JAKO-O
Von Eltern gedacht - für Eltern gemacht. Aber vielleicht hätten sie auch mal den einen oder anderen Datenschützer fragen sollen.
Vor einiger Zeit haben uns Freunde einen Gutschein dieses Online-Shops geschenkt, auf Marcs und meinen Namen und unsere gemeinsame Adresse, die auch jetzt, nach der Trennung, immer noch die meine ist.
Vor ein paar Wochen habe ich unter einer meiner persönlichen Mailadressen und mit meiner Kreditkarte dort etwas gekauft, das nun geliefert werden soll. In der Bestätigungsmail vom 12. März ist noch alles paletti. Da steht meine Adresse, wenn auch mit Marcs Vornamen noch dabei. In der Lieferungsankündigung von heute abend sehe ich nun aber plötzlich meine Mailadresse, meine Kreditkartendetails, meine Firmenadresse als Lieferadresse - und als Rechnungsadresse die neue(!!!) Anschrift von Marc. Aber mit unser beider Namen, wie seinerzeit auf dem Gutschein!
Hallo, Jako-o? Geht’s noch? Bitte wie kommt die neue Adresse meines Mannes in meine Bestellung? Noch dazu nachträglich? Ich habe die da bestimmt nicht angegeben, und schon gar nicht als gemeinsame Adresse! Und Marc weiß vermutlich gar nicht, daß ich überhaupt einen Jako-o-Account habe. Noch hätte er Interesse daran, seine Adresse und seinen Namen für meine Rechnungen anzugeben.
Zu allem Überfluß kann ich mich aber auf der Homepage nicht mehr einloggen und bei der Passwortanforderung meldet das System, diese meine Mailadresse sei mit keinem Account verknüpft. Ach was? Aber fünf Minuten vorher kam an genau diese Adresse noch die Lieferungsankündigung! WTF???
Der Kunden-Service-Center ist angeblich montags bis samstags von 8:00 Uhr bist Mitternacht zu erreichen. Unnötig zu erwähnen, daß da dennoch kein Mensch drangeht, sondern man nur einen Song zu hören bekommt, aus dessen Text ich persönlich nicht schlau werde. Technischer Defekt oder Präludium für einen Anrufbeantworter? Wie wäre es mal mit einer klaren Ansage statt nuschelig gereimtem Kindergesang, verdammich!?
Ich könnte gerade schon wieder ausrasten! Das war meine letzte Bestellung in dem Laden, soviel steht mal fest!
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Nachtrag, 24. April: Nach dem inzwischen erfolgten Telefonat mit Jako-o bin ich ehrlich gesagt nur noch von den Socken, was deren Umgang mit den Daten ihrer Kunden angeht. Die gute Dame am Telefon meinte, als unsere Freunde uns damals den Gutschein geschenkt hätten, sei mein Account um Marcs Vornamen ergänzt worden. (Daß auch das seinerzeit ohne mein Zutun oder gar Wissen geschah, ist ja schon alleine ein Unding!) Weil ja die angegebene Adresse mit der meines Accounts übereingestimmt hätte. Und da inzwischen die Deutsche Post gemeldet hätte, daß Marc umgezogen sei, hätte man meine Adresse eben geändert. Man könne doch nicht wissen, daß wir uns getrennt haben und hätte eben vorausgesetzt, das sei so in Ordnung. Mein Hinweis, die Umzugsmeldung hätte sich aber nur auf meinen Mann bezogen und ich sei immerhin noch immer unter der alten Adresse erreichbar, wurde wieder nur mit einem gejammerten “Aber das können wir doch nicht wissen, wir haben eben vorausgesetzt, daß Sie auch…” quittiert. Woraufhin ich der Guten erstmal klarmachte, daß sie bei privaten Daten überhaupt nichts vorauszusetzen habe und sich bitte mal dringendst mit den Datenschutzbestimmungen auseinandersetzen solle, bevor sie ohne Zutun und ohne Wissen des Kunden irgendwelche Angaben in dessen Account ändere.
Auf die Frage, warum ich mich denn in meinen Account nicht mehr einloggen könne, wurde mir erzählt, da habe es letztes Jahr eine Umstellung gegeben und man hätte alte Accounts von vor Mai 2009 nicht ins neue System übernommen. Daß ich aber mit eben diesem Account vor nur 6 Wochen noch eine Bestellung getätigt habe, ließ die gute Frau dann ratlos komplett verstummen. Mann, mann, mann…
Ich fasse es nicht! Aber eins weiß ich: Gutscheine von Jako-o sollte man - wenn überhaupt - tunlichst nicht an Dritte verschicken. Ich glaube nämlich nach dem Verlauf dieses Telefonates kaum, daß Jako-o seine ausgesprochen eigenartige Policy in absehbarer Zukunft ändern wird.