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Break-Even verfehlt.

Woran man merkt, daß ein Langzeitprojekt im Grunde schon vor seinem Ende gescheitert ist, kann man wohl nicht immer an einem einzelnen Faktor festmachen. Wirtschaftswissenschaftler vereinfachen sich die Sache gerne mit einer Gewinnschwellenanalyse. Wenn die Kosten den Gewinn übersteigen, wird die Produktion eingestellt - oder aber sie läuft gar nicht erst an. Punkt. Aus. Fertig.

Problematisch wird es dann, wenn der Faktor Zeit mit ins Spiel kommt. Marktentwicklungen auch nur annähernd korrekt vorauszusagen, ist aufgrund der Vielfalt der Faktoren nicht nur in der Wirtschaftswissenschaft das reinste Glücksspiel. Reicht das Budget, um zur Not auch längerfristige Verluste zu verkraften, in der Hoffnung, daß anschließend der Profit um so höher ausfällt?

Versucht man jedoch, die Prinzipien aus VWL und BWL auch auf andere Lebensbereiche zu übertragen, steht man schnell komplett auf dem Schlauch. Weil nämlich oft weder die “Kosten”, noch der “Nutzen”, noch die zur Verfügung stehenden Reserven überhaupt berechenbar sind, sondern lediglich grobe Schätzwerte vorliegen. Und man nur hoffen kann, daß man sich bei seiner Entscheidung nicht verschätzt hat.

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