Mietvertrag III

So, wir haben den Mietvertrag. Und somit also die bisherige Wohnung meiner Eltern. Mitte Dezember können wir mit der Renovierung anfangen, Mitte Januar hoffentlich einziehen.

Heute haben Marc und ich jeweils einen unserer kostbaren Urlaubstage geopfert. Als “Urlaub” möchte ich die letzten 22 Stunden rückblickend allerdings doch nicht unbedingt bezeichnen… wink Erst ein dreistündiger Arzttermin (Ergebnis: Alles OK), und von 12:00 bis 20:00 Uhr haben wir uns zwischen Dortmund und Unna nach neuen Möbeln umgesehen. Denn wir haben das alte Sammelsurium aus zwei Haushalten inzwischen gründlich satt, und einige unserer z.T. noch aus Studentenzeiten stammenden Möbel lösen sich ohnehin langsam in Wohlgefallen auf. Hinzu kommt, daß wir ja in der neuen Wohnung noch ein zusätzliches, neues Zimmer haben, das ja ebenfalls eingerichtet werden muß. Letzteres ist heute geschehen. Auch einen neuen Eßtisch und dazugehörige Stühle haben wir gekauft. Insgesamt haben über 2.000,- Euro den Besitzer gewechselt… *seufz* Aber was sein muß, muß sein. Die neue Einrichtung für’s Schlafzimmer wird noch ein Jährchen warten müssen; nach einer schönen Couchgarnitur mit Tisch suchen wir noch. Gar nicht so einfach, wenn man keine “Über-Eck”-Kombination nehmen kann. Für den Grundriß des neuen Wohnzimmers sind die Dinger leider ungeeignet.


Mietvertrag - es geht weiter

Morgen abend findet das Treffen mit unseren hoffentlich-bald-neuen-Vermietern statt. Wäre ja toll, wenn es klappte!


Ach ja, noch was:

Wenn ich innerhalb der nächsten 168 Stunden noch einen einzigen Kommentar über irgendein von mir zum Verzehr gewähltes Nahrungsmittel zur Kenntnis nehmen muß, dann laufe ich wirklich Amok! Ich kann es langsam echt nicht mehr hören und finde es auch nicht mehr lustig! (Zumal nach dem tausendsten Mal auch der beste Witz einfach öde wird.) Was ich esse, ist ganz alleine meine Sache! Wenn ich einen Ernährungsberater brauchen sollte, dann suche ich mir schon selbst einen—und zwar einen, dessen Qualifikation außer Frage steht!

Vielleicht ist irgendwann mein diesbezüglicher Humor wiederhergestellt und ich kann nervige Kommentare nonchalant ignorieren oder wieder mit nichtssagendem Blabla beantworten, aber momentan steht’s mir echt bis hier!

Nein, ich leider nicht unter PMS. Ganz sicher nicht.


Der sportliche Typ…

Sagt mal: Was tut Ihr Damen da draußen, wenn Ihr Euch so richtig besch***en, häßlich, unattraktiv und unweiblich fühlt? Gibt’s da ein Patentrezept?

Nach der Haarausfallgeschichte im Frühjahr, deren Ursache ja leider nie gefunden wurde, blieb mir nichts anderes übrig, als mir meine Haare kurz schneiden zu lassen. Kurz. Häßlich. Unweiblich. Genau so wie als Kind. Damals durfte ich sie mir nicht wachsen lassen, damit meine Eltern sie leicht waschen und kämmen konnten. Resultat: Ständig wurde ich für einen Jungen gehalten. Und weil’s so gut paßte, gab’s dazu die entsprechende Kleidung. Ich hab’s damals schon sooooo gehaßt!

Tja, und nun kann ich meine Haare nicht mehr wachsen lassen, weil sie einfach zu dünn und fein wurden und ich nicht sicher bin, wann sie das nächste Mal ausfallen. War ja dieses Jahr leider keine Premiere. Vieles wächst wieder nach, aber komplett erholen sie sich danach erfahrungsgemäß leider nie… :-(

Beim letzten Schneiden hatte ich die Frisiertussi schon extra gebeten, sie nicht gar so kurz zu schnibbeln und einen weiblicheren Touch reinzubringen. Was macht die blöde Kuh? Zackzack noch ein paar Stufen und Ecken mehr rein. Klasse. Danke. Das kann ich jetzt nicht mal mehr begradigen lassen, ohne danach auszusehen wie ein verhinderter Skinhead.

