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Fukushunami II

Auch sehr lustig: Der momentane Hilfs-Aktionismus. Da wird z. B. irgendwo für zwei sogenannte “Shelter Boxes” gesammelt. Diese Container enthalten Überlebenswichtiges für je 10 Leute. Feine Sache.

Aber ich fürchte, der Initiator dieser Aktion wird sich diese Dinger höchstens in den eigenen deutschen Garten stellen können. Denn es scheint nicht in die Köpfe einiger Leute zu wollen, daß Japans Straßen nach Erdbeben + Tsunami für den Transport solcher Dinge momentan schlicht nicht geeignet sind und daß nicht mal der Sprit für solche Transporte an den betroffenen Orten zur Verfügung steht. (Der kann nämlich auch nicht transportiert werden.)

Aber wehe, man weist darauf ganz sachlich hin. Da fliegt einem in blinder Empörung ob der vermeintlich mangelnden Würdigung der Hilfsbereitschaft gleich mal ein gepflegtes Ad Hominem um die Ohren. Mann, Mann, Mann…

Angesichts solcher Reaktionen fragt man sich doch wirklich, ob effizient geholfen oder nur das eigene Gewissen beruhigt werden soll. Frei nach dem Motto “Mir doch egal, ob das bedarfsorientiert ist - Hauptsache, ich hab’ irgendwas getan.

Kopf => Tisch.

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