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Schreiminute

Eigentlich wollte ich mich hier schon gestern über sogenannte Schweigeminuten äußern. Von oben verordnete, uniforme Betroffenheitsdemonstration zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt in ganz bestimmtem Ausmaß. Sowas geht mir gegen den Strich. (Genau wie Karfreitage mit Spaßverbot auch für Nicht-Christen, selbst wenn man niemanden stört.)

Ich wollte erwähnen, daß sich solche Aktionen ganz allgemein für mich aufgesetzt, zum Teil auch unglaubwürdig, immer aber für meinen Geschmack zu pathetisch anfühlen. Das ist nicht “meins”. Gar nicht. Lieber pfeife ich jene offen an, die sich in meiner Gegenwart abfällig über Ausländer äußern, statt sowas wie gestern mitzumachen. Bringt, glaube ich, auch konkret eine Menge mehr, als das Kind erst in den Brunnen fallen zu lassen und dann Jahre später Halbmast zu flaggen.

Jene spezielle Aktion gestern empfand ich aber noch dazu als nachgeschoben und ausgesprochen ironisch. Denn geschwiegen wurde bzgl. der Rechtsradikalen ja schon lange genug. Eine Schreiminute wäre wohl angebrachter gewesen, als ausgerechnet nochmal zu schweigen.

Und dann kam gestern im Radio auf WDR2 ein Bericht im Lokalteil, wo auch noch öffentlich mit erhobenem Zeigefinger auf zwei Orte hingewiesen wurde, die nicht bzw. “nicht genug” geschwiegen haben.* Das war dann der Moment, in dem mir die Lust auf einen Blogeintrag erstmal vergangen war. Da erhebe ich dann meinerseits keinen Zeige- sondern nur noch den Mittelfinger.

Unsere Geschäftsleitung hatte übrigens gleich zweimal schriftlich auf die Schweigeminute hingewiesen. Es hat sich jedoch nicht ein einziger der für mich sicht- und hörbaren Kollegen daran gehalten. (Und wir sitzen in einem Großraumbüro, ohne Trennwände!) Es wurde bis jetzt nicht einmal irgendwann von irgendwem erwähnt, daß man ja “hätte müssen”. Und in Anbetracht dieser später erfolgten, absolut unmöglichen, moralinsauer anprangernden Radiomeldung kann ich nur sagen: Das war auch genau richtig so.

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* Einer dieser beiden Orte war… ...der Dortmunder Kiosk, dessen Besitzer sich unter den Mordopfern befand. Tja.

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http://www.stuttmann-karikaturen.de/

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Typisch Mann! ^^

Als ich Tobias heute vom Kindergarten abholte, hatte er einen mir völlig unbekannten Kapuzenpulli an. Und nahm mich in Empfang mit der hastig hervorgesprudelten Information, den eigenen Pulli habe seine Freundin I. mit “lauter ganz viel Blut” vollgetropft! Beim Essen!

Meine Nachfrage bei der Erzieherin ergab dann, daß Tobias dem Mädchen zum Glück keinen auf den Zwölfer gegeben, sondern das Mädel plötzlich sturzbachartiges Nasenbluten bekommen hatte. Die Kurze fand das Ganze wohl eher interessant als schlimm. Aber Tobias zu beruhigen, das habe mehr Zeit gebraucht als die Kleine wieder auf Vordermann zu bekommen, so die Auskunft vom Kindergarten.

Tseh…! *g*

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Tseh!

Erst haben wir die Vögel nur mit kernigen Haferflocken gefüttert, als es kalt wurde. Die waren auch immer ratz-fatz aufgefuttert. Beim folgenden Einkauf habe ich dann einen Sack Körnermischung-Vogelfutter mitgenommen. Müsli sozusagen. Man will den knuddeligen Flatters ja auch mal was gönnen.

Und was ist? Die fressen beileibe nicht alles, sondern lassen jetzt die Haferflocken und dazu noch die Weizenkörner liegen! Nur der Rest verschwindet in Nullkommanix! Auch noch wählerisch, das Piepsvolk! *g*

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Ritter und Katze

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(Das Katzenkostüm ist selbst genäht. Das Ritterkostüm nicht. :o) )

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Weiberfastnacht

Tochter: “Mama, warum schneiden Frauen denn an Weiberfastnacht den Männern die Krawatten ab?”

