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Dufte!

Also, was manche Webmaster sich denken, wenn sie Tausende von Pop-Ups und Alerts programmieren, ist für mich beim besten Willen nicht nachvollziehbar. Da sucht man ganz harmlos nach ein paar MP3’s und plötzlich läuft der Browser Amok! Eigentlich hatte ich nur ganz harmlos auf http://www.village21.com/top_100/ geklickt (nö, da mache ich jetzt keinen Link draus, sonst werde ich noch dafür zur Verantwortung gezogen, wenn Eure Compis ausflippen. Benutzung der URL geschieht auf eigene Gefahr! *g*), dort den erstbesten Link ausgewählt, und schon öffneten sich Fenster über Fenster! Sobald man eins davon schloß, erschienen stattdessen buchstäblich drei neue. Offensichtlich Sites, die ihre Besucher ums Verrecken nicht mehr aus den Klauen lassen wollen. Wie armselig! Ernsthaft: Mir ist zweimal der Browser abgestürzt bei dem Versuch, der Fenster-Plage Herrin zu werden; ich kam mir vor wie Don Quixote beim Kampf gegen die Windmühlenflügel. Ach wenn ich doch nur ein Hacker wäre—der Webmaster jenes JavaScript-Molochs hätte dann eine soooo schöne Überraschung erlebt! Aber vielleicht hat ja von Euch eine(r) Lust…? fg*

Ansonsten habe ich heute nach Feierabend einfach nur die Hitze genossen. Es ist schon komisch, aber je heißer es draußen wird, desto wohler fühle ich mich. Vielleicht sollte ich aber doch ein bißchen besser aufpassen, was ich tagsüber esse. Bloß: Ich habe mal wieder keinen Hunger, wie immer, wenn es so warm ist. Ein Croissant, eine Schlangengurke und zwei Joghurt mit Marmelade sind jedenfalls wirklich nicht genug für einen Tag. Ich wieg’ ja eh’ schon zu wenig; da muß ich wohl vor dem Schlafengehen heute noch irgendetwas Gehaltvolles hinterherschieben.

Heute habe ich auf dem Nachhauseweg mal darauf geachtet, welche Gerüche mir so alles begegnen in der Viertelstunde Fußweg vom Büro zum Bahnhof. In der Wärme werden die ja viel intensiver. Was gab’s da aber auch nicht alles: Staub, Teer, gemähtes Gras, Bücher (aus einem Buchladen), Essensdüfte, und vor allem immer wieder Menschen. Also, ob es so klug ist, bei diesem Wetter so viel Duftwässerchen zu nehmen, weiß ich ja nicht… Manche Leute miefen ja derart penetrant nach dem Zeug, daß man meinen könnte, sie seien in den Kessel mit der Jahresproduktion ihres Lieblingsparfums gefallen, und im Sommer wirkt das nur noch mehr. Ich weiß wirklich nicht, was schlimmer ist—das, oder diejenigen, die nach Schweiß und kaltem Tabakrauch stinken.

In den kühleren Ecken riecht es immer frischer als in der Wärme. Fast als ob es geregnet hätte, und sogar mitten in der Stadt. An einer Stelle wehte mir sogar der Duft nach etwas feuchtem Holz entgegen. Erst konnte ich mir das gar nicht erklären, aber als ich um zwei Ecken gebogen war, sah ich, daß die Blumen- und Baumrabatten vor dem Hauptbahnhof mit Mulch bestreut worden waren. Daher wehte also der Wind—im wahrsten Sinne des Wortes. :o)

Trotzdem. Ich grüble immer noch. Und ich versuche die Grenze zu finden zwischen “in sich hineinhorchen” und “sich in etwas hineinsteigern”. Ist alles nicht so einfach. Aber die Traurigkeit ist geblieben, egal, an was ich denke oder was ich mache. Vor kurzem hatten wir es im Bekanntenkreis noch davon, wie alt jeder von uns werden will. Dabei ging es eigentlich um den körperlichen und geistigen Verfall. Aber wenn ich ehrlich bin, möchte ich vor allem eins: Mindestens alt genug werden, um noch zu erfahren, wie sich echte Zärtlichkeit anfühlt. Wie es ist, von dem Menschen zurückgeliebt zu werden, den man selbst auch liebt. Ob die Zeit dafür wohl reicht?

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