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Gesellschaftsfähige Rücksichtslosigkeit

Freitag, 08. Januar 2010

Ich begreife, dass euch die Sucht rücksichtslos macht. Das erheitert mich nicht, doch was mich mehr alles andere auf die Palme bringt, ist eure Weigerung, eure Rücksichtslosigkeit als solche zu erkennen und zu benennen. Stattdessen kommt ihr mit eurer Freiheit.Würdet ihr mir unter Berufung auf eure persönliche Freiheit auf den Zehen herumtrampeln, ins Essen greifen, in den Ohren bohren? Eher nicht, will ich hoffen,
(...)
Ihr seid nicht die einzigen, die den hehren Freiheitsbegriff missbrauchen, um schrankenlosen Egoismus zu rechtfertigen. Ich brauche meine Freiheit!, das sagen sie alle, die sich über die Bedürfnisse, Wünsche, ja, sogar Rechte ihrer Umgebung hinwegsetzen. Aber die Freiheit, die sie sie sich nehmen, ist nicht ihre eigene, sondern die der anderen, sie annektieren fremdes Territorium und geben diesen Akt der Usurpation als Bewahrung grundlegender Werte aus. Sie reißen auch noch die grundlegenden Werte an sich und verformen sie nach Willkür und ihrem Gutdünken. Darin liegt der wahre Ärger.

Ein sehr schöner Essay von Elfriede Hammerl zum Thema Raucher

Eine kritische Betrachtung des Themas Rücksichtslosigkeit passt gut zum Rückspiegel!

Alexander von Halem  am  09.01.10

@Alexander von Halem: LOL! So habe ich das noch gar nicht betrachtet. *g*

Ute  am  09.01.10

Hervorragendes Essay - danke für den Hinweis!

Christian  am  11.01.10

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