dazu für einen Sport, dem ich weniger als nichts abgewinnen kann - egal, wer mitspielt. Ab und zu wäre es ja OK, aber bitte nicht jedes 2. oder gar jedes Wochenende. Und ich habe auch absolut keine Lust auf Vereinsmeierei, wo man alle Naselang fürs Kuchenbacken, Trikotwaschen, Fahrgemeinschaften oder sonstwas verplant wird. Eine solche Sportart kann Tobias gerne ausüben, wenn er selbständig mit dem Bus von A nach B kommt und selber Ofen, Waschmaschine, Trockner und Bügeleisen bedienen kann. Vorher nicht.
Kurz und gut, ich suche für Tobias einen Sport, bei dem nicht automatisch auch der Rest der Familie bis zur Halskrause mit drinhängt und der sich ungefähr auf einmal Training pro Woche beschränkt. Es soll eine nette, regelmäßige Möglichkeit zum Auspowern und Kennenlernen anderer Kinder sein, aber nicht die Freizeit der ganzen Familie vereinnahmen. Gibt’s sowas? Oder kann ich die Suche gleich ganz aufgeben?
Hallo,
also, bei uns im Fußballverein ist das nicht so, dass Tim (bzw. wir) ständig mit eingeplant wird. Einmal pro Woche ist Training und manchmal am Wochenende Turniere (zu denen ich ihn noch nie fahren musste). Bist Du sicher, dass das bei Euch auch so ist? Ansonsten: An was hätte Tobias denn Freude? Äußert er sich dahingehend überhaupt nicht? Mir würde noch Handball einfallen (was aber wahrscheinlich eine ähnliche Problematik wie Fußball mit sich bringen könnte - aber ich denke, das ist bei allem, was irgendwie “vereinsmäßig organisiert” ist, der Fall). Wie wäre es denn mit Schwimmen? Bei der DLRG bieten sie ja solche Kurse an, die auch aufeinander aufbauen (und dazu auch noch wirklich nützlich sind). Oder Judo oder ein anderer Kampfsport? Hat er vielleicht Eure Liebe zum Tanzsport geerbt? Vielleicht gibt es ja in einer örtlichen Tanzschule solche Kinderkurse? Ich bin gespannt, für was Ihr Euch entscheidet
.
Schach:
- kost nicht viel
- Jubelperser am Spielfeldrand sind explizit nicht erwünscht
- man kann zu Hause / via Netz trainieren
- Die Spielorte sind i.d.R. gut mit ÖPNV zu erreichen
- abweichendes und ungewöhnliches Verhalten gilt als völlig normal
Um Sommerfeste und dergleichen kommst du aber trotzdem nicht rum. ^^
Ganz ehrlich, ich denke es wird schwer sein, eine Sportart zufinden, bei der sich die Trainingszeit auf 1x pro Woche beschränkt. Mein Sohn macht z.B. Kung Fu und auch dort hat er 3x die Woche Training, mit zunehmendem Alter wird sich der Trainingsaufwand sogar noch erhöhen. Auch seine Mitschüler, die eine Sportart im Verein betreiben, haben 3x pro Woche Training. Ganz egal, welche Sportart sie ausüben. Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie man eine Sportart effektiv erlernen soll bei einmaligem Üben pro Woche. Was die Einbindung der Eltern angeht, so sind wir zu den jährlichen Weihnachts- und Sommerfesten eingeladen und zu einer Prüfung begleite ich meinen Sohn auch, um Beistand zu geben. Ich denke, dies hängt sehr vom gewählten Verein ab.
Liebe Grüße
Na, ganz einfach - Trecker fahrn! Oder, wenn gerade kein Trecker zur Hand ist, Fahrrad.
@Bianka: Naja, ich glaube, sowas wird schnell zum Selbstläufer, und genau das will ich eben von vornherein vermeiden. Man hört es immer wieder, daß Eltern ihre Kinder naiv angemeldet haben und sich das Pensum dann immer weiter gesteigert hat, bis kaum noch Freizeit für die Familie da war. Gerade bei Fußballvereinen.
