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Ein Rollmops namens Saskia

Es tut sich was im Hause Gerhardt. Klein-Saskia wird immer selbständiger und dickköpfiger. *grins*

Eine halbe Stunde staubgesaugt, und wo finde ich unsere Tochter wieder? Zwei Meter von ihrer Krabbeldecke entfernt und schwer damit beschäftigt, hingebungsvoll unsere Vorhänge durchzukauen. *ARGH!*

Zwei Möglichkeiten hat sie mittlerweile, um sich fortzubewegen: Rollen und robben.

Der Witz an der Sache ist allerdings, daß das Rollen zwar ganz nach Mademoiselles Vorstellung klappt, sie jedoch beim Robben derzeit nur rückwärts vom Fleck kommt. Was natürlich dazu führt, daß sie oft nicht sieht, auf was sie sich da eigentlich zubewegt und sich somit in Heizungsstreben, Regalfen und Tischbeinen verheddert. W쟼tendes Protestgeschrei ist unweigerlich die Folge. Erste echte Krabbelansätze sind zwar ebenfalls erkennbar, bisher aber noch nicht von Erfolg gekrönt.

Sie ist frustriert und wir lachen uns hier auf ihre Kosten schlapp. Armes kleines Jordgubb! *grins*

Aber auch sonst entwickelt unsere Tochter immer mehr ihre eigene Vorstellung, wie ihr Tag ablaufen sollte. Vom Kinderarzt erhielten wir am Montag die Erlaubnis, Saskia nun ab und zu mal einen Löffelbisquit (ohne Zuckerkruste, versteht sich)  in die Hand zu drücken. Heute bekam sie ihren ersten - den sie natürlich partout quer mampfen wollte. Gemecker ertönte. So klappt das ja schließlich nicht. Also brach ich den Bisquit in zwei Hälften - und das darauf folgende Geschrei war ohrenbetäubend! Nun wollte Mademoiselle den Bisquit nämlich überhaupt nicht mehr haben!

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Auch hat es sich nicht als empfehlenswert erwiesen, Saskia einen einmal erbeuteten Werbeprospekt wieder zu entwenden. Das anschließende Sirenengeheul hätte einen Stein erweichen können!

Sehr beliebt ist derzeit übrigens das Spiel “Mama hängt sich ein Tuch über den Kopf und Saskia reißt es wieder herunter. Kuckuck!” Funktioniert übrigens nicht nur mit Mamas Kopf, sondern auch mit Spielzeug, das man unter dem Tuch versteckt.

Tja, in 16 Jahren wird sie sich mit so einfachen Dingen wohl kaum mehr zufrieden geben. Genießen wir also ihre relative Genügsamkeit. ;o)

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