Die Haare sind also schon mal die eine Story. Aber leider nicht die einzige. Gehe ich in einen Klamottenladen, will man mir seit der Haargeschichte partout und ausschließlich Sachen andrehen, die mich aussehen lassen, als sei ich geradewegs der Fremdenlegion entfleucht. Dunkle Farben. Schmucklos. Schnurgerade geschnitten. Militärisch häßlich. Unweiblich. Früher fand ich Klamottenkaufen oft nervig, weil es immer so lange dauert. Inzwischen ist es noch dazu schlichtweg deprimierend. Und immer wieder dieser zuckersüß gezwitscherte Kommentar von Außenstehenden (vor allem von Verkäuferinnen!), ich sei ja “der sportliche Typ”. Zum Kotzen! Kann mir bitte endlich mal jemand all die IdiotInnen vom Leib halten, die sich stets ungefragt bemüßigt fühlen, überall ihren unqualifizierten, taktlosen Senf dazuzugeben? Danke!

Also, just for the records: Ich bin nicht der sportliche Typ!!!! Ich will kein Militärzeugs angedreht bekommen, ich will fließende Stoffe, Stickereien, Volants, vielleicht sogar Rüschen. Ich will, daß man mir helle und fröhliche Farben und weibliche Schnitte anbietet, keine Uniformschnitte, keine Kartoffelsäcke! Ich will Schuhe, die so aussehen, als könne man damit auch mal Urlaub in einem Schloßhotel machen, statt bulliger Knobelbecher, die so aussehen als wollte ich damit den Mount Everest besteigen oder meinem schlimmsten Feind die Rippen eintreten! Und ich will, daß man micht nicht so mitleidig von der Seite anschaut, sobald ich es wage, diese Wünsche zu äußern oder gar entsprechende Teile an der Kasse zum Bezahlen vorzulegen!

Ach ja: Und dann war da am Wochenende noch der Sohn meiner Freundin, der mich bei der Begrüßung nicht als Frau erkannt hat, dies auch ungeniert äußerte und sich über drei Tage hinweg meinen Namen nicht merken konnte. Marcs Name war kein Problem. Meiner schon, dabei sind es bei mir nur drei Buchstaben, statt derer vier: U. T. E. Die aber in dieser Kombination dummerweise nur als Frauenname bekannt sind. Und ein solcher steht offenbar im krassen Widerspruch zu meinem Aussehen.

Mittlerweile könnte ich nur noch heulen.

So, und was mache ich jetzt?


Engelke fliiiiiiieg…!

Ich gestehe, ich habe sie nie gesehen, die Late-Night-Show. War’s denn wirklich so schlimm?


War ja klar.

Wenn man das Onlinetelefonbuch einmal dringend bräuchte, liegt stundenlang der Server flach. Hätte ich mir ja denken können. *grumpf* Naja, ist jetzt auch nicht zu ändern.

Heute abend müssen Marc und uns noch ein formelles Anschreiben an die Vermieter meiner Eltern aus den Rippen leiern; eine Bewerbung um die Wohnung, gewissermaßen. Irgendwie komme ich mir ziemlich blöd vor dabei. Diese Herrschaften haben mich kennengelernt, als ich 13 Jahre alt war. Sie wissen durch meine Eltern und die Nachbarn im unteren Stockwerk selbst heute noch so ziemlich alles über mich. Sechs Jahre lang habe ich selber mit in dieser Wohnung gewohnt und war seither immer wieder regelmäßig dort zu Gast. Ich habe ja sogar einen eigenen Schlüssel!

Aber nein, es soll ein echtes, formelles “Bewerbungsschreiben” für die Wohnung werden - und mir fällt partout nicht ein, was ich da bloß reinschreiben soll, ohne daß es total dämlich klingt. Musterbriefe sind für solche Angelegenheiten wohl auch ziemlich spärlich gesät. Zumindest habe ich keinen brauchbaren gefunden. Vertragskündigungen, OK, aber Bewerbungen um eine Wohnung? Nix. Nada. Niente.



  Seite 2 von 2 Seiten  <  1 2

Rubriken

      

Archiv