U 5

Heute morgen hat Saskia ihre U 5 hinter sich gebracht. Sie ist offenbar groß für ihr Alter (6 Monate + 10 Tage) und leicht für ihre Größe:

72 cm und 7.600 g

Kommt wohl nach mir - bei mir konnte man damals sogar die einzelnen Rippen zählen. *g*

Körperlich und geistig ist bei Saskia eigentlich alles tip-top, inclusive Augen und Gehör. Nur dürfte sie langsam mal wieder etwas redseliger werden, meinte der Kinderarzt.

So ganz unempfänglich für Sprache ist unsere Kurze ja nicht. Sie reagiert auf Ansprache, auch von hinten, und ein “Ich bin gleich wieder da, Saskia” hat inzwischen tatsächlich eine beruhigende Wirkung auf sie. Sie hört also gut und versteht offenbar auch wenigstens ein bißchen, und sei es nur die Satzmelodie. Aber selber sprechen? Da hat sie offenbar wenig Interesse dran. Silbenbildung wie “Mamamama”, “heiheihei”? Keine Spur. Ein aufgeregtes “Huhuhuhu!”, wenn sie etwas haben will oder etwas Neues sieht, ist das Höchste der Gefühle. Spucke durch die Lippen prusten ist derzeit besonders beliebt. Ansonsten quietscht und gurgelt sie nur in unterschiedlichen Lautstärken und unverständlichen Silben vor sich hin, und selbst das nicht besonders häufig oder lange. “Unterer Normbereich” meinte der Kinderarzt und will sie in 6 Wochen nochmals sehen. hmmm

Nun suche ich nach Infos, wie man die Sprachentwicklung bei so kleinen Mäuschen gezielt fördern könnte, aber viel ist mir da noch nicht untergekommen. Daß ich möglichst viel, deutlich und in kurzen Sätzen mit ihr rede, ist logisch, mache ich ja ohnehin schon. Aber vielleicht kann man ja noch mehr tun?


Dichtung und Wahrheit

Muahaha! Diese Besichtigung lief bei uns damals ähnlich. Superprofessionell aufgezogen; eine 1A-Selbstdarstellung des Krankenhauses.

In der Praxis sah das Anfang April dann folgendermaßen aus:

1. Die Nachtschwester war ein fürchterlicher Drachen, mit dem ich in beiden Nächten nach der Entbindung heftigst aneinandergerasselt bin. Wegen des Stillens, wegen eines Medikaments, das ich mich zu nehmen weigerte (ich mampf’ doch keine Schmerzmittel, wenn mir nichts weh tut! *tock-tock!*) und wegen eines leeren Milchfläschchens, das ich wagte im Schwesternzimmer abzugeben. Bei der vorherigen Mahlzeit hatte mir eine andere Schwester gesagt, ich könne das leere Fläschchen dort deponieren; ich nahm an, sie würden die kleinen Einwegflaschen für das Altglas sammeln. Keine drei Stunden später gebe ich also die nächste Flasche ab und werde von Schwester R. angeranzt, was sie denn damit solle!?

Beim Stillen hatte ich mich übrigens ins sogenannte Stillzimmer der Station verkrümelt und dort auf dem Tisch eine kleine, rote, herzförmige Lampe angeknipst. Schönes Schummerlicht, welches weder mich noch Saskia zu sehr aus der nächtlichen Dämmerstimmung riß. Schwester R. muß meinen Abgang aus dem Krankenzimmer wohl mitbekommen haben, reißt plötzlich im Stillzimmer die Tür auf, knallt ihre Faust auf den Deckenlicht-Schalter und blökt: “DAS LICHT KANNICH NICH LEIDEN!” Woraufhin ich ihr ziemlich wütend zu verstehen gab, daß ihre Vorlieben wohl keine Rolle spielen, wenn ich mein Kind stillen möchte und sie ungefragt ins Zimmer poltert. Anschließend warf sie einen Blick auf meine Tochter, packte Saskia grob im Nacken und drückte sie mir mit Kraft an die Brust, um mir “endlich mal die richtige Stillhaltung” zu zeigen. Da bin ich dann allerdings ganz ausgetickt! Und sowas nennt sich stillfreundliches Krankenhaus - na danke!