@Lars: Kann man beim Schach auch kreuz und quer übers Brett toben oder selbiges durch die Gegend schmeißen, um sich auszupowern? *g*
@Sinneswandlerin: Es ist ja nicht unbedingt erforderlich, daß Tobias in “seiner” Sportart zum Ober-Crack wird. Er soll sich einfach mehr bewegen und dabei andere Kinder kennenlernen. Ob er dabei von einer Liga zur nächsten aufsteigt oder nicht, ist mir offen gestanden vollkommen schnuppendulli. Voraussetzung ist einfach, daß für beide Kinder auch noch freie Nachmittage bleiben und nicht ständig eins zum Training oder Turnier des anderen mitgeschleift werden muß. Hinzu kommt, daß der Vater der beiden ja auch noch Zeit mit ihnen verbringen möchte. Sie sind an den Wochenenden zusammen viel mit dem Wohnmobil unterwegs, und das soll auch längstmöglich so bleiben. Denn der Tag, an dem meine Kinder lieber ihr eigenes Ding drehen als mit dem Vater rumzukurven, wird eh schnell kommen.
@Doppelfish: Dann komm mal her und eise unseren Sohn von seinem Laufrad los… Das Fahrrad wird verschmäht, aber komplett.
Hallo Ute,
also unsere befreundeten “Fussball-Mamis” sind vor allem im Sommer jedes Wochenende unterwegs (und davon gelegentlich auch recht genervt).
Ich habe mir geschworen, damit nicht anzufangen.
Allerdings sind andere Sportarten auch nicht “besser”:
beim Fechten und beim Turnen sind wir zu Turnieren teilweise mal schnell 200 km weit gefahren. Die waren zwar nicht so häufig, dafür aber für den Trainer umso wichtiger.
Das mit den Trainingszeiten ist auch so eine Sache. Da kommt keiner auf die Idee, dass es (wenn sie größer sind) Nachmittagsunterricht gibt oder Eltern auch einen Job haben. Es wird schlimmer, wenn sie Erfolg haben und daran sind ja alle interessiert, insbesondere gibt es im Verein kaum Sportarten, zu denen man sein Kind schicken kann, ohne dabei nicht automatisch auch den Leistungsvorstellungen von Trainern oder einem Mannschaftszwang zu unterliegen.
Mitgefangen ist also mitgefangen.
Aber das trainiert ja auch alle Beteiligten, dranzubleiben und durchzuhalten - gilt auch für Eltern. Da wirst du also auf Kurz oder Lang nicht dran vorbeikommen. Aber vielleicht findet sich ja zumindest zur organisatorischen Erleichterung eine Fahrgemeinschaft?
Insgesamt bist du bei jedem Mannschaftssport sicherlich mehr “gefangen”, aber vielleicht kann man sich da ja auch leichter mit anderen Eltern zusammentun?
@Anne-Kathrin: Ich muß ehrlich sagen, daß ich ziemlich entgeistert bin, daß offenbar alle Vereine die Eltern für Fahr-, Wäsche- und Versorgungsdienste mit einplanen, als sei dies selbstverständlich. Ich war als Kind selbst in einem Schwimmverein (und auch bei den Pfadfindern) und meine Eltern wären aufgrund ihrer Blindheit gar nicht in der Lage gewesen, mich alle Naselang irgendwo durch die Gegend zu kutschieren. Ob und wie ich zum Training kam, war ganz alleine mein höchsteigenes Problem. Zu Wettbewerben wurde ein Bus organisiert und gut war’s. Auch die anderen Kinder nahmen entweder die Straßenbahn oder kamen und gingen eben zu Fuß. Und das hat geklappt! Sommer-, Weihnachts- und sonstige Feste waren ebenfalls Sache der Kinder und Trainer. Eltern sah man da nur in Ausnahmefällen.
