Lichterfest im Westfalenpark
In diesem Fall war die Pracht sehr vergänglich; Hinsehen hat sich definitiv mehr gelohnt als Fotografieren, schon alleine wegen des tollen Gesamteindrucks, den man so gar nicht optisch festhalten konnte. Aber ein paar Schnappschüsse habe ich dennoch gemacht:

Mit einem langen Docht versehen, standen die Kerzen in den Lampions. Nach Einbruch der Dämmerung wurden die Dochte entzündet und die Flamme fraß sich blitzschnell vor bis zur eigentlichen Kerze.

Werbung, die bestimmt nicht jedermanns Sache ist: “Mustergrabanlagen” der Dortmunder Friedhofsgärtnerei—mitten im Park. *ggg*

Eine der vielen Lampionpyramiden. Im Hintergrund der Fernsehturm, der ebenfalls im Park steht und gestern extrem gut besucht war.

Die selbe Pyramide von der anderen Seite aus betrachtet. Drei große Heißluftballons wurden dort gerade startklar gemacht.

Nach und nach kamen die Lichterfiguren auf den Wiesen zum Vorschein. Hier ein großes Herz mit durchgeschossenem Amor-Pfeil. ![]()

Stimmungsvolle Teichbeleuchtung von unten.

Das abschließende Feuerwerk. Normalerweise bin ich ja kein Freund dieser Ballerei, denn an Sylvester ist das einzige Resultat meist stümperhaftes Geböller von ein paar Einzelpersonen. Als konzertierte und ordentlich geplante Aktion mit Effekten guter Qualität wirkt so ein Feuerwerk jedoch einfach nur wunderschön.
Insgesamt war es ein toller Abend und hat sich gelohnt. Kleine Ärgernisse am Rande waren ein paar Kinder, die sich frisch, fromm, fröhlich, frei die noch nicht angezündeten Kerzenlichter in sämtliche Taschen stopften, bis letztere fast platzten. Die Eltern dieser kleinen diebischen Elstern sind währenddessen einfach nur desinteressiert weitergeschlendert oder haben ihren “lieben Kleinen” lediglich abwesend zugelächelt und weiter per Handy telefoniert. *AAAAAARRRGH!* Strafender Blick von Marc in Richtung Kinder. O-Ton der Kleinen: “Wir nehmen nur noch die hier, die brauchen wir für unseren Spielplatz!” Nur noch! Ich hätte schreien können! Alles klar…
Eine Lichterfigur war aufgrunddessen bereits zerfleddert und zerstört. Auf Marcs Frage, wie viele Kerzen und Bilder denn wohl übrig bleiben würden, wenn das alle so handhabten, meinte die kleine Anführerin nur dreist “Dann nimm doch auch welche mit, is mir doch egal!” Daraufhin bin ich dann etwas deutlicher geworden und haben den Kindern in leicht verschärftem Ton klar gemacht, daß wir unseren Eintritt nicht bezahlt haben, damit sie sich die Deko unter den Nagel reißen. Ein abschließendes “Also laßt die Kerzen gefälligst hier!”, hat dann wider Erwarten doch noch gefruchtet und die Kurzen sind abgezogen. Vermutlich, um an anderer Stelle unbehelligt weiterzuklauen.
Die einzelnen Leute zu beobachten, hat mit am meisten Spaß gemacht. Ein Paar z. B. hatte einen Kinderwagen dabei. An und für sich ja nichts Außergewöhnliches. Doch in dem Wagen saß—ein Vogelkäfig samt Papagei! Nun ja, warum soll man dem Tier nicht auch mal etwas Abwechslung gönnen… *g* Schade nur, daß er nicht fliegen durfte, aber so plötzliche Freiheit wäre der Lebensdauer des Tieres sicherlich nicht zuträglich gewesen. Die Böllerschüsse beim Feuerwerk ließen den Vogel jedenfalls sichtlich unbeeindruckt. Geschadet hat ihm der Ausflug zumindest auf den ersten Blick wohl nicht.