Da war’n es plötzlich zwei

Seit gestern abend ist nun auch das Nano-Becken eingerichtet. Mit naturfarbenem Sand und etlichen Pflanzen. (Ein paar Turmdeckelschnecken aus dem großen Becken habe ich auch schon übersiedeln lassen.) Die Details werde ich hier notieren, sobald ich die Lampe ausgetauscht und die ersten Fotos gemacht habe. Momentan ist dafür das Wasser noch etwas zu trüb. Sand macht beim Einlassen des Wassers doch etwas mehr “Dreck” als Kies, soviel steht schon mal fest.

Das Becken selbst ist ein Aquadistri Superfish A 40 mit 27 Liter Fassungsvermögen. An sich nicht schlecht und ziemlich robust, aber die mitgelieferte weiß/blau Leuchtstoffröhre gibt ein fürchterlich kaltes Licht ab. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Pflanzen das lange durchhalten. Die Röhre werde ich wohl nächste Woche gegen eine Dennerle Nano Amazon Day austauschen. Soviel ich sehen kann, haben beide den gleichen G23er Sockel. Sollte also funktionieren.

Auch der Kern des mitgelieferten Filters gab mir Rätsel auf. Er besteht nämlich aus Aktivkohle. Warum ich ein unbelastetes Becken permanent über Aktivkohle filtern sollte, erschließt sich mir nun wirklich nicht, und so ist der Filterkern inzwischen statt mit Kohle mit Filterwatte ausgestopft. Das sollte allemal ausreichen.

Was habe ich nun also mit dem Mini-Becken vor? Zunächst einmal kommen nach der Einlaufphase die beiden Rotschwanzkärpflinge hinein und nach ca. zwei Wochen wieder zurück ins große Becken. Danach warte ich ab, ob sich im Minibecken Jungtiere entwickeln. Sobald die ebenfalls übergesiedelt bzw. verschenkt sind, werde ich das Minibecken wohl als Garnelenbecken nutzen.


Entdeckung des Tages

Ganz nebenbei: Ich werde nun tatsächlich ein kleines, ungeheiztes 30-Liter-Aquarium einrichten und versuchen, die kleinen Rotschwanzkärpflinge zu Eltern zu machen. Auf der Online-Suche nach geeigneten Pflanzen für ein so kleines Aquarium stolperte ich dann über das gelbblättrige Pfennigkraut (Lysimachia nummularia) und dachte mir vage: “Mensch, das haste doch letztens noch irgendwo gesehen?” Und siehe da, haargenau diese Pflanze wächst nur ein paar Meter von meinem Haus entfernt in rauhen Mengen wild an einer Mauer. Eine weitere Recherche ergab, daß diese anspruchslose Pflanze in der Tat auch für Aquarien geeignet ist.

Ein paar Stengel habe ich jetzt mal abgeknipst und ins große Becken getan. Mal sehen, wie sie sich dort so machen. Falls das klappt wie gedacht, kommen dann bald auch welche ins kleine “Zuchtbecken”.


Sie sind identifiziert!

Bei den blinden Passagieren handelt es sich um “Lucania goodei” - Rotschwanzkärpflinge. Dennis aus dem Aquaristik-Talk hat mich freundlicherweise darauf hingewiesen. Vielen Dank nochmal! grin

Offenbar werden diese Fische häufiger mal über Pflanzen der Firma Dennerle in die Aquarien eingeschleppt. Nun überlege ich, ob ich tatsächlich - wie von Dennis vorgeschlagen - ein 25-Liter-Minibecken einrichte und versuche, darin Nachwuchs zu züchten. Ich halte Euch auf dem Laufenden.


Neue Erkenntnisse über die Ursache von Erdbeben

Der mehrfach preisgekrönte Wissenschaftler Lars Fischer versucht in seinem jüngsten Artikel die These eines iranischen Predigers zu widerlegen, lt. derer Erdbeben durch unzüchtig gekleidete Frauen hervorgerufen werden.

Leider ist sein Gegenargument, es sei die Religion an sich, die die Erde sich schütteln läßt, zwar nachvollziehbar, in dieser Form aber noch nicht hundertprozentig hieb- und stichfest. Fischers Fazit ist dennoch allemal beachtenswert. Und zu seiner Beruhigung kann ich ihm versichern, daß früher oder später doch die allermeisten irgendwann wieder zur Vernunft kommen. Dauert halt in manchen Fällen eben ein paar Jahrhunderte. ^^


JAKO-O

Von Eltern gedacht - für Eltern gemacht. Aber vielleicht hätten sie auch mal den einen oder anderen Datenschützer fragen sollen.

Vor einiger Zeit haben uns Freunde einen Gutschein dieses Online-Shops geschenkt, auf Marcs und meinen Namen und unsere gemeinsame Adresse, die auch jetzt, nach der Trennung, immer noch die meine ist.