Wann zum Geier hat eigentlich dieser Elterntaxi-Wahn eingesetzt? Wann und warum hat das angefangen, daß die Kinder der ganzen Familie die Freizeitbeschäftigung diktieren und die Eltern das klag- und kritiklos hinnehmen? Das kann doch nicht wahr sein! Und irgendwie hätte es _mir_ als Kind auch mächtig gestunken, wenn meine Eltern mir selbst bei meinen Hobbies noch ständig an der Backe geklebt hätten. Du lieber Himmel…
Hannah macht in einem ganz tollen Verein Judo. Es gibt zwar auch Sommerfest und Weihnachtsfeier, aber beides wurde mit den zwei wichtigen Turnieren verbunden: Judo Safari und Vereinsmeisterschaft, sodass man nicht alle furzlang als Familie Termine hat.
Hannah KANN dreimal die Woche trainieren, aber da ich es so sehe wie Du, dass sie auch noch Zeit für Freunde oder einfach mal nur Langeweile haben sollen, geht Hannah nur einmal in der Woche. Immerhin hat sie ja auch noch Schwimmen bei einem Schwimmlehrer, der keinem Verein angeschlossen ist und somit auch keine Ambitionen zu Vereinsmeierei hat oder die Kinder zu Meisterschaften prügeln will, damit er in der Presse steht.
Judo und Schwimmen kann ich beides sehr empfehlen und zusammen finde ich es auch vollkommen ausreichend und abwechslungsreich genug, zumal Hannah nun auch in der Schule noch Schwimmen-AG hat und darüber dann die Möglichkeit, an der Schulmeisterschaft teilzunehmen.
Lena will jetzt mit vier auch mit Judo anfangen, wobei sie dann an einem anderen Tag trainiert als Hannah. Und Schwimmen kommt dann mit 5 dazu.
@Ute:
Meine Schachturniere waren eigentlich immer sehr Fußball-lastig…
Hallo,
du weißt aber, das Reiten genauso enden kann wie Fußball?? Mit Turnieren am Wochenende.
Gibt´s bei euch nicht einfaches Kinderturnen oder psychomotorisches Turnen? Hier auf´m Dorf wird das quasi an jeder Ecke angeboten. Es ist wohl auch so, dass es ne Weihnachtsfeier gibt und man Mitglied sein muss, aber außer 1x die Woche auspowern steht sonst nix auf dem Program.
LG Ruth
@Tanja & Bianka: Ja, je mehr ich darüber nachdenke, desto überzeugter bin ich, daß Schwimmen das Richtige sein könnte. Das macht er (nach anfänglicher Scheu) sehr gerne, und das kann man im Team / in der Staffel (Tobias ist im Grunde ein Mannschaftstyp) oder auch als Einzelperson (zum Lernen erstmal ideal) betreiben. Und andere Kinder lernt er dort automatisch auch kennen.
Noch dazu ist das ein Sport, der den ganzen Körper fördert, also nichts Einseitiges. Außerdem schwimmt auch Saskia gerne, so daß ich vielleicht beide Kinder gleichzeitig zufriedenstellen kann und die Große nicht nur einfach die Wartezeit bis Trainingsende absitzen muß, sondern selbst mitmachen kann.
Suche gerade schon beim Stadtsportbund nach Möglichkeiten und werde morgen direkt mal telefonieren.
@Lars: Ich frage jetzt besser nicht, was Ihr da genau durch die Gegend gekickt habt. Die Köpfe der Gegner…? *g*
@Ruth: Sind nicht aber die Turnierreiter meistens die mit den eigenen Pferden? Das kommt für uns ja eh nicht in Frage. Die Kinder eines Kollegen reiten bzw. sind geritten, haben aber nie an Turnieren teilgenommen. Für den Verein war das wohl OK. Und bei mir war’s ja ähnlich. Bei Wettbewerben war ich auch nie dabei und keiner hat gemeckert. Beim Fußball läuft es ja zwangsläufig auf Turniere raus, aber beim Reiten doch nicht unbedingt, oder?
Kinderturnen gibt’s hier wohl tatsächlich “um die Ecke”, aber ich weiß noch nicht, ob das alters- und zeitmäßig paßt. Mal sehen…
Hallo,
nur mal so angemerkt, dass es auch beim Schwimmen schnell so enden aknn, dass das Training mehrfach pro Woche stattfindet- hier dann gerne auch an entgegengesetzten Enden der Stadt… Jule hatte das ausprobiert und ich war wriklich erschrocken, wie schnell die Kinder da auf LEistung und Wettkämpfe getrimmt wurden.
