Momentaufnahmen
1: “Mangelnde Kompetenz kann es jedenfalls nicht gewesen sein.”
2: “Er wäre mir noch viel mehr wert gewesen.”
Wer den ersten Satz fallen ließ, kann ich leider nicht sagen; ich kenne den Namen nicht.
Den Urheber des zweiten Satzes möchte ich nicht nennen - es könnte demjenigen unangenehm sein.
Ich habe in 14 Jahren Berufstätigkeit noch nie erlebt, daß über irgendjemanden nach seinem Abschied so oft und so respektvoll gesprochen wurde. Jetzt kann ich nur hoffen, daß Du wenigstens ab und an mal hier ins Blog reinschaust und Dir immer wieder deutlich wird, was der gesamte Standort zweifelsfrei weiß: Du schaffst das. Du bist ein Asset! Fachlich, menschlich, ohne Wenn und Aber.
Besten Dank für das Entgegenkommen.
Ich glaube, ich kann von mir behaupten, daß ich noch nie auf einem Behindertenparkplatz geparkt habe, auch nicht “für die zwei Minuten mal eben”, wenn sonst nichts mehr frei war. Mir ist auch klar, daß ich mit Sanktionen rechnen muß, wenn ich mich ohne Berechtigung auf einen solchen Platz stelle. Und ich finde das auch durchaus in Ordnung.
Was ich allerdings nicht verstehe, ist, wenn eine Dame mit Gehbehinderung sich auf den letzten freien Eltern-Kind-Parkplatz stellt, obwohl in der Parkreihe direkt gegenüber noch 5 oder 6 Behindertenparkplätze frei sind. Noch viel weniger kann ich verstehen, daß sie mich auf meinen sehr freundlichen Hinweis (ich glaubte bis dahin noch an eine Verwechslung) aufs Unfreundlichste anpampt, sie habe eine Plakette und dürfe daher parken, wo es ihr paßt.
Weiß ich. Darf sie. “Leider”, kann ich in dem Fall nur sagen. Denn diese Dame wird auf dem Eltern-Kind-Parkplatz nicht abgeschleppt werden. Ich mit zwei Kleinkindern auf einem Behindertenparkplatz hingegen schon. Ein schlichter Tausch ist also nicht drin. Dabei habe ich beim Aussteigen aus dem Auto mit genau den gleichen Problemen zu kämpfen wie sie. Denn Kindersitze erfordern durch ihren seitlichen Aufprallschutz ein weites Öffnen der Türen, wenn man sein Kind nicht - einem Schlangenmenschen gleich - halb verknotet über die Armlehnen nach draußen zerren bzw. mit dem Kopf an den Wagenhimmel hauen möchte. Vom Einsteigen/Reinsetzen mal ganz zu schweigen. So richtig Spaß macht das übrigens, wenn der Nebenmann dann noch ganz knapp nebendran geparkt hat und man die Türen daher nicht mal halbgeöffnet arretieren kann. So daß sie ständig zufallen, während man noch sein Kind in den Wagen hievt. Es anschließend auch noch anzuschnallen, wird unter diesen Umständen wirklich zu einem akrobatischen Akt. Falls das Kind sich zusätzlich wehrt, wird es ein Ding der Unmöglichkeit. Wenn all das ohne Verletzungsgefahr über die Bühne gehen soll, braucht man mit Kleinkindern genausoviel Platz wie ein Mensch mit Krücken oder Rollstuhl. Und mit zwei Kindern im Wagen braucht man diesen Platz logischerweise auf beiden Seiten. Genau deshalb sind ja Eltern-Kind-Parkplätze so breit wie Behindertenparkplätze.
Daß der eine oder andere
kinderlose Yuppie sich einen Dreck um diese Schilder schert, ist mir nicht neu. Wirklich erstaunlich finde ich es aber, daß ausgerechnet jemand, der selber auf Rücksicht angewiesen ist, gegenüber anderen mit den selben(!) Bedürfnissen derart kaltschnäuzig handelt. Ich hatte keine gleichwertige Alternative. Sie hingegen sogar mehr als nur eine. Es wäre wirklich kein Akt gewesen, das Auto auf einen der Behindertenparkplätze zu stellen. Sie hätte nur über die Linie drei Meter geradeaus durchfahren müssen und hätte später sogar vorwärts ausparken können. Aber das Durchsetzen ihrer Rechte ohne echte Not war ihr wohl wichtiger.
Vielen Dank für das Gespräch, kann ich da nur sagen. Manche Leute kommen aus dem Trotzalter wohl ihr Leben lang nicht raus.
Jobbörsen
Hilfe, ich wußte ja, daß es einige davon gibt. Aber daß es gleich so viele sind…? (Und so ganz nebenbei habe ich auch das erste Mal von “Outplacement” gehört. Hm. Was würde das wohl für 25.000 Mitarbeiter kosten…?)
Nun ja, dann werde ich am Freitagmorgen mal unsere Tochter fürs Wochenende wunschgemäß den Großeltern in Soest übergeben und mich anschließend an die Lektüre machen. Vielleicht sollte ich mir vorsichtshalber so ein Lawinenpiepsgerät am Pulli befestigen, damit ich in dem Wust nicht komplett untergehe.
Die Sache mit dem toten Pferd
Die Besucherstatistiken von ute-gerhardt.de sind eigentlich bereits seit deren Entstehung dermaßen unspektakulär, daß ich schon lange nur noch sporadisch nachsehe, ob in den x vorangegangenen Monaten überhaupt Besucher zu verzeichnen waren. Vorhin war es wieder einmal so weit. Seitdem wird die Domain direkt aufs Blog umgeleitet, denn sie wurde ohnehin fast ausschließlich als Durchgangsstation zum “Zickenterror” genutzt. Im Gästebuch landete alle zwei Jahre mal ein Eintrag, und wenn ich mich recht besinne, kenne ich davon nicht einmal mehr die Zugangsdaten. Somit ist die Domain samt Inhalt im Grunde längst witzlos geworden. Und ich kann nicht einmal sagen, daß mir das großartig leid tut. Je länger ich im Web unterwegs bin, desto mehr streiche ich zusammen.
Wer wissen möchte, was ich vor ca. zehn Jahren im Web so alles verbrochen habe (den Zickenterror gibt es ja erst seit Sommer 2000), darf sich gerne meine zwei ältesten noch bestehende Seiten anschauen: “Schloss Rülpshorst” (basierend auf Band 19 der Schreckenstein-Kinderbuchreihe von Oliver Hassencamp) und “Florian der Geisterseher”. Von den beiden kann ich mich irgendwie nicht trennen, obwohl sie technisch betrachtet längst nicht mehr auf dem neuesten Stand und ebenfalls nur relativ wenigen Leuten bekannt sind. Nennt es von mir aus Nostalgie. Außerdem: Seiten für Kinder sind so herrliche Spielwiesen für HTML, Java-Applets, Javascript & Co.
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