Mutter: “Das soll bedeuten, daß man den Männern für den einen Tag die Macht wegnimmt. Die Krawatten sind ein Symbol für die Penisse der Männer. Deshalb werden sie abgeschnitten.”

Tochter, knochentrocken: “Dann können sie ja im nächsten Jahr gleich mitfeiern.”

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“You Didn’t Thank Me For Punching You in the Face”

I am sure every girl can recall, at least once as a child,  coming home and telling their parents, uncle, aunt or grandparent about a boy who had pulled her hair, hit her, teased her, pushed her or committed some other playground crime.  I will bet money that most of those, if not all, will tell you that they were told “Oh, that just means he likes you”.  I never really thought much about it before having a daughter of my own.  I find it appalling that this line of bullshit is still being fed to young children.  Look, if you want to tell your child that being verbally and/or physically abused is an acceptable sign of affection, i urge you to rethink your parenting strategy.

Wo sie recht hat, hat sie recht. Swear words and all. ^^

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Versuch macht kluch

Beim Versuch, einen Rest aus einer Plastikflasche mit Scheiben-Antibeschlagmittel herauszuholen habe ich mir gestern in die Fingerkuppe geschnitten. Eine von diesen ungünstig sitzenden Miniwunden, die bei jeder Bewegung wieder aufgehen, erneut bluten und auch ständig brennen.

Irgendwann hatte ich die Faxen dicke und besann mich auf die Biographie einer Antarktisforscherin, die für solche Fälle Sekundenkleber empfahl. Und was soll ich sagen: Das funktioniert prima. Brennt zwar erst ein wenig, aber danach ist der Schnitt dicht, geht nicht mehr auf und hält auch mehrfaches Händewaschen durch.

Nachtrag: http://www.zeit.de/2004/33/Stimmts_33 - Wird tatsächlich zum Verschließen von Wunden benutzt.

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Man stelle sich vor…

... ein Staat etabliert eine Kommission, ordnet sie einem Ministerium zu und muß dann feststellen, daß eine wichtige Empfehlung dieser staatlichen Kommission unterlaufen und das damit verbundene Ziel sabotiert wird. Und zwar nicht von irgendwelchen privaten Gegnern, sondern von Vertretern anderer, eigener Staatsorgane. Absurd? In der Tat. Aber durchaus Realität:

=> “wenn behörden esoterisch werden

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Alter Stratege!

Mehrmals in Folge hat Tobias mich am Wochenende beim Mensch-Ärgere-Dich-Nicht geschlagen oder zumindest ein sehr knappes Rennen geliefert. Neben dem nötigen Quäntchen Glück hat er auch eine erstaunlich ausgefuchste Strategie. Bei den meisten Kindern in seinem Alter (und auch noch bei vielen Erwachsenen) kann man ja beobachten, daß sie erstmal eine Spielfigur “nach Hause” bringen möchten und in der Zeit alle anderen Figuren vernachlässigen. Auch auf die Gefahr hin, kurz vor dem Ziel rausgeworfen zu werden und dann quasi wieder komplett von vorne beginnen zu müssen

Nicht so Tobias. Er führt alle Spielfiguren gleichmäßig um das Brett herum, wägt genau ab, ob es sich lohnt, sich vor einen Gegner zu stellen, ggf. schnell ins Haus zu kommen, aber auch einen Rausschmiß zu riskieren, oder vielleicht doch erstmal auf Nummer Sicher zu gehen und eine andere Figur zu bewegen. Gleichzeitig behält er gut im Blick, wieviele Figuren schon im Haus sind, ob er dort noch bis zum obersten Feld aufrücken muß, ob und wann der Gegner sein Eingangsfeld räumen muß, wo wem Gefahr droht etc.

