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Kindergartenkram

Die Leiterin von Saskias bisherigem Kindergarten hat morgen ihren letzten Tag. Unter dem Siegel der Verschwiegenheit *hust* hat sie das meinem Mann schon vor zwei Wochen erzählt und auch gleich mit Märtyrermiene verkündet, sie wolle keinen großen Abschied, keine Blumen, kein sonstwas, sondern einfach still und leise gehen.

Sicher. Was wohl auch der Grund ist, warum am Montag ein zwei DIN-A4-Seiten langer Abschiedssermon in den Fächern der Eltern lag, komplett mit Privatadresse und Unterschrift, Bibel- und Gesangbuchzitaten über Glaube, Liebe und Hoffnung, der zur Zeit obligatorischen und allgegenwärtigen Obama-Referenz und allem nur denkbaren Pi-Pa-Po. Marc hat sich eins gegrinst und läßt jetzt mal die anderen Elternratsmitglieder in Aktion treten. Offiziell wurde er ja explizit um einen stillen bzw. gar keinen Abschied gebeten. Bitte. Kein Problem.

Die Nachfolgerin dürfte lustige Arbeitsbedingungen vorfinden. Zwei Kindergruppen, vier Erzieherinnen, ein uneiniges Team - und nur eine halbe Stelle, um all das in Schach zu halten. Im Zuge der Sparmaßnahmen muß die Dame nun nämlich zwei Kindergärten gleichzeitig leiten. Was unter anderem bedeutet, daß zumindest in Saskias bisherigem Kindergarten auch noch eine Erzieherin flachfällt, denn als solche hat die morgen scheidende Leiterin ja auch noch fungiert.

Should be fun. Aber bis zu Saskias Ausstieg im Juli sind es ja nur noch drei Monate. Und davon verbringen wir zwei Wochen an der Nordsee.

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