Vor ein paar Wochen habe ich unter einer meiner persönlichen Mailadressen und mit meiner Kreditkarte dort etwas gekauft, das nun geliefert werden soll. In der Bestätigungsmail vom 12. März ist noch alles paletti. Da steht meine Adresse, wenn auch mit Marcs Vornamen noch dabei. In der Lieferungsankündigung von heute abend sehe ich nun aber plötzlich meine Mailadresse, meine Kreditkartendetails, meine Firmenadresse als Lieferadresse - und als Rechnungsadresse die neue(!!!) Anschrift von Marc. Aber mit unser beider Namen, wie seinerzeit auf dem Gutschein!

Hallo, Jako-o? Geht’s noch? Bitte wie kommt die neue Adresse meines Mannes in meine Bestellung? Noch dazu nachträglich? Ich habe die da bestimmt nicht angegeben, und schon gar nicht als gemeinsame Adresse! Und Marc weiß vermutlich gar nicht, daß ich überhaupt einen Jako-o-Account habe. Noch hätte er Interesse daran, seine Adresse und seinen Namen für meine Rechnungen anzugeben.

Zu allem Überfluß kann ich mich aber auf der Homepage nicht mehr einloggen und bei der Passwortanforderung meldet das System, diese meine Mailadresse sei mit keinem Account verknüpft. Ach was? Aber fünf Minuten vorher kam an genau diese Adresse noch die Lieferungsankündigung! WTF???

Der Kunden-Service-Center ist angeblich montags bis samstags von 8:00 Uhr bist Mitternacht zu erreichen. Unnötig zu erwähnen, daß da dennoch kein Mensch drangeht, sondern man nur einen Song zu hören bekommt, aus dessen Text ich persönlich nicht schlau werde. Technischer Defekt oder Präludium für einen Anrufbeantworter? Wie wäre es mal mit einer klaren Ansage statt nuschelig gereimtem Kindergesang, verdammich!?

Ich könnte gerade schon wieder ausrasten! Das war meine letzte Bestellung in dem Laden, soviel steht mal fest!

————————————
Nachtrag, 24. April: Nach dem inzwischen erfolgten Telefonat mit Jako-o bin ich ehrlich gesagt nur noch von den Socken, was deren Umgang mit den Daten ihrer Kunden angeht. Die gute Dame am Telefon meinte, als unsere Freunde uns damals den Gutschein geschenkt hätten, sei mein Account um Marcs Vornamen ergänzt worden. (Daß auch das seinerzeit ohne mein Zutun oder gar Wissen geschah, ist ja schon alleine ein Unding!) Weil ja die angegebene Adresse mit der meines Accounts übereingestimmt hätte. Und da inzwischen die Deutsche Post gemeldet hätte, daß Marc umgezogen sei, hätte man meine Adresse eben geändert. Man könne doch nicht wissen, daß wir uns getrennt haben und hätte eben vorausgesetzt, das sei so in Ordnung. Mein Hinweis, die Umzugsmeldung hätte sich aber nur auf meinen Mann bezogen und ich sei immerhin noch immer unter der alten Adresse erreichbar, wurde wieder nur mit einem gejammerten “Aber das können wir doch nicht wissen, wir haben eben vorausgesetzt, daß Sie auch…” quittiert. Woraufhin ich der Guten erstmal klarmachte, daß sie bei privaten Daten überhaupt nichts vorauszusetzen habe und sich bitte mal dringendst mit den Datenschutzbestimmungen auseinandersetzen solle, bevor sie ohne Zutun und ohne Wissen des Kunden irgendwelche Angaben in dessen Account ändere.

Auf die Frage, warum ich mich denn in meinen Account nicht mehr einloggen könne, wurde mir erzählt, da habe es letztes Jahr eine Umstellung gegeben und man hätte alte Accounts von vor Mai 2009 nicht ins neue System übernommen. Daß ich aber mit eben diesem Account vor nur 6 Wochen noch eine Bestellung getätigt habe, ließ die gute Frau dann ratlos komplett verstummen. Mann, mann, mann…

Ich fasse es nicht! Aber eins weiß ich: Gutscheine von Jako-o sollte man - wenn überhaupt - tunlichst nicht an Dritte verschicken. Ich glaube nämlich nach dem Verlauf dieses Telefonates kaum, daß Jako-o seine ausgesprochen eigenartige Policy in absehbarer Zukunft ändern wird.