Faszinierend, wie er das macht, mit seinen fünfeinhalb Jahren. :o)

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Neues

Am Wochenende hat Marc Saskia zu ihrem ersten Kurz-Skikurs mitgenommen, in der Nähe von Winterberg. Die Tochter ist begeistert; sie liebt es! Tobias will noch nicht so recht. Er hat angekündigt, er wolle das lernen, sobald er acht Jahre alt ist. *g*

Ebenfalls neu war heute der Englischunterricht. Auch hier hatte Saskia offenbar Spaß. In dieser ersten Stunde lernten die Kinder wohl erst die Begrüßung und danach einen “Rap” aus verschiedenen Vokabeln, die hintereinander aufgesagt sich reimen und einen coolen Rhythmus ergeben. Den hat sie mir natürlich direkt vorgesungen. ;o) Außerdem wurden die Zahlen von eins bis zehn gelernt und die korrekte Ansprache der Lehrerin mit “Mrs Icksüpsilon”.

Ich bin gespannt, ob sich auch bei Saskia so eine Begeisterung für die Sprache (oder irgendwann für eine andere?) entwickelt wie bei mir. Da hat es am Ende ja sogar dazu geführt, daß ich nach dem Abi mein Studium direkt in England angetreten und abgeschlossen habe und bis heute keine deutsche Uni von innen kenne. Das hat seinerzeit einige Verwirrung gestiftet, da ich von England aus dann für ein Jahr als ERASMUS-Studentin nach Frankreich ging. Daß aber nun eine Deutsche über England an eine französische Uni kommt, das war Anfang der 90er noch recht ungewöhnlich. Entsprechend oft mußte ich anfangs im Sekretariat Rückfragen beantworten. *g* Wenn Saskia mal irgendwann soweit sein sollte, ist sowas aber vermutlich schon völlig normal.

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Fortschritte

Bei Saskia wird es vermutlich nur noch ein paar Kursstunden dauern, bis sie schwimmen kann. Sie beherrscht nach der nun vierten Unterrichtsstunde den Arm- und Beinschlag bereits ganz gut und hat heute die Koordination der Bewegungen mit Hilfe einer Schwimmnudel geübt. Das hat schon prima geklappt. Da in Saskias Gruppe nur drei Kinder sind, geht das Ganze recht fix.

Saskia beim Schwimmen

Tobias ist auf Anraten des Herrn von der DLRG schon nach dem ersten Tag in der Wassergewöhnungsgruppe mit den Kleinen gelandet. Was eigentlich ein Witz ist, denn der Lütte flitzt z.B. in Spaßbädern locker durch alle Kinderbecken und hat keinerlei Scheu, auch alleine eine Wasserrutsche zu benutzen. Wie z.B. im Sommer im inzwischen niedergebrannten Wananas in Herne.

Seltsamerweise hat sich Tobias aber in Saskias Gruppe am ersten Tag nur verkrampft und so gut wie nichts richtig mitgemacht. In seiner jetzigen Gruppe jedoch scheint er sich nun wiederum zu langweilen. Kein Wunder: Die Kinder hopsen und spritzen nur ein wenig herum und üben das “Gesicht-aufs-Wasser-Legen” etc. Vermutlich würde er in Saskias Gruppe inzwischen auch gut mitmachen, aber ich werde einen Teufel tun und nun für ihn darum betteln, daß er wieder zurück darf. Der Zug ist nun eben abgefahren; da muß er jetzt durch.

Tobias beim Schwimmen


Ende März ist dieser Kurs vorbei, dann wollen wir mal weitersehen. Es hetzt uns ja keiner. :o)

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Schokocreme, improvisiert

Die Tochter kam hungrig aus dem Skiwochenende nach Hause und wollte Schokolade. Und ich eigentlich auch, wenn ich es recht bedachte. *g* Nun hatte ich allerdings nur noch eine halbe Tafel Bitterschokolade vom Backen übrig und eine Packung Nesquick im Schrank. Nicht unbedingt zum So-Essen geeignet.

Also habe ich flugs die Bitterschokolade geschmolzen ein halbes Päckchen Sahne steifgeschlagen, drei oder vier dicke Teelöffel Nesquick untergerührt, die flüssige Schokolade hinzugefügt und ... hatte zwei kleine Portionen superleckere Schokoladencreme!

Für drei normale Portionen würde ich also nehmen:

1 Päckchen Sahne
1 Tafel Bitterschokolade
2 Eßlöffel Nesquick.

Njam!

Nachtrag: Anschließend noch eine halbe Stunde in den Kühlschrank und sie ist perfekt!

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