2. Das Kind “ruhig mal abgeben” (zum Schlafen nach der Entbindung z.B.) war nur so lange möglich, wie die Kleine nicht schrie. In dem Fall hatte ich sie nämlich in Sekundenbruchteilen wieder in meinem Zimmer. Ist ja im Grunde auch in Ordnung - schließlich kann nur die Mutter stillen und sollte zumindest wissen, wenn ihr Kind brüllt. Doch statt mir einfach leise Bescheid zu geben, wurde Saskia mit viel Tamtam und voller Festbeleuchtung ins Zimmer gebracht. War toll in der ersten Nacht - meine Zimmergenossin mit ihren vorzeitigen Wehen hat sich auch sehr gefreut… hmmm

3. Der Kinderarzt hat die Wöchnerinnenstation zwei Tage hintereinander versetzt und ist schlichtweg nicht zur U2 aufgetaucht. Viele, die schon samstags das Krankenhaus hätten verlassen können, mußten weiterhin warten.

4. Als der gute Mann sonntags endlich kam, standen dann dermaßen viele Entlassungen an, daß man sein Kind innerhalb von zwei Minuten entkleiden und präsentieren mußte, damit der nächste an die einzig vorhandene Wickelunterlage im Untersuchungszimmer kam. Echt klasse, wenn man bei so etwas noch unsicher ist!

5. Bei der Entlassungsuntersuchung wurde der Hüftultraschall verschlampt - was ich Unwissende natürlich erst bemerkte, als meine Nachsorgehebamme zu Hause die Untersuchungsergebnisse sehen wollte. “Hüftultraschall? Häh? Wer, wie, wo, was?”

6. Schwester A verspricht, mir ein oder zwei Milchfläschen mit H.A. Pre mitzugeben, da ich sonntags entlassen wurde und H.A. Pre generell nicht überall verkauft wird. Schwester B revidiert die Entscheidung ihrer Kollegin; das sei gegen die Vorschrift. Also durfte Marc direkt nach meiner Entlassung kreuz und quer durch Dortmund gurken, um dieses Zeug aufzutreiben.

7. Schwester A sicherte meiner Hebamme zu, ich könne den Hüftultraschall jederzeit im Krankenhaus nachholen lassen, ohne zum Kinderarzt zu gehen. Schwester B erklärt mir beim Versuch einer Terminvereinbarung, das sei völlig unmöglich, da ich das Krankenhaus bereits verlassen habe und sie diese Leistung jetzt unmöglich noch übernehmen könnten.

Die ärztliche Versorgung in dem Krankenhaus war tip-top, keine Frage. Aber nochmals würde ich dort ein Kind nur dann zur Welt bringen, wenn es eine Risikoschwangerschaft/-geburt wäre (Kinderklinik liegt direkt um die Ecke) oder ich nach ein paar Stunden direkt nach Hause könnte.

Stationär? Dort? Never ever again!


Castaway

Sagt mal… Wird dieser arme Kerl hier eigentlich jemals gerettet? Also, so richtig gerettet? Nicht nur von dem Motorboot, das ihn dann in betrunkenem Zustand nach der Party wieder auf der Insel absetzt?

Castaway


Welt der Wunder

Da ich weiß, daß hier einige Damen mit unerfülltem Kinderwunsch mitlesen, möchte ich doch mal kurz auf folgende Doktorarbeit verweisen, über die ich bei einer Net-Recherche gestolpert bin:

Direkter Einfluß von Spermatozoen und seminalem Plasma auf das Endometrium

Insbesondere ab Seite 50 ff. wird’s interessant. Grob zusammengefaßt steht da nämlich, daß die Proteine und Peptide des männlichen Spermas die Gebärmutterschleimhaut der Frau unterstützend auf die Einnistung eines Embryos vorbereiten. Allerdings nur in der frühen und mittleren lutealen Phase.

Ganz kurz & im Imperativ: Nach dem Eisprung die Männer bitte noch nicht einmotten! ;o)

Ob’s wirklich etwas nützt, kann ich natürlich nicht garantieren. Aber schaden wird es beim “Basteln” auf normalem Wege wohl auch nicht. IVFler & Co. sollten zur Sicherheit besser vorher ihre behandelnden Ärzte konsultieren.



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