“Aber länger als ‘ne halbe Stunde…
... darf es nicht dauern! Sonst wird’s zu teuer!”
Mit diesen Worten erhielt ich eine riesige Adress-Datei in Word-Format, deren HTML-Äquivalent entsprechend geändert werden sollte. Keine der Änderungen war klar gekennzeichnet. Zeile für Zeile hätte ich alles überprüfen oder kopieren müssen. Windiff nützt in solchen Fällen ja nun leider reineweg gar nichts.
Eine halbe Stunde? OK. Können wir machen, wir haben da so unsere Mittel und Wege. Aber: Dann wird’s nicht preiswert, sondern billig. Doch wenn der Kunde nicht die Qualität, sondern den Preis in den Vordergrund stellt… *achselzuck*
Spaß machen solche Kunden aber erst richtig, wenn ihre Einschätzung des benötigten Zeitaufwandes geeignet ist, einen Lachanfall größeren Ausmaßes auszulösen. Kommt auch immer wieder vor. Logisch, wir werden ja nach Stunden bezahlt—Zeit ist Geld. Da gibt man sich als Kunde nur zu gerne der Illusion hin, daß alles, was man mal eben kurz auf einem Schmierzettel hinkritzeln kann, auch im selben Tempo informationstechnisch zu realisieren ist. Weil, die Informatiker haben da so Maschinen, PCs genannt, die die Ideen direkt aus den Köpfen der Leute saugen und in Sekundenschnelle eine voll funktionstüchtige Anwendung daraus programmieren. Einfach so.
Falls ich mir jemals z.B. ein Auto kaufen sollte, werde ich es ähnlich machen: “Guten Tag, ich hätte gerne so einen SLK da drüben, aber in Lila mit grünen Punkten. Aber er darf nicht mehr als 5.000,- Euro kosten und in zwei Stunden will ich ihn abholen!”
Nee, is schon klar! Wir wollen ja alle sparen, ne?