Bürgerdialog
Die Planer im Kanzleramt hatten schon so eine Ahnung. Von einem Experiment war dort die Rede, als man im Internet den Bürgerdialog mit Angela Merkel startete, von einem “offenen Prozess mit Risiken”. Nun ist die erste Woche des Experiments um, und die Befürchtungen scheinen sich zu bewahrheiten.
Denn wenn Merkel es ernst meint mit ihrer Ankündigung, die Initiatoren der zehn am besten bewerteten Ideen im Herbst dieses Jahres ins Kanzleramt einzuladen, dann kann sie sich schon jetzt darauf einstellen, in ihrer Regierungszentrale unter anderem Islamkritiker, Cannabis-Freunde und Waffenfans zu begrüßen.
(Quelle: Spiegel Online)
Das könnte spannend werden. Und in mancher Hinsicht wohl auch hochgradig unterhaltsam. ^^
Marktregel
Mindestens einmal im Jahr veranstalte ich einen großen “Checkup”. Was diesmal dazu geführt hat, daß ich ein seit mehreren Jahren betreutes Projekt vor wenigen Wochen hingeschmissen habe.
Ich bin nicht länger bereit, über Jahre hinweg Zeit, Mühe und Geld in etwas zu stecken, dessen Empfänger mich offensichtlich in den letzten Jahren nicht mal mehr für wert befanden, auf dem Mega-Verteiler ihrer Weihnachtsgruß-SMS (sic) zu stehen, und sich auch sonst ausschließlich nur dann meldeten, wenn sie etwas von mir wissen oder haben wollten. “Mit der kann man es ja machen”, schien das Motto zu sein. Vielleicht wird’s auch mit allen so gemacht und nur nicht bemerkt? - Ich weiß nicht, was ich da übler fände.
Diese - nennen wir es mal euphemistisch “bedarfsorientierte” - Art der Kontaktpflege kotzt mich jedenfalls an. Eine gewisse Karenzzeit räume ich ein, aber irgendwann ist das Maß einfach voll. Solche Leute will ich in meinem Privatleben nicht haben; da räume ich irgendwann genauso gnadenlos meine Kontaktdatei und das Navi auf wie sonst Abos, Versicherungsverträge und Energielieferanten.
Und jetzt geht’s mir wieder gut. ![]()
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