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Le Père Noël, c’est moi!

Wenn Kinder ohne den Glauben an Weihnachtsmann und Co. aufwachsen, hat das eine nicht zu unterschätzende gute Seite: Man entgeht erstens der Gefahr, daß sie von anderen Kindern aufgeklärt werden und dann an der Eltern Glaubwürdigkeit zweifeln. Und man kann zweitens den Nachwuchs - ganz ohne ein Weltbild zu erschüttern oder unnötige Illusionen zu zerstören - auch mit der Tatsache vertraut machen, daß nicht alle Kinder an Weihnachten Geschenke bekommen. Weil manche Familien schlicht zu wenig Geld haben. Auch in unserem Land.

Und deswegen werde ich - wieder einmal, aber heuer erstmals zusammen mit meinen Kindern - bei http://www.kinder-armut.de die Patenschaft für die Weihnachtswünsche von ein oder zwei fremden Kindern übernehmen. Denn ich bin sicher, die Freude, daß man selbst helfen kann, ist mindestens so groß wie die des Glaubens an Weihnachtsmann & Co. Vor allem aber ist sie langlebiger.

Das finde ich eine großartige Idee und mal was wirklich Weihnachtliches. Werde mir die Seite jetzt anschauen.



:-D

Mir gefällt die Idee auch prima. Erstens wegen des “regionalen Bezugs”, wie man neuerdings so schön sagt, und zweitens, weil diese Aktion im Gegensatz zu beispielsweise “Weihnachten im Schuhkarton” an keine Bedingungen für den Beschenkten geknüpft ist. (Außer an den Nachweis der Bedürftigkeit.)

Bei der Schuhkarton-Aktion, die ja von vielen als ganz tolles caritatives Projekt gepriesen wird, scheint wohl ein Missionierungsgedanke dahinterzustecken, und sowas unterstütze ich nicht.

https://www.weltanschauungsfragen.de/informationen/informationen-a-z/informationen-g/geschenke-der-hoffnung-e-v-berlin/

http://cms.bistum-trier.de/bistum-trier/Integrale?MODULE=Frontend&ACTION=ViewPageView&Filter;.EvaluationMode=standard&PageView;.PK=1&Document;.PK=55734

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/missionierung-durch-geschenke-im-schuhkarton-id3870064.html

http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2006/12/13/a0232



Eine bemerkenswerte Einstellung und Erziehung.
Wie gehst du damit um, wenn deine Kinder in Kindergarten/Schule oder von anderen Kindern auf Weihnachtsmann et. al angesprochen werden?
“Mama, der Kevin-Justin im Kindergarten bekommt an Weihnachten keine Geschenke von seinen Eltern, so wie wir, sondern von einem alten Mann mit Bart und rotem Mantel”



Die beiden wissen natürlich, daß anderen Kindern die Mär vom Weihnachtsmann, Christkind, Osterhasen, Zahnfee etc. erzählt wird. Sie wissen auch, daß die Erwachsenen das machen, weil sie es aus irgendeinem komischen Grund niedlich finden, wenn die Kinder ihnen allen möglichen Quatsch glauben.

Und sie wissen, daß die anderen Eltern sauer werden, wenn man deren Kindern die Wahrheit sagt. So daß man besser die Klappe hält und sich seinen Teil nur denkt, bis die anderen Kinder es selber merken.



PS: Eine befreundete Familie wollte vor zwei Jahren die Geschenke an unsere Kinder mit den Worten überreichen, der Weihnachtsmann habe diese Pakete fälschlicherweise unter ihren Baum gelegt und ihnen nun aufgetragen, sie bei uns vorbeizubringen.

Ich habe die Mutter (die einen Sohn im Alter meiner Tochter hat) daraufhin umgehend vorgewarnt, das besser nicht in Gegenwart ihres Sohnes zu erzählen, wenn sie noch nicht wollen, daß dieser “aufgeklärt” wird. Weil es sonst durchaus sein könnte, daß meine beiden die Augen verdrehen und ein “den Weihnachtsmann gibt’s doch gar nicht!” zum Besten geben. ^^ Hat sie dann auch gelassen… *g*



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