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Bundesfreiwilligendienst

Im Hintergrund lief auf WDR 2 gerade ein Bericht über eine Schule für Körperbehinderte, die nicht genügend Freiwillige findet, um die bisherigen Zivis zu ersetzen. Es hat wohl niemand so recht Lust darauf, schwere Teenager durch die Gegend zu hieven. Vor allem die gesuchten Männer für diesen Job machen sich rar. Als Konsequenz fordert irgendwer im Umfeld dieser Schule (ich habe nicht so genau mitbekommen, wer exakt) mal wieder ein soziales Pflichtjahr.

Man könnte ja auch mal drüber nachdenken, diese Berufe durch gute Bezahlung attraktiver zu machen. Das hätte dann noch den weiteren Vorteil, daß auch mehr Leute von der Pike auf lernen, was wie zu tun ist, am Ende bei der Stange bleiben und vielleicht mal über Jahre hinweg echte Kompetenz erlangen. Statt nach ein paar Monaten wieder von der Bildfläche zu verschwinden, so daß der nächste Laie zack-zack angelernt werden muß.

Aber ich verstehe natürlich vollkommen, daß es einfacher und billiger ist, potenzielle Freiwillige mit ihrem sozialen Gewissen zu erpressen und so zu tun, als täte man ihnen noch einen Gefallen, wenn sie sich ohne gescheites Vortraining für ‘nen Appel und ‘n Ei den Rücken ruinieren dürfen.

Mann, Mann, Mann…

Ich habe darüber letzthin einen Artikel gelesen und sehe das ähnlich. Interessanterweise scheint sich mit diesem Aspekt der Freiwilligendienste niemand so recht beschäftigen wollen. Wenn ich mir manche Angebote anschaue, dann kommen mir die Dienste in so manchem Fall als Jobvernichtungsdienst vor. Auch die massive Förderung durch Statement der Bundesregierung und mancher Landesregierungen bei gleichzeitiger Kürzung im sozialen Bereich beunruhigen mich zunehmend.



@kp Das ist reine Kurzsichtigkeit. Aus Absicht oder aus Dummheit - ich weiß es nicht. Investitionen in den sozialen Bereich werfen eben unmittelbar keine Rendite ab, daher wird dort als Erstes gekürzt. Die Konsequenzen offenbaren sich meist erst in späteren Legislaturperioden und somit bei der nächsten Regierung. “Nach mir die Sintflut” eben. Dabei werden so viele Pfleger gebraucht. Wenn man die anständig entlohnen würde, würden sie ihrerseits auch jahrelang anständig Steuern zahlen.

Im Bildungssektor sieht das analog dazu aktuell z.B. so aus: http://karlweiss.twoday.net/stories/29748141/ Was da in 10, 20 Jahren bei rauskommt, darüber möchte ich kaum nachdenken…



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