Vorsorge U9

Saskia hat die U9 heute prima und eher schon gelangweilt hinter sich gebracht, inklusive der Windpocken-Auffrischungsimpfung. Alles in Ordnung; das Kind ist gesund und gut entwickelt. Die Kinderärztin und ihre Helferin haben dann aus Neugier auch noch die üblichen Tests aus der Schuleingangsuntersuchung mit ihr gemacht (Bildergeschichte erzählen, auf einem Strich balancieren, auf Zehen und auf Hacken vorwärts und rückwärts laufen, auf einem Bein hüpfen, abstrakte Begriffe definieren, einfache Additionen, Gegenstände nachzeichnen, die eigene Adresse nennen, den eigenen Namen schreiben etc.), die Saskia ebenfalls problemlos gemeistert hat.

Als ich auf die entsprechende Frage hin antwortete, Saskia würde nicht in 2010 sondern in 2011 eingeschult, kam nur der trockene Kommentar, da hätten wir dann aber noch ein hartes Jahr mit einem unterforderten Kind vor uns. Aber ich denke, mit Bibliotheksbesuchen, Schwimmkurs und Co. werden wir das schon irgendwie hinkriegen. Daß Saskia mir während der Wartezeit vor der Untersuchung einzelne Wörter (LEO, POST, PANDA, ZOO, BUS) aus dem großen Wimmelbild an der Wand vorgelesen hatte, habe ich vorsichtshalber gar nicht erst erwähnt. ^^


Fragebogendesign

Man kann den Mitarbeiterfragebogen so gestalten, daß nur Meta-Informationen abgefragt werden. Wie z.B. “Haben Sie mit ihrem Vorgesetzten über Ihre Fortschritte und Ziele für 2010 gesprochen?” Oder auch: “Mir ist klar, wie ich zum Erreichen der Ziele der Business-Unit beitragen kann.” Und so weiter. Da alle diese Fragen mit “Ja” beantwortet werden können, wird das Management vermutlich den Schluß ziehen, daß durch die Bank alles in Butter ist und alle Mitarbeiter in der vorgesehenen Spur laufen.

Man könnte allerdings auch Fragen stellen wie z.B. “Sehen Sie die Chancen gegeben, Ihre persönlichen Ziele im Unternehmen zu erreichen?” Oder auch: “Mein Arbeitsumfeld erlaubt mir den optimalen Einsatz meiner Kenntnisse und Fähigkeiten.” Nach Gehaltskürzung, Bonus-Streichung, einem Schulungsbudget = 0, einem Travel-Freeze, selbst wenn der Kunde die Fahrt bezahlt, gestrichenen Kantinenzuschüssen, kurzfristig abgesagten Weihnachtsfeiern und anderen Kapriolen dieser Art würde das Management dann allerdings Antworten erhalten, über die es zumindest mal kurz nachdenken müßte. Aber wir wollen die Herrschaften ja nicht überfordern.


Delfin I, die Zweite

Auch Tobias hat den Sprachtest wohl im ersten Anlauf bestanden. Hätte ich nicht gedacht. Nicht, weil er nicht gescheit sprechen könne, sondern weil er sich bei derlei Dingen gerne mal verweigert, wenn er den Sinn nicht einsieht. Und weil er eben eigentlich erst dreieinhalb Jahre alt ist, nicht vier, wie Saskia damals. Aber um so besser.

Nachtrag: Zumindest tagsüber ist Tobias nun auch endlich trocken und sauber. Wurde aber auch langsam Zeit. Als es mir zu bunt wurde, habe ich mit der Abschaffung des Windeleimers und der Wickelkommode angefangen, Fakten zu schaffen. Dann wurden die Tagwindeln durch diese “EasyUp"s ersetzt, die er sich selber an- und ausziehen kann wie eine Unterhose. Inzwischen braucht er auch die nicht mehr. Und die Nachtwindel ist morgens auch häufiger trocken als naß. Mit ein wenig Glück haben wir diesen ganzen Quark im Sommer endlich komplett ausgestanden. *aufHolzklopf* Ist ja nicht nur ein Nerv-, sondern auch ein Kosten- und Müllfaktor. Bis vor kurzem war die Restmülltonne innerhalb von 14 Tagen voll. Inzwischen würde ich wohl weit mehr als einen Monat benötigen, um sie zu füllen.


MSK-Petition III

Erstaunlicherweise macht meine Petition nun auch international von sich reden. Neben einem Beitrag in einer englischsprachigen Newsgroup finden sich neuerdings auch => zwei => Einträge aus Finnland unter meinen Referrern.

Ich selbst bin übrigens von der GWUP gebeten worden, anläßlich ihrer diesjährigen Konferenz etwas über die Petition und ihre Entstehung zu erzählen. Eine Bitte, der ich natürlich gerne nachkommen werde.


Warnhinweis

Das Internet ist gefährlich. Dort verschwinden jeden Tag eine Menge Rentner, weil sie gleichzeitig “alt” und “Entfernen” drücken.

(via Twitter)



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