Ein Tag kann eine Perle sein
Bei einigen Blogs kristallisiert sich relativ rasch heraus, daß man ihre Autoren unbedingt irgendwann gerne live treffen möchte. Leider läßt sich das nicht immer bewerkstelligen. Manchmal stellt sich auch beim Treffen heraus, daß “es nicht paßt”. Und dann gibt es Begegnungen, da paßt von Anfang an einfach alles.
In den vergangenen drei Tagen durfte ich Lars Fischer, den Autor des Fischblog, näher kennenlernen. Lars Fischer schreibt üblicherweise über diverse Themen aus der Wissenschaft, die ich faszinierend und sehr informativ finde, zu denen ich aber in den seltensten Fällen auch nur annähernd intelligente Kommentare beitragen könnte. Doch alleine schon seine Schreibweise machte mich mehr als neugierig auf den Menschen dahinter. Ich wurde nicht enttäuscht.
Lieber Lars, das Wochenende war einfach toll! Ich danke Dir!
Alltag mit blinden Eltern
“Heiko Kunert ist blind. Und er ist Presse- und Öffentlichkeitsarbeiter. Wie geht das? Er berichtet ... über seine blinde PR-Welt: eine Welt voller Kuriositäten, Überraschungen und dem ganz normalen Alltag in Hamburg.”
Als Heiko mich um einen Gastbeitrag für sein Blog “Blind PR” bat, sagte ich spontan zu, stellte aber schnell fest, daß es doch schwieriger war als gedacht, den geplanten Text zu verfassen. Einige Aspekte mußte ich zwangsläufig unberücksichtigt lassen. Nichtsdestotrotz hat es großen Spaß gemacht und ich bedanke mich herzlich bei Heiko für sein Interesse und die Veröffentlichung. Über Feedback bei Heiko würde ich mich ebenfalls sehr freuen.
Paßt. Zu 100 Prozent. Und mehr.
Manche Blogeinträge machen sprachlos. Weil alles gesagt wurde. Und zwar perfekt: => “Mal schnell dahingesagt…”
(via Not quite like Beethoven)
Lamm-Eintopf
Zutaten für 6 bis 8 Portionen:
2 Lammschultern mit Knochen oder 1 Oberkeule (Fett abschneiden)
Grobes Salz
Frisch gemahlener Pfeffer
3 EL Olivenöl
500 g kleine neue Kartoffeln, abgebürstet mit Schale
3 Fenchelknollen, in je 8 Stücke geschnitten
3 Stangen Sellerie, in 2 cm lange Stücke geschnitten
8 Knoblauchzehen, in dünne Scheiben geschnitten
1 kleine Chilischote, fein geschnitten
1 EL Koriandersamen, gemörsert
2 Zweige frischer Rosmarin, einer gehackt, der andere ganz
2 Zweige Salbeiblätter, einer gehackt, der andere ganz
1 kleine Dosen Tomaten
1 Zitrone, mit Schale in dünne Scheiben geschnitten, ohne Kerne
1 Orange, mit Schale in dünne Scheiben geschnitten, ohne Kerne
500 ml. Hühnerbrühe oder Bouillon
2 EL Tomatenmark
Zubereitung:
Der Ofen wird auf 190°C vorgeheizt, der Bratrost ins untere Drittel geschoben.
Das Lamm mit Salz und Pfeffer würzen und im heißen Olivenöl in einem gußeisernen Schmortopf scharf anbraten, bis es von allen Seiten goldbraun ist. Aus dem Topf nehmen und beiseite stellen
Kartoffeln, Gemüse, Knoblauch, Koriander und Kräuter in den Topf geben und ein paar Minuten anbraten. Die zerquetschten Tomaten, Zitrone, Orange, Brühe und Tomatenmark dazugeben, das Fleisch wieder in den Topf schütten und mit dem Gemüse gleichmig umgeben.
Zudecken und im Ofen anderthalb Stunden lang garen, alle 30 Minuten übergießen.
Flossenfäule
Mit den roten Neons hatten wir uns wohl Keime eingeschleppt. Nach einigen Recherchen im Internet hatte ich zwar schnell heraus, was den Fischen fehlte und habe auch direkt eine Antibiose gestartet (4 Tabletten “Sera baktopur direct” und täglicher Teilwasserwechsel vor der Medikamentengabe). Aber innerhalb von drei Tagen starben uns 7 Neons, beide Guramis und beide Paradiesfische. Ab Montag werden wir für zwei Tage einen Aktivkohlefilter einsetzen, um die restlichen Medikamente herauszufiltern, und dann wird erst einmal ein paar Wochen gewartet, bis wir wieder Fische einsetzen.