Ich finde es ein wenig befremdlich, dass das Kind bitte ein Hobby machen soll- dann aber mit “All-Inclusive”- also Fahrdienst, Trainer und Wäschservice. Für die Vereine ist es unglaublich schwer, überhaupt qualifizierte Trainer zu finden, die auch ein bisschen Ahnung haben von dem, was sie machen. Und eben nicht übermotivierte Möchtegerntrainer, die bereist bei den 4jährigen die “schlechten” beim Turnier nicht antreten lassen… Ich glaube kaum, dass die Vereine das leisten könnten, bei den knappen finanziellen und personellen Ressourcen, die Eltern auch von Fahrdiensten und Wäscheservice zu entlasten. Und zu einem Verein gehört ja auch das Vereinsleben dazu.
Ich stimme Dir zu, Fussball ist da sicherlich extrem. Hier finden die Turniere mitunter unter der Woche nachmittags statt. Etwas, was ich als berufstätige Mutter mit zwei Kindern nicht leisten kann und will.
BTW: Reiten kann sich übrigens sehr schnell auch zu einem sehr zeitaufwendigen und darüber hinaus teurem Hobby entwickeln. Ich weiß genau, wovon ich spreche. Und da gab es auch Weihnachtsreiten, Quadrillen und Putzdienste. Und gerade bei den Kleinen Kindern ist die Anwesenheit der Eltern vor, während und nach der Stunde ja unerlässlich- weil es zwar ein sehr sehr schönes Hobby ist, aber eben auch eines, das viel Umsicht erfordert. Wobei Turniere da ja tatsächlich nicht zwangsweise sein müssen.
Einen Unterschied zu früher sehe ich aber darin, dass das viel früher losgeht mit den Hobbys und es viel mehr Möglichkeiten gibt. Bei mir gab es im Dorf früher Kinderturnen, da konnten wir früh alleine hingehen. Reiten lernten die meisten erst ab 8-10 Jahren, dieses frühe Reiten mit 4 oder 5 kenne ich nur von wenigen Kindern (die, ´deren Eltern selber Pferde hatten).
LG
Anne, die die Diskussion hier aber gerne verfolgt- ich suche auch nach einer Möglichkeit für den Kurzen
@Anne: Was z.B. das Trikotwaschen angeht, verstehe ich nicht, warum man das gleich für die ganze Mannschaft aufs Auge gedrückt bekommt? Wieso kann nicht jeder seinen eigenen Kram sauberhalten und gut ist? Ich sehe wirklich nicht ein, warum ich anderer Kinder Wäsche waschen sollte.
Ich erwarte auch von keinem Trainer, daß er mein Kind durch die Gegend fährt. Ich erwarte nur, daß auch die Familien- und später auch die Schulsituation mit berücksichtigt wird beim Sport der Kinder. Klar würde ich mein Kind zum Training bringen, aber eben nicht dreimal in der Woche. Und ich gurke auch nicht jedes Wochenende kreuz und quer durchs Land für irgendwelche Turniere. Das ist einfach zu viel. Ein Hobby in dem Alter darf doch nicht derart auf Kosten des Familienlebens gehen - warum sehen viele Vereine das nicht ein?
Langsam wundert mich nicht mehr, daß die Jugend angeblich immer mehr zu Sportmuffeln mutiert. Wenn das dermaßen ausartet…
PS: Klar, zum Verein gehört das Vereinsleben dazu. Aber dann soll dieses doch auch bitte auf die eigentlichen Mitglieder - die Kinder - ausgerichtet werden und nicht mich quasi zur Mit-Mitgliedschaft verpflichten. Dann wird eben nicht die Mutti zum Kuchenverkauf auf zig Turnieren verdonnert, sondern jeder steckt sich ‘ne Stulle und ‘nen Schokoriegel ein und das Kind bringt einfach ‘nen Zehner für die Vereinskasse mit, wenn es einen akuten Engpass oder besonderen Anlass gibt. Und das Geburtstagsgeschenk für den Trainer besorgen oder basteln die Kiddies halt selber. Haben wir doch damals auch.
