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Halloween-Boom

Ausdruck zunehmender Verunsicherung? fragt web.de

Alles Quatsch, meine ich. Die Beschäftigung mit Tod und Vergänglichkeit gab es auch schon vorher. Früher waren es halt der Totensonntag, Allerheiligen, Allerseelen und Co. Aber wer mag schon diese bierernsten, verstaubten Kirchenfeste, die einen mit ihren düsteren Steinzeit-Ritualen nur deprimieren?

Und plötzlich schwappt in die Läden eine leuchtend bunt-schwarze Produktwelle von der anderen Seite des Atlantik. Der Tod wird zum Event, seine Symbole zur knalligen Deko. Action ist angesagt, statt langer Aufenthalte in kalten Kirchenbänken, und was einen in der Kirche deprimiert hat, weckt so gewandelt morbide Neugier auf Tod & Co. Die Marketing-Maschinerie der Industrie war wieder einmal besser als die der Kirchen.

Wen wundert da der Schwenk von den traditionellen Totengedenktagen zu denen der Amerikaner und Engländer? Mich nicht. Aber wie dem auch sei: Neu ist die “Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit ” nun wirklich nicht. Wobei man sich auch noch fragen muß, ob man den diversen Halloween-Partys wirklich so viel geistigen Tiefgang unterstellen kann, oder ob es nicht wie so oft einfach darum geht, die Feste zu feiern, wie sie von der Industrie fallen gelassen werden.

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