Die Corydorae, die Otocincli und die Heterandriae haben interessanterweise (und spaghettimonsterseidank) die ganze Episode unbeschadet überstanden. Die Otos, die entgegen aller Vorhersagen von “draußen” inzwischen gut gediehen sind, konnten wir gestern sogar beim Paarungsakt beobachten. Ich bin mir aber nicht sicher, ob dabei auch Jungtiere herauskommen werden.
Immerhin hat mein Mann sich nun ein zweites Becken gekauft (54 Liter), das wir wohl zukünftig als Experimentierbecken für Bepflanzung & Co. sowie als Quarantänebecken nutzen werden. Im großen Becken haben wir die Beleuchtung gewechselt und statt der Color- eine T5-Tropic-Röhre mit 4000 Kelvin eingesetzt. Interessanterweise ist das Algenwachstum auf Steinen und Scheiben seither stark zurückgegangen.
Neuer Name, neuer Anzug
Ich konnte es nicht mehr sehen, das grafiklastige, schwere Design vom vergangenen Winter. Wer noch Teile des alten Layouts im Cache hat, möge bitte einmal F5 drücken. Danke!
Sixty Symbols
Die Universität Nottingham bietet eine Webseite an, auf der 60 Symbole aus Physik und Astronomie mit kleinen Videos zu ihrer Herkunft, Bedeutung etc. verlinkt sind. Unter anderem gibt es das Symbol eines Gehirns, dessen dazugehöriges Video die Arbeitsweise eines Magnetresonanztomographen “live” erläutert. Hinter dem Symbol der Katze verbirgt sich ein Video zum Thema “Schrödingers Katze”, etc. So habe ich dann heute auch gelernt, was man unter dem sogenannten “Brazil Nut effect” versteht. (Einfach auf das große Gamma klicken.) Absolut sehenswert!
Via @drkiki
Und noch ein Fund von der @ApfelMuse:
PR-Doktor: “Bitte. Keine. Offenen. Verteiler. Nie!”
Ich fasse den Inhalt des Textes mal für Nicht-Geeks zusammen: Wenn man eine Mail an mehrere Menschen gleichzeitig schickt, dann setzt man sich selbst ins Empfängerfeld - und alle anderen auf Blind(!)kopie. Denn meine Mailadresse geht Euren Autohändler oder Eure Tante Frieda einen feuchten Kehricht an. Und umgekehrt. Danke.
(Dank an @ApfelMuse für den Link)
Ja, ich weiß,
ich schreibe hier zur Zeit nicht viel. Das liegt daran, daß einfach zu viel zu schnell passiert. Die Kinder entwickeln sich (unter anderem kann Saskia jetzt Schleifen binden), die Pflanzen ebenfalls (erste Chili-Ernte liegt hinter uns, die erste Physalis-Ernte vor uns, die Tamarillos werden mit Spannung erwartet), ich entdecke neue Menschen, neue Blogs und lerne zu “alten” geschätzten Blogs die dahinterstehenden Menschen kennen. Noch dazu bin ich das erste Mal um einen Gastbeitrag für ein anderes Blog gebeten worden, und an jenem Beitrag formuliere ich nun doch schon länger (und übrigens gerne), als zuvor gedacht.
Neuzugänge, sehr empfehlenswert:
Blind-PR:
“Heiko Kunert ist blind. Und er ist Presse- und Öffentlichkeitsarbeiter. Wie geht das? Er berichtet hier über seine blinde PR-Welt: eine Welt voller Kuriositäten, Überraschungen und dem ganz normalen Alltag in Hamburg.”
Augenschmaus:
“Die Welt mit den Augen sehen - Ein kleiner Einblick in mein ‘taubes’ Leben”
Not Quite Like Beethoven:
“ist wie Beethoven - nämlich ertaubt und öfters am daran verzweifeln.
Warum Nicht ganz wie Beethoven, kannst Du im ersten Post nachlesen.
Ein Blog über Unhörbares, Unerhörtes und Nicht-Gehörtes.”
Captain Schnarch & seine Freunde
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