@Ute:
Am Anfang Tannenzapfen oder plattgetretene Dosen, aber wir haben relativ schnell dafür gesorgt, dass immer ein Ball dabei war. ^^
Ich erinnere mich an ein größeres Mannschaftsturnier, bei dem mir jemand ne frische OP-Narbe mit nem Tennisball wieder aufgeschossen hat. Die Ärzte hatten mich zum Turnier gelassen, weil, war ja nur Schach. Da kann ja nix passieren…
Beim Fußball bin ich ganz bei Dir. Ich sehe das hier in der Nachbarschaft. Da wird jedes zweite Wochenende auf irgendwelchen Turnieren verbracht und Training findet zwei mal die Woche statt. Wenn es jemanden in der Familie gibt den Fußball begeistert ist das ja alles noch ok aber wenn nicht, wird es wirklich schwierig.
Unsere Tochter reitet ja seit gut einem halben Jahr. Wir sind im Moment noch bei einmal die Woche aber das ändert sich sobald sie an die Longe kommt. Da sind wir dann auch bei mind. 2 x Training die Woche und wenn sie sich dann irgendwelchen Reitgruppen anschließt ändert sich die Trainingszeit wieder. Mal ganz davon abgesehen, dass der Preis sich zumindest hier immer weiter noch oben schraubt. Longenstunden sind Einzelreitstunden und entsprechend fast doppelt so teuer wie der jetzige Gruppenunterricht. Hier ist es erwünscht, dass ein Elternteil bei den Reitstunden dabei ist.
Schwimmen finde ich auch einen sehr schönen Sport, der zumindest am Anfang auch wenig Aufwand bedeutet.
Wie wäre es denn noch mit Leichtathletik? Zumindest hier wird 1x in der Woche trainiert und Turniere gibt es glaube ich 1 oder 2 im Jahr, also sehr entspannt.
LG
Daniela
@Daniela: Der Preis wäre jetzt, sagen wir mal… nicht soooo relevant. Meine Eltern waren so lieb, gewissermaßen einen “Fonds” für die Kinder einzurichten, aus dem auch solche Aktivitäten bezuschußt werden, wenn nötig. Denn wenn zwei Kinder je eine Sportart und evtl. auch noch ein Instrument lernen, ist das sonst selbst für einen guten Alleinverdiener ja kaum noch zu stemmen. Dafür fallen andere Geschenke dann eben eine Ecke kleiner aus, aber das soll mir nur recht sein. Von Hobbies haben die Kinder eh mehr als von irgendwelchem überteuerten Plastikschnickes, der nach drei Wochen unbeachtet in der Ecke herumfliegt. (Ein Teil der Familie hat an Weihnachten gar nichts geschenkt. Die Kinder haben es nicht einmal bemerkt.)
Bei den Trainingszeiten kann man ja zum Glück gerade beim Reiten auch mal “nein” sagen, wenn einem Mehrfachtermine pro Woche zu viel sind. Das ist halt das Gute, wenn man sein Pensum und seine Ziele selbst festlegen kann und es keiner Mannschaft recht machen muß. Und sobald Saskia in ein paar Jahren selber Bus fahren kann, kann sie ja im Rahmen ihres Stundenplans selber entscheiden, wie oft sie trainieren möchte.
Guten Morgen, stimmt beim Reiten läuft´s nicht zwangsläufig auf Turniere aus. Ich war auch auf keinem einzigen. Aber man muss nicht zwangsläufig mit nem eigenen dahin. Und hier ist es auch so, dass man das Kind abgibt und anschließend wiederholt.
Schwimmen für Tobias hört sich gut an, aber ich würde Saskia rauslassen , damit er da was eigenes hat;o)
@Ruth: Guter Punkt. Danke!
@Ruth: du meinst statt Jodeldiplom?
