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Almbussis

Meine Güte, heute morgen habe ich erst gehört, was da gestern in Hamburg passiert ist! Das macht mich noch wütender! Da muß wieder mal ein Kind sterben, nur weil diese Hundehalter sich selbst maßloß über- und ihre Hunde entsprechend unterschätzen! Dazu gibt es eigentlich schon gar nichts mehr zu sagen…


So langsam fange ich an, mir Sorgen um M. zu machen. Eigentlich wollten wir uns diesen Sommer noch treffen, aber seit 10 Tagen herrscht völlige Funkstille; er reagiert nicht mehr auf meine Mails oder Anrufe. Als das das letzte Mal passiert ist, lag er schließlich im Krankenhaus, und das nicht zum ersten Mal… Am liebsten würde ich hinfahren und nachsehen, aber es kann ja auch sein, daß er einfach nur für ein paar Tage spontan in den Urlaub gefahren ist. Bis Ende der Woche gebe ich ihm noch, dann rufe ich L. an und frage ihn, ob mit M. alles in Ordnung ist. Die Postkarte der beiden aus Südtirol war übrigens ein Brüller. “Alm-Bussis” von zwei Kühen! LOL! Insgesamt stelle ich fest, daß es mir eigentlich rundherum gut geht. Gesundheit, nette Freunde, berufliche Chancen (noch mal 4 Tage warten… es macht mich wahnsinnig! *g*), und ich muß niemanden fragen, ob ich dies tun kann oder jenes lassen soll. Falls es mir in den Sinn kommen sollte, morgen nach Honolulu auszuwandern, könnte ich genau das tun. Wenn ich zu Mittag Buttercremetorte mit Senf essen wollte - auch gut, da redet mir keiner drein. Dagegen um mich herum Paare, die sich partout nicht einigen können, ob und wann man etwas getrennt unternehmen darf oder sollte. Wo beide kaum noch Zeit für sich selbst haben, weil der jeweilige Partner sich sonst gleich auf den Schlips getreten fühlt. Puhhh… So will ich bestimmt nicht leben, das fehlte mir noch! Wirklich nervig ist momentan wirklich nur die Bahnfahrerei. Die DB ist inzwischen ein derart unzuverlässiger Haufen geworden, daß die 80 km pro Tag langsam zum reinsten Horror-Trip werden. Überfüllte, dreckige Waggons, es zieht und klappert an allen Ecken und Enden, Unpünktlichkeit, Fehlinformationen—die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Gestern zum Beispiel: Der Zug hat eine Viertelstunde Verspätung, angekündigt sind aber nur 5 Minuten. Wenn man eher gewußt hätte, daß es sich eigentlich um 15 Minuten handelte, hätte man noch vorher einen anderen Zug nehmen können. Aber nein! Die 15 Minuten Verspätung werden erst zugegeben, als der andere Zug gerade weg ist. Muß denn so etwas sein? Oder nehmen wir diese beknackte Ansage: “... Ihre nächste Reisemöglichkeit nach Duisburg erreichen Sie um soundsoviel Uhr soundso auf Gleis soundso…”. Nett! Sehr hilfreich! Wer aber noch über Duisburg hinaus weiterreisen muß, bekommt sinnigerweise keine Alternative genannt, dabei wäre das doch viel wichtiger! Nach Duisburg kommt man von Düsseldorf aus schließlich allemal irgendwie; nach Münster sieht das schon anders aus. Vielleicht sollte ich mir in absehbarer Zeit doch mal ein Auto zulegen—dann landet man zwar vielleicht im Stau, sitzt aber immerhin—und zwar nicht eingepfercht zwischen schweißverklebten anderen Menschen, sondern alleine und bequem, hat eine Klimaanlage und kann Musik hören. Irgendwie wirkt diese Alternative immer attraktiver auf mich… Hm, irgendwie wirkt mir dieses Tagebuch zu düster; rein optisch, meine ich. Da muß ich doch was gegen unternehmen…

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