*PatschvordieStirn* Jodeldiplom! Das isses doch! Super Idee! *g*
Hm, kann ich verstehen - ich glaube ich hätte auch keine Lust ständig für den Verein meine Zeit zu opfern.
Schon mal Tischtennis in Betracht gezogen? Ich hab zwar keine Kinder, aber spiele selbst ab und zu - und bei uns ist es so, dass zwar zweimal pro Woche Training ist, man aber nicht beides mal muss. So ist man zeitlich auch etwas flexibler. Und hier muss man auch nicht unbedingt zu Spielen und Turnieren.
Und wer meint Tischtennis sei langweilig - der sollte es mal ausprobieren. ![]()
Schau doch mal im Sportverein in Deiner Nähe nach ob es eine TT-Abteilung gibt und ab welchem Alter Kinder dort trainieren dürfen.
Tschtennis. Platten in den Garten, dann kann er auch mal mit einem Freund bei euch spielen.
Tischtennis wäre gar keine schlechte Idee. Gibt’s hier im Vorort sogar, und das Beste: Marc spielt auch.
Heute habe ich der DLRG jedenfalls erstmal die Termine für den nächsten Schwimmanfängertermin aus der Nase gezogen. Das muß er so oder so irgendwann lernen. Ich hoffe, wir bekommen im Februar noch einen Platz, denn die werden nach Anwesenheit vergeben, wenn ich das richtig verstanden habe. Damit wäre der Anfang gemacht.
Hallo Ute,
das wäre mal ein anderes Thema: Mütter/Eltern im permanenten Chauffier-Service.
Es ist inzwischen offenbar nicht mehr hip, seine Kinder zu Fuß gehen zu lassen.
Wenn ich meine Großen so ansehe, so ist es auch nicht zumutbar, sein Kind eine halbe Stunde auf den Bus warten zu lassen ![]()
Das Problem ist sicher gewachsen:
Es ist mehr Verkehr auf den Straßen, daher lässt man seine Kinder erst später allein mit dem Rad fahren,
es scheint insgesamt unsicherer, daher bringt und holt man sie lieber selbst ab etc etc.
Ganz schlimm enpfinde ich jedoch auch den Druck, der von den “Hausfrauenmüttern” ausgeht, die immer da sind, immer Zeit haben und sogar eine Viertelstunde vor Abholzeit vor der Kindergartentür stehen, weil sie es gar nicht erwarten können.
Es ist schwierig, seinen Kindern permanent zu erklären, warum man da nicht mit kann.
Und es ist absurd, dass gerade Kindergarten, Schulen und auch Vereine auf die Doppelbelastung nicht reagieren. Da ist es normal, dass nachmittags um zwei das Elterncafe stattfindet, Eltern das Schlittenfahren in der Schule mit Tee und Keksen mit beaufsichtigen etc.
Dass man als Eltern auch einfach mal seine Ruhe will… scheint nicht sonderlich im Trend.
@Anne-Kathrin: Das Schlittenfahren in der Schule beaufsichtigen??? Mit Tee und Keksen??? ROTFL! Das ist nicht Dein Ernst, oder? Grundgütiger, ich fasse es nicht! Ich glaube, bei einem solchen Ansinnen würde ich entweder in schallendes Gelächter ausbrechen oder die Männer im weißen Kittel rufen. Oder beides.
Bei den Elterncafés im Kindergarten habe ich klipp und klar gesagt, daß und warum ich nicht teilnehmen kann, will & werde. Aber da die Erzieherinnen ja pünktlich nach Hause wollen, sind die Elterncafés eben weiterhin mittags bis nachmittags und ich bin eben weiterhin nicht dabei. Da aber ohnehin immer nur dieselbe Handvoll Verdächtiger teilnimmt und diese sowieso nur über ihre tollen kleinen Lieblinge schwafeln, entgeht mir da wohl auch nichts. Wenn wirklich was Wichtiges ist, steht das auch auf irgendeinem Aushang.
Ich entziehe mich bei sowas den Erwartungen, die da ohne nachzudenken aufgestellt werden